Haushaltsantrag Die Linke
Aktenzeichen RAT/397/2024
Haushaltsantrag der Ratsfraktion DIE LINKE: 40 Millionen Euro für Sozialprojekte, statt für ein „Opernhaus der Zukunft“
Termine abgeschlossen
Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
1Dokument
3. Dezember 2024veröffentlicht
Worum es geht
Dies ist der Wortlaut der beantragten Maßnahme beziehungsweise ihrer Begründung. Auch „beschließt“ im Antrag ist noch kein Nachweis eines gefassten Beschlusses.
Aus dem Original
Die Vorbereitung und Planung für einen Neubau des Düsseldorfer Opernhauses werden eingestellt. Die dafü r im städtischen Haushalt ab 2025 eingeplanten Mittel werden auf Null gesetzt.
Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 3. Dezember 2024. Vollständiges Original mit weiteren Angaben
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RAT/397/2024
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 29.11.2024
Ratsfraktion - Die Linke
An den
Oberbürgermeister
Herrn Dr. Stephan Keller
Haushaltsantrag der Ratsfraktion DIE LINKE. Düsseldorf zur Sitzung des
Rates am 12.12.2024
Betrifft:
Haushaltsantrag der Ratsfraktion DIE LINKE: 40 Millionen Euro für Sozialprojekte,
statt für ein „Opernhaus der Zukunft„
Produkt: 2526101, Konto: 78510000, Maßnahme: 790000668
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
zur Sitzung des Rates am 12. Dezember 2024 stellt DIE LINKE Ratsfraktion
Düsseldorf folgenden Haushaltsantrag:
Die Vorbereitung und Planung für einen Neubau des Düsseldorfer
Opernhauses werden eingestellt. Die dafü r im städtischen Haushalt ab 2025
eingeplanten Mittel werden auf Null gesetzt.
Begründung:
Der Auslobungsbeschluss für einen Opernneubau gemäß Verwaltungsvorlage umfasst
einen Architekten- und Ingenieurwettbewerb sowie die Planung für den neuen
Opernstandort Am Wehrhahn 1. Die zusätzlichen Ausgaben werden bis zum
geplanten Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss im Jahr 2028 auf 39,8 Millionen
Euro beziffert: Davon sollen 6,1 Millionen Euro (plus Restmittel aus den Jahren 2023
und 2024) 2025 aus dem städtischen Haushalt getätigt werden. DIE LINKE
Ratsfraktion lehnt das Vorhaben des Opernneubaus aufgrund der Kosten ab.
Das Fehlen einer aktualisierten Kostenschätzung der Stadt bestärkt uns in dieser
Haltung. Da Anfragen unserer Fraktion nach einer aktualisierten Kostenschätzung zu
keinen aussagekräftigen Antworten führten, können wir nur mit Zahlen aus der
Verwaltungsvorlage von 2021 arbeiten. Ergänzt um die nun bekannte
Kreditaufnahme für die Operngrundstücke kommen wir auf Basis dieser Zahlen auf
Investitionskosten von an die 780 Millionen Euro. Dazu kämen wahrscheinlich
Finanzierungskosten in der gleichen Höhe.
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So ergibt sich für uns ein geschätzter Betrag in der Größenordnung von 1,5
Milliarden Euro. Sollten „unvorhergesehene" Kostensteigerungen auftreten, halten
wir über zwei Milliarden Euro Gesamtkosten für den Opernneubau auch für möglich.
DIE LINKE findet es sehr bedenklich, wenn die Stadt Düsseldorf angesichts
drohender Sozialkürzungen auf Landesebene langfristige finanzielle Verpflichtungen
in Milliardenhöhe für ein neues Operngebäude eingeht. Die Erwartung des
Oberbürgermeisters, dass der Neubau durch seine Architektur Düsseldorf weltweite
Aufmerksamkeit bringen soll,
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widerspricht unseren Vorstellungen von einer
gesellschaftlich verantwortungsvollen Schwerpunktsetzung bei der Investition
städtischer Mittel. DIE LINKE Ratsfraktion fordert in dieser Situation von der
Stadtspitze dringend, eine zusätzliche Legitimation für ihr Projekt über einen
Bürgerentscheid einzuholen. DIE LINKE strebt einen solchen Ratsbürgerentscheid für
2025 an.
Eine von der LINKEN Ratsfraktion beauftragte, repräsentative Umfrage zeigte
deutlich, dass in einem Bürgerentscheid mit einer Ablehnung des Projekts zu rechnen
ist. Vor diesem Hintergrund beantragt DIE LINKE, dass alle Investitionen in den
Neubau der Oper eingestellt werden.
Die so eingesparten Mittel von 6,1 Millionen Euro in 2025 (plus Restmittel) und
weiteren 33,7 Millionen Euro bis 2028 sollen über den Gesamthaushalt für den
Ausgleich sozialer Schieflagen zur Verfügung gestellt werden. Mögliche
Förderkürzungen des Landes NRW für soziale Projekte müssen dr ingend aufgefangen
werden; die steigenden Lebenshaltungskosten verlangen außerdem nach Auffassung
der LINKEN eine Ausdehnung städtischer Unterstützungsangebote.
Mit freundlichen Grüßen
Julia Marmulla Sigrid Lehmann
f.d.R. Sönke Voigt
Thema
Produkt/
Maßnahme
Zeile
Konto
Haushaltsjahr
Beträge in EUR
Verbesserung (+)/ Verschlechterung (-)
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(so geäußert in der Ratssitzung am 15.06.2023)
Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.
Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen RAT/397/2024