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Title: 00519024.pdf
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00519024.pdf
Published Time: Fri, 26 Apr 2024 19:44:59 GMT
Number of Pages: 2
Markdown Content:
RAT/165/2024
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 26.04.2024
An
Herrn Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller
Betrifft:
Antrag der Ratsfraktion Die PARTEI -Klima -Fraktion: Kostenlimit für den Neubau des
Opernhauses
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
wir bitten Sie den folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Rates am
8. Mai dieses Jahres zu setzen und zur Abstimmung zu bringen.
Antrag:
Der Rat der Landeshauptstadt beschließt für den Fall, dass in der Sitzung am 8. Mai
2024 die Beschlussvorlagen zum Auslobungsbeschluss für den Neubau – Opernhaus
der Zukunft – vom Rat mit Mehrheit beschlossen werden , eine Obergrenze für die
Kosten beim Neubau eines Op ernhauses in Höhe von 400 Millionen Euro. Ein später
erfolgender Ausführungs - und Finanzierungsbeschluss muss diese Obergrenze
berücksichtigen.
Für den Fall, dass der hier vorliegende Antrag im Rat mit Mehrheit angenommen
wird, wird die Verwaltung beauftr agt in der Auslobung für den Wettbewerb – Neubau
des Opernhauses - an allen notwendigen Stellen das festgelegte Kostenlimit zu
ergänzen.
Sollte dieser Antrag nicht in der Sitzung am 8. Mai behandelt werden, so muss die
eventuell später notwendige Ergänzun g nachträglich erfolgen. Falls dies nicht
möglich ist, muss die Auslobung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.
Begründung:
Düsseldorf verfügt nicht über unbegrenzte Haushaltsmittel. Wenn beschlossen wird
ein neues Opernhaus zu bauen, so ist es vernünft ig eine realistische Obergrenze bei
den Kosten vorzugeben. Jeder private oder gewerbliche Investor würde es genauso
machen. In Linz wurde im Jahr 2013 ein Opernhaus mit ähnlicher Größe wie das für
Düsseldorf zu planende für 186,4 Millionen Baukosten fertig gestellt. Selbst bei einer
durchaus anzunehmenden Verdoppelung der Baukosten bis heute sind 400 Millionen
eine realistische Summe, die ausreichen muss für den Neubau. Seite 2
Hervorragende Architektur muss nicht exorbitant teuer sein. Es mag eine zusätzlic he
Herausforderung für Planungsbüros sein ein vorgegebenes Kostenlimit einzuhalten,
aber auch dafür ist ein Wettbewerb gut. Wenn es keine Teilnehmer*innen gibt, die
sich zutrauen die Aufgabenstellungen zu erfüllen unter dieser Rahmenbedingung,
muss die Sta dt damit umgehen und ggf. neu planen.
Es gibt jedoch keinen Grund einen Wettbewerb auszuloben ohne ein Limit bei den
Kosten zu setzen. Es sei denn, man verfügt über unbegrenzte Haushaltsmittel.
Mit freundlichen Grüßen
Lukas Fix Dominique Mirus Keno Schulte
f.d.R. Christopher Schrage