Informationsvorlage Aktenzeichen JHA/044/2026

Fortschreibung des kommunalen Präventionskonzeptes für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zur altersübergreifenden Gesamtstrategie (Bezug JHA/066/2019/1)

Ein Sachstandsbericht der Verwaltung zur Kenntnisnahme.

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
2Dokumente 30. April 2026veröffentlicht

Worum es geht

Der Auszug beschreibt den Stand der Vorlage zum angegebenen Datum, nicht notwendigerweise den heutigen Stand.

Aus „Sachdarstellung“

Im Zuge der Zusammenlegung des Jugendamtes und des Amtes für Soziales zum Amt für Soziales und Jugend wurden die strukturellen Voraussetzungen geschaffen, Präventionsketten in Düsseldorf künftig lebensphasenübergreifend auszurichten. Die gebündelte fachliche Expertise ermöglicht es, bestehende Ansätze weiterzuentwickeln und zu einer integrierten Gesamtstrategie zusammenzuführen.

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 30. April 2026. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

Themen

Vorgang · JHA/044/2026

Unterlagen und Sitzungsverlauf

Die amtlichen Unterlagen und eindeutig verknüpften Sitzungstermine stehen gemeinsam auf dieser Seite. Ein Sitzungstermin allein belegt noch keinen Beschluss.

Der Verlauf wird automatisch anhand amtlicher Verknüpfungen zusammengestellt.

Die belegten Schritte

So entwickelt sich der Vorgang

  1. Weitere Unterlage

    Präventionskonzept · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  2. Ursprüngliche Vorlage

    Informationsvorlage · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  3. Sitzung · TOP 5.2

    Jugendhilfeausschuss. Amtlicher Vermerk: „zur Kenntnis genommen“.

  4. Weitere Unterlage

    Präsentation · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  5. Weitere Unterlage

    Präsentation zum Vortrag TOP 11 · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  6. Sitzung · TOP 11

    Ausschuss für Gesundheit und Soziales. Amtlicher Vermerk: „zur Kenntnis genommen“.

Gezeigt werden amtlich verknüpfte Unterlagen und Termine. Dateidatum und Sitzungsdatum können voneinander abweichen. Eine Kenntnisnahme oder beantwortete Anfrage ist noch kein Umsetzungsbeschluss.

