Beschlussvorlage Aktenzeichen AUS/023/2026

Optimiertes Konzept für die städtischen Luftqualitätsmessungen 2028 ff.

Ein Vorschlag der Verwaltung, über den der Rat oder ein Ausschuss abstimmt.

Beratung geplant Nächster Termin am 08.10.2026 bei Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Verbraucherschutz.
8. Oktober 2026nächster Termin 2Dokumente 29. Juli 2026veröffentlicht

Themen

Beschluss & Empfehlung

  • Der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Verbraucherschutz beschließt das optimierte
  • zu erhalten. Ihre Ergebnisse werden einmal im Jahr dem Ausschuss für Umwelt-, Klima- und
  • Das Programm liefert realitätsnahe Ergebnisse bei geschlossener Bebauung und

Optimiertes Konzept für die städtischen Luftqualitätsmessungen 2028 ff. Fachbereich: 19 - Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz Dezernentin / Dezernent: Beigeordneter Jochen Kral Beratungsfolge: Gremium SitzungsdatumBeratungsqualität Ausschuss für Umwelt-, Klima- 08.10.2026Entscheidung und Verbraucherschutz

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AUS/023/2026 X öffentlich nicht öffentlich Beschlussvorlage Betrifft: Optimiertes Konzept für die städtischen Luftqualitätsmessungen 2028 ff. Fachbereich: 19 - Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz Dezernentin / Dezernent: Beigeordneter Jochen Kral Beratungsfolge: Gremium SitzungsdatumBeratungsqualität Ausschuss für Umwelt-, Klima- 08.10.2026Entscheidung und Verbraucherschutz Beschlussdarstellung: Der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Verbraucherschutz beschließt das optimierte Konzept zur Erfassung der Luftqualität in der Stadt Düsseldorf. Das optimierte Luftqualitäts-Konzept sieht die Aufgabe der beiden Luftmesscontainer an der Brinckmann- und der Dorotheenstraße unter Beibehaltung der bisherigen Passivsammler- Messungen, der Sensormesstechnik und den Berechnungen mittels des Simulationsprogrammes IMMISluft vor. Sachdarstellung: In den vergangenen knapp 40 Jahren hat die Landeshauptstadt mit eigenen Aktivitäten dazu beigetragen, ein umfassendes Bild der Luftbelastung in Düsseldorf sowie ihrer Entwicklung zu erhalten. Ihre Ergebnisse werden einmal im Jahr dem Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Verbraucherschutz vorgestellt. Anschließend werden die Berichte auf den Seiten der Stadt Düsseldorf eingestellt. Die Landeshauptstadt unterstützt damit das LANUK (Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW, vormals LANUV), welches das Basis-Messnetz für Luftqualitätsmessungen in NRW betreibt. Im künftigen städtischen Konzept zur Erfassung der Luftqualität, das ab Januar 2028 umgesetzt werden soll, ist Folgendes vorgesehen:  Die Messungen mittels neun Stickstoffdioxid- (NO2-) Passivsammlern werden fortgesetzt. Passivsammler sind im Vergleich zu kontinuierlicher Messtechnik kostengünstiger und gelten zugleich technisch als ausgereift. Das LANUK hat den Nachweis erbracht, dass das Verfahren mittels Passivsammlern zur Ermittlung der NO2-Belastung im Vergleich zur Referenzmessmethode, wie den kontinuierlichen Luftqualitätsmessungen, als gleichwertig gilt. Jedoch ist das Einsatzgebiet von Passivsammlern passgenau auszuwählen. Passivsammler sind spezifisch für die Messung eines einzigen Luftschadstoffs, hier NO2, geeignet. Aussagen zu den beiden Feinstaub-Fraktionen PM2,5 und PM10 oder Ozon sind durch NO2-Passivsammler nicht möglich. Es zeichnet sich ab, dass der künftige NO2-Jahresmittel-Grenzwert gemäß europäischer Luftqualitätsrichtlinie (EU) 2024/2881 als besonders empfindlich gilt. Daher werden Aussagen zur NO2-Belastung, wie sie die NO2-Passivsammler liefern, an Bedeutung gewinnen. Passivsammler liefern Monatswerte und keine Stundenwerte wie die kontinuierlichen Messcontainer. Die Einhaltung des NO2-Jahresmittel-Grenzwertes lässt sich mit den durch die NO2-Passivsammler ermittelten Monatswerte jedoch hinreichend genau ermitteln. Eventuell unerwünschte Nebeneffekte, wie beispielsweise eine etwaige Höherbelastung auf Ausweichstrecken in Folge der umweltsensitiven Verkehrssteuerung, lassen sich gut mittels Passivsammlern beurteilen.  Auch die Messungen mittels Sensormesstechnik werden fortgesetzt. Ebenso wie Passivsammler ist die Sensormesstechnik im Vergleich zu kontinuierlicher Messtechnik kostengünstiger. Diese Technik erlaubt die zeitgleiche Erfassung verschiedener Luftschadstoffe wie NO2, die beiden Feinstaub-Fraktionen PM2,5 und PM10 sowie Ozon. Zudem liefert sie Stundenwerte. Die Technik ist allerdings bislang noch nicht offiziell in Deutschland als Referenz-Messmethode zugelassen. Bereits seit Dezember 2024 sammelt die Stadt in diesem Bereich Erfahrungen. Erste Auswertungen der Stadt zeigen, dass die relativen Abweichungen zwischen Sensormesstechnik und Referenz-Messgeräten wie den kontinuierlich messenden Containern vergleichsweise konstant bleiben. Über- bzw. Unterschätzungen der Messwerte durch besondere Umgebungsbedingungen wie hohe Temperaturen oder hohe Luftfeuchte sind somit leicht zu erkennen. Mit diesem Wissen können passende Einsatzgebiet gewählt werden. Dazu gehört beispielsweise die Unterstützung der Regulierung der umweltsensitiven Verkehrssteuerung.  