Informationsvorlage Aktenzeichen SPOA/049/2026

Konzeptentwicklung Sportangebote für Kinder und Jugendliche aus Stadtteilen mit besonderen Herausforderungen

Ein Sachstandsbericht der Verwaltung zur Kenntnisnahme.

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
1Dokument 10. Juni 2026veröffentlicht

Worum es geht

Der Auszug beschreibt den Stand der Vorlage zum angegebenen Datum, nicht notwendigerweise den heutigen Stand.

Aus „Sachdarstellung“

Konzeptentwicklung Sportangebote für Kinder und Jugendliche aus Stadtteilen mit besonderen Herausforderungen Inhaltsverzeichnis 1.) Auftrag 2.) Lösungsvorschlag 2.1.) Lebenswelten (Sozialkontexte) von Kindern und Jugendlichen 2.2.) Netz der Bewegungs- und Sportförderung 2.3.) Handlungsbedarfe, Maßnahmen und Angebote 3.) Zusammenfassung 1.) Auftrag: Die Verwaltung wurde mit folgendem Antrag von den Ratsfraktionen CDU und Bündnis 90/Die Grünen im Sportausschuss vom 06.11.2024 beauftragt ein Konzept zur Entwicklung von niedrigschwelligen Sportangeboten zu entwickeln.

Weitere Einordnung im Original: Aus „Antrag“

Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept zur Entwicklung von niedrigschwelligen Sportangeboten für Kinder und Jugendliche in Stadtteilen mit besonderen Herausforderungen zu entwickeln, mit dem Ziel einer erhöhten Teilhabe dieser Gruppe an einer Sportausübung.

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 10. Juni 2026. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

Themen

Vorgang · SPOA/049/2026

Unterlagen und Sitzungsverlauf

Die amtlichen Unterlagen und eindeutig verknüpften Sitzungstermine stehen gemeinsam auf dieser Seite. Ein Sitzungstermin allein belegt noch keinen Beschluss.

Der Verlauf wird automatisch anhand amtlicher Verknüpfungen zusammengestellt.

Die belegten Schritte

So entwickelt sich der Vorgang

  1. Ursprüngliche Vorlage

    Informationsvorlage · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  2. Sitzung · TOP 9

    Sportausschuss. Amtlicher Vermerk: „zur Kenntnis genommen“.

Gezeigt werden amtlich verknüpfte Unterlagen und Termine. Dateidatum und Sitzungsdatum können voneinander abweichen. Eine Kenntnisnahme oder beantwortete Anfrage ist noch kein Umsetzungsbeschluss.

