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OVA/002/2025
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Beschlussvorlage
Betrifft:
Weiterentwicklung des On Demand -Verkehrs flexy
Fachbereich:
66 - Amt für Verkehrsmanagement
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordneter Jochen Kral
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Ordnungs- und
Verkehrsausschuss
15.01.2025 Entscheidung
Bezirksvertretung 3 21.01.2025 Kenntnisnahme
Bezirksvertretung 8 23.01.2025 Kenntnisnahme
Bezirksvertretung 1 24.01.2025 Kenntnisnahme
Bezirksvertretung 5 28.01.2025 Kenntnisnahme
Bezirksvertretung 7 28.01.2025 Kenntnisnahme
Bezirksvertretung 6 29.01.2025 Kenntnisnahme
Bezirksvertretung 2 11.02.2025 Kenntnisnahme
Beschlussdarstellung:
1. Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss beschließt, das flexy-Bedienungsgebiet ab
Mai 2025 in den Bereich der Bezirke 5, 6 (ohne Flughafen, Messe und PSDBank -
Dome), 7, 8 und in den Abend-/Nachtstunden zusätzlich in den Innenstadtbereich
zu erweitern. Dabei sollen auch die Bahnhöfe Ratingen Ost, Erkrath S und
Düsseldorf Flughafen als Verknüpfungspunkte mit dem Schienenpersonennah -
und Buslinienverkehr eingebunden werden.
2. Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss beschließt, dass in den Bezirken 5, 7 und
8 (in Abb. 2 rot hinterlegte Stadtteile) flexy im 24-Stunden-Betrieb verkehrt und
möglichst vollständig in das Tarifsystem des VRR integriert wird. Im
Innenstadtbereich (blau hinterlegtes Gebiet) soll flexy im Nachtverkehr zwischen
20:30 Uhr und 06:00 Uhr und mit Zuschlag angeboten werden. Für den Bezirk 6
(orange hinterlegtes Gebiet) soll grundsätzlich auch die Aufnahme in den 24 -
Stunden-Betrieb angestrebt werden, sofern die Kapazitäten dies zulassen.
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3. Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss beschließt, den Pilotzeitraum bis
einschließlich September 2026 zu verlängern, um so das erweiterte Angebot
mindestens ein Jahr erproben zu können.
4. Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss beauftragt Verwaltung und Rheinbahn das
neue flexy-Bedienkonzept weiterhin intensiv zu evaluieren. Auf Basis der
Erkenntnisse über Nutzung und Akzeptanz wird in der verbleibenden Pilotlaufzeit
ein Konzept zur Fortführung von flexy als Bestandteil des ÖPNV -Angebots
entwickelt. Sollte ein verkehrlicher Nutzen und eine lan gfristig ausreichende
Wirtschaftlichkeit nicht nachgewiesen werden können, kann das Projekt im ersten
Halbjahr 2026 mit Votum des Ordnungs - und Verkehrsausschusses beendet
werden. Die Verwaltung wird den Ordnungs - und Verkehrsausschuss über den
Verlauf des Projekts informieren und auf Basis der Evaluationsergebnisse einen
Vorschlag vorlegen, ob und ggf. wie eine Fortführung nach Abschluss des
Pilotzeitraums vorgesehen ist.
Sachdarstellung:
Gegenwärtiges flexy-Angebot
Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss (OVA) hat am 17.08.2022 die Einführung
eines On Demand -Angebots im ÖPNV im Düsseldorfer Osten beschlossen
(OVA/072/2022/1). Das neue Angebot „flexy" wurde mit der Zielsetzung eingeführt,
den bestehenden ÖPNV zu ergänzen und die Bedienungsqualität in der Na her-
schließung sowie in den Randzeiten zu verbessern. Die Betriebsaufnahme war am
29.03.2023; die Pilotphase des durch die Rheinbahn erbrachten Dienstes ist auf
zunächst drei Jahre befristet. flexy fährt montags bis freitags ab 20:00 Uhr bis 02:00
Uhr; samstags, sonntags und an Feiertagen wird zwischen 09:00 Uhr und 02:00 Uhr
gefahren.
