Ratssitzung · Sitzung beendet
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Ratssitzung · Sitzung beendet
Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 7. September 2023
Die Sitzung in einer Minute
Die ausgewählten Beschlüsse reichten von einer Investition in die öffentliche Infrastruktur über Schul- und Wohnungspolitik bis zu Einnahmen für den städtischen Haushalt. Politische Konflikte bestanden vor allem bei den Instrumenten für bezahlbares Wohnen und beim Umgang mit den Gaslaternen; das Schulprojekt fand dagegen einhellige Zustimmung.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Werstener Friedhofstraße 70, 72; Neubau der Feuer- und Rettungswache 7 und des zentralen Betriebshofes Süd für das Garten-, Friedhofs- und Forstamt - Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss -
Der Rat beschloss die Ausführung und Finanzierung einer neuen Feuer- und Rettungswache 7 sowie des zentralen Betriebshofs Süd an der Werstener Friedhofstraße 70 und 72. Das Projekt sollte einschließlich Ausstattung und Inventar 64,76 Millionen Euro brutto kosten; für 2023 wurden außerplanmäßig 5,12 Millionen Euro bereitgestellt.
In der Debatte ging es um die Anwendung des Cradle-to-Cradle-Prinzips, eine mögliche Zertifizierung und die Folgen für den Baumbestand. Linke, Partei-Klima-Fraktion, SPD, Grüne, CDU und FDP stimmten zu; die AfD stimmte dagegen, Ratsfrau Krüger enthielt sich.
Das Vorhaben bündelte Feuerwehr-, Rettungsdienst- und Betriebshoffunktionen an einem Standort. Zugleich handelte es sich um die mit Abstand größte konkret bezifferte Investition der ausgewählten Beschlüsse.
Vorlage BAU/017/2023/1 · Nachweis: TOP 26, PDF-Seite 92
Ergänzungsantrag der Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Beschlussvorlage APS/087/2023
Der Rat beschloss das Düsseldorfer Baulandmodell in geänderter Form und beauftragte die Verwaltung mit Umsetzung, Anwendung und regelmäßiger Berichterstattung. Bei der Quotierungsregelung sollte der Anteil öffentlich geförderten Wohnraums mindestens 50 Prozent betragen; Mieterschutz wurde als Schwerpunkt und Klimaschutz als Querschnittsthema verankert.
Die CDU unterstützte die ursprüngliche Verwaltungsvorlage und wandte sich gegen zusätzliche Schwerpunkte und Vorgaben. Die Linke verlangte unter anderem einen Vorrang für die städtische Wohnungsgesellschaft bei Grundstückseinlagen und weitere Stimmen in der beratenden Kommission; der Ergänzungsantrag der Grünen wurde während der Beratung verändert.
Das Modell legte fest, mit welchen boden- und planungspolitischen Instrumenten die Stadt bezahlbaren Wohnraum sichern und neuen Wohnungsbau steuern wollte.
Vorlage RAT/351/2023 · Nachweis: TOP 22.5, PDF-Seite 79
Änderungsantrag der FDP-Ratsfraktion zur Vorlage RAT/244/2023
Der Rat beauftragte die Verwaltung, den Masterplan zur Straßenbeleuchtung fortzuschreiben und alle vorhandenen Gaslichtpunkte auf energieeffizienten Strombetrieb umzustellen. Die Gaslichtpunkte im Hofgarten sollten wegen des Gartendenkmals dauerhaft erhalten bleiben; für andere Standorte waren warmweißes Licht bis 3.000 Kelvin und der Erhalt charakteristischer Leuchtenkörper vorgesehen.
Der interfraktionelle Antrag erhielt eine Mehrheit aus Linken, Partei-Klima-Fraktion, SPD, Grünen, dem Oberbürgermeister und dem größten Teil der CDU. FDP, AfD und drei CDU-Ratsmitglieder stimmten dagegen; eine Ratsfrau enthielt sich.
Die Entscheidung betraf das Erscheinungsbild zahlreicher Straßen ebenso wie Energieverbrauch und Verkehrssicherheit. Vor einer Umsetzung musste die Verwaltung jedoch zunächst ein Konzept ausarbeiten und den politischen Gremien vorlegen.
Vorlage RAT/349/2023 · Nachweis: TOP 59.1.2, PDF-Seite 96
Beschlussvorlage zur Vorbereitung der geplanten Neubaumaßnahmen Schlüterstraße zur nachhaltigen Sicherstellung ausreichender Grundschulplätze in den Stadtteilen Flingern-Nord, Düsseltal, Grafenberg und Gerresheim
Der Rat ermächtigte die Verwaltung, die Planung eines dreizügigen Grundschulstandorts an der Schlüterstraße 18 bis 20 durch die IPM beauftragen zu lassen. Außerdem sollte sie organisatorische Änderungen für die Gutenberg-Schule und die Aloys-Odenthal-Schule zum Schuljahr 2027/28 sowie die Möglichkeiten für Schulplätze und Ganztagsbetreuung an den beteiligten Standorten prüfen und vorbereiten.
Eine Aussprache fand nicht statt. Der Rat fasste den Planungs- und Vorbereitungsbeschluss einstimmig.
Die Planungen sollten die Grundschulversorgung in Flingern-Nord, Düsseltal, Grafenberg und Gerresheim absichern. Ein Bau- und Finanzierungsbeschluss war damit noch nicht gefasst.
Vorlage SCHUA/040/2023 · Nachweis: TOP 39, PDF-Seite 57
Kenntnisnahme des Jahresabschlusses 2022 der Stadtsparkasse Düsseldorf sowie Entlastung der Sparkassenorgane für das Jahr 2022
Der Rat nahm den Jahresabschluss 2022 der Stadtsparkasse zur Kenntnis und beschloss, deren Jahresüberschuss von 13.285.732,27 Euro an die Stadt auszuschütten. Zusätzlich sollte der Gewinnvortrag aus 2021 in Höhe von 2,7 Millionen Euro der Landeshauptstadt zugeführt werden; Verwaltungsrat und Vorstand wurden entlastet.
Bei den finanziellen Beschlüssen enthielten sich die Linke und Ratsfrau Krüger; im Übrigen wurden sie einstimmig angenommen. Bei der Entlastung beteiligten sich neben ihnen auch die AfD und betroffene Organmitglieder nicht zustimmend beziehungsweise enthielten sich.
Die Entscheidung führte dem städtischen Haushalt zwei konkret bezifferte Zahlungen aus unterschiedlichen Geschäftsjahren zu.
Vorlage RAT/336/2023 · Nachweis: TOP 60, PDF-Seite 65
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Genauer Standort nicht zugeordnet. Die Karte dient nur der Orientierung; es werden keine Ersatzpunkte angezeigt.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.
Verknüpfte Anträge, Anfragen und Verwaltungsvorlagen mit eigenständigen Detailseiten.