Beschlussvorlage als Text anzeigen
Title: 00375925.pdf
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00375925.pdf
Published Time: Thu, 28 May 2020 12:59:17 GMT
Number of Pages: 3
Markdown Content:
APS/044/2020
X öffentlich nicht öffentlich
# Beschlussvorlage
Betrifft:
Handlungsräume ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF - Weiteres Vorgehen
Fachbereich:
61 - Stadtplanungsamt
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordnete Cornelia Zuschke
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Bezirksvertretung 6 20.05.2020 Anhörung
Bezirksvertretung 8 07.05.2020 Anhörung
Bezirksvertretung 4 13.05.2020 Anhörung
Bezirksvertretung 1 15.05.2020 Anhörung
Bezirksvertretung 9 15.05.2020 Anhörung
Bezirksvertretung 2 26.05.2020 Anhörung
Bezirksvertretung 3 26.05.2020 Anhörung
Bezirksvertretung 7 26.05.2020 Anhörung
Bezirksvertretung 10 10.06.2020 Anhörung
Ausschuss für Planung und
Stadtentwicklung
03.06.2020 Vorberatung
Haupt - und Finanzausschuss 08.06.2020 Vorberatung
Rat 18.06.2020 Entscheidung Seite 2
Sitzung des Rates am 18.06.2020 Vorlage Nr. APS/044/2020
Handlungsräume ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF – Weiteres Vorgehen
- Beschluss -
Beschlussentwurf:
BV 1 Die Bezirksvertretung 1 nimmt die Vorlage Handlungsräume ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF – Weiteres Vorgehen zur Kenntnis.
BV 2 Die Bezirksvertretung 2 nimmt die Vorlage Handlungsräume ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF – Weiteres Vorgehen zur Kenntnis.
BV 3 Die Bezirksvertretung 3 nimmt die Vorlage Handlungsräume ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF – Weiteres Vorgehen zur Kenntnis.
BV 4 Die Bezirksvertretung 4 nimmt die Vorlage Handlungsräume ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF – Weiteres Vorgehen zur Kenntnis.
BV 6 Die Bezirksvertretung 6 nimmt die Vorlage Handlungsräume ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF – Weiteres Vorgehen zur Kenntnis.
BV 7 Die Bezirksvertretung 7 nimmt die Vorlage Handlungsräume ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF – Weiteres Vorgehen zur Kenntnis.
BV 8 Die Bezirksvertretung 8 nimmt die Vorlage Handlungsräume ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF – Weiteres Vorgehen zur Kenntnis.
BV 9 Die Bezirksvertretung 9 nimmt die Vorlage Handlungsräume ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF – Weiteres Vorgehen zur Kenntnis.
BV 10 Die Bezirksvertretung 10 nimmt die Vorlage Handlungsräume ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF – Weiteres Vorgehen zur Kenntnis.
APS Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung stimmt der Vorlage ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF – Weiteres Vorgehen zu und empfiehlt dem Rat der Stadt eine vorlagegemäße Beschlussfassung. Seite 3
HFA Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt dem Rat der Stadt im Rahmen seiner Vorberatung gem. § 5 Abs. 3 der Zuständigkeits-ordnung eine vorlagegemäße Beschlussfassung.
Rat Der Rat der Stadt beschließt die Vorlage ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF – Weiteres Vorgehen und beauftragt die Verwaltung auf dieser Grundlage:
I. Handlungsräume schrittweise mit den empfohlenen Werkzeugen weiter zu bearbeiten und
II. die politischen Gremien (insbesondere im Rahmen der Steuerungsgruppe ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF) kontinuierlich zu beteiligen.
Der Rat stimmt darüber hinaus:
III. der Etatisierung des voraussichtlich in dem Jahr 2021
zusätzlichen Finanzbedarfs in Höhe von rd. 105.000 € zu.
Anlagen:
1. Sachdarstellung 2.Profile_Handlungsräume 1-12
1. Sachdarstellung als Text anzeigen
Title: Microsoft Word - VL Nr APS_44_2020 - 03 - Sachdarstellung.docx
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00376698.pdf
Published Time: Wed, 29 Apr 2020 08:18:11 GMT
Number of Pages: 25
Markdown Content:
1/25 Stand: 23.04.2020, Vorlage Nr. APS/44/2020
Sachdarstellung: 1. Anlass
Die politischen Gremien der Landeshauptstadt Düsseldorf haben das Rahmenkonzept für die Integrierte Quartiersentwicklung ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF (Vorlage 61/ 5/2019) im April 2019 beschlossen und die Verwaltung beauftragt auf dieser Grundlage: I. den Quartiersatlas als Instrument der Raumbeobachtung weiter zu qualifizie-ren und zu verstetigen, II. aus den Handlungsräumen zwei Vertiefungsräume zu identifizieren, III. die vorgeschlagenen Projekte und Maßnahmen, unter Berücksichtigung des obersten Ziels und der strategischen Ziele, weiter auszuarbeiten und umzu-setzen sowie darüber hinaus weitere Projekte und Maßnahmen zu ermitteln und zu integrieren, IV. die Ansätze zum Organisationsmodell, insbesondere die Einführung einer Stadtbezirkskoordination (als Pilot), weiterzuentwickeln und zu implementie-ren, V. die Politik (insbesondere im Rahmen der Steuerungsgruppe ZUKUNFT QUAR-TIER.DÜSSELDORF) kontinuierlich zu beteiligen. Ausgehend von diesen Aufgabenstellungen (insbesondere I.-III.) erfolgte die Erarbei-tung von sogenannten Profilen für die Handlungsräume (siehe Kapitel 2 und siehe Anlage), die Weiterentwicklung von Werkzeugen einer Operationalisierung (siehe Kapitel 3), die Zuordnung der Handlungsräume in zukünftige Handlungsrichtungen und entsprechende Verschneidung mit empfehlenswerten Werkzeugen (siehe Kapitel 5) sowie abschließend die Ermittlung der daraus resultierenden Stellen- und Finanz-bedarfe (siehe Kapitel 6). Insofern baut diese Vorlage eng auf dem Rahmenkonzept auf und stellt eine Vertiefung wichtiger Aspekte des Prozesses dar.
