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BV5/027/2026
CDU-Fraktion und
SPD-Fraktion
der Bezirksvertretung 5
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 11.02.2026
An den
Bezirksbürgermeister
des Stadtbezirks 5
Antrag zur Sitzung der Bezirksvertretung 5 am 24. Februar 2026
Betrifft:
Pumpenhaus Kaiserswerth weiterentwickeln - neuen Raum für Brauchtum, Kunst
und Kultur schaffen
(Antrag CDU-Fraktion und SPD-Fraktion vom 11. Februar 2026)
Die Bezirksvertretung 5 bittet die Verwaltung, anhand der Machbarkeitsstudie zum
Pumpenhaus Kaiserswerth (Herbert-Eulenberg-Weg) sowie unter Berücksichtigung
der Belange des Denkmal- sowie des Deichschutzes einen gemeinsamen Ort für
Brauchtum, Kunst und Kultur zu schaffen.
Dabei sollen in dem neu zu gestaltenden „ Alten Pumpenhaus " Kaiserswerth nach
Möglichkeit folgende Nutzungsarten Berücksichtigung finden:
1. Infrastrukturelle Nutzung (Strom, Wasser) für Veranstaltungen des Sommer-
brauchtums (Schützenfest)
2. Niederschwellig nutzbarer Veranstaltungsraum für das lokale Brauchtum und
die Kultur
3. Ateliernutzung für lokale sowie international renommierte Künstlerinnen und
Künstler für einen wechselnden Zeitraum von bis zu drei Monaten
4. Nutzung als Trauzimmer bei standesamtlichen Hochzeiten
Die unterschiedlichen Nutzungsvarianten dürfen sich dabei nicht gegenseitig beein-
trächtigen; Kfz-Stellplätze sind nicht herzustellen (Kein „ Parken am Deich " ); Über-
nachtungsmöglichkeiten sind nicht zu schaffen (Kein „ Wohnen am Deich " ).
In Bezug auf die in der Informationsvorlage BV5/096/2025 dargestellten unter-
schiedlichen Ausbaustandards beauftragt die Bezirksvertretung 5 die Verwaltung, bei
diesen Planungen die Varianten 2 und 3 weiterzuverfolgen. Dabei unterstützt die
Bezirksvertretung 5 ausdrücklich die Schaffung einer Empore im Innenraum des
Pumpenhauses.
Darüber hinaus bittet die Bezirksvertretung 5 die Verwaltung, zur Finanzierung der
Maßnahme alle sowohl staatlichen als auch nicht-staatlichen Fördermöglichkeiten auf
ihre Förderfähigkeit zu prüfen. Da die Weiterentwicklung des Pumpenhauses nicht
zuletzt wegen seiner prominenten Lage am Deich - ein regelrechter „ Hotspot " für
Sonntagsausflügler - von gesamtstädtischer Bedeutung ist, geht die Bezirksvertre-
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tung 5 davon aus, dass die Finanzierung der Baumaßnahmen im Wesentlichen nicht
aus ihrem Haushalt bestritten wird. Sie ist jedoch bereit, einen gewissen Eigenanteil
zu leisten.
Über die Ergebnisse dieser Prüfungen sowie der weiteren Planung ist die Bezirks-
vertretung rechtzeitig zu informieren.
Begründung:
Mit der Informationsvorlage BV5/096/2025 sowie der hierzu erstellten Machbar-
keitsstudie liegt erstmals eine fundierte fachliche Grundlage für eine zukünftige
Nutzung des denkmalgeschützten Alten Pumpenhauses am Herbert-Eulenberg-Weg
in Kaiserswerth vor. Die Ergebnisse der von der Bezirksvertretung 5 initiierten sowie
bezahlten Machbarkeitsstudie zeigen auf, dass das Gebäude unter Beachtung der
Belange des Denkmal- und Deichschutzes grundsätzlich geeignet ist, einer neuen,
kulturell geprägten Nutzung zugeführt zu werden und so vor weiterem Verfall
bewahrt zu werden.
In der Sitzung der Bezirksvertretung 5 vom 27. Januar 2026 informierte die
Verwaltung über die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zur Nutzung des Alten
Pumpenhauses in Kaiserswerth als Atelier für Künstlerinnen und Künstler. Im Zuge
dessen erörterte die Verwaltung nicht nur unterschiedliche Ausbaustandards
verbunden mit der Schaffung einer Empore sowie einer Pergola, sondern skizzierte
darüberhinausgehend noch weitere denkbare Nutzungen.
Vor diesem Hintergrund sieht die Bezirksvertretung 5 die Chance, das Alte Pumpen-
haus als besonderen Ort für Brauchtum, Kunst und Kultur im Düsseldorfer Norden zu
entwickeln. Ziel ist es, das Gebäude multifunktional, aber klar strukturiert zu nutzen:
als infrastrukturelle Anlaufstelle für das lokale Brauchtum, als Raum für kleinere,
dem Charakter des Ortes entsprechende Veranstaltungen, als temporäres Atelier für
Künstlerinnen und Künstler sowie als besonderer Ort für standesamtliche Trauungen.
Die Bezirksvertretung orientiert sich bei ihren Überlegungen bewusst an den in der
Informationsvorlage dargestellten Ausbaustandards und hält eine Weiterverfolgung
der Varianten 2 (mittlerer Ausbaustandard ohne zusätzliche Außenbauelemente) und
3 (niedrigschwellige Sanierung mit ergänzenden Elementen) für sachgerecht. Diese
Varianten ermöglichen eine wirtschaftlich vertretbare Umsetzung bei gleichzeitiger
Wahrung des denkmalgeschützten Bestandes. Die Schaffung einer Empore wird
dabei ausdrücklich unterstützt, da sie die Nutzungsflexibilität des Innenraums deut-
lich erhöht, ohne den Charakter des Gebäudes grundlegend zu verändern.
Da für das Vorhaben derzeit keine gesicherte Finanzierung im Haushalt des
Kulturamtes zur Verfügung steht, hält es die Bezirksvertretung für zwingend er-
forderlich, frühzeitig alle in Betracht kommenden staatlichen und nicht-staatlichen
Fördermöglichkeiten zu prüfen. Angesichts der besonderen Kombination aus Denk-
malschutz, kultureller Nutzung, Brauchtumspflege und öffentlichem Interesse er-
scheint eine Förderfähigkeit aus Sicht der Bezirksvertretung grundsätzlich gegeben.
Eine weitere Erörterung erfolgt ggf. mündlich.
gez. Dominik Dimm e ndaal gez. Nicola Irmer
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