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Dokumenttexte

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Title: Informationsvorlage URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00584376.pdf Published Time: 2026-05-04T06:55:00.000Z Number of Pages: 2 Markdown Content: JHA/044/2026 X öffentlich nicht öffentlich # Informationsvorlage Betrifft: Fortschreibung des kommunalen Präventionskonzeptes für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zur altersübergreifenden Gesamtstrategie (Bezug JHA/066/2019/1) Fachbereich: 51 - Amt für Soziales und Jugend Dezernentin / Dezernent: Stadtdirektor Burkhard Hintzsche Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität Jugendhilfeausschuss 13.05.2026 Kenntnisnahme Ausschuss für Gesundheit und Soziales 19.05.2026 Kenntnisnahme Sachdarstellung: Im Zuge der Zusammenlegung des Jugendamtes und des Amtes für Soziales zum Amt für Soziales und Jugend wurden die strukturellen Voraussetzungen geschaffen, Präventionsketten in Düsseldorf künftig lebensphasenübergreifend auszurichten. Die gebündelte fachliche Expertise ermöglicht es, bestehende Ansätze weiterzuentwickeln und zu einer integrierten Gesamtstrategie zusammenzuführen. Ziel der Fortschreibung ist es, die Präventionskette als tragende Struktur einer nachhaltigen sozialen Infrastruktur zu etablieren. Prävention soll dabei alle Altersgruppen und Lebenslagen in den Blick nehmen und kontinuierlich über den gesamten Lebensverlauf hinweg wirken. Im Mittelpunkt steht der Anspruch, Bürger*innen frühzeitig, bedarfsgerecht und möglichst wohnortnah zu unterstützen sowie gesellschaftliche Teilhabe zu sichern. Gleichzeitig leistet die Präventionskette einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung und Reduzierung von Armutsfolgen. Ein besonderer Fokus liegt weiterhin auf der frühzeitigen Unterstützung von Familien, insbesondere in der sensiblen Phase rund um Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit nach der Geburt. Durch die Angebote der Frühen Hilfen werden Eltern ressourcenorientiert begleitet, elterliche Kompetenzen gestärkt und stabile Entwicklungsbedingungen für Kinder geschaffen. Dieser präventive Ansatz wird im weiteren Lebensverlauf fortgeführt und mit bestehenden Programmen und Angeboten verzahnt, um gesundheitliche, soziale und bildungsbezogene Chancen nachhaltig zu verbessern. Seite 2 Die Fortschreibung verfolgt darüber hinaus einen konsequent inklusiven und beteiligungsorientierten Ansatz. Ziel ist es, allen Menschen – unabhängig von individuellen Voraussetzungen oder Lebenslagen – eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Dazu gehört insbesondere der Abbau von direkten und indirekten Barrieren sowie die stärkere Berücksichtigung vielfältiger Lebensrealitäten in der Planung und Umsetzung von Angeboten. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird zudem die Bedeutung präventiver Ansätze für ein gutes und selbstbestimmtes Leben im Alter weiter gestärkt. Bestehende Netzwerke und Strukturen sollen dabei gezielt genutzt und weiterentwickelt werden, um bedarfsgerechte und quartiersnahe Unterstützungsangebote sicherzustellen. Dazu zählen insbesondere individuelle Beratungsangebote, altersgerechte Wohnformen, der Ausbau der pflegerischen Infrastruktur sowie Maßnahmen zur Entlastung und Stärkung pflegender An- und Zugehöriger. Die Steuerung der Präventionskette erfolgt im Rahmen einer integrierten Jugendhilfe- und Sozialplanung, die bestehende Angebote systematisch erfasst, Bedarfe analysiert und darauf aufbauend Maßnahmen entwickelt. Zur Unterstützung dieses Prozesses wurde die Präventionsdatenbank „Achtung.Kind.de“ als zentrales Instrument zum „Präventionsnavigator“ weiterentwickelt. Er ermöglicht die systematische Erfassung und Planung lebensphasenübergreifender Präventionsangebote und unterstützt zugleich Fachkräfte bei der zielgerichteten Recherche