EXKURS: COVID - 19
Im Rahmenkonzept ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF (Vorlage 61/ 5/2019), im Kapitel 2, heißt es:
„Mit der seit Jahren wachsenden Bevölkerung, der gut situierten Wirtschaft sowie der damit verbundenen Diversifizierung steigen die Bedarfe und Ansprüche an den Düs-seldorfer Raum sowohl in quantitativer als auch qualitativer Hinsicht. Dieser Wandel geht einher mit einer wachsenden Bedeutung des Stadtteils, der Quartiere, der Situ-ation vor Ort als Lebensmittelpunkt, als zentrale Integrationsebene, als Heimat. Von 2/25 Stand: 23.04.2020, Vorlage Nr. APS/44/2020
besonderer Wichtigkeit für die Quartiersentwicklung sind dementsprechend Themen, die die Menschen und ihre Umgebung betreffen, im Sinne von:
qualitätsvolle, wertige, gesunden und sicheren Lebens-, Wohn- und Arbeits-verhältnissen,
sozialen, kulturellen und sportlichen Freizeit- und Bildungsangeboten, insbe-sondere für Familien, für junge, alte und behinderte Menschen,
Beteiligung, Partizipation sowie Mitwirkung, insbesondere von Kindern und Ju-gendlichen.
Das oberste Ziel des Rahmenkonzeptes ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF lautet: „Alle Menschen in Düsseldorf haben in allen Quartieren ähnliche Lebens- und Ent-wicklungschancen. Sie profitieren gleichermaßen von der Dynamik der Stadt.“
Ohne die langfristigen Auswirkungen der Corona-Krise nur ansatzweise einschätzen zu können, kann davon ausgegangen werden, dass dieses Ziel mehr denn je im Fo-kus zukünftiger Stadt- und Quartiersentwicklung stehen wird. Das Quartier und die Nachbarschaft übernehmen mehr als je zuvor eine entscheidende Rolle in unserem gesellschaftlichen Zusammenleben. Ein genaues Kennen der (Lebens-) Situation vor Ort ist damit noch wichtiger, um möglichst präzise bedarfsgerecht und ressourcen-arm handeln zu können. Gleichwohl werden die finanziellen Möglichkeiten auch im Rahmen der integrierten Quartiersentwicklung ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF eingeschränkter sein. Vor diesem Hintergrund wird im Folgenden der Ansatz „Kontinuität und Konzentration“ verfolgt. Gemeint ist, dass nicht alle verfügbaren und wünschenswerten Werkzeuge einer guten Planungs- und Prozesskultur zum Einsatz kommen. Vielmehr ist bei den notwendigen Entwicklungen in den Handlungsräumen gründlich geprüft worden, wel-che Werkzeuge tatsächlich in welchem Umfang angewandt werden müssen und wel-che zeitlich zurückgestellt werden können. Es geht darum die geschaffenen und be-stehenden Strukturen zu nutzen, zu stützen und effizienter vor dem Hintergrund der aktuellen Situation und Herausforderungen zu gestalten.
