Worum es geht
Die folgenden Fragen stammen aus der Anfrage. Sie sind keine Feststellungen der Verwaltung; Antworten und Beratungsstand stehen gesondert im Verlauf.
Aus „Anfrage“
1: Wie will die Stadtverwaltung das freiwerdende Grundstück der Feuer- und Rettungswache 7 am Werstener Feld 30 weiterentwickeln?
2: Nach welchem Zeitplan will die Stadtverwaltung nach Fertigstellung der neuen Feuer- und Rettungswache 7 an der Werstener Friedhofstraße 70 -72 den Umzug des Inventars der alten FRW7, die anschließende Sanierung des mit PFAS kontaminierten Grundstücks am Werstener Feld 30 und die Vorbereitung des Grundstücks für die Weiterverwendung durchführen?
Weitere Einordnung im Original: Aus „Begründung“
Die Fertigstellung der neuen Feuer- und Rettungswache 7 an der Werstener Friedhofstraße 70-72 ist für das dritte Quartal des Jahres 2026 vorgesehen. Die gesamte Einrichtung und der Fuhrpark einer Zugwache inklusive eines ABC- Löschtrupps, der „Hochinfektions-Taskforce" und zwei Werkstätten (die Werkstatt für Krankentragen und Tragstühle und die Werkstatt für tragbare Leitern) müssen in das neue Gebäude an der Werstener Friedhofstraße überfüh rt werden. Nach dem Umzug muss die Sanierung des Grundstücks am Werstener Feld 30 erfolgen, da es an einigen Stellen sehr stark mit per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) kontaminiert ist (siehe Anlage 1: Antwort auf meine Anfrage vom 15.03.2024 , BV9/032/2024 sowie Anlage 2: Auszug aus der Niederschrift des Regionalrats des Regierungsbezirks Düsseldorf vom 04.09.2019, Anlage 2a ).
Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 21. Juli 2025. Vollständiges Original mit weiteren Angaben
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Dokumenttexte
Anfrage als Text anzeigen
BV9/166/2025
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 21.07.2025
SPD-Fraktion
in der Bezirksvertretung 9
An den
Bezirksbürgermeister
des Stadtbezirkes 9
Herrn Dr. Graf
Anfrage
zur Sitzung der Bezirksvertretung 9 am 26.09.2025
Betrifft:
Grundstück der Feuer- und Rettungswache 7
- Anfrage von Herrn Dr. Wolter; SPD
Anfrage:
1: Wie will die Stadtverwaltung das freiwerdende Grundstück der Feuer- und
Rettungswache 7 am Werstener Feld 30 weiterentwickeln?
2: Nach welchem Zeitplan will die Stadtverwaltung nach Fertigstellung der neuen
Feuer- und Rettungswache 7 an der Werstener Friedhofstraße 70 -72
den Umzug des Inventars der alten FRW7, die anschließende Sanierung des
mit PFAS kontaminierten Grundstücks am Werstener Feld 30 und die
Vorbereitung des Grundstücks für die Weiterverwendung durchführen?
3: Wie wird die Einsatzbereitschaft der Feuer- und Rettungswache 7 während
des Umzugs garantiert?
Begründung:
Die Fertigstellung der neuen Feuer- und Rettungswache 7 an der Werstener
Friedhofstraße 70-72 ist für das dritte Quartal des Jahres 2026 vorgesehen.
Die gesamte Einrichtung und der Fuhrpark einer Zugwache inklusive eines ABC-
Löschtrupps, der „Hochinfektions-Taskforce" und zwei Werkstätten (die
Werkstatt für Krankentragen und Tragstühle und die Werkstatt für tragbare
Leitern) müssen in das neue Gebäude an der Werstener Friedhofstraße überfüh rt
werden.
Nach dem Umzug muss die Sanierung des Grundstücks am Werstener Feld 30
erfolgen, da es an einigen Stellen sehr stark mit per- und polyfluorierten
Alkylsubstanzen (PFAS) kontaminiert ist
(siehe Anlage 1: Antwort auf meine Anfrage vom 15.03.2024 , BV9/032/2024
sowie Anlage 2: Auszug aus der Niederschrift des Regionalrats des
Seite 2
Regierungsbezirks Düsseldorf vom 04.09.2019, Anlage 2a ).
Auf dem Grundstück der FRW7 am Werstener Feld 30 sollten unter Beteiligung
der Anwohner lebenswerte und nachhaltige Bauprojekte realisiert werden, die
den Stadtteil aufwerten.
Anlagen:
Anlage 1: Antwort BV9_032_2024_Grundwasserkontamination FRW 7
Anlage 2_Auszug Niederschrift Regionalrat 04.09.2019, Anlage 2a
Anlage 2_Auszug Niederschrift Regionalrat 04.09.2019, Anlage 2a als Text anzeigen
Title: 00560692.pdf
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00560692.pdf
Published Time: Tue, 22 Jul 2025 08:29:55 GMT
Number of Pages: 3
Markdown Content:
Anlage 1: Antwort BV9_032_2024_Grundwasserkontamination FRW 7 als Text anzeigen
TOP 6.1 BV9/032/2024
Sitzung der BV 9 am 15.03.2024
Anfrage von Herrn Dr. Wolter; SPD
Grundwasserkontamination auf dem Gelände der Feuer - und Rettungswache
7 am Werstener Feld 30
Frage 1:
Welche Verunreinigungen des Grundwassers wurden - neben der PFAS-Belastung -
auf dem Gelände der Feuer- und Rettungswache 7 am Werstener Feld 30 gefunden?