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Title: Informationsvorlage URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00589375.pdf Published Time: 2026-06-16T13:27:00.000Z Number of Pages: 6 Markdown Content: SPOA/049/2026 X öffentlich nicht öffentlich # Informationsvorlage Betrifft: Konzeptentwicklung Sportangebote für Kinder und Jugendliche aus Stadtteilen mit besonderen Herausforderungen Fachbereich: 52 - Sportamt 51 – Amt für Soziales und Jugend 40 – Amt für Schule und Bildung Dezernentin / Dezernent: Stadtdirektor Burkhard Hintzsche Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität Sportausschuss 01.07.2026 - Sachdarstellung: Konzeptentwicklung Sportangebote für Kinder und Jugendliche aus Stadtteilen mit besonderen Herausforderungen Inhaltsverzeichnis 1.) Auftrag 2.) Lösungsvorschlag 2.1.) Lebenswelten (Sozialkontexte) von Kindern und Jugendlichen 2.2.) Netz der Bewegungs- und Sportförderung 2.3.) Handlungsbedarfe, Maßnahmen und Angebote 3.) Zusammenfassung 1.) Auftrag: Die Verwaltung wurde mit folgendem Antrag von den Ratsfraktionen CDU und Bündnis 90/Die Grünen im Sportausschuss vom 06.11.2024 beauftragt ein Konzept zur Entwicklung von niedrigschwelligen Sportangeboten zu entwickeln. Antrag: Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept zur Entwicklung von niedrigschwelligen Sportangeboten für Kinder und Jugendliche in Stadtteilen mit besonderen Herausforderungen zu entwickeln, mit dem Ziel einer erhöhten Teilhabe dieser Gruppe an einer Sportausübung. Auf bestehende Strukturen wie „Fortuna bewegt“ oder die SportActionBusse soll zurückgegriffen werden. In die Konzepterstellung werden neben dem Sportamt das Seite 2 Jugendamt, das Amt für Schule und Bildung sowie außerschulische Bildungsträger, der Stadtsportbund, lokale Sportvereine und weitere sinnvolle Akteure eingebunden. Für die Erstellung des Konzepts werden in den Haushalt 2025 30.000 EURO eingestellt. Begründung: Kinder und Jugendliche in Stadtvierteln mit besonderen Herausforderungen werden unterdurchschnittlich durch das bestehende Sportangebot erreicht. Hierdurch profitieren sie weniger von den Vorzügen einer Sportausübung für die Gesundheit, die körperliche und psychische Entwicklung sowie die soziale Einbindung. Daher ist es das Ziel der Ratsfraktionen von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN den Zugang zu regelmäßigen Sportangeboten von Kindern und Jugendlichen in benachteiligten Stadtvierteln zu erhöhen und ihnen damit gleiche Teilhabechancen zu eröffnen. Das Angebot reiht sich damit in die Düsseldorfer Präventionskette ein. Hierfür wird das Sportamt beauftragt, ggf. unter Heranziehung einer externen Beratung, ein Konzept zu entwickeln, was auf bestehenden Strukturen und beteiligten Akteuren aufbaut. 2.) Lösungsvorschlag: Konzept „Lücken identifizieren – Lücken schließen“ Für die Konzeptentwicklung stellt sich folgende Kernfrage: Fallen Kinder und Jugendliche in Düsseldorf überhaupt durch das gute und engmaschige Netz der Bewegungs- und Sportförderung und wenn ja, wie werden die Kinder und Jugendlichen erreicht und wie können diese in der Folge unterstützt werden? Um die Frage zu beantworten, werden zunächst die Lebenswelten (Sozialkontexte) der Kinder und Jugendlichen sowie deren Versorgung mit Bewegungs- und Sportförderangeboten innerhalb der Lebenswelten in Düsseldorf betrachtet (2.1.). Danach wird geprüft, ob Kinder und Jugendliche durch das Netz der Bewegungs- und Sportförderung fallen, wo es „Versorgungslücken“ (2.2.) gibt und welche Handlungsbedarfe (2.3.1.) sich daraus ableiten lassen. In der Folge werden Ideen für Maßnahmen und Angebote (2.3.2.) aufgezeigt, die noch nicht konkret benannt werden können, weil diese passgenau sein sollen und sich an den individuellen Bedarfs- und Bedürfnissituationen orientieren sollen. 