## 2. Profile der Handlungsräume
Die Profile dienen dazu die Handlungsräume, die mit dem Rahmenkonzept ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF definiert worden sind, einer vertieften Analyse zu unterzie-hen und hieraus Handlungsempfehlungen abzuleiten (siehe Kapitel 5 und siehe Anla-ge). Die Profile stellen somit einen wichtigen Meilenstein dar. Die Handlungsräume sind räumlich abgegrenzt, aufgrund von spezifischen Problemlagen, mit erkennbar erhöhtem Handlungsbedarf. Mindestens zwei Sozialräume bilden einen Handlungs-3/25 Stand: 23.04.2020, Vorlage Nr. APS/44/2020 raum. Aus der zusammenfassenden Gesamtbewertung ergaben sich folgende Hand-lungsräume:
> Karte 1: Übersicht Handlungsräume
4/25 Stand: 23.04.2020, Vorlage Nr. APS/44/2020
> Tabelle 1: Handlungsräume von Nord nach Süd
H01 Lichtenbroich H05 Flingern Süd/ Ober-bilk Nord H09 Lierenfeld Süd/ Eller Nord
H02 Rath/Mörsenbroich H06 Flingern Nord Ost H10 Wersten Süd/ Holt-hausen
H03 Heerdt West H07 Gerresheim Süd H11 Hassels Nord/ Reis-holz Süd
H04 Stadtmitte Ost H08 Friedrichstadt/ Un-terbilk Ost H12 Garath Methodik und Aufbau Die Profile beinhalten folgende Informationen zum jeweiligen Handlungsraum:
eine Karte der räumlichen Lage und Abgrenzung sowie Luftbildausschnitte,
eine Beschreibung der Siedlungs- und Baustruktur und Auflistung der geplan-ten sowie laufenden Bauvorhaben,
eine Karte mit den wesentlichen sozialen Infrastruktureinrichtungen und aus-gewählten Nahversorgungstandorten,
eine übersichtliche Darstellung der Themen bzw. der Handlungsbedarfe in den einzelnen Sozialräumen,
die daran anschließende detailliierte statistische Auswertung aus dem Quar-tiersatlas,
das Zusammentragen des in der Verwaltung vorhandenen relevanten Raum-wissens,
Auszüge von standardisierte Experteninterviews (Explorative Stimme) mit Schlüsselpersonen aus Zivilgesellschaft, Bezirkspolitik und -verwaltung und für den Bereich wichtigen weiteren Institutionen aus den jeweiligen Handlungs-räumen,
die Ergebnisse der allgemeinen Bürgerbefragung 2019 der Stadt Düsseldorf – in den Handlungsräumen wurde verstärkt nachgefragt, um eine belastbare Grundgesamtheit an Antworten zu erreichen – sowie,
eine Liste mit bekannten Akteurinnen und Akteuren des Handlungsraumes ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Inhaltlich konzentrieren sich die Themen bzw. Handlungsbedarfe auf die erste Abfra-ge aus dem Quartiersatlas: Soziodemographische Herausforderung, Fluktuation, Ge-sundheit von Kindern, Spielplatz und (Stadt-) Grün, Soziale Infrastruktur, Wohnen, Stadtklima. 5/25 Stand: 23.04.2020, Vorlage Nr. APS/44/2020 Hinweise zur Auswertung und Ergebnisdarstellung Anhand von ‚Sunburst‘-Diagrammen werden die Themen bzw. die Handlungsbedarfe in den einzelnen Sozialräumen pro Handlungsraum übersichtlich dargestellt. Dabei stehen die einzelnen Ringe für die Sozialräume, die in dem jeweiligen Handlungs-raum liegen, und die einzelnen Sektoren für die verschiedenen Themen. Die Anord-nung der Sozialräume ist nach der Größe der Bevölkerung in dem jeweiligen Sozial-raum vorgenommen. Von außen nach innen nimmt die Zahl der Einwohner in den Sozialräumen ab. Die Farbigkeit der einzelnen Segmente spiegelt die Intensität des Handlungsbedarfs in den Sozialräumen in dem jeweiligen Thema wieder.
> Abbildung 1: Beispiel für ein Sunburst-Diagramm
Bei der Berechnung der Handlungsbedarfe wurde die statistische Methode des Düs-seldorfer Durchschnitts weiter verfolgt (siehe Vorlage 61/ 5/2019) .Die Zusammenfassung in Form des ‚Sunburst‘-Diagramms vermittelt einen kompri-mierten Eindruck über die Handlungsbedarfe und leitet zu ersten Handlungsempfeh-lungen für den Handlungsraum über. Leistungsfähigkeit der Profile Die Profile geben die Fachplanungen der Ämter nicht 1:1 wider. Das heißt, es werden nicht immer alle Planungen im Bereich des KITA-Ausbaus, des Ausbaus der Schulver-sorgung/OGS, der zentren plus, Welcome Points oder der Sportinfrastruktur berück-sichtigt – vielmehr wurden relevante Aspekte zu den jeweiligen Handlungsräumen mitaufgenommen. Je nach Handlungsraum und Handlungsbedarf besteht die Mög-lichkeit detailliertere Analysen vorzunehmen. 6/25 Stand: 23.04.2020, Vorlage Nr. APS/44/2020
