Alarmierungen
Feuerwehr und Rettungsdienst 2025
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Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophen- und Bevölkerungsschutz in Düsseldorf.
Inhaltlich geprüft:
Datenlage
Der Jahresbericht 2025 zeigt eine Organisation mit fast 177.000 Alarmierungen. Brände sind wichtig, bilden aber nur einen Teil des Alltags; Rettungsdienst, technische Hilfe und Leitstelle prägen die Größenordnung.
Feuerwehr und Rettungsdienst 2025
darunter 188.081 über 112
zusätzlich 426 Aktive der Freiwilligen Feuerwehr
Wenn von Feuerwehrarbeit die Rede ist, denken viele zuerst an Brände. Der Jahresbericht 2025 zeigt eine andere Größenordnung: Von 176.903 Alarmierungen entfielen 159.802 auf den Rettungsdienst und 17.101 auf den Feuerwehrbereich. Hinzu kommt die Leitstelle, die fast eine halbe Million Anrufe bearbeitete.
Dieses Dossier trennt deshalb sechs Ebenen: Rettungsdienst, Brände, technische Hilfe, Leitstelle, Personal und Standorte. Die Begriffe sind wichtig. Eine Alarmierung ist nicht automatisch ein eindeutiger Patient oder ein einzelnes Schadensereignis, und unterschiedliche amtliche Dateien können denselben Bereich etwas anders abgrenzen.
Kerninfo: Rund neun von zehn Alarmierungen betrafen 2025 den Rettungsdienst. Die 4.533 Brandeinsätze waren öffentlich besonders sichtbar, bildeten aber nur einen Teil der Arbeit. Technische Hilfe, medizinische Notfälle und die Koordination durch die Leitstelle gehören ebenso zum System.
| Indikator | Wert 2025 | Einordnung |
|---|---|---|
| Alarmierungen insgesamt | 176.903 | Rettungsdienst und Feuerwehr |
| Rettungsdienst | 159.802 | Alarmierungen, keine eindeutigen Patienten |
| Feuerwehr | 17.101 | umfasst mehrere Einsatzarten |
| Brandeinsätze | 4.533 | Jahresbericht 2025 |
| technische Hilfe | 8.317 | unter anderem Menschen, Tiere, Wetter und Verkehr |
| Anrufe in der Leitstelle | 477.640 | darunter 188.081 über 112 |
| Beschäftigte im Amt 37 | 1.252 | zuzüglich Freiwilliger Feuerwehr und Partnern |
Die Hero-Grafik vergleicht die beiden Hauptbereiche 2024 und 2025. Die Rettungsdienstalarmierungen stiegen von 157.036 auf 159.802. Im Feuerwehrbereich sank die Zahl leicht von 17.280 auf 17.101. Insgesamt nahm die Zahl der Alarmierungen von 174.316 auf 176.903 zu.
Die Balken messen Arbeitsvorgänge. Ein medizinischer Notfall kann verschiedene Kräfte binden, und ein größeres Schadensereignis kann mehrere Einheiten auslösen. Die Zahlen dürfen daher nicht wie eine Zahl unterschiedlicher betroffener Menschen gelesen werden.
Die offene Zeitreihe unterscheidet Krankentransport, Rettungsdienst und Notarzt. Von 2018 bis 2025 stieg die Kategorie „Rettungsdienst“ von 70.919 auf 90.588 Vorgänge. Krankentransporte lagen 2025 bei 47.335, Notarzteinsätze bei 20.259.
Die Entwicklung verlief nicht gleichmäßig. 2020 fiel die Rettungsdienstreihe deutlich ab, während Krankentransporte höher lagen als 2019. Seit 2021 nahm die Kategorie Rettungsdienst wieder zu. Notarzteinsätze erreichten 2023 und 2024 jeweils rund 24.100 und gingen 2025 zurück.
Aus diesen Veränderungen lässt sich ohne zusätzliche medizinische und organisatorische Daten keine einzelne Ursache bestimmen. Altersstruktur, Inanspruchnahme, Einsatzsteuerung, Pandemieeffekte und veränderte Kategorien können gleichzeitig wirken.
Für 2025 summieren sich die drei Open-Data-Kategorien auf 158.182. Der Jahresbericht nennt 159.802 Rettungsdienstalarmierungen. Die Differenz kann aus weiteren Kategorien, Abgrenzungen oder nachträglichen Bearbeitungsständen entstehen.
Düsseldorf Radar behandelt deshalb beide Quellen transparent:
Diese Trennung verhindert, dass eine scheinbar exakte Grafik unterschiedliche Statistiken vermischt.
Der Jahresbericht nennt 110.847 Notfallpatientinnen und -patienten. Bei 20.259 Einsätzen war ein Notarzt beteiligt. Außerdem wurden 47.335 Krankentransporte gezählt.