Evaluation für das Jahr 2023
Für 2023 liegen Ergebnisse der Evaluation durch das Wuppertal Institut vor. Diese
sehen wie folgt aus:
Zwischen April und November 2023 wurde n weniger Fahrgäste befördert als in
Kommunen mit einem größeren On -Demand-Angebot und einer stärkeren
Integration in den Regeltarif.
flexy wird häufig für Freizeitzwecke genutzt. Deutlich überwiegt dabei die flexy -
Nutzung am Wochenende, mit einem niedrig eren Peak am späten Nachmittag und
einem ausgeprägten Peak zwischen 22:00 Uhr und 01:00 Uhr.
Auch wenn die Zufriedenheit der Nutzenden hoch ist, fällt die Nutzung insgesamt
gering aus. Die positive Bewertung von flexy steht der seltenen Mehrfachnutzung in
2023 gegenüber. Nicht nur für die Erstfahrt, sondern auch zur weiteren/häufigeren
Nutzung scheinen Hürden zu bestehen. Dies führt zu einer insgesamt niedrigen
Auslastung von flexy.
Die genehmigten Kosten des dreijährigen Pilotbetriebs liegen bei insgesamt 1,7 Mio.
EUR, deren Aufteilung wie in der Tabelle dargestellt auf die drei Pilotjahre geplant
war. Aufgrund des angepassten Fahrzeugeinsatzes ist die Prognose für das zweite
und dritte Betriebsjahr unter der Erwartung geblieben. Der Prognose für das dritte
Betriebsjahr liegt die Annahme zugrunde, dass das bestehende Angebot unverändert
fortgeführt wird. Von den Kosten werden jährlich 400 TEUR aus der Wirtschafts -
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planung der Rheinbahn finanziert mit einer entsprechenden Zusatzfinanzierung mit
Mitteln des Klimafonds.
1. Betriebsjahr 2. Betriebsjahr 3. Betriebsjahr
Planung 550.000 EUR 584.000 EUR 595.000 EUR
Abrechnung / Prognose 577.000 EUR 450.000 EUR 463.500 EUR
Tabelle 1: Planung und Abrechnung / Prognose der jährlichen flexy-Betriebskosten
im Pilotzeitraum (Quelle: Rheinbahn)
Insgesamt erfüllt die Anzahl der flexy -Nutzungen nicht die Erwartungen von
Aufgabenträger und Betreiber. Als wesentliche Gründe hierfür wurden identifiziert:
tarifliche Nutzungshürde aufgrund des VRR-Tarifs für On Demand-Verkehre
mangelnde Attraktivität des aktuellen Bediengebiets
zu kurze Bedienzeiten
Aus den o.g. Gründen soll flexy nunmehr weiterentwickelt werden. Die Möglichkeit
hierzu ist bereits Bestandteil des Beschlusses vom 17.08.2022. Eine ausführlichere
Darstellung des aktuellen flexy-Angebots sowie der Ergebnisse der Evaluation
können der Anlage entnommen werden.
Leitlinien für die flexy-Weiterentwicklung
Seit einigen Jahren werden vielerorts On Demand-Angebote erprobt. Die Rhein-Main-
Verkehrsverbund S ervicegesellschaft mbH (rms) hat unter Mitarbeit des
Kompetenzcenters Digitalisierung NRW eine Systematisierung möglicher
Anwendungsfälle für On Demand-Verkehre erarbeitet. Differenziert werden drei
Einsatzfelder:
Sicherung der Grundmobilität : In dünn besiedelten Räumen können On
Demand-Verkehre das bestehende ÖPNV -Angebot mit einer kleinen
Fahrzeugflotte ergänzen oder die Daseinsvorsorge sicherstellen.