nach passenden Angeboten: https://duesseldorfer-praeventionsnavigator.de/ Prävention wird dabei als Querschnittsaufgabe verstanden, die nur durch eine enge Zusammenarbeit aller relevanten Akteure wirksam umgesetzt werden kann. Eine gesonderte Präventionskonferenz ist nicht vorgesehen. Stattdessen wird das Thema kontinuierlich in den zuständigen politischen Gremien sowie fachlichen Netzwerken behandelt und weiterentwickelt. Insgesamt markiert die Fortschreibung der Präventionskette einen wesentlichen Schritt hin zu einer stärker integrierten, nachhaltigen und sozialraumorientierten Präventionsstrategie. Sie trägt dazu bei, bestehende Angebote noch besser zu verzahnen, Versorgungslücken zu identifizieren und langfristig möglichst gleichwertige Lebensbedingungen für alle Bürger*innen schrittweise zu fördern. Anlagen: Präventionskonzept
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Title: Kommunale Strategie für Chancengerechtigkeit und soziale Teilhabe - Fortschreibung URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00585510.pdf Published Time: Thu, 30 Apr 2026 06:51:54 GMT Number of Pages: 12 Markdown Content: Düsseldorfer Präventions kette Düsseldorf Nähe trifft Freiheit Kommunale Strategie für Chancen- gerechtigkeit und soziale Teilhabe Fortschreibung Kurzüberblick Die Düsseldorfer Präventionskette wird fortgeschrieben und ausgeweitet – von einem Konzept für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 0 bis 27 Jahren (U27) hin zu einer kommunalen Gesamtstrategie für Menschen in allen Lebensphasen und jedem Lebensalter. Das Ziel: Chancengerechtigkeit und soziale Teilhabe für alle Düsseldorfer*innen. Die Fortschreibung basiert auf vier zentralen Bausteinen: 1. Digitale Präventionsdatenbank 2. Strukturierte Koordination und Gremienarbeit 3. Integrierte Präventionsplanung 4. Prävention als Querschnittsaufgabe > © iStock / benedek # Von U27 zur lebensbegleitenden Strategie Die Fortschreibung des vom Rat im Jahr 2020 verabschiedeten Präventions - konzepts U27 erfolgt im Rahmen der Zusammenlegung des Jugendamtes und des Amtes für Soziales zum Amt für Soziales und Jugend. Ziel ist es, eine altersübergreifende und lebenswelt - orientierte Präventionsarbeit systematisch weiterzuentwickeln und nachhaltig zu gewährleisten. Das Amt verfolgt den Ansatz, soziale Hilfen gebündelt anzubieten und Bür - ger*innen dort abzuholen, wo sie im Hilfesystem ankommen. Die Präven - tionskette dient dabei als integrierte Strategie, die darauf abzielt eine durch - gängige Begleitung über alle Lebens - phasen zu ermöglichen. Bedarfe werden alters- und lebenslagenübergreifend erfasst und Angebote quartiersbezogen adressiert. So werden neben Kindern, Jugend - lichen, jungen Erwachsenen und Familien auch weitere Zielgruppen ein - bezogen, um bestehende Lücken in der Angebots- und Versorgungslandschaft zu schließen. Besonders im Fokus stehen benachteiligte Bevölkerungsgruppen, ältere Menschen sowie Menschen mit Beeinträchtigungen. Die Erweiterung der Präventionskette entspricht dem Leitbild des Amtes für Soziales und Jugend: Wir. Gemeinsam. In Düsseldorf. Lebens- und Entwicklungschancen eröffnen. Weiterhin zielt die Präventionskette auch auf die Abmilderung von drohen - den oder verfestigten Armutsstrukturen sowie deren Folgen ab. Ein zentraler Bestandteil des kommunalen Nach - haltigkeitsprozesses 1 ist daher das vom Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beschlossene Handlungsfeld Bekämp - fung von Armutsfolgen , das vom Amt für Soziales und Jugend koordiniert wird. Im Schwerpunkt geht es dabei um: • Bedarfsgerechte Planung und Weiter - entwicklung der sozialen Infrastruktur • Umsetzung konkreter Angebote, um Armut präventiv zu begegnen, Armutsfolgen zu mildern und gesell - schaftliche Teilhabe zu fördern Die Präventionskette stellt ein integriertes Handlungskonzept dar und ist fest in die bestehenden