Ein Rettungswagen versorgt akute medizinische Notfälle. Ein Notarzt wird zusätzlich eingesetzt, wenn ärztliche Maßnahmen bereits vor dem Krankenhaus erforderlich erscheinen. Ein Krankentransport dient dagegen typischerweise Menschen, die medizinisch betreut transportiert werden müssen, ohne dass dieselbe akute Einsatzlage besteht.
In Düsseldorf arbeiten Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Kliniken und ärztliches Personal zusammen. Der Jahresbericht nennt täglich 195 Einsatzkräfte sowie bis zu 70 weitere Kräfte von Partnerorganisationen und aus dem ärztlichen Bereich. Das System ist damit größer als die Berufsfeuerwehr allein.
Die offene Zeitreihe unterscheidet Kleinbrand A, Kleinbrand B, Mittelbrand, Großbrand und überörtliche Hilfe. Kleinbrände bilden in jedem Jahr den größten Teil. 2025 weist die Datei 1.789 Kleinbrände A, 2.412 Kleinbrände B, 299 Mittelbrände und 33 Großbrände aus.
Der Jahresbericht nennt insgesamt 4.533 Brandeinsätze und 32 Großbrände. Die Open-Data-Kategorien ergeben 4.539 beziehungsweise 33 Großbrände. Auch hier unterscheiden sich die beiden amtlichen Veröffentlichungen geringfügig. Für den Überblick gilt der Jahresbericht; für den Verlauf die klar gekennzeichnete offene Reihe.
Der Jahresbericht nennt unter anderem:
Diese Kategorien sind keine vollständige, überschneidungsfreie Zerlegung aller Brandeinsätze. Ein Wohnungsbrand kann beispielsweise durch einen Rauchwarnmelder bemerkt worden sein. Die Werte werden deshalb als ausgewählte Einsatzmerkmale und nicht als gemeinsame Summe dargestellt.
Die Zahl der Vegetationsbrände stieg laut Jahresbericht von 78 im Jahr 2024 auf 181 im Jahr 2025. Das entspricht mehr als einer Verdopplung. Aus zwei Jahreswerten allein lässt sich jedoch nicht bestimmen, wie viel davon auf Wetter, Vegetation, menschliches Verhalten oder Erfassungsunterschiede entfällt.
Die Feuerwehr stellte 2026 eine besondere Einheit für Wald- und Flurbrandbekämpfung vor. Die neue Einheit wird als elfte Einheit der Freiwilligen Feuerwehr mit 45 Mitgliedern beschrieben. Der Jahresbericht 2025 nennt noch zehn Einheiten an sieben Standorten. Das ist kein zwingender Widerspruch, sondern eine Frage des Zeitpunkts: Die Organisation entwickelte sich nach dem Berichtsjahr weiter.
2025 registrierte die Feuerwehr 8.317 Alarmierungen zur technischen Hilfe. Darunter waren 4.207 Hilfeleistungen für Menschen in Notlagen, 1.484 für Tiere, 837 im Zusammenhang mit Wasser oder Sturm sowie 136 Verkehrsunfälle beziehungsweise Verkehrsstörungen.
Die Zeitreihe zeigt, wie stark einzelne Jahre von besonderen Lagen geprägt werden können. 2021 wurden in der Kategorie Wasser- und Sturmschäden 3.394 Einsätze gezählt – wesentlich mehr als in den meisten anderen Jahren. Solche Spitzen dürfen nicht als dauerhafter Trend fortgeschrieben werden.
Der starke Anstieg bei „Menschen in Notlagen“ von 2.502 im Jahr 2023 auf 4.189 im Jahr 2024 könnte neben tatsächlicher Entwicklung auch von Zuordnung oder Erfassung beeinflusst sein. Ohne eine dokumentierte methodische Erklärung wird er nicht vorschnell bewertet.
2025 gingen 477.640 Anrufe in der Leitstelle ein, darunter 188.081 über den Notruf 112. Die 112-Anrufe sind Teil der Gesamtzahl und dürfen nicht hinzuaddiert werden. Die durchschnittliche Wartezeit bis zur Annahme nennt der Jahresbericht mit 7,5 Sekunden.
Rechnerisch wurde im Mittel alle 2,7 Minuten ein Einsatz disponiert. Das bedeutet nicht, dass die Arbeitsbelastung gleichmäßig über Tag und Jahr verteilt war. Unwetter, Großveranstaltungen und parallele Notfälle können kurzfristig deutlich höhere Anforderungen verursachen.
Der Ablauf erklärt, warum eine einzelne Zeitangabe das System nur teilweise beschreibt. Erreichbarkeit, Gesprächsannahme, Disposition, Anfahrt, Lage und Versorgung sind unterschiedliche Phasen.