Lückenschlussmobilität : In suburbanen und periurbanen Räumen können
mittelgroße On Demand -Verkehre als Zu- und Abbringer für den
herkömmlichen ÖPNV dienen. In Tageszeiten mit geringem Fahrgast auf-
kommen können sie den regulären ÖPNV gegebenenfalls substituieren.
Bequemlichkeitsmobilität : In urbanen Räumen mit bereits hoher ÖPNV -
Bedienqualität können On Demand-Angebote eine zusätzliche Mobilitätsoption
sein, dann jedoch mit sehr hohem Qualitätsanspruch und absehbar großen
Flotten bei hohem Finanzierungsbedarf.
Aus Sicht der Verwaltung ist mit Blick auf Düsseldorf und sein Umland das
Einsatzfeld „Lückenschlussmobilität" relevant. Es gibt in Düsseldorf und seinem
Umland einen guten ÖPNV mit liniengebundenen Bus - und Bahnverkehren. Dabei ist
die Nachfrage häufig so hoch, dass sie mit bedarfsgesteuerten Verkehren nicht
wirtschaftlich bedient werden kann. Gleichzeitig gibt es räumliche und zeitliche
Lücken in der Erschließung, aber auch sehr schwach ausgelastete Linienverkehre.
Auf schwach nachgefragten Verbindungen und zu schwach nachgefragten Zeiten sind
On Demand-Angebote als Ergänzung des liniengebundenen ÖPNV sinnvoll.
Der Kreis Mettmann plant die Einführung eines On Demand -Systems für den Bereich
Erkrath zur besseren Anbindung des Gewerbegebiets Unterfeldhaus mit einer
Förderung im Rahmen des Landeswettbewerbs „ways2work". Die Landeshauptstadt
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Düsseldorf unterstützt eine interkommunale Kooperation mit der Zielsetzung, ein die
Gemeindegrenzen überschreitendes und integriertes Angebot umzusetzen.
Bequemlichkeitsmobilität im Sinne eines Premiumangebots ist aus Sicht der
Verwaltung kein zu verfolgendes Einsatzgebiet. Zu bedenken ist hier auch, dass das
Taxi schon heute ein Premiumangebot und Rückfallebene zur Gewährleistung der
Mobilität darstellt, dessen wirtschaftliche Basis nicht gefährdet werden sollte. Zudem
sind auch Unternehmen wie Uber und Bolt in diesem Marktsegment aktiv.
Konzept zur Flexy-Weiterentwicklung
Vor dem Hintergrund der Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Begleitforschung,
den Erfahrungen aus Kundenkontakt und Betrieb, den Erfahrungen mit On Demand -
Angeboten an anderen Orten sowie der Notwendigkeit, sinnvolle Einsatzfelder für
flexy im Düsseldorfer ÖPNV zu eruieren, haben Rheinbahn und Verwaltung der
Landeshauptstadt Düsseldorf ein Konzept zur Weiterentwicklung von flexy erarbeitet.
Aus Sicht von Rheinbahn und Verwaltung kann flexy pe rspektivisch in drei
Handlungsfeldern einen Beitrag zur Verbesserung der Mobilität in der
Landeshauptstadt Düsseldorf und ihrem Umland leisten:
flexy als ÖPNV-Angebot in Gebieten, die mit dem Linienverkehr nicht
erschlossen sind oder aufgrund ihrer Struktur nur schwer erschließbar sind.
flexy könnte hier zukünftig auch schwach ausgelastete Linienverkehre
ersetzen und die Verfügbarkeit des ÖPNV insgesamt verbessern.
flexy als ÖPNV-Angebot auf Verbindungen, die mit dem Linienverkehr nicht
oder nur über große Umwege angeboten werden.
flexy als Nachtangebot, insbesondere in den Nächten ohne NachtExpress
(dieser verkehrt nur in den Nächten von Freitag auf Samstag und von
Samstag auf Sonntag zwischen 01:00 Uhr und 04:00 Uhr im 60 -Minuten-Takt,
in den übrigen Nächten gibt es keinen Nachtverkehr).