Gremien- und Koopera - tionsstrukturen der Landeshauptstadt eingebunden. Dabei arbeiten Fach ämter, freie Träger, weitere Organisationen sowie Politik eng zusammen. Dies gilt auch für bestehende Gremien- und Koopera - tionsstrukturen. Hier ist unter anderem die integrierte Quartiersentwicklung Zu - kunft Quartier.Düsseldorf zu nennen. > 1Die Handlungsfelder der Nachhaltigkeit sind die strategischen Eckpunkte für eine nachhaltige Entwicklung > in Düsseldorf. Der Rat hat 2022 zwölf Handlungsfelder als Säulen des Nachhaltigkeitsprozesses der Landes - > hauptstadt beschlossen. Die Handlungsfelder umfassen ökologische, soziale, ökonomische und gesellschaftliche > Nachhaltigkeitsthemen und geben einen Überblick über den Düsseldorfer Beitrag zur Umsetzung der 17 inter - > nationalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals - SDGs) der Agenda 2030. © iStock / gece33 Warum diese Fortschreibung? Das Amt für Soziales und Jugend vereint die fachliche Expertise verschiedener Ressorts unter einem Dach – ideal für die Entwicklung und Umsetzung ganz - heitlicher Präventionsansätze. Dadurch kann Prävention alters- und lebensla - genübergreifend geplant werden, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Durch die kommunale Daseinsvorsorge übernimmt die Stadt Düsseldorf Verant - wortung für die Etablierung von Präven - tionsstrukturen. Die Präventionskette wird zur tragenden Struktur für chancengerechte Teilhabe. # Grundsätze und Ziele • Chancengerechtes Aufwachsen sowie ein möglichst gleichberechtigtes Leben für alle Bürger*innen • Armutsprävention und Abmilderung von Armutsfolgen • Nachhaltige und quartiersnahe Unterstützung • Kontinuierliche Begleitung durch die Le bensphasen • Partizipation, Inklusion und Teilhabe als Querschnittsthemen • Identifikation von Lücken in der Präventionskette und deren Schließung durch eine träger-, ämter- sowie fachübergreifende Zusammenarbeit Zielgruppen und Lebenslagen > © iStock / SDI Productions > © iStock / mihailomilovanovic Schwangerschaft und Geburt Ein Schwerpunkt der kommunalen Prä - ventionsstrategie liegt in der Begleitung und Unterstützung von werdenden Eltern während der Schwangerschaft, rund um die Geburt und im sogenannten „vierten Trimester“/Wochenbett. Diese Lebens - phase markiert einen besonders sen - siblen Übergang, in dem präventive und bindungsorientierte Unterstützung ent - scheidend zur gesunden Entwicklung des Kindes und zur Stabilisierung des gesam - ten Familiensystems beitragen kann. Das Netzwerk Frühe Hilfen setzt hier frühzeitig an, um werdende Mütter und Väter ressourcenorientiert zu begleiten, zu entlasten und Überforderungen vorzu - beugen. Neben medizinischer und psy - chosozialer Unterstützung geht es dabei auch um die Förderung der elterlichen Feinfühligkeit und Rollenfindung, die Stärkung der Selbstwirksamkeit sowie die Entwicklung einer tragfähigen, siche - ren Bindung zwischen Eltern und Kind. Durch gezielte Angebote werden Fami - lien so früh wie möglich erreicht. Ziel ist es, Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit danach als geschützten Entwicklungsraum zu gestalten, in dem Eltern in ihrer Kompetenz gestärkt und auf die neuen Lebensbedingungen vor - bereitet werden. Darüber hinaus werden in den Frühen Hilfen gezielt auch Väter in ihrer Rolle gestärkt und in Unterstützungsangebote einbezogen, um eine gemeinsame Eltern - schaft zu fördern und das gesamte Fami - liensystem nachhaltig zu stabilisieren. Frühe Hilfen verbinden in besonderer Weise Gesundheits- und Jugendhilfe und wirken im Sinne der kommunalen Präventionskette eng mit interdisziplinä - ren Netzwerken aus unterschiedlichen Professionen zusammen. Diese Koope - ration ermöglicht eine ganzheitliche, kontinuierliche Begleitung von Familien und trägt dazu bei, dass Kinder und Eltern von Beginn an bestmögliche Ent - wicklungsbedingungen erfahren. