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AGS/052/2025
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 14.11.2025
Ratsfraktion SPD/Volt
An
Ratsfrau Antonia Frey
Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit und Soziales
der Landeshauptstadt Düsseldorf
Anfrage der Ratsfraktion SPD/Volt
Zur Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales der
Landeshauptstadt Düsseldorf am 25.11.2025
Betrifft:
Verwendung von Fördermitteln im Rahmen des Paktes für den ÖGD
Sehr geehrte Frau Frey,
im Rahmen des Paktes für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) wurden
dem Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Düsseldorf wichtige, aber zeitlich
begrenzte, Fördermittel zur Verfügung gestellt. Die Bürger der Landeshauptstadt
Düsseldorf sowie die Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes haben ein
berechtigtes Interesse, wie der erfolgte Kapazitäts- und Kompetenzaufbau über
die Förderung bis 2026 hinaus fortgeführt werden kann.
Vor diesem Hintergrund bitte ich Sie im Namen der Ratsfraktion SPD/Vol t,
folgende Anfrage auf die Tagesordnung des Ausschusses für Gesundheit und
Soziales am 25. November 2025 zu nehmen und von der Verwaltung
beantworten zu lassen:
1. Wie wurden die Mittel aus dem Pakt für den ÖGD konkret in
Düsseldorf verwendet, insbesondere im Hinblick auf den
gezielten Personalaufbau zur Erfüllung gesetzlicher Vorgaben
und Empfehlungen?
2. Welche Aufgaben, Maßnahmen und/oder Projekte konnten
durch den Personalaufbau umgesetzt oder angestoßen
werden?
3. Welche Pläne bestehen, die im Rahmen des Paktes für den ÖGD
neu eingerichteten Stellen im Gesundheitsamt nach Auslaufen
der aktuell befristeten Förderung weiterzuführen bzw. zu
verstetigen? Wir bitten insbesondere um Informationen zur
Sicherung der strukturellen und personellen Kontinuität mit
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Blick auf die nachhaltige und sachgerechte
Aufgabenwahrnehmung im Gesundheitsamt der
Landeshauptstadt Düsseldorf ab 2027.
Begründung:
Der Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) hat im Zuge der
Pandemie neue Standards gesetzt und bundesweit erhebliche Investitionen in die
Digitalisierung und den Personalaufbau der Gesundheitsämter ermöglicht.
Auch das Gesundheitsamt Düsseldorf profitierte maßgeblich von finanzieller
Förderung im Rahmen dieses Paktes, die einen nachhaltigen
Modernisierungsschub zur digitalen Transformation und personellen Verstärkung
auslöste. Die positiven Effekte sind auch im Gesundheitsamt der
Landeshauptstadt Düsseldorf spürbar.
Zugleich sind Kompetenz- und Personalzuwachs für die Herausforderungen im
Öffentlichen Gesundheitsdienst - von Pandemiebewältigung über Prävention bis
hin zu sozialmedizinischen Aufgaben - unverzichtbar. Doch ohne klar geregelte
Nachfinanzierung droht im Jahr 2027 ein erheblicher Rückschritt bei der
Personaldecke, der Digitalisierung und damit auch der Leistungsfähigkeit
kommunaler Gesundheitsdienste.
Ein aktueller Bericht aus der StädteRegion Aachen zeigt, dass eine nachh altige
Sicherung der mit dem ÖGD -Pakt geschaffenen Kapazitäten keineswegs
selbstverständlich ist. Dort sind etliche Beschäftigungsverhältnisse konkret
gefährdet, weil der Pakt und damit die Förderung mit Ablauf des Jahres 2026
auslaufen, ohne dass bislang eine Verstetigung der Stellen durch kommunale
oder Landesmittel gewährleistet ist
Gerade durch die bereits sichtbaren Herausforderungen der Personalgewinnung
und -bindung durch den demografischen Wandel, sollte die Landeshauptstadt
hier für eine klare, nachhaltige und langfristige Bindung des hochqualifizierten
Personals sorgen!
Die Bürger*innen müssen sich darauf verlassen können, dass das
Gesundheitsamt personell ausreichend ausgestattet und technisch auf der Höhe
bleibt, um massiv wachsende und teils k risenhafte Aufgaben (u.a.
Infektionsschutz, Prävention, Sozialpsychiatrie) auch künftig zuverlässig erfüllen
zu können.
Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung der Fragen.
Mit freundlichen Grüßen
Franca Bavaj