Der On Demand -Verkehr flexy soll das liniengebundene und zu festen Zeiten
verkehrende ÖPNV-Angebot ergänzen und orientiert sich dabei am RheinTakt, der
am Sonntag, den 7. Januar 2024 gestartet ist.
Abbildung 1: Taktschema des RheinTakts
Voraussetzung für die flexy-Erweiterung ist die sog. Systemertüchtigung. Mittels
einer Anpassung des flexy-Algorithmus wird die Auskunft und Buchbarkeit von flexy
bei ÖPNV-Parallelfahrten ausgeschlossen. Eingeführt wird die intermodale Auskunft
mit dem Linienangebot, d.h. flexy wird als Zu-/Abbringer von Linienfahrten in der
App angezeigt. Weiterhin umfasst die Systemertüchtigung zusätzliche Handlungs -
möglichkeiten bei der Tarifierung sowie die Vergrößerung des Bediengebiets. Für die
Systemertüchtigung entstehen einmalig Kosten in Höhe von 40.000,00 EUR.
Die Abbildung 2 zeigt das zukünftige flexy -Bediengebiet. Für die roten und
orangefarbenen Flächen wird ein Angebot mit einer Betriebszeit von täglich 24
Stunden geplant. Durch die Erweiterung der Betriebszeit wird flexy ein Angebot für
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weitere Fahrtzwecke wie beispielsweise Arbeit und Einkauf. Als
„Satellitenhaltepunkte" werden die Bahnhöfe Düsseldorf Flughafen, Erkrath S und
Ratingen Ost integriert, Erkrath S und Ratingen Ost nur für Verbindungen mit Quelle
oder Ziel im Düsseldorfer Stadtgebiet. Damit bedient flexy viele neue Relationen
ohne direktes Linienangebot.
Zunächst sind kein Binnenverkehr in Erkrath und Ratingen sowie keine Direktfahrt
von Erkrath nach Ratingen vorgesehen. Jedoch ergeben sich hier zukünftig
Anknüpfungspunkte für ein mögliches On Demand -Angebot im Kreis Mettmann.
Für die dunkelblaue Fläche ist ein Nachtverkehr zwischen 20:30 Uhr und 06:00 Uhr
vorgesehen. Mit dieser Erweiterung wird ein Nachtverkehr von sonn tags bis
donnerstags neu geschaffen. Am Wochenende ermöglicht flexy Querverbindungen
zwischen den sternförmigen NachtExpress -Linien, d.h. vor allem zwischen
Stadtteilzentren und Stadtteilen. In der Feinerschließung werden Fußwege
maßgeblich verringert und das Sicherheitsempfinden im ÖPNV gestärkt.
Abbildung 2: Erweiterung des flexy-Bedienungsgebiets
Für die orangefarbene Fläche wird ebenfalls der 24 Stunden -Betrieb angestrebt.
Jedoch gilt hier eine Experimentierklausel: Parameter für das Angebot in dies er
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Fläche ist die Auslastung des Angebots im gesamten Bediengebiet sowie das
Vorhandensein freier Kapazitäten. Die Konditionen werden zwischen Verwaltung /
Aufgabenträger und Rheinbahn in enger Abstimmung feinjustiert.
Von der Bedienung mit flexy ausgenommen werden die sehr aufkommensstarken
Einrichtungen Flughafen, Messe und PSDBank -Dome, weil die hohe Nachfrage zu
einer Überlastung des Systems mit einer entsprechend niedrigen Servicequalität
führen würde.