Schließlich sei darauf hingewiesen, dass die Profile keine integrierten Handlungskon-zepte ersetzen und – anders als in der Stadterneuerung – nicht im direkten Zusam-menhang mit spezifischen Förderzugängen stehen. In vielen Fällen beschränkt sich die Leistungsfähigkeit auf das Aufzeigen und Sortieren von Bedarfen und die Rolle eines Impulsgebers. Demnach sind die Profile als „Grundlagenkatalog“ und Angebot an Politik, Verwaltung sowie Zivilgesellschaft zu verstehen, die beschriebenen Hand-lungsempfehlungen aufzugreifen und fortzuentwickeln. Dieser Prozess wird vom Stadtplanungsamt begleitet. Gleichwohl werden die Fachplanungen der Ämter, wie beispielsweise Handlungskon-zepte, Verkehrsentwicklungspläne, Luftreinhaltepläne, Jugendhilfe- und Schulent-wicklungspläne oder städtebauliche Rahmenpläne sowie Angebote und Projekte Drit-ter hierdurch nicht ersetzt. Die Profile stellen ergänzend eine integrierte und hand-lungsraumspezifische Lupe dar. Quartiersatlas Die Ergebnisse stammen aus dem Quartiersatlas, der die Daten aus dem Jahr 2016 berücksichtigt. Jüngere Maßnahmen oder Entwicklungen konnten zum Teil keine Be-rücksichtigung finden. Das Amt für Statistik und Wahlen bereitet zurzeit eine Aktuali-sierung vor. Bei stark unterdurchschnittlichen bzw. überdurchschnittlichen Werten einzelner Indikatoren in den jeweiligen Themenfeldern sind diese in den Profilen ent-sprechend mit grüner bzw. roter Schriftfarbe markiert. Interviews vor Ort – Explorative Stimme Von April bis August 2019 führte das Institut In-LUST der Hochschule Düsseldorf in allen Handlungsräumen standardisierte Experteninterviews mit Schlüsselpersonen aus Zivilgesellschaft, Bezirkspolitik und -verwaltung und weiteren für den Raum wichtigen Institutionen durch. Die Interviews ergänzen die Daten und Fakten aus dem Quartiersatlas in den Profilen um qualitative Aussagen. Ergänzungen der Fachverwaltung Die Fachämter waren am Erstellungsprozess der Profile beteiligt und haben zu den Ergebnissen aus dem Quartieratlas und den Interviews Ergänzungen vorgenommen. Im Rahmen eines zweitägigen Workshops mit Verwaltung und Politik wurden schließ-lich Handlungsempfehlungen und teilweise auch Empfehlungen für konkrete nächste Schritte für alle zwölf Handlungsräume aus Perspektive der unterschiedlichen Fach-disziplinen gesammelt. Hierdurch ist gewährleistet, dass neuere Entwicklungen in 7/25 Stand: 23.04.2020, Vorlage Nr. APS/44/2020
den Handlungsräumen berücksichtigt worden sind. Außer Frage steht, dass in allen Handlungsräumen Bedarf an Entwicklungsmaßnahmen besteht. Die Fachämter haben große Bereitschaft signalisiert miteinander zu kooperieren, wei-terhin in Diskussion zu bleiben und abgestimmt in den Handlungsräumen tätig zu werden. Das Rahmenkonzept ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF mit den Zielen und Inhalten findet bei Fachämtern große Akzeptanz. Beteiligung der Fachöffentlichkeit Die Fachöffentlichkeit war im Rahmen mehrerer Konferenzen am Prozess ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF beteiligt. In einer ersten gemeinsamen Diskussion ging es um „Wunden“ und „Perlen“ der Quartiersentwicklung in Düsseldorf. In einer zweiten gemeinsamen Diskussionsrunde arbeitete man diese weiter aus und einigte sich auf neun Prozessbausteine einer erfolgreichen Quartiersentwicklung in Düsseldorf. Eine geplante dritte Konferenz musste aufgrund der Gefährdungslage durch das Corona-Virus kurzfristig abgesagt werden. Inhalt der dritten Konferenz ist eine Abfrage kon-kreter Vorgehensweisen und Projekt(-ideen) zu den einzelnen Handlungsräumen.
## 3. Werkzeuge für die Arbeit mit den Handlungsräumen
Im Folgenden werden verschiedene Werkzeuge für die Arbeit mit den Handlungs-räumen beschrieben und vorgestellt. Sie stellen eine Zusammenschau verschiedener aktueller Formate dar, die bereits im Rahmenkonzept ZUKUNFT QUAR-TIER.DÜSSELDORF grundsätzlich beschlossen wurden. Während der Quartiersatlas, die Konferenz und die Fördermittelakquise übergeordnete Funktionen auf gesamt-städtischer Ebene übernehmen, stellen die Workshops und Konzeptskizzen Beteili-gungs- und Kommunikationsformate für bestimmte Handlungsräume dar und werden schließlich durch konkretes Handeln vor Ort durch die Erfahrungsaustausche, Nach-barschaftsfonds, Nachbarschaftsaktionen, Gesund in Stadt und Quartier und Zu-kunftsviertel ergänzt. Eine räumliche Zuordnung der Werkzeuge wird in Kapitel 5 vorgenommen.