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene Kinder frühzeitig sowie ganzheitlich zu schützen und zu fördern, um ihnen ein chancengerechtes Aufwachsen zu ermöglichen, ist eine zentrale Aufga - be der Jugendhilfe. Die Jugendhilfe in Düsseldorf unterstützt Familien part - nerschaftlich und setzt dabei auf eine bewährte, familienfreundliche Infra - struktur sowie eine Vielzahl von prä - ventiven Programmen – etwa die Frü - hen Hilfen, kinderstark - NRW schafft Chancen sowie das Startchancen-Pro - gramm des Bundes. Zudem werden © iStock / whyframestudio regelmäßig umfangreiche Fachpla - nungen vorgelegt, wie beispielsweise der Kinder- und Jugendförderplan der Stadt Düsseldorf. Dieser beschreibt, wie Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unterstützt, beteiligt und gefördert werden, damit sie gute Le - bensbedingungen und gleiche Chancen in der Stadt haben. Präventive Maßnahmen gilt es so zu vernetzen und weiterzuentwickeln, dass körperliche und seelische Gesundheit, die Förderung der Erziehungskompe - tenzen, gleiche Bildungschancen und gesellschaftliche Teilhabe gleicherma - ßen gestärkt werden. Die Prävention soll Risikofaktoren frühzeitig mindern und Schutzfaktoren stärken – insbesondere durch die Förderung sozialer Integration und Resilienz. Dabei wird immer auch der Blick auf das Familiensystem und eine gute Zusammenarbeit im Hilfesys - tem gelegt. Die gezielte Stärkung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachse - nen ist besonders wichtig, weil gerade diese Lebensphasen entscheidend für die persönliche, soziale und emotionale Entwicklung sind. Frühe Unterstützung kann verhindern, dass sich Benachtei - ligungen, gesundheitliche oder soziale Risiken verfestigen und später schwer - wiegender werden. Durch eine stabile Förderung werden die Weichen für ein selbstbestimmtes, gesundes und ge - sellschaftlich integriertes Leben gestellt. Die Investition in diese Zielgruppe trägt somit langfristig dazu bei, individuelle Lebensperspektiven zu verbessern und soziale Ungleichheiten abzubauen – was wiederum der gesamten Gesellschaft zugutekommt. Die Servicestelle Partizipation und der Jugendrat spielen dabei in Düsseldorf eine zentrale Rolle, indem sie die aktive Beteiligung und Mitbestimmung der Ziel - gruppe sichern und so deren Bedürfnisse und Perspektiven in gesellschaftliche Entscheidungsprozesse einfließen lassen. Senior*innen Das Alter erfordert eine differenzierte Betrachtung, da es sich um eine lange, komplexe und vielfältige Lebensphase handelt. Soziale Rollen, Normen und Erwartungen sind dabei eng mit dem kalendarischen Alter verknüpft. Unab - hängig davon eröffnet das biologische Alter sowie die jeweilige Lebenssitua - tion unterschiedliche Möglichkeiten der Lebensgestaltung. Präventive Ansätze sollten in der Folge darauf abzielen, der individuellen Lebenslage gerecht zu werden. Die Erfolgsfaktoren von Präventionsket - ten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene können auch auf Präven - tionsketten im Alter übertragen werden. Die Einbeziehung älterer Menschen, beispielsweise durch den Seniorenrat, ist in Düsseldorf von großer Bedeutung. Ein beteiligungs- und lebensweltorien - tiertes Vorgehen bildet dabei die Grund - lage für wirksame Präventionsmaß - nahmen. Bestehende Netzwerke und © iStock / Drazen Zigic Angebote sollten genutzt sowie Lücken identifiziert und bestenfalls geschlossen werden, anstatt neue Strukturen von Grund auf zu schaffen. Die demografische Altersentwicklung stellt eine Herausforderung nicht nur für das Gesundheits-, sondern auch für das Sozialsystem sowie die Pflege dar. Daher soll das öffentliche Bewusstsein für die besondere Situation älterer Men - schen gestärkt werden. Die Grundlage dafür bildet eine fundierte Bestands - analyse, die sowohl aktuelle Bedarfe und Bedürfnisse der Menschen heraus - arbeitet (etwa über Bürger*innenbefra - gungen) und