2.1.) Lebenswelten (Sozialkontexte) von Kindern und Jugendlichen Kinder und Jugendliche wachsen nicht in nur einem Umfeld, sondern in mehreren sogenannten Lebenswelten bzw. „Sozialisationskontexten“ auf. Wesentliche Lebenswelten sind die Familie, die Kita bzw. Schule, der Freundeskreis und Vereine. Dazu zählen primär Sportvereine, aber auch andere Vereine, kirchliche Jugendgruppen oder auch Musikgruppen/Orchester o.ä., das Wohnumfeld/das Quartier, die digitale Lebenswelt (Medienwelt), Jugendfreizeiteinrichtungen und offene Treffs (OT) sowie andere offene und niedrigschwellige Angebote, wie mobile Sportangebote. Im 24-Stunden-Tagesverlauf verbringen Kinder und Jugendliche den größten Teil ihrer Zeit in der privaten Lebenswelt, also vor allem in der Familie bzw. ihrem Zuhause. Einen großen Teil verbringen sie dabei mit Schlafen, Essen, Familieninteraktionen, Freizeit und Mediennutzung. Einen weiteren großen Zeitblock nimmt je nach Betreuungsform die Kita bzw. die Schule, inklusive Hausaufgaben und Ganztagsangeboten ein. Oft ist der verbleibende Zeitraum für Freizeit in Vereinen, Jugendfreizeiteinrichtungen oder offen gestaltet, mit oder ohne Freunden dann gar nicht mehr so umfangreich. Zu den Lebenswelten Kita, Schule, Sportvereine und Freizeiteinrichtungen lassen sich gute Angaben machen. 2.1.1.) Lebenswelt Kita In Düsseldorf gibt es (Stand März 2026) 391 Kitas, von denen 248 im Kita-Navigator für sich den Schwerpunkt Bewegung (63%) angeben. Der Schwerpunkt Bewegung ist damit der deutlich am häufigsten benannte Schwerpunkt in den Kitas. Bewegung ist in allen Kitas ein integraler Bestandteil und als Bildungsbereich gemäß der Bildungsgrundsätze NRW fest verankert. Acht Häuser des Kindes (HdK) sind GGW-zertifiziert Seite 3 (Gemeinsam.Gesund.Wachsen. (GGW) - Gesundheitsorientierte Qualifizierung und Zertifizierung für Familienzentren und Kindertagesstätten). Sechsundzwanzig Einrichtungen haben das Qualitätssiegel „Anerkannter Bewegungskindergarten der Sportjugend NRW“. Weiterhin erwähnenswert sind zum Beispiel Programme wie das Kita Bewegungscamp (KBC), Fortuna Bewegt und Wasserspaß in der Kita. 2.1.2.) Lebenswelt Schule Im Schuljahr 2025/26 gibt es in Düsseldorf 87 städtische Grundschulen, darunter 33 Startchancen-Schulen. Drei Grundschulen sind Familiengrundschulzentren mit zusätzlichen Familien- und Gesundheitsangeboten. Alle Düsseldorfer Grundschulen haben Ganztagsangebote. Ab dem Schuljahr 2026/27 steht zudem jedem Düsseldorfer Grundschulkind ein Ganztagsplatz zur Verfügung. Zahlreiche Ganztagsangebote sind Bewegungsangebote. Seit der Einführung des schulischen Ganztags koordiniert der Stadtsportbund Düsseldorf alle Sport- und Bewegungsangebote im Ganztag der Grundschulen. Im Schuljahr 2025/2026 werden insgesamt 625 verschiedene sportliche Bildungsangebote mit ca. 60.000 Unterrichtseinheiten in den Grundschulen durchgeführt. Es gibt sieben Förderschulen in städtischer Trägerschaft, von denen sechs auch die Sekundarstufe I beinhalten. Bei den weiterführenden Schulen gibt es in städtischer Trägerschaft, sieben Hauptschulen, 14 Realschulen, sieben Gesamtschulen und 19 Gymnasien. Von diesen Schulen sind alle Hauptschulen, vier Gesamtschulen und zwei Realschulen Startchancen-Schulen. Fünf weiterführende Schulen haben einen sportorientierten Schwerpunkt. Alle Gesamtschulen, vier Hauptschulen, vier Förderschulen, vier Realschulen und acht Gymnasien werden im gebundenen Ganztag geführt. Einige kooperieren in der Sekundarstufe I im Rahmen von Ganztagsangeboten mit dem Stadtsportbund zur Förderung von Bewegung, Sport und Gesundheit. In Düsseldorf gibt es zehn Berufskollegs in städtischer Trägerschaft. Zwei Berufskollegs sind mit den sogenannten Ausbildungsvorbereitungsklassen Startchancen-Schulen. Zwei Berufskollegs in städtischer Trägerschaft bieten Sport und Bewegung als Schwerpunkte in ihren Bildungsgängen an. Mit dem Programm „Startchance Bewegung“ werden zusätzliche Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote an Startchancen-Schulen gefördert. Die Angebote finden ergänzend zum regulären Unterricht statt und können so Schüler*innen erreichen, die solche Angebote in ihrer Freizeit nicht in Anspruch nehmen. 