3.1. Quartiersatlas
Als Entscheidungsgrundlage für Strategien und konkretes Handeln vor Ort braucht die Quartiersentwicklung ein Instrument der umfassenden Raumbeobachtung. Der Quartiersatlas ermöglicht es, anhand ausgewählter Indikatoren zur Stadtentwicklung Vergleiche zum gesamtstädtischen Durchschnitt und zu anderen Sozialräumen 8/25 Stand: 23.04.2020, Vorlage Nr. APS/44/2020 durchzuführen sowie Ausgangsbedingungen zu beschreiben. Dies gilt für alle Sozial-räume in der gesamten Stadt Düsseldorf. Die derzeitige Auswahl von 12 Handlungsräumen wird in den kommenden Jahren aktualisiert – ebenso Themen und Indikatoren angepasst. Aktuell umfasst der Quar-tiersatlas 17 thematische Blöcke mit ca. 100 Einzelindikatoren. Zu den Themen ge-hören u.a. die Alters- und Haushaltsstruktur, Bildung und Qualifikation, Gesundheit, Wohnungen und Wohnnutzung, Soziale Infrastruktur oder auch Freiraum und Grün-flächen.
3.2. Fördermittelakquise
Die Fördermittelakquise ist als Daueraufgabe zu verstehen und läuft bei allen folgen-den Werkzeugen im Hintergrund ab. Aus der Recherche und Beantragung von För-dermitteln, insbesondere aus europäisch (teil)finanzierten Förderprogrammen, erge-ben sich in der Regel Herausforderungen deren Bewältigung mit einem hohen Zeit-aufwand verbunden ist. Das zentrale Fördermittelmanagement der Stadt ist in den Prozess ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF mit eingebunden und unterstützt bei der Suche nach passenden Fördermöglichkeiten und notwendigen Projektpartnern, bei organisatorischen Fragen, bei der Antragstellung und während der Projektlaufzeit. Aktuell sollen folgende Förderprogramme berücksichtigt werden – ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Soziale Stadt, Zukunft Stadtgrün, Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen, Förderfonds Kultur und Alter, Fördergrundsätze Interkultur, Prävention GKV NRW und Immobilien- und Standortgemeinschaften. Auf europäischer Ebene kommen darüber hinaus die Struktur- und Investitionsf
Auszug – das vollständige Dokument ist über den Original-Link verfügbar.
2.Profile_Handlungsräume 1-12 als Text anzeigen
Title: ~6976034.pdf
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00376699.pdf
Published Time: Wed, 29 Apr 2020 08:18:35 GMT
Number of Pages: 148
Markdown Content:
Landeshauptstadt Düsseldorf Stadtplanungsamt
# Profile der Handlungsräume Einleitung
## ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF Arbeitsstand April 2020 ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF
Auftrag
Die politischen Gremien der Stadt Düsseldorf haben die Verwaltung beauftragt „einen Prozess zur Initiierung von weiteren Projekten der integrierten Stadtentwicklung durchzuführen. Darauf aufbauend sollen konzeptionelle Eckpunkte für zwei Projekte erarbeitet werden und mögliche Förderprogramme von Land, Bund und EU dargestellt werden.
Beschluss
Im April 2019 hat der Rat der Stadt Düsseldorf das Rahmenkonzept für die Integrierte Quartiersentwicklung beschlossen, u.a. zwölf Handlungsräume. Weiter hat der Rat der Stadt beschlossen u.a.:
aus den Handlungsräumen zwei Vertiefungsräume zu identifizieren,
die vorgeschlagenen Projekte und Maßnahmen (…) weiter auszuarbeiten und umzusetzen sowie darüber hinaus weitere Projekte und Maßnahmen zu ermitteln/ integrieren.
Ziel
Die Handlungsräume sind räumlich abgegrenzt, aufgrund von spezifischen Problemlagen mit erkennbar erhöhtem Handlungsbedarf. Die Profile dienen dazu sie einer vertieften Analyse zu unterziehen und hieraus Handlungsempfehlungen abzuleiten. Einleitung zu den Profilen der Handlungsräume
2 Stadtplanungsamt Handlungsräume
Sie stellt eine Zusammenführung der Einzelergebnisse Fluktuation, Gesundheit bei Kindern, Spielplatz und (Stadt-) Grün, Soziale Infrastruktur und (Nah-)Versorgung, Wohnen und Stadtklima in Ergänzung zur Sozialraumtypisierung von 2017 (soziodemographische Herausforderung) dar. Als Handlungsräume definiert sind die Sozialräume, die in mindestens vier Kategorien eine (leicht) unterdurchschnittliche Bewertung erhalten haben. Sozialräume mit Defiziten in mehreren Themenfeldern, werden durch eine integrierte Betrachtung als solche mit einem größeren Handlungsbedarf angesehen. Aus der Ansammlung (Ballung) von Sozialräumen mit Defiziten, in Überschneidung mit verschiedenen qualitativen Daten – der sogenannten Kennismaps – wurden die Quartiere ermittelt, die als Handlungsräume näher zu betrachten sind. Sie setzen sich jeweils aus mindestens zwei Sozialräumen zusammen.
