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SCHUA/004/2025
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Informationsvorlage
Betrifft:
Nachhaltig in Düsseldorf - Handlungsfeld Lebenslanges Lernen und Kultur für
nachhaltige Entwicklung (BNE)
Fachbereich:
40 - Amt für Schule und Bildung
Dezernentin / Dezernent:
Stadtdirektor Burkhard Hintzsche
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Schulausschuss 14.01.2025 Kenntnisnahme
Jugendhilfeausschuss 15.01.2025 Kenntnisnahme
Ausschuss für Umwelt-,
Klima- und Verbraucherschutz
16.01.2025 Kenntnisnahme
Sachdarstellung:
Die zwölf vom Rat beschlossenen Handlungsfelder sind die Pfeiler der strategischen
Eckpunkte für nachhaltige Entwicklung in Düsseldorf.
Für das Handlungsfeld „Lebenslanges Lernen und Kultur für nachhaltige Entwicklung
(BNE)" ist das Amt für Bildung und Schule handlungsfeld-koordinierend. Ziel des
Handlungsfeldes ist die Bildung für nachhaltige Entwicklung strukturell bei
Bildungsangeboten und Bildungseinrichtungen zu verankern.
Es folgt eine Übersicht über die derzeitigen Aktivitäten in diesem Handlungsfeld.
Auf die Informationsvorlagen „Bildung für nachhaltige Entwicklung"
(SCHUA/074/2022 und SCHUA/092/2023) wird Bezug genommen.
Nationale Auszeichnung Bildung für nachhaltige Entwicklung
Neben dem bestehenden Schulnetzwerk "Bildung für nachhaltige Entwicklung" und
die Gründung des BNE-Kitanetzwerkes ist das Thema „Bildung für nachhaltige
Entwicklung (BNE)" in mehr als einem Bildungsbereich etabliert. Somit lag die
Grundvoraussetzung für die Bewerbung bei der UNESCO als BNE -Kommune vor.
Am 28. Juni 2024 erhielt die Stadt Düsseldorf die Nationalen Auszeichnung der
UNESCO „Bildung für nachhaltige Entwicklung: die globalen Nachhaltigkeitsziele
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verwirklichen (BNE 2030)" für ihre zahlreichen Aktivitäten und Initiativen im Rahmen
der Bildung für nachhaltige Entwicklung.
(Auszeichnungslogo)
Die Auszeichnung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
und die Deutsche UNESCO-Kommission würdigt das andauernde Engagement der
Stadt für nachhaltige Bildungsangebote und die Einbindung der globalen
Nachhaltigkeitsziele. Die Auszeichnung macht darüber hinaus das Engagement über
die Stadtgrenzen hinaus öffentlich noch sichtbarer, ist ein Beispiel für
zukunftsfähiges kommunales Handeln und bekräftigt das Engagement der
Landeshauptstadt für die Unterstützung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten
Nationen. Die Auszeichnung wird für zwei Jahre verliehen.
https://www.unesco.de/themen/bildung/globale -bildungsagenda/
BNE in der Frühkindliche Bildung
Unter der Koordination des Regionalen Bildungsbüros organisiert eine ämter- und
trägerübergreifende Steuerungsgruppe (Vertreter*innen des Amtes für Umwelt - und
Verbraucherschutz, der Träger der freien Jugendhilfe, des Amtes für Soziales und
Jugend sowie des Amtes für Schule und Bildung), die in diesem Jahr das BNE-Kita-
Netzwerk gegründet hat. Eine Befragung der 45 Kindertageseinrichtungen, die dem
Netzwerk beigetreten sind, ergab folgende Wünsche und Bedarfe:
Informationen zu aktuellen Projekten, Themen oder Programmen
Praxisnahe und umsetzbare Impulse und A nregungen
Finanzierung von Projekten, Angebote zur Fort- und Weiterbildung,
Anregung Öffentlichkeitsarbeit, Elternarbeit
Austausch und Vernetzung mit anderen Kitas, Projekte im Stadtteil oder mit
Familien
Bepflanzung von Hochbeeten, Pflanzhilfe und pflegeleichte Nutzung,
Gemüseanbau, spannende Orte fürs Lernen in der Natur, Waldpädagogik
Auf Grund dieser Rückmeldungen organisierte die Steuerungsgruppe bereits das
zweite Netzwerktreffen. Projektideen vom Eine Welt Forum Düsseldorf e.V. und zdi
MINT Netzwerk wurden vorgestellt sowie Anregungen durch einen Impulsvortrag
zum Thema „BNE mit Familien in der Kita gestalten" (Frau Sabrina Holthausen;
Innowego Forum Bildung für Nachhaltigkeit e.G) zur Elternarbeit gegeben.