In dem aktualisierten Luftqualitäts-Konzept werden Abschätzungen mittels des Simulationsprogammes IMMISluft verstärkt genutzt werden und an Bedeutung gewinnen. Das Programm liefert realitätsnahe Ergebnisse bei geschlossener Bebauung und gleichzeitig hoher Verkehrsbelastung. Weitere Parameter verfeinern das Ergebnis, wie etwa Breite und Ausrichtung der Straße oder die Windverhältnisse. Die Ergebnisse des Programms sind Jahresmittelwerte und gelten als erster Hinweis auf mögliche Grenzwertüberschreitungen. Seite 2 Zudem lässt sich die Wirkung konkreter Minderungsmaßnahmen aus der Luftqualitätsplanung abschätzen.  Die beiden städtischen Luftmesscontainer Dorotheen- und der Brinckmannstraße werden ab Januar 2028 aufgegeben. Somit bleibt gewährleistet, dass das Vorhaben des Forschungszentrums Jülich, welches die Stadt begleitend unterstützt, schadlos bis zum offiziellen Projektende 12/2027 fortgeführt werden kann. Hierbei geht es um einen Vergleich verkehrsbedingter zu Flughafen-bedingten Luftschadstoffimmissionen. Bei Fortführung dieser Ausstattung wäre der bisherige Haushaltsansatz in Höhe von 91.000 Euro nicht mehr ausreichend. Vielmehr müsste der Ansatz aufgrund der allgemeinen Preissteigerungen um etwa 33.000 Euro pro Jahr erhöht werden. Zusätzlich müssten die Messgräte an die Anforderungen der aktuellen Europäischen Luftqualitäts-Richtlinie aus 12/2024 angepasst werden. Das würde eine einmalige Investition in Höhe von etwa 70.000 Euro erforderlich machen. Kontinuierliche Luftqualitätsmessungen werden jedoch weiterhin an vier Standorten durch das LANUK durchgeführt. Es werden somit auch weiterhin unter anderem die Immissionen der Luftschadstoffe Feinstaub (PM2,5 und PM10), Stickstoffmonoxid und - dioxid (NO und NO2) und Ozon (O3) sowie Benzol, Toluol und Xylol kontinuierlich erfasst. Insgesamt hat sich dieses kombinierte Verfahren aus Messungen und Abschätzungen bewährt. Es ist fachlich unumstritten und anerkannt. Mit dem vorgestellten Ansatz des neuen optimierten Luftqualitäts-Konzeptes ist die Landeshauptstadt auch im Hinblick auf die Umsetzung der aktuellen Europäischen Luftqualitäts-Richtlinie sicher aufgestellt und kann die Wirksamkeit von Maßnahmen gut abschätzen. Eine Karte der erhaltenen, städtischen Messstandorte ab 2028 ist in der Anlage 1 beigefügt. Das Konzept wird laufend von der Verwaltung evaluiert und gegebenenfalls den aktuellen Erfordernissen angepasst. Neben der Aufgabe nicht mehr erforderlicher bzw. der Installation neuer, nunmehr erforderlicher Messpunkte kann dazu gehören, Messwerte online zu stellen. In diesem Fall wird der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Verbraucherschutz beteiligt. Finanzierung: Mit dem optimierten Luftqualitäts-Konzept reagiert die Verwaltung auf die gegenüber früheren Jahren veränderte, angespannte Haushaltslage. Neben den nicht notwendigen Investitionen werden die Betriebskosten für die Messungen nach dem künftigen Luftqualitäts- Konzept jährlich ca. 78.000 Euro betragen und damit weniger als bisher. Derzeit belaufen sich die Betriebskosten auf jährlich 91.000 Euro. Diese sind im Sachkonto 56 561 01 - Umwelt- und Gewässerschutz im Produkt 52910000 - sonstige Dienstleistungen aufgeführt. Anlagen: Anlage_ Karte der städtischen Messstandorte gemäß optimiertem Luftqualitäts-Konzept Seite 3
Anlage_ Karte der städtischen Messstandorte gemäß optimiertem Luftqualitäts-Konzept als Text anzeigen
Anlage 1: Karte der städtischen Messstandorte gemäß optimiertem Luftqualitäts- Konzept NO2-Passivsammler Betreiber: Stadt Am Turnisch 12 Verkehrsmessstation Corneliusstraße 84 Verkehrsmessstation; gegenüber Messstandort des LANUK Johannstraße 32 Verkehrsmessstation; Messungen an diesem Standort bilden die vergleichsweise homogene Belastung im nördlichen Bereich des Lastrings ab. Karlstraße 13 Verkehrsmessstation Kölner Landstraße 76 Verkehrsmessstation; in unmittelbarer Nähe zum Tunnelportal des Werstener Deckels Kopernikusstraße 77 Verkehrsmessstation; im Zulauf zum Lastring Merowingerstraße 68 Verkehrsmessstation; gegenüber Messstandort des LANUK Oberbilker Allee 176 Verkehrsmessstation Herzogstraße 14 Verkehrsmessstation Digitale Sensoren Betreiber: Stadt Kopernikusstraße 75 Verkehrsmessstation; Testmessung parallel zum Passivsammler der Stadt Merowingerstraße 77 Verkehrsmessstation; Testmessung parallel zum Passivsammler des LANUK Herzogstraße 14 Verkehrsmessstation; Testmessung parallel zum Passivsammler des LANUK

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Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen AUS/023/2026