> 3 Stadtplanungsamt
## ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF Einleitung zu den Profilen der Handlungsräume
> H01: Lichtenbroich H02: Rath/Mörsenbroich H03: Heerdt West H04: Stadtmitte Ost H05: Flingern Süd/Oberbilk Nord H06: Flingern Nord Ost H07: Gerresheim Süd H08: Friedrichstadt/Unterbilk Ost H09: Lierenfeld Süd/Eller Nord H10: Wersten Süd/Holthausen H11: Hassels Nord/Reisholz Süd H12: Garath
## ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF
Methodik und Aufbau
Die Profile beinhalten allgemeine Informationen zum jeweiligen Handlungsraum:
eine Karte der räumlichen Lage und Abgrenzung sowie Luftbildausschnitte,
eine Beschreibung der Siedlungs- und Baustruktur und Auflistung der geplanten sowie laufenden Bauvorhaben,
eine Karte mit den wesentlichen sozialen Infrastruktureinrichtungen und ausgewählten Nahversorgungstandorten,
eine übersichtliche Darstellung der Themen bzw. der Handlungsbedarfe in den einzelnen Sozialräumen,
die daran anschließende detailliierte statistische Auswertung aus dem Quartiersatlas,
das Zusammentragen des in der Verwaltung vorhandenen relevanten Raumwissens,
Auszüge von standardisierte Experteninterviews (Explorative Stimme) mit Schlüsselpersonen aus Zivilgesellschaft, Bezirkspolitik und -verwaltung und für den Bereich wichtigen weiteren Institutionen aus den jeweiligen Handlungs-räumen,
die Ergebnisse der allgemeinen Bürgerbefragung 2019 der Stadt Düsseldorf – in den Handlungsräumen wurde verstärkt nachgefragt, um eine belastbare Grundgesamtheit an Antworten zu erreichen – sowie,
eine Liste mit bekannten Akteurinnen und Akteuren des Handlungsraumes ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Einleitung zu den Profilen der Handlungsräume
> 4 Stadtplanungsamt
## ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF Inhaltlich konzentrieren sich die Themen bzw. Handlungsbedarfe auf die erste Abfrage aus dem Quartiersatlas: Soziodemographische Herausforderung, Fluktuation, Gesundheit von Kindern, Spielplatz und (Stadt-) Grün, Soziale Infrastruktur, Wohnen, Stadtklima.
Hinweise zur Auswertung und zur Ergebnisdarstellung
Anhand von ‚Sunburst‘-Diagrammen werden die Themen bzw. die Handlungsbedarfe in den einzelnen Sozialräumen pro Handlungsraum übersichtlich dargestellt. Dabei stehen die einzelnen Ringe für die Sozialräume, die in dem jeweiligen Handlungsraum liegen, und die einzelnen Sektoren für die verschiedenen Themen. Die Anordnung der Sozialräume ist nach der Größe der Bevölkerung in dem jeweiligen Sozialraum vorgenommen. Von außen nach innen nimmt die Zahl der Einwohner in den Sozialräumen ab. Die Farbigkeit der einzelnen Segmente spiegelt die Intensität des Handlungsbedarfs in den Sozialräumen in dem jeweiligen Thema wieder. Bei der Berechnung der Handlungsbedarfe wurde die statistische Methode des Düsseldorfer Durchschnitts weiter verfolgt (siehe Vorlage 61/ 5/2019). Die Zusammenfassung in Form des ‚Sunburst‘-Diagramms vermittelt einen komprimierten Eindruck über die Handlungsbedarfe und leitet zu ersten Handlungsempfehlungen für den Handlungsraum über. Einleitung zu den Profilen der Handlungsräume
> 5 Stadtplanungsamt
## ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF
Leistungsfähigkeit der Profile
Die Profile geben die Fachplanungen der Ämter nicht 1:1 wider. Das heißt, es werden nicht immer alle Planungen im Bereich des KITA-Ausbaus, des Ausbaus der Schulversorgung/OGS, der zentren plus, Welcome Points oder der Sportinfrastruktur berücksichtigt – vielmehr wurden relevante Aspekte zu den jeweiligen Handlungsräumen mitaufgenommen. Je nach Handlungsraum und Handlungsbedarf besteht die Möglichkeit detailliertere Analysen vorzunehmen. Schließlich sei darauf hingewiesen, dass die Profile keine integrierten Handlungskonzepte ersetzen und – anders als in der Stadterneuerung – nicht im direkten Zusammenhang mit spezifischen Förderzugängen stehen. In vielen Fällen beschränkt sich die Leistungsfähigkeit auf das Aufzeigen und Sortieren von Bedarfen und die Rolle eines Impulsgebers. Demnach sind die Profile als „Grundlagenkatalog“ und Angebot an Politik, Verwaltung sowie Zivilgesellschaft zu verstehen, die beschriebenen Handlungsempfehlungen aufzugreifen und fortzuentwickeln. Dieser Prozess wird vom Stadtplanungsamt begleitet. Gleichwohl werden die Fachplanungen der Ämter, wie bspw. Handlungskonzepte, Verkehrs-entwicklungspläne, Luftreinhaltepläne, Jugendhilfe- und Schulentwicklungspläne oder städtebauliche Rahmenpläne sowie Angebote und Projekte Dritter hierdurch nicht ersetzt. Die Profile stellen ergänzend eine integrierte und handlungsraumspezifische Lupe dar. Einleitung zu den Profilen der Handlungsräume
> 6 Stadtplanungsamt 7 Stadtplanungsamt
Quartiersatlas
Die Ergebnisse stammen aus dem Quartiersatlas, der die Daten aus dem Jahr 2016 berücksichtigt. Jüngere Maßnahmen oder Entwicklungen konnten zum Teil keine Berücksichtigung finden. Bei stark unterdurchschnittlichen bzw. überdurchschnittlichen Werten einzelner Indikatoren in den jeweiligen Themenfeldern sind diese in den Profilen entsprechend mit grüner bzw. roter Schriftfarbe markiert. ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF Einleitung zu den Profilen der Handlungsräume
Interviews vor Ort – Explorative Stimme
Von April bis August 2019 wurden in allen Handlungsräumen standardisierte Experten-interviews mit Schlüsselpersonen aus Zivilgesellschaft, Bezirkspolitik und -verwaltung und für den Bereich wichtigen weiteren Institutionen durch die Hochschule Düsseldorf durchgeführt.