Gegenüber der bisherigen Tarifanwendung soll zukünftig die Möglichkeit der Zu- und
Abschläge des VRR On Demand -Tarifs genutzt werden. Damit ist einerseits die
Zielsetzung verbunden, tarifliche Hürden bei kurzen Zu - und Abbringerfahrten zu
reduzieren, andererseits sollen auch mögliche Zahlungsber eitschaften für ein
zusätzliches Abend- und Nachtangebot ausgeschöpft werden. Für die Flächen mit 24
Stunden-Angebot ist ein Abschlag von 20% vorgesehen (günstigster Abschlag des
VRR On Demand -Tarifs). Für das Nachtangebot soll ein Zuschlag von 40% erhoben
werden. Inhaberinnen und Inhabern von VRR -Zeitticket wird weiterhin ein Rabatt
von 25% gewährt. Ein Nachsteuern im Rahmen des VRR -On Demand-Tarifs im
Pilotzeitraum soll grundsätzlich möglich sein. Wenn der VRR -On Demand-Tarif im
Pilotzeitraum weitere Handlungsspielräume eröffnet, sollen diese geprüft und ggf.
angewendet werden. Grundsätzlich angestrebt wird eine Integration von flexy in den
regulären VRR-Tarif für Bus und Bahn. Für das Nachtangebot soll in jedem Fall ein
Zuschlag erhoben werden.
Kosten
Die nachfolgende Tabelle stellt die Kosten des neuen Betriebskonzepts dar. Die
Kosten stammen in erster Linie aus den zusätzlich benötigten Betriebsstunden, und
der Beschaffung zusätzlicher Fahrzeuge. Betrachtet wird der erweiterte Zeitraum des
dritten Betriebsjahrs des Pilotzeitraums. Das zweite Betriebsjahr des Pilotzeitraums
geht bis einschließlich März 2025.
Kostenart Kosten in Euro Erläuterung
Finanzierung des laufenden
Betriebskonzepts bis April
2025
39.000 Der Start des neuen Betriebskonzepts ist ab
Mai 2025 möglich, so dass bis April das
bisherige Betriebskonzept gefahren wird.
Neues Betriebskonzept von
Mai 2025 bis April 2026
2.122.000 Die monatlichen Kosten des neuen
Betriebskonzepts betragen 176.833 Euro.
Bei deutlich erkennbarem Misserfolg des
neuen Betriebskonzepts wäre eine Beendigung
des flexy-Angebots im April 2026 möglich.
Geplantes Budget des dritten
Betriebsjahres im
Pilotzeitraum
-595.000 Das geplante Budget für das dritte
Betriebsjahr des Pilotzeitraums ist bereits
beschlossen (vgl. Tab.1).
Bisher nicht aufgebrauchtes
geplantes Budget (Prognose)
-107.000 Die prognostizierten Kosten im zweiten
Betriebsjahr liegen aufgrund der geringen
Angebotsnutzung unter dem geplanten Budget
(vgl. Tabelle 1).
Verlängerung von Mai bis
September 2026
884.000 Die Kosten des neuen Betriebskonzepts
werden bis einschließlich September 2026
kalkuliert, um einen nahtlosen Übergang in
einen Regelbetrieb zu ermöglichen.
Saldo / Zusätzliche
Auszug – das vollständige Dokument ist über den Original-Link verfügbar.
Anlage 1 - Wissenschaftliche Begleitung flexy als Text anzeigen
WISSENSCHAFTLICHE BEGLEITUNG
EVALUATIONSDESIGN (1/2)
•Evaluation während der dreijährigen Pilotlaufzeit
•Durchführung Wuppertal Institut
•Nutzungsverhalten
•App-Performance und Usability
•Betriebswirtschaftliche Analyse
•Auslastungs-und Kapazitätsanalyse
•Verlagerungseffekte und Klimawirkung
•Verkehrsplanerische Aspekte
•Systemdatenauswertung
•Begleitende Marktforschung
Zeitraum
Evaluationsthemen
Evaluationsgrundlage
Gender-Hinweis: Aus Gründen der Lesbarkeit wird im Rahmen dieses Berichtes das generische Maskulinum verwendet. Im Sinne der
Gleichberechtigung gelten Personenbezeichnungen sowie personenbezogene Hauptwörter -sofern nicht anders kenntlich gemacht -grundsätzlich für
alle Geschlechter.