2.1.3.) Lebenswelt Sportverein Düsseldorf verfügt über breit aufgestellte und vielfältige Düsseldorfer Sportvereine, die ein attraktives und hochwertiges Angebot an Sport- und Bewegungsaktivitäten für alle Altersgruppen und Leistungsklassen anbieten. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen in den Sportvereinen ist von 47.617 im Jahr 2020 auf 56.060 im Jahr 2025 angestiegen (+17,7%). Der Organisationsgrad der Kinder und Jugendlichen (Verhältnis von Vereinsmitgliedschaften zur Gesamteinwohnerzahl) stieg im gleichen Zeitraum von 46,9% auf 55,2%. Einunddreißig Sportvereine sind als Kooperationspartner mit Sport- und Bewegungsangeboten im Ganztag der Grundschulen aktiv und ermöglichen einfache Übergänge in den klassischen Vereinssport. An mittlerweile neun Standorten im Stadtgebiet bieten Sportvereine eine sportbetonte Ganztagsbetreuung im Anschluss an den Unterricht für Grundschulkinder im Rahmen der „Bewegten Schulkindbetreuung“ (BSKB) an. Die BSKB wird auch im neu entwickelten Ganztagskonzept fortgeführt und weiterentwickelt. 2.1.4.) Lebenswelt Freizeiteinrichtungen In Düsseldorf gibt es 75 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen (JFE), davon 39 in freier und 36 in städtischer Trägerschaft. Sie bieten Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis 27 Jahren vielfältige Angebote im handwerklichen, sportlichen, kulturellen und kreativen Bereich. Von den 75 Einrichtungen haben 31 Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen den Schwerpunkt Sport und Gesundheit, was rund 41% entspricht. Unabhängig vom ausgewiesenen Schwerpunkt gehören Sport und Bewegung zum festen Bestandteil der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Seite 4 In allen Stadtbezirken werden regelmäßig offene Angebote organisiert, die von der Zielgruppe breit genutzt werden. Dazu zählen unter anderem offene Fußball- und Basketballangebote, Calisthenics- und Fitnessformate sowie Tanz- und erlebnisorientierte Bewegungsangebote. Ergänzt wird dies durch mobile JFE (zum Beispiel Sportactionbus) und Spielmobile, die zusätzliche Zugänge im Sozialraum schaffen. An mittlerweile neun Standorten im Stadtgebiet bieten Sportvereine eine sportbetonte Ganztagsbetreuung an. Hervorzuheben sind zudem fünf offene Nachtsportangebote, die insbesondere für ältere Jugendliche attraktive Bewegungsräume in den Abendstunden bieten. Übersicht der Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen in Düsseldorf: https://www.duesseldorf.de/kiju/freizeiteinrichtungen Übersicht der Einsatzorte der mobilen Einrichtungen: https://umap.openstreetmap.fr/de/map/mobile-angebote-dusseldorf_1190341#16/51.222274/6.813347 2.2.) Netz der Bewegungs- und Sportförderung Fallen Kinder und Jugendliche durch das Netz der Bewegungs- und Sportförderung, gibt es „Versorgungslücken“? Trotz der guten Versorgung an Sport- und Bewegungsförderung gilt es zu prüfen, ob es „Versorgungslücken“ gibt und ob Kinder und Jugendliche durch das Netz fallen. Dann muss untersucht werden, welche Kinder und Jugendliche aus welchen Gründen durch dieses Netz fallen. 