Ergänzungen der Fachverwaltung
Die Fachämter waren am Erstellungsprozess der Profile beteiligt und konnten zu den Ergebnissen aus dem Quartieratlas und den Interviews Ergänzungen vornehmen. Hierdurch ist gewährleistet, dass neuere Entwicklungen in den Handlungsräumen berücksichtigt worden sind. ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF
Hinweise zur Verwendung des Düsseldorfer Durchschnittes
In den Handlungsprofilen werden die Indikatorenwerte der Sozialräume in Relation zum jeweiligen „Düsseldorfer Durchschnitt“ gesetzt. Der Düsseldorfer Durchschnitt beschreibt hierbei das arithmetische Mittel des jeweiligen Indikators (Durchschnitt aller Werte der einzelnen Sozialräume). Da die betrachteten Indikatoren vorrangig relative (Anteils-)Werte darstellen, gibt der jeweilige „Düsseldorfer Durchschnitt“ die „durchschnittliche Bewertung beziehungsweise den durchschnittlichen Anteil in den einzelnen Sozialräumen“ wieder und lässt keine Aussagen über den gesamtstädtischen Indikatorenwert zu. In den Themenbereichen „Soziodemografische Herausforderung“, „Fluktuation“, „Gesundheit – Kinder“, „Wohnen“ und „Stadtklima“ geben die angeführten gesamtstädtischen Vergleichswerte zum Teil jedoch auch den jeweiligen Wert für die Stadt Düsseldorf insgesamt wieder und stimmen somit teilweise mit jenen der sozialräumlichen Gliederung 2017 überein. Da die Angaben zu den Durchschnittswerten folglich nicht immer den jeweiligen Indikatorenwert für die Stadt Düsseldorf insgesamt wiedergeben, können sie von den vom Amt für Statistik und Wahlen veröffentlichten Werten zur Düsseldorfer Gesamtstadt abweichen. Einleitung zu den Profilen der Handlungsräume
> 8 Stadtplanungsamt
Landeshauptstadt Düsseldorf Stadtplanungsamt
# Profil Handlungsraum Lichtenbroich
## ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF „Lichtenbroich ist ein vergessener Stadtteil. Aber, es tut sich was!“ (Explorative Stimme #01 vom 16.04.2019) ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF Profil Handlungsraum Lichtenbroich
2 Stadtplanungsamt ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF
> 3 Stadtplanungsamt
Lichtenbroich – Allgemeine Informationen
Altenquotient: 27,2
Fläche in ha: 210,1ha
Bevölkerung: 6.031 im Sozialraum:
- 617 1.087 - 618 3.079 - 625 1.865
635.704
Jugendquotient: 36,0 23,7 29,0 21.687ha H01 Gesamt
Wohnflächenanteil: 21,4% 20,4%
Grünflächenanteil: 15,0% 41,4%
> 4 Stadtplanungsamt
Siedlungs- und Baustruktur
Vergleichsweise „junger“ Stadtteil mit im Kern Wohnnutzungen und Gewerbegebieten im Süden, Westen und Norden
Mehrere wohnungsnahe Kleingartenanlagen
eine Bezirkssportanlage
Ein serbisch-orthodoxes Gemeindezentrum mit überregionalem Einzugsgebiet
Im Wohnungsbau alle Bau- und Wohnformen vertreten, einschließlich Betriebs- und genossenschaftlichem Wohnen
Kein flächenmäßiges Potential für Erweiterungen für Wohnungsbau und Gewerbe
Lärmbelastung durch umlaufende Autobahnen und nahem Flughafen
Stadtteilnahe Erholungsmöglichkeiten im Norden (Forst Kalkum) und Osten (Erholungspark Volkardey, Ratingen)
Geplante/Laufende Bauvorhaben
Im östlichen Stadtteil z.Z. an mehreren Stellen Sanierungen des Gebäudebestandes bzw. Abriss / Neubau in größerem Umfang; d.h. mehr qualitätsvolles Wohnen, verbunden mit vertretbarer städtebaulicher Verdichtung und damit Aufwertung des Quartiers und seines Erscheinungsbildes
am Lichtenbroicher Weg Neubau eines Hauses für Kinder, Jugendliche und Familien vor Baubeginn
im westlichen Gewerbegebiet (ehem. Kaufring) mehrere Neubauten für Büronutzung und Hotels