WISSENSCHAFTLICHE BEGLEITUNG
EVALUATIONSDESIGN (1/2)
•Systemdatenauswertung:
•Datenbasis: Via Systemdaten & betriebswirtschaftliche Daten Rheinbahn
•Evaluation anhand 51 ausgewählter KPI
•Begleitende Marktforschung
•Erkenntnisgewinn zu Bekanntheit, Nutzung, Wahrnehmung, Bewertung und Wirkung von flexy
•Nutzer*innen-Befragung:
•Akquise über Push-Benachrichtigungen in der App und Hinweise in den Fahrzeugen.
•Laufzeit: 21.02.2024 bis 18.04.2024
•Repräsentative Bevölkerungsbefragung der im flexyBedienungsgebiet lebenden Personen ab 14 Jahren:
•Postalische Ansprach von 10.000 zufällig ausgewählten Personen (Stichprobenziehung Einwohnermeldeamt LHD)
•Laufzeit: 30.01.2024 bis 19.03.2024
•Nutzer*innen n=69: 37 über Nutzer*innen-Befragung + 32 über Bevölkerungsbefragung
•Nicht-Nutzer*innen n=1.777 über Bevölkerungsbefragung
•Ergebnisse der Systemdatenauswertung der ersten neun Betriebsmonate(29.03.2023 bis 31.12.2023)
•Ergebnisse der ersten Umfragewelle unter Nutzer*innen und Nicht-Nutzer*innen (Q1 2024)
Methodik
Stichprobe
Ergebnisstand
Hohe Bekanntheit:
•Vielfältige Marketinginstrumente haben flexyin der Bevölkerung bekannt gemacht.
Hohe Erschließungsqualität:
•flexyist ein qualitativ hochwertiges Angebot, das den ÖPNV gut ergänzt. Im Bediengebiet werden alle Siedlungsbereiche, ÖPNV-
Haltepunkte und Freizeitangebote gut erschlossen.
Boost für ÖPNV und Intermodalität:
•flexymacht den ÖPNV insgesamt aus Sicht der flexy-Nutzer*innen attraktiver und fördert intermodale Wegeketten.
Hohe Gesamtzufriedenheit, Wunsch nach mehr:
•Insgesamt ist die Zufriedenheit sehr hoch. Um flexy(mehr) zu nutzen, besteht der Wunsch nach einer Erweiterung von Bedienzeiten und
-gebiet.
Wachstumsbedarf bei begrenztem Restpotenzial in D-Ost:
•Die hohe Anzahl an Leerkilometern muss durch steigende Fahrgastzahlen gesenkt werden. Hinderungsgründe für die (weitere) Nutzung
lassen vermuten, dass das restliche Potenzial in dem aktuellen Gebiet und zu den aktuellen Zeiten begrenzt ist.
➢flexyals Teil des ÖPNV ist Chance für Verkehrswende
➢Zeitliche und räumliche Erweiterung erforderlich, um Herausforderungen zu begegnen
KEY LEARNINGS
MANAGEMENT SUMMARY (1/3)
HOHER BEKANNTHEITSGRAD, AUSBAUFÄHIGE NUTZERZAHLEN
Bekanntheit
Nutzer und
Buchungen
Nutzungsverhalten
•38 % der im Bediengebiet lebenden Menschen kennen flexy. Für eine Großstadt ist dies ein vergleichsweise
hoher Bekanntheitsgrad. Wobei nur jeder fünfte Befragte (meist Nicht-Nutzer) angibt, die Funktionsweise von
flexyvollständig verstanden zu haben.
•Insgesamt wurde die flexy-App 3.178 mal installiert. 90 % haben sich im Anschluss auch registriert.
•Von den registrierten Personen haben 50 % auch eine Buchungsanfrage gestellt und 9 % flexytatsächlich
genutzt.
•37 % aller Fahrtanfragen wurden vom System abgelehnt; Grund dafür war fast ausschließlich, dass Start-und/
oder Ziel außerhalb des Bediengebietes lagen, in einzelnen Fällen auch, dass die Fahrt außerhalb der Bedienzeit
hätte erfolgen sollen.