Die frühere Seite behauptete, Düsseldorf müsse eine Hilfsfrist von acht Minuten in mindestens 90 Prozent der Fälle einhalten. Für eine aktuelle Aussage dieser Art fehlt jedoch ein öffentlich verifizierter Düsseldorfer Rettungsdienstplan mit identischer Definition und ausgewiesener Zielerreichung.
Nordrhein-Westfalen verwendet seit 2025 in seiner Verwaltungsvorschrift den Begriff Planungsfrist. Solche Vorgaben dienen der Rettungsdienstplanung und hängen unter anderem von Einsatzart, Gebietstyp, Beginn und Ende der Zeitmessung sowie auswertbaren Fällen ab. Sie sind kein individuelles Versprechen, dass jedes Fahrzeug in jedem Fall innerhalb derselben Zeit eintrifft.
Das Dossier veröffentlicht deshalb erst dann eine Zielerreichungsquote, wenn Plan, Definition, Zeitraum und tatsächlicher Düsseldorfer Wert gemeinsam vorliegen.
Das Amt 37 beschäftigte 2025 insgesamt 1.252 Menschen, nach 1.136 im Jahr 2024. Darunter waren 123 Frauen. Im Einsatzdienst der Berufsfeuerwehr arbeiteten 31 Frauen; 2023 waren es 17. Unter den Auszubildenden stieg die Zahl der Frauen von 15 auf 42.
Die Freiwillige Feuerwehr zählte 426 aktive Mitglieder, darunter 49 Frauen. Sie ergänzt die Berufsfeuerwehr, übernimmt Aufgaben in ihren Einheiten und stellt zusätzliche Kräfte für besondere Lagen bereit. Der Begriff „freiwillig“ bedeutet nicht, dass Ausbildung, Ausrüstung oder Einsatzanforderungen beliebig wären: Auch ehrenamtliche Kräfte durchlaufen geregelte Qualifikationen.
Die Personaldaten beschreiben Köpfe und organisatorische Zugehörigkeit. Sie sagen nicht automatisch, wie viele Kräfte zu jeder Uhrzeit einsatzbereit sind oder wie viele Stellen unbesetzt sind.
Die Karte übernimmt alle 21 Einträge der offenen Standortdatei mit fachlichem Stand November 2022. Darunter sind Feuer- und Rettungswachen der Berufsfeuerwehr, Leitstelle, Feuerlöschbootstation sowie Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr.
Mehrere Einträge können dieselbe Adresse haben. An der Hüttenstraße liegen beispielsweise Feuer- und Rettungswache 1 und Leitstelle. An der Posener Straße sind technische und Umweltschutzeinheiten verzeichnet. Ein Kartenpunkt ist daher nicht automatisch ein eigenes Gebäude.
Der aktuelle Jahresbericht beschreibt:
Die offene Datei bildet nicht alle diese Kategorien vollständig ab und ist älter als der Jahresbericht. Sie bleibt trotzdem eine nützliche, quellennahe Orientierung, solange ihr Stand sichtbar ist. Die frühere pauschale Angabe „elf Feuerwachen“ wird nicht fortgeführt.
Feuerwehr und Rettungsdienst sind Teil eines größeren Bevölkerungsschutzsystems. Bei großflächigen oder lang anhaltenden Lagen arbeiten Stadt, Land, Bund, Polizei, Hilfsorganisationen, Kliniken, Versorgungsunternehmen und weitere Stellen zusammen.
Warnungen können über Sirenen, Cell Broadcast, Warn-Apps, Rundfunk, Internetangebote und Einsatzfahrzeuge verbreitet werden. Kein Kanal erreicht in jeder Lage alle Menschen. Sinnvoll ist daher ein System aus mehreren Wegen – einschließlich barrierearmer Informationen und Hinweisen für Menschen ohne Smartphone.
Konkrete Gefahrenlagen und Verhaltensanweisungen gehören nicht in eine statische Themenbeschreibung, sondern in aktuelle amtliche Warnungen. Das Dossier erklärt die Struktur; im Ereignisfall sind die Hinweise der zuständigen Behörden maßgeblich.
Der Rat und seine Ausschüsse entscheiden unter anderem über:
Unterhalb dieses Dossiers erscheinen passende Vorlagen und Sitzungen. Eine einzelne Beschaffung ist dabei immer nur ein Teil des Gesamtsystems aus Standort, Personal, Technik und dauerhaftem Betrieb.
Redaktionell geprüft am 12. August 2026. Jahresbericht und offene Zeitreihen werden wegen kleiner Abgrenzungsunterschiede getrennt ausgewiesen.
Zeigt die 20 neuesten von 616 Vorlagen.
Diese Hintergründe helfen, Entscheidungen in einen größeren Zusammenhang einzuordnen.