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Title: 00495242.pdf
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00495242.pdf
Published Time: Wed, 13 Dec 2023 06:02:53 GMT
Number of Pages: 3
Markdown Content:
RAT/314/2023
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 24.08.2023
An
Herrn Oberbürgermeister
Dr. Stephan Keller
Betrifft:
Antrag der Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Quartierentwicklung Düsseldorf
Altstadt
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
wir bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung zu setzen und
abstimmen zu lassen:
Antrag:
Der Rat beauftragt die Verwaltung, aufbauend auf den Ergebnissen des
Projektes SiDI und den Ansätzen des Raumwerk D (Schlüsselraum „Zukunft
Innenstadt“) die weitere Entwicklung der Düsseldorfer Altstadt integriert zu
bearbeiten. Ziel soll eine ganzheitlich e und themenübergreifende Planung,
die Maßnahmen für eine mittel - und langfristig positive Entwicklung
umfasst. Die im Quartier lebenden und wirkenden Akteur*innen und alle
relevanten Stakeholder und Besucher*innen sollen dabei beteiligt werden.
Neben der Altstadt sollen entsprechend des Schlüsselraums „Zukunft
Innenstadt“ auch angrenzenden Teile der Carlstadt und der Stadtmitte
einbezogen werden.
Der Rat beauftragt die Verwaltung zu prüfen, in welchem Format eine
solche integrierte Quartiersentwicklung f ür die Altstadt optimal erarbeitet
und umgesetzt werden kann (beispielsweis als Integriertes städtebauliches
Entwicklungskonzept (ISEK)). Potenzielle Fördermöglichkeiten für die
Konzeptentwicklung sowie für die Umsetzung sollen ebenso ermittelt
werden.
Begründung: Seite 2
Die Entwicklung der Düsseldorfer Altstadt steht seit Jahrzehnten im Fokus der
Öffentlichkeit und der Kommunalpolitik. Meldungen über Störergruppen und
Straftaten sind regelmäßig den Informationen der Polizei und der Stadtverwaltung,
sowie der Presseberichterstattung zu entnehmen. Die Stadtverwaltung hat –
unterstützt von der Kooperation aus CDU und GRÜNEN – bereits eine Vielzahl von
Maßnahmen ergriffen, die insbesondere im Ende 2023 auslaufenden Projekt
„Sicherheit in der Innenstadt“ (SiDI) geb ündelt sind. Diese sind verständlicherweise
zunächst kurzfristig angelegt, um der Lage insbesondere in der Folge der Corona -
Pandemie schnell gerecht zu werden. Viele der eigentlichen Ursachen sind jedoch
struktureller Natur und müssen daher grundlegend ang egangen werden.
Dazu ist es wichtig, die Altstadt als ein ganzheitliches städtisches Quartier zu
betrachten, das auf vielen Ebenen einer Erneuerung bedarf. Neben
Sicherheitsaspekten sind auch die städtebaulichen, wohnungswirtschaftlichen,
sozialen, gewerb lichen und verkehrlichen Aspekte zu betrachten und zu analysieren,
um das bestmögliche Ergebnis für eine Revitalisierung der Altstadt zu erzielen.
Aus diesem Grunde ist es notwendig, einen integrierten Ansatz zu wählen, um
gemeinsam mit allen Stakeholder* innen eine neue Zukunft für die Altstadt zu
entwerfen. Dabei sind folgende Themen zu berücksichtigen (Liste ist nicht
abschließend):
• Entwicklung und Aufgaben der öffentlichen Räume in der Altstadt
• Entwicklung und Qualität des Einzelhandels und der Gastron omie
• Ausbau und Stärkung der kulturellen Qualitäten und Nutzungen
• Stärkung einer sozial ausgewogenen Durchmischung für das Wohnen in
der Altstadt
• Fokus Klima und Energieversorgung
• Stärkung einer nachhaltigen und verträglichen Mobilität
• Erhöhung der Sicherheit in der Altstadt
• Erneuerung des Images der Altstadt
Dabei sind auch die bislang erarbeiteten Leitwerke (Raumwerk D, Mobilitätsplan D,
Zukunft.Quartiere.Düsseldorf, Blaugrüner Ring) sowie Studien und
Handlungsempfehlungen zum Nachtmanagement / de r Night Time Economy (NTE) zu
berücksichtigen.
Aus den Ergebnissen der partizipativen Konzeptentwicklung lassen sich dann in allen
Themenfeldern Maßnahmen ableiten, die das Ziel verfolgen, die Altstadt als zentrales
Quartier langfristig zu sichern und att raktiver zu machen und nicht nur kurzfristige
Symptome von Gewalt und Vandalismus zu bekämpfen. Die meisten Maßnahmen
würden daher mittel - und langfristig wirken.
Mit freundlichen Grüßen
Angela Hebeler Norbert Czerwinski Seite 3
F. d. R.: Stephan Soll