•Seit Betriebsstart wurden 931 Buchungen (22 % aller Anfragen) realisiert und 1.375 Fahrgäste befördert.
•76 % aller flexy-Nutzer haben bisher nur bis zu 2 mal genutzt.
•Ca. 75 % aller Fahrten erfolgten freitags, samstags, sonntags oder an Feiertagen.
•Werktags liegt die Hauptnutzungszeit zwischen 20 und 1Uhr, am Wochenende zwischen 22 und 2Uhr.
•flexywird in erster Linie für Freizeitzwecke genutzt (vermutlich stark durch Bedienzeiten bedingt).
•flexy-Nutzer nutzen häufiger öffentliche Verkehrsmittel als flexy-Nicht-Nutzer.
MANAGEMENT SUMMARY (2/3)
FLEXYALS TEIL DES ÖPNV IST CHANCE FÜR VERKEHRSWENDE
Auslastung
Verkehrsplanerische
Aspekte
•Die Auslastung von flexysteigt mit der Zeit ist, aber mit 3,3 % in Q4 2024 noch sehr gering.
•Auch die Anzahl an Leerkilometern ist hoch: Die flexy-Flotte legt im durchschnitt 80 Kilometer pro Tag ohne
Fahrgast zurück.
•4% aller Fahrten im Jahr 2023 wurden gepoolt.
•Im Durchschnitt wurde ein Besetzungsgrad von 1,48 Personen erreicht. Das entspricht einer
Kapazitätsauslastung von 25 %.
•flexybietet eine hohe Erschließungsqualität. Im Bediengebiet werden alle Siedlungsbereiche, ÖPNV-Haltepunkte
und Freizeitangebote gut erschlossen.
•Fast 2/3 aller flexy-Nutzer sind der Meinung, dass flexydie Attraktivität des ÖPNV steigert.
•flexyfördert intermodale Wegeketten: 60 % aller flexy-Nutzer geben an, ihre Fahrt mit dem ÖPNV kombiniert zu
haben. Gemäß Systemdaten dient flexyin erster Linie als ÖPNV-Abbringer.
•flexyist auch für Autofahrer ein attraktives Mobilitätsangebot. 71 % der Nutzer steht jederzeit ein Auto zur
Verfügung.
•Jeder siebte im Bediengebiet Lebende gibt an, dass mit flexyeinen Beitrag zu einem Alltag ohne Auto leisten
kann.
•33 % der flexy-Nutzer geben an, dass sie durch die Nutzung von flexyweniger Auto fahren.
MANAGEMENT SUMMARY (3/3)
HOHE ZUFRIEDENHEIT, BEGRENZTES RESTPOTENZIAL IN D -OST
Zufriedenheit
Gründe für und
gegen (mehr)
Nutzung
•Die insgesamte Zufriedenheit der flexy-Nutzer*innen mit dem System ist sehr hoch. Fast alle befragten
Nutzer*innen sind zufrieden oder sehr zufrieden (96 %)
•Über 90 % würden flexy(eher) weiternutzen und (eher) weiterempfehlen.
•Dennoch gibt es Aspekte, die aus Sicht der Nutzer*innen und Nicht-Nutzer*innen verbessert werden sollten:
•Bedienzeitraum (insbesondere Nutzer*innen)
•Bediengebiet (Nutzer*innen und Nicht-Nutzer*innen)
•Top Nutzungsgründe:
1.Geringe Kosten (55 %)
2.Flexibilität (54 %)
3.Schnelle Verbindungen (40 %)
•Top Gründe gegen (intensivere) Nutzung:
1.Ich fahre nicht häufiger Wege, auf denen flexynutzbar ist (52 %)
2.Die Zeiten passen nicht zu Bedürfnissen (40 % Nutzer vs. 11 % Nicht-Nutzer)
3.Ich kann mit flexynicht dahin fahren, wo ich hinmöchte (39 % Nutzer vs. 12 % Nicht-Nutzer)