am Flughafenbahnhof Planung eines Kompetenzzentrums (EUREF-Campus) mit Büro-, gewerbe-, Ausstellungs- und Sondernutzungen mit überregionaler Bedeutung ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF Lichtenbroich – Gebietsbeschreibung 617: Wittlaerer Weg 618: Lichtenbroich Nord 625: Lichtenbroich Süd
5 Stadtplanungsamt
## ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF
6 Stadtplanungsamt
Lichtenbroich
1|UGOLFKHU $XVVFKQLWWGHV +DQGOXQJVUDXPHV 6G ZHVWOLFKHU $XVVFKQLWW GHV +DQGOXQJV UDXPHV gVWOLFKHU $XVVFKQLWWGHV +DQGOXQJVUDXPHV ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF
7 Stadtplanungsamt
Lichtenbroich
## ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF
8 Stadtplanungsamt
Lichtenbroich – Handlungsbedarf
> 617 625 618 Sehr gering Gering Mittel Hoch sehr hoch
Soziodemographische Herausforderung
Fluktuation
Gesundheit - Kinder
Spielplatz - Stadtgrün
Soziale Infrastruktur Nahversorgung
Wohnen
Stadtklima ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF Der Arbeitslosenanteil liegt im Sozialraum 625 mit 14% über dem städtischen Durchschnitt (9%) (617: 9%). Der Bezug nach SGB II - Leistungen liegt in Sozialraum 625 mit 24% fast doppelt so hoch wie im städtischen Durchschnitt (Ø: 12,5%; 617: 13,1%). In Sozialraum 618 liegt die Arbeitslosenquote (7%) und der Anteil der Leistungsbezieher nach SGB II (10%) sowie die Grundsicherung im Alter ab 65 (5%; 625: 3%) unter dem städtischen Durchschnitt (9% und 12% sowie 7%). Auch der Anteil an Kindern in SGB II-Bedarfsgemeinschaften liegt in Sozialraum 618 mit 16% unter dem durchschnittlichen Gesamtstadtwert von 20%. „Die beiden Sozialräume 617 und 618 sind zwar oberhalb des Düsseldorfer Durchschnittes, jedoch ‚nur‘ Typ 3-Sozialräume und der darunter (Sozialraum 625) Typ 4. Diese Einteilung kann jederzeit ‚umschlagen‘, so dass auch die derzeit durchschnittlich situierten Bewohner_innen bald in einem Stadtteil mit hohem sozialen Handlungsbedarf leben könnten.“ (Explorative Stimme #02 vom 16.04.2019) „Theoretisch kann dies in allen Sozialräumen geschehen, ebenso aber auch zum Positiven hin.“ (Jugendamt) Lichtenbroich – Soziodemographische Herausforderung
> 9 Stadtplanungsamt
Der Handlungsraum ist schon seit langem geprägt von einem hohen Anteil an günstigem Wohnraum und daher überdurchschnittlich vielen Transferleistungsbeziehern. Der Wohnraum bietet dabei generell nur einen veralteten Standard und ist dementsprechend überwiegend nicht barrierefrei. In der Binnenbetrachtung untergliedert er sich in einen sozial verhältnismäßig besser gestellten Norden und einen schwächeren Süden, was insbesondere an Teilhabeaspekten wie Anteil am Erwerbsleben und höherer Schulbildung deutlich wird. Der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund ist größer als der der Einheimischen, was sich auf Grund der Demographie künftig absehbar weiter verstärken wird und wovon langfristig ein Risiko für die Integration der hier lebenden Menschen ausgehen könnte. Im Sozialraum 617 zwischen Krahnenburgstraße, Sermer Weg und Matthiaskirchweg ist die Situation anders, verglichen mit dem übrigen Handlungsraum: hier lebt knapp jeder siebte Einwohner, aber die Bevölkerungszusammensetzung unterscheidet sich dort deutlich. Der Migrantenanteil ist geringer, der Altenquotient hingegen erheblich höher. Dieses Gebiet ist auch einer der wenigen Sozialräume in Düsseldorf der auf Grund von Wegzügen schrumpft, was mit der in den kommenden Jahren zu erwartenden altersbedingt höheren Sterblichkeit das Verhältnis von autochthonen und eingewanderten Bürgern im gesamten Handlungsraum noch weiter verschieben wird. Des Weiteren macht die Altersstruktur in diesem eng umrissenen Gebiet die kommende Bedeutung der Altenversorgung an dieser Stelle deutlich und daher ist es besonders problem
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