Um Bildung für nachhaltige Entwicklung strukturell stärker zu verankern, ist im
Schulausschuss am 04.05.2021 (SCHUA/065/2021) durch die Politik beschlossen
worden, dass notwendige zusätzliche Mittel aus dem zentral beim Amt für Umwelt -
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und Verbraucherschutz etatisierten Ansatz von 60 Mio. Euro für den Klimaschutz
umgestellt werden können. Das Amt für Schule und Bildung hat für das Jahr 2024
50.000 Euro erhalten, um den beteiligten Kitas kostenfreie Bildungsangebote zu
ermöglichen. Zurzeit werden Bildungsanbieter*innen akquiriert.
BNE in der Schulische Bildung
Das Netzwerk „BNE - Düsseldorfer Netzwerk für nachhaltige Bildung " wurde 1999
für Schulen gegründet und besteht aktuell aus 70 Schulen aller Schulformen. Die
Koordination erfolgt beim Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz.
Das Bildungsprogramm für Schüler*innen aller Düsseldorfer Schulen wird über die
Online-Suchmaschine um die „Zukunft gerecht zu gestalten" angeboten. Zurzeit sind
rund 225 Bildungsangebote verfügbar. Im Jahr 2024 wurden 1.300 Veranstaltungen
mit rund 22.000 teilnehmenden Schüler*innen und Lehrerkräfte durchgeführt.
Schwerpunkte der Veranstaltungen, die Düsseldorfer Schulen kostenlos zugänglich
sind, sind der Klimaschutz sowie die Themen Ernährung und Naturschutz.
(https://www.duesseldorf.de/nachhaltigkeit/bne)
Bereits zum dritten Mal fand ein BNE-Lab (Innovationswerkstatt) statt. Dies wurde in
Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung und dem Ministerium organisiert und fand
im November an der Carl-Benz-Realschule statt. Mehr als 100 Lehrkräfte aus NRW
und Schüler*innen nahmen teil und entwickelten in Workshops konkrete Lösungen
zur Förderung von Partizipation und Nachhaltigkeit im Bildungsalltag.
In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für schulpraktische Lehrerausbil dung
Düsseldorf (ZfsL) bietet das BNE-Netzwerk zwei Ausstellungen an. Die Ausstellung
im ZfsL „Düsseldorf gestaltet Zukunft - BNE im Fokus: Nachhaltige
Bildungslandschaft" informiert die angehenden Lehrer*innen umfassend über die
BNE-Akteure der Stadt. Die Sustainable Development Goals -Ausstellung erklärt die
Nachhaltigkeitsziele anschaulich und ist auch für Schulen ausleihbar.
Weitere Projekte für Schulen:
Von 200 Millionen Schulheften in Deutschland pro Jahr ist nur jedes 10. aus
Recyclingpapier! Um das zu ändern hat die Stadt Düsseldorf im Schuljahr
2021 erstmalig das Pilotprojekt „Schuleigene Recyclinghefte" an einem Düsseldorfer
Gymnasium unterstützt. Lernziel des Projektes ist das Sensibilisieren der gesamten
Schulgemeinschaft für die BNE-Themen Ressourcenschutz, Kreislaufwirtschaft,
Recycling und nachhaltiger Konsum. Im Jahr 2024 wurde das Projekt "Schuleigene
Recyclinghefte" mit großem Erfolg weitergeführt. Zwölf Düsseldorfer Schulen
gestalten ihre eigenen, individuellen Schulhefte aus 100 Prozent Recyclingpapier, die
lokal in Düsseldorf produziert werden. Rund 30.000 dieser umweltfreundlichen Hefte
wurden an Schülerinnen und Schüler verteilt, um das Bewusstsein für einen
verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen zu stärken. Begleitende Workshops
zur Kreislaufwirtschaft und zur Bedeutung von Recyclingpapier vertiefen das Wissen
und fördern nachhaltiges Denken und Handeln im Schulalltag. Das Programm wird
organisatorisch vom BNE-Netzwerk begleitet und vom Amt für Umwelt und
Verbraucherschutz als Maßnahme des Klimaschutzkonzeptes der Stadt Düsseldorf
finanziert.