2.2.1.) Wie werden Kinder und Jugendliche identifiziert, die durch das Netz fallen? CHECK`D untersucht seit 2003 flächendeckend alle Kinder in verschiedenen Altersstufen und hat zumindest bundesweit die beste Datenlage zur motorischen Fitness von Kindern. Pro Jahr werden Daten von über 15.000 sportmotorisch getesteten Kindern (Vorschulalter, 2. Klasse, 5. Klasse) im Rahmen von CHECK`D erhoben und ausgewertet. Seit über 20 Jahren zeigt sich eine gleichbleibend ausreichend gute bis sehr gute Fitness bei 90% der Kinder. Seit Einführung des CHECK`D ist ein Rückgang von Übergewicht und Adipositas von ca. 19% auf unter 12% zu verzeichnen. Die Schwimmfähigkeit ist in Düsseldorf ebenfalls sehr gut. In allen Bereichen zeigt sich aber der klare Zusammenhang zur sozialen Belastung. Dennoch fallen Kinder durch das Raster. Aus dem Kreis der teilnehmenden Kinder an den sportmotorischen Untersuchungen können die Kinder mit einem entsprechenden Handlungsbedarf identifiziert werden. Bei Kindern ohne Einverständnis zur Auswertung können aber keine Aussagen zum Handlungsbedarf getroffen werden und bei Kindern ohne Angaben im ergänzenden Fragebogen können nur bedingte Aussagen getroffen werden. Die Einverständnisquote ist bei sportaffinen und bildungsnahen Familien höher. Die sportmotorische Leistung ist nicht mit einem aktiven Sporttreiben gleichzusetzen. Sporttreiben wird im Fragebogen nicht abgefragt, sondern nur die Vereinszugehörigkeit. Aus diesen Gründen ist es schwierig, genau die Kinder zu identifizieren, bei denen ein Handlungsbedarf besteht. Testunabhängig kann es daher erforderlich sein, bei den Fachkräften der Schulen, Kitas und Freizeiteinrichtungen Bedarfe für Förderangebote datenschutzkonform abzufragen. Benennen die Institutionen Förderbedarfe, macht es Sinn genau dort passgenaue Angebote zu installieren. Wobei auch hier zu beachten ist, dass eine quantitative Bedarfssituation nicht gleichzusetzen ist mit einer qualitativ-inhaltlichen. Es ist durchaus denkbar, dass sich sehr heterogene Förderbedarfe und Bedürfnisse zeigen werden. Perspektivisch könnte geprüft werden, ob die Schüler*innen-Datenreporte vom Regionalen Bildungsbüro dabei helfen können, Schulen mit besonderen Bedarfen zu identifizieren. 2.2.2.) Wie können alle Kinder und Jugendliche erreicht werden? Um die identifizierten Kinder und Jugendlichen mit Angeboten erreichen zu können, kann es erforderlich sein, neu zu denken. Im einfachsten Fall kann es ausreichen, die Anzahl an bestehenden Angeboten auszubauen. Weiterhin kann es notwendig sein, externe best practice Beispiele zu recherchieren und in Düsseldorf zu installieren. Trotz aller Vielfalt und Seite 5 Menge an Angeboten, wird es aber auch Kinder und Jugendliche geben, die hierdurch nicht zu erreichen sind. In diesem Fall muss man neu und kreativ denken. Prof. Dr. Tim Bindel bringt dies sehr passend auf den Punkt: „Veganer*innen lockt man nicht an den Tisch, indem man den Zugang zum Fleisch verbessert“ und erklärt dies anschaulich: „Die Ungleichheit wird zwar erkannt, aber eine vermehrte und besondere Hinwendung zur benachteiligten Klientel wird nur selten bedingungslos argumentiert. Der erste Impuls ist in den meisten Fällen: Wir belassen alles so, wie es ist, sorgen aber dafür, dass wir alle dazu etwas deutlicher einladen. Das Buffet des Sports bleibt also inhaltlich gleich, wir vergrößern es nur und machen mehr Werbung dafür. Wir sprechen in Kitas und Schulen mehr Kinder an, investieren in Projekte, mit denen zum Beispiel Fußball in den herausfordernden Sozialraum kommt, helfen mit dem Aufbau von Netzwerken und bauen mehr Sportplätze. Das kann zu mehr Zulauf führen. Das kann neue Kinder in den Kin

Auszug – das vollständige Dokument ist über den Original-Link verfügbar.

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen SPOA/049/2026