Antrag Die Linke Aktenzeichen RAT/447/2024

Änderungsantrag der Ratsfraktion DIE LINKE zur Vorlage APS/087/2024

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
1Dokument 10. Dezember 2024veröffentlicht

Worum es geht

Dies ist der Wortlaut der beantragten Maßnahme beziehungsweise ihrer Begründung. Auch „beschließt“ im Antrag ist noch kein Nachweis eines gefassten Beschlusses.

Aus „Begründung“

Die vorgesehene Umbenennung des Jürgensplatzes wird nach Auffassung der LINKEN Ratsfraktion ihrem Anlass nicht gerecht Die Nähe des Namensgebers Franz Jürgens zum Nationalsozialismus begründet die Umbenennung. In der Konsequenz sollte die neue Namensgebung die kritische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus fördern.

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 10. Dezember 2024. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

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RAT/447/2024 X öffentlich nicht öffentlich Düsseldorf, 06.12.2024 An den Oberbürgermeister Herrn Dr. Stephan Keller Änderungsantrag der Ratsfraktion Die Linke. Düsseldorf zur Sitzung des Rates am 12.12.2024 Betrifft: Änderungsantrag der Ratsfraktion DIE LINKE zur Vorlage APS/087/2024 Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, zur Sitzung des Rates am 12. Dezember 2024 stellt DIE LINKE Ratsfraktion zu TOP Ö 13, Vorlagennummer APS/087/2024 folgenden Änderungsantrag: Die Beschlussdarstellung wird wie folgt geändert: "Umbenennung des „Jürgensplatz" (02068), Gemarkung: Neustadt, Flur: 1, Flurstück: teilweise 244, in Platz der Polizei (02089) Fasia-Jansen-Platz" Begründung: Die vorgesehene Umbenennung des Jürgensplatzes wird nach Auffassung der LINKEN Ratsfraktion ihrem Anlass nicht gerecht Die Nähe des Namensgebers Franz Jürgens zum Nationalsozialismus begründet die Umbenennung. In der Konsequenz sollte die neue Namensgebung die kritische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus fördern. DIE LINKE beantragt die Umbenennung Jürgensplatzes in Fasia -Jansen-Platz. Fasia Jansen, Tochter des Generalkonsuls von Liberia, überlebte den Nationalsozialismus als Küchenaushilfe in einer Außenstelle des KZ Neuengamme (Hamburg) mit gesundheitlichen Folgeschäden. Ihr Antrag auf "Wiedergutmachung" wurde 1960 von deutschen Behörden unbegründet abgelehnt. Nach dem Krieg setzte sie sich in der Gewerkschaftsbewegung, für Frauenrechte und g egen die Wiederbewaffnung ein. Bereits bei der Umbenennung der Wissmannstraße hatte sich eine Bürgerversammlung mehrheitlich für eine Benennung nach der afrodeutschen Liedermacherin und Feministin ausgesprochen. Seite 2 Für die Umbenennung des Jürgensplatzes nach einem weiblichen Opfer des Nationalsozialismus spricht auch der Umstand, dass in Düsseldorf im Jahr 2021 nur knapp drei Prozent der Straßen und Plätze nach Frauen benannt waren. Dies ergab zuletzt eine Anfrage der LINKEN im Gleichstellungsausschuss im März 2021. Auch bei der Umbenennung von 12 historisch belasteten Straßen im Februar diesen Jahres wurden nur 4 Straßen neu nach Frauen benannt. Dies bedeutet bei einer Gesamtzahl von 2.840 benannten Straßen, Wegen und Plätzen in Düsseldorf nur eine Verbesserung von 0,14 Prozent. Seit 2013 spricht sich die DIE LINKE Düsseldorf dafür aus, dass bei der Namensgebung öffentlicher Orte (Straßen, Plätze, Gebäude, Brücken etc.) solange nur Frauen berücksichtigt werden, bis ein Gleichgewicht zwischen Namen von Frauen und Männern hergestellt ist. Mit freundlichen Grüßen Anja Vorspel Sigrid Lehmann F.d.R. Sönke Voigt

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen RAT/447/2024