(www.duesseldorf.de/nachhaltigkeit/bne/projektbeispiele/recyclinghefte)
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Über 20.000 Exemplare der Comicreihe „Meine Entwicklung - unser Klima" des
preisgekrönten Düsseldorfer Kinderbuchautors Martin Balscheidt wurden an
Düsseldorfer Schulen verteilt. Die Geschichten richten sich an Kinder ab 6 Jahren und
bieten eine altersgerechte Führung an komplexe Themen und inspirieren Kinder zu
nachhaltigem Handeln. Dies wird durch Lehrmaterialien ergänzt und durch das BNE -
Schulnetzwerk der Stadt sowie die Stiftung Allianz unterstützt.
(www.duesseldorf.de/nachhaltigkeit/bne/aktuelles/aktuelles-
detailseite/newsdetail/comicreihe-meine-entwicklung-unser-klima-fuer-
duesseldorfer-Schulen)
Projekte für Kindertagesstätten, Schulen sowie Kinder - und
Jugendfreizeiteinrichtungen
„mit ENERGIE gewinnen!"
Die Vermittlung von Wissen über schlaues Alltagsverhalten das Ressourcen spart und
die Hintergründe des Klimawandels spielen in diesem Projekt eine wichtige Rolle, da
nicht nur durch baulich-technische Herangehensweisen, sondern auch durch aktive
Verhaltensänderung Einsparungen bei Ressourcen erzielt werden. Um Düsseldorfer
Schulen und Kitas anzuregen in ihren Einrichtungen Wärme- und Heizenergie sowie
Wasser und das Abfallaufkommen zu reduzieren, erhalten die teilnehmenden
Einrichtungen in dem Projekt umfangreiche Unterstützung: Es werden jährliche Vor-
Ort-Beratungen in den teilnehmen Schulen und Kitas durchgeführt und verschiedene
Workshops für Lehrkräfte und Pädagog*innen sowie die Hausmeister*innen
angeboten. Zudem erhalten alle umfangreiche Begleitmaterialien in Form eines
Umwelthandbuches.
Im Jahr 2024 haben 47 Schulen (33 Grund - und Förderschulen, 14 Weiterführende
Schulen) und 20 Kitas am Programm teilgenommen und insgesamt 1.193 Tonnen
Treibhausgase eingespart. Es wurden Boni von insgesamt 110.925 Euro an die
Einrichtungen ausgezahlt.
http://www.duesseldorf.de/mit-energie-gewinnen
„Essbare Stadt"
Bis zu 400 Euro können für Gartenprojekte zum Anbau von essbaren Pflanzen
beantragt werden. Gefördert werden Pflanzen, Materialien und Werkzeuge.
Voraussetzungen hierfür sind:
Geeignete Fläche auf dem Einrichtungsgelände
Einbindung des Projektes in den Unterricht oder in den Alltag
Sicherung einer dauerhaften Betreuung auch in den Ferien
In 2024 wurden zwölf Schulen, elf Kindertageseinrichtungen und vier Kinder-
und Jugendfreizeiteinrichtungen mit insgesamt 8.500 € gefördert.
Auf Antrag wird ein komplettes Bio-Hochbeet zur Lebensmittelerzeugung in
Bio-Qualität inklusive Drainage, Erde und Samen zur Verfügung gestellt.
Voraussetzungen hierfür sind:
Bepflanzung mit ausschließlich essbaren Pflanzen
Einbindung des Projektes in den Unterricht oder in den Alltag
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Sicherung einer dauerhaften Betreuung auch in den Ferien
In 2024 haben acht Schulen, 23 KiTas und sechs Kinder- und
Jugendfreizeiteinrichtungen eins von insgesamt 72 Hochbeeten der Essbaren
Stadt erhalten.
(https://www.duesseldorf.de/nachhaltigkeit/aktuelles/essbare-stadt-duesseldorf)
Ausblick, weitere Schritte
Der Bereich der non-formalen und informellen Bildung ist im Vergleich zum formalen
Bildungssystem nicht in starren Strukturen verortet und bietet damit besondere
Chancen zur Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Hier gibt es eine Vielzahl weiterer wichtiger Partner*innen die ein bedarfsdeckendes,
vielfältiges Angebot sicherstellen.
Das Ziel besteht darin, sich intensiver mit Partner*innen wie Stadtbüchereien und
Volkshochschulen im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung zu vernetzen,
gemeinsame Potenziale zu identifizieren und die Zusammenarbeit zwischen den
formalen, non-formalen und informellen Bildungsbereichen weiter zu fördern.