Antwort zur Frage 1:
Aufgrund der Nutzungen auf dem Gelände der Feuerwache ergibt sich das mögliche
Schadstoffpotential aus per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS), chlorierten
Kohlenwasserstoffen (CKW) und Mineralölkohlenwasserstoffen (MKW). Im Zuge der
orientierenden Untersuchungen wurden im Jahr 2015 Bodenuntersuchungen auf
diese drei Schadstoffgruppen durchgeführt. Die untersuchten Proben zeigten keine
Auffälligkeiten für CKW und MKW.
Die Untersuchungen auf PFAS ergaben hohe Schadstoffgehalte. In den Folgejahren
wurden auf dieser Grundlage im Umfeld der Feuerwache mehrere
Grundwassermessstellen errichtet und Grundwasseruntersuchungen durchgeführt,
die auch Wasservollanalysen beinhalteten. Hierbei wurden erhebliche PFAS-
Konzentrationen mit maximal 3.500 ng/L detektiert. Für alle anderen Schadstoffe
lagen die Konzentrationen unterhalb der jeweiligen Bestimmungsgrenzen, lediglich
für die Stoffgruppen CKW und aromatische Kohlenwasserstoffe (BTEX) wurden
geringe Spuren nachgewiesen.
Frage 2:
Wie weit und wie tief reichen die Verunreinigungen?
Antwort zur Frage 2:
Anhand der durchgeführten Bodenuntersuchungen ergaben sich
Belastungsschwerpunkte im Bereich des Kanals vor der Wagenhalle bis zur
Grundstücksgrenze, sowie entlang der südöstlichen Grundstücksgrenze, im Bereich
einer Baumscheibe sowie im Bereich des Hinterhofs. Relevante PFAS- Belastungen
sind stellenweise bis in eine Tiefe von rund 10 Metern nachweisbar. Ausgehend von
diesen Bodenverunreinigungen ist eine kleinräumige, lokale
Grundwasserverunreinigung eingetreten. Bereits ca. 25 m im Grundwasserabstrom
gelegene Messstellen zeigen eine deutliche Abnahme der Schadstoffgehalte.
Frage 3:
Wie lange würde die Grundwasser- bzw. Bodensanierung auf dem Gelände der FRW
7 am Werstener Feld 30 dauern?
Antwort zur Frage 3:
Der konkrete Ablauf der Bodensanierung wird im Rahmen der Sanierungsplanung
festgelegt. Für die Bodensanierung durch Aushub ist von einer Dauer von ca. 3 bis 4
Monaten auszugehen. Für diesen Zeitraum und einen Nachlauf von ca. 6 Monaten ist
darüber hinaus eine hydraulische Grundwassersanierung notwendig, insbesondere
um die durch den Bodeneingriff mobilisierten Schadstoffe abzufangen.
Bezugnehmend auf die Grundwassersanierung Flurstraße aus der Begründung zur
Anfrage ist der hier vorliegende Schaden nicht mit dem dortigen CKW-Schaden
vergleichbar, bei dem mehrere Tonnen CKW in den Untergrund gelangt und bis in
große Tiefen in das Tertiär (bis ca. 40 m tief) eingedrungen sind.
Antwort als Text anzeigen
TOP 13.2 BV9/166/2025
Sitzung der BV 9 am 14.11.2025
Anfrage von Herrn Dr. Wolter; SPD
Grundstück der Feuer - und Rettungswache 7 am Werstener Feld 30
Frage 1:
Wie will die Stadtverwaltung das freiwerdende Grundstück der Feuer- und
Rettungswache 7 am Werstener Feld 30 weiterentwickeln?
Antwort zu Frage 1:
Die Fläche der Feuer- und Rettungswache 7 am Werstener Feld ist von Beginn an Teil
der Wohnungsbauoffensive der Stadt. Als potenzielle Wohnbaufläche, werden derzeit
unter Berücksichtigung der Altlastensituation Entwicklungsmöglichkeiten geprüft, wie
die Fläche für den Wohnungsbau entsprechend der woh nungspolitischen Ziele der
Stadt (vgl. Baulandmodell) nutzbar gemacht werden kann. Erste Konzeptvarianten
hierfür wurden bereits entwickelt.
Frage 2:
Nach welchem Zeitplan will die Stadtverwaltung nach Fertigstellung der neuen Feuer-
und Rettungswache 7 an der Werstener Friedhofstraße 70-72 den Umzug des
Inventars der alten FRW7, die anschließende Sanierung des mit PFAS kontaminierten
Grundstücks am Werstener Feld 30 und die Vorbereitung des Grundstücks für die
Weiterverwendung durchführen?
Antwort zu Frage 2:
Aktuell liegt noch kein detaillierter Zeitplan vor. Es wird angestrebt, den Abbruch und
die Bodensanierung so zeitnah wie möglich nach dem vollständigen Freizug der
Feuerwache einzuleiten.
Derzeit erfolgen vorbereitende Schritte, insbesondere die Überprüfung und
Bewertung der vorliegenden Ergebnisse zum Ausmaß der PFAS-Belastung auf dem
Gelände, sowie die Prüfung von Fördermöglichkeiten der Sanierung. Weitergehende
Prüfungen sind nach Auszug erforderlich.
Sobald danach belastbare Ergebnisse aus den laufenden Prüfungen vorliegen, wird
eine zeitnahe Umsetzung des Abbruchs und der Bodensanierung angestrebt.
Frage 3:
Wie wird die Einsatzbereitschaft der Feuer- und Rettungswache 7 während des
Umzugs garantiert?
Antwort zu Frage 3:
Die Einsatzbereitschaft ist während des Umzuges nicht betroffen.