berücksichtigt, als auch objektive Daten wie kommunale Sozial - berichte oder amtliche Statistiken. Um Seniorenarbeit als kommunale Pflicht - aufgabe so aufzustellen, dass lokale Bedarfe gezielt berücksichtigt werden, sind kleinteilige Strukturen auf Stadt - teil- und Quartiersebene hilfreich und notwendig. Ein gutes und gesundes Älterwerden zu fördern wird als gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet. Der Aktionsplan Äl - ter werden in Düsseldorf zielt mit seinen vielfältigen Maßnahmen darauf ab, im Alter möglichst selbstbestimmt zu leben und aktiv am Gemeinschaftsleben teil - haben zu können. Ziel ist es, den Weg hin zu einer altersfreundlichen Kommu - ne weiter zu verfolgen. Daher hat sich die Stadtverwaltung entschlossen, dem globalen Netzwerk der Weltgesund - heitsorganisation Age-friendly Cities and Communities beizutreten. Menschen mit Behinderung Ein Ziel der Präventionskette besteht darin, die besonderen Lebensumstände, Herausforderungen und spezifischen Bedürfnisse von Menschen mit Behin - derungen stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Um soziale Isolation zu ver - meiden, Teilhabe zu fördern und damit die Lebensqualität zu verbessern, sollen Menschen mit Behinderungen aktiv in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens einbezogen werden. Inklusive Angebote und barrierefreie Zugänge sind dabei von großer Bedeutung. Eine inklusive Haltung innerhalb der Ge - meinschaft ist dafür grundlegend. Um Vorurteile abzubauen und ein größeres Verständnis zu fördern, ist Aufklärungs - arbeit über die Bedürfnisse und Rechte von Menschen mit Behinderungen not - wendig. Aufbau und Stärkung sozialer Netzwerke erfolgen häufig durch Frei - zeitangebote, gemeinschaftliche Projek - te oder Selbsthilfegruppen. Eine barrierefreie Umgebung, sowohl unter physischen als auch sozialen Aspekten, ist wichtig, um die Selbst - bestimmung von Menschen mit Beein - trächtigung zu ermöglichen und aktiv zu fördern. In Düsseldorf sind Men - schen mit Behinderung an kommunalen Entscheidungsprozessen beispielswei - se über den Behindertenrat und damit über die Lebensweltexpert*innen aktiv beteiligt. Ganzheitliches Inklusionsverständnis Inklusion im Sinne von Teilhabe am Leben in der Gesellschaft geht über reine Barrierefreiheit hinaus und bezieht sich nicht nur auf Menschen mit Be - hinderung. Wir leben in einer diversen Gesellschaft: Diversität kann sich auf die kulturelle Herkunft, den religiösen Hintergrund, die geschlechtliche Orien - tierung, die Geschlechteridentität, auf körperliche und/oder psychische Be - einträchtigung beziehungsweise unter - schiedliche Lebenslagen beziehen. Verschiedene Exklusionsfaktoren wie etwa Armut können Teilhabe in ver - schiedenen Lebensbereichen einschrän - ken oder gar verhindern. Unser Verständnis von Inklusion geht über die traditionelle Erwartung der ge - sellschaftlichen Anpassung hinaus, die jahrzehntelang als selbstverständlich galt. Es geht darum, eine Stadtgesell - schaft zu schaffen, in der alle Menschen gleichberechtigt teilhaben können. Sowohl direkte Barrieren (zum Bei - spiel bauliche Gegebenheiten) als auch indirekte Barrieren (wie Sprache und Ansprache) sowie Erfahrungen von Ausgrenzung müssen identifiziert und abgebaut werden, um Vielfalt zu ermög - lichen. > © iStock / frantic00 # Vier Bausteine der Fortschreibung 1. Digitale Präventionsdatenbank In der durch das Amt für Soziales und Jugend entwickelten Online-Daten - bank AchtungKind werden bisher für Fachkräfte alle Präventionsangebote erfasst, die sich an Düsseldorfer Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und (werdende) Eltern richten. Da Prävention künftig alters- und lebenslagenübergrei - fend geplant wird, ist eine schrittweise Erweiterung und N

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Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen JHA/044/2026