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RAT/394/2024
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Düsseldorf, 29.11.2024
Ratsfraktion - Die Linke
An den
Oberbürgermeister
Herrn Dr. Stephan Keller
Haushaltsantrag der Ratsfraktion DIE LINKE. Düsseldorf zur Sitzung des
Rates am 12.12.2024
Betrifft:
Haushaltsantrag der Ratsfraktion DIE LINKE: Sozialtarif für Strom, Gas, Nah- und
Fernwärme
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
zur Sitzung des Rates am 12. Dezember 2024 stellt DIE LINKE Ratsfraktion
Düsseldorf folgenden Haushaltsantrag:
Die Stadt Düsseldorf und ihre Beteiligungsgesellschaft Stadtwerke
Düsseldorf entwickeln ein Konzept für einen Sozialtarif für Strom, Gas und
Nah- sowie Fernwärme. Der neue Tarif soll eine bezahlbare
Energieversorgung für Personen mit geringem Einkommen in Düsseldorf
sicherstellen; als Anspruchsberechtigung gilt der Düsselpass. Der Sozialtarif
soll nach seiner Einführung rückwirkend ab dem 01.01.2025 angewendet
werden.
Der Rat beauftragt die Verwaltung, zur Umsetzung dieses Ratsbeschlusses
umgehend Verhandlungen mit der Stadtwerke Düsseldorf AG aufzunehmen,
um ein entsprechendes Tarifmodell zu entwickeln sowie dessen
Finanzierung durch die LHD und die Prüfung der Antragsberechtigung zu
organisieren. Die nötigen Mittel werden ab dem Jahr 2025 in den Haushalt
eingestellt.
Die Vertretungen der Stadt Düsseldorf im Konsortialausschuss, im
Aufsichtsrat und der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Düsseldorf
AG werden aufgefordert bzw. im Fall e der Gesellschafterversammlung
beauftragt, die Beschlussumsetzung zu unterstützen.
Begründung:
Die Verteuerung von Energie und Wärme in den letzten Jahren hat sich verfestig.
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In NRW stiegen die Heizkosten laut Haus und Grund für 2023 im Schnitt um 21,8
Prozent.
1
Dabei sind die Kosten für Düsseldorfer Mieter:innen im Landesvergleich mit
26,2 Prozent besonders hoch, wie ein Vergleich von 34.000
Nebenkostenabrechnungen zeigte.
2
Auch die Stadtwerke Düsseldorf haben die fünfzehnprozentige Preiserhöhung für die
Grundversorgung durch die Stadtwerke auf einen Arbeitspreis von 38,43 Cent je
Kilowattstunde seit dem letzten Jahr beibehalten.
Eine Kostensteigerung um ein Viertel aber wird für viele Düsseldorfer Haushalte
schwer zu stemmen sein; insbesondere angesichts rekordverdächtig hoher Mieten,
Erhöhung von Abfall- und Straßenreinigungsgebühren sowie stetig steigender
Lebensmittelpreise.
In Düsseldorf sind 18,1 Prozent der Bevölkerung von relativer Armut betroffen.
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Laut dem städtischen Amt für Soziales hatten 2022 in der Stadtmitte 18 Prozent der
Menschen und in Flingern-Süd knapp 22 Prozent der Menschen ein Anrecht auf
Sozialleistungen. Die Zahl von Seniorinnen und Senioren in Grundsicherung ist
zwischen 2014 und 2022 von 7,8 auf 9,4 % gestiegen - die höchste Quote in
Nordrhein-Westfalen. Dabei ist die Dunkelziffer hoch, denn viele Senior:innen
scheuen die Beantragung von Leistungen.
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Die Stadt ist aber finanziell und organisatorisch in der Lage, über ihre Kooperation
mit den Stadtwerken Düsseldorf diesen Menschen zu helfen. Sie kann einen
Sozialtarif der Stadtwerke Düsseldorf für Strom, Gas und Nah- sowie Fernwärme
einrichten und bezuschussen.
Der Stadtrat muss sich nur zu dieser sozialen Prioritätensetzung entscheiden. Die
Stadt kann sie auch gegenfinanzieren, indem entweder die städtischen Einnahmen
auf gerechte Weise erhöht oder Ausgaben auf gerechte Weise gesenkt werden -
durch einen Verzicht auf den Neubau des Opernhauses.
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Born Anja Vorspel
f.d.R. Sönke Voigt
Thema
Produkt/
Maßnahme
Zeile
Konto
Haushaltsjahr
Beträge in EUR
Verbesserung (+)/ Verschlechterung (-)
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https://rp-online.de/nrw/panorama/nebenkosten-in-nrw-so-hoch-wie-nie-schuld-sind-nicht-nur-
heizkosten_aid-120410953
2
https://www.nrz.de/lokales/duesseldorf/article407707123/nebenkosten-abrechnung-boese-ueberraschung-
fuer-duesseldorfer.html
3
IT NRW: https://www.it.nrw/system/files/media/document/file/121_24.pdf
4
https://www.ddorf-aktuell.de/2024/11/26/duesseldorf-ist-die-landeshauptstadt-der-altersarmut/
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