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Title: 00562400.pdf
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00562400.pdf
Published Time: Tue, 11 Nov 2025 13:58:45 GMT
Number of Pages: 2
Markdown Content:
AGS/039/2025
X öffentlich nicht öffentlich
# Informationsvorlage
Betrifft:
Präventionskampagne gegen Einsamkeit im Alter „Gemeinschaft erleben –
Lebensfreude finden„
Fachbereich:
51 - Amt für Soziales und Jugend
53 - Gesundheitsamt
Dezernentin / Dezernent:
Stadtdirektor Burkhard Hintzsche
Beigeordneter Christian Zaum
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Ausschuss für Gesundheit und
Soziales 25.11.2025 Kenntnisnahme
Seniorenrat 28.11.2025 Kenntnisnahme
Behindertenrat 08.12.2025 Kenntnisnahme
Sachdarstellung:
Einsamkeit hat sich zu einem gesellschaftlich -strukturellen Thema entwickelt, bleibt
zugleich aber auch eins von individueller Betroffenheit.
Das Empfinden von Einsamkeit hängt von zahlreichen Faktoren ab, wie etwa dem
Einkommen, dem körperlichen Gesundhe itszustand oder einer pflegerischen
Abhängigkeit von anderen Personen. Aber auch die Pflege von An - und Zugehörigen,
die fortschreitende Digitalisierung sämtlicher Lebensbereiche sowie die Ausgrenzung
über die gesamte Lebensspanne hinweg, etwa auf Grund ei ner Behinderung oder
Zuwanderungsgeschichte, können zu einer sozialen Isolation im Alter führen.
Rund ein Viertel der Düsseldorfer*innen ist über 60 Jahre alt. Neben den aktiven,
sozial eingebundenen, mobilen und digital vernetzten Bürger*innen, gibt es
diejenigen, die sich subjektiv einsam fühlen. Chronische Einsamkeit gilt als
erwiesener Risikofaktor für körperliche und psychische Krankheiten.
Düsseldorf hält zahlreiche Angebote für ältere Menschen vor, welche die Möglichkeit
bieten mit anderen in Kontakt zu kommen, wie etwa die „zentren plus “ als
Begegnungsorte mit Freizeit - und Beratungsangeboten sowie
Informationsveranstaltungen. Dennoch gelingt es nicht, alle Menschen zu erreichen. Seite 2
Maßnahmen zur Förderung der Teilhabe von Menschen mit
Einsamkeit serfahrung
Um mehr Menschen mit Einsamkeitserfahrung zu erreichen und die
Gemeinschaft zu stärken, haben das Amt für Soziales und Jugend sowie das
Gesundheitsamt unter Beteiligung des Seniorenrates, des Behindertenrates und
des Düsseldorfer Netzwerks gegen Einsamkeit die Kampagne „Gemeinschaft
erleben – Lebensfreude finden“ aufgesetzt.
Die Planung und Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Amt für
Kommunikation und Düsseldorf Mark eting.
Ziel der Kampagne ist es zum einen, die Senior*innen mit Einsamkeitserfahrung zu
erreichen und Lösungswege aus der Einsamkeit aufzuzeigen. Zum anderen soll – das
häufig mit einem Tabu belegte Thema – in der Stadtgesellschaft sichtbar gemacht
und di e Öffentlichkeit sensibilisiert werden.
Vom 31.10. bis 26.10.2025 sowie vom 03.11. bis 09.11.2025 wurden im gesamten
Stadtgebiet zwei verschiedene Plakatmotive auf folgenden Werbeflächen ausgerollt:
Digitale City -Light -Poster
City -Light -Poster
Info -Scree ns
Roadside -Screens
Großflächen
Die beiden Plakatmotive zeigen jeweils eine Frau und einen Mann, die auf positive
Weise Gemeinschaft erleben. Die Plakate wurden mit der städtischen Telefonnummer
der Seniorenberatung versehen. Es sind bereits mehrere Anruf e eingegangen, die
eindeutig auf die Plakatkampagne zurückzuführen sind. Die Plakate wurden darüber
hinaus mit einem QR -Code versehen, der mit einer städtischen Internetseite
hinterlegt ist: Hier findet sich eine Übersicht über Düsseldorfer Angebote, die W ege
aus der Einsamkeit aufzeigen.
Zusätzlich ergänzen eine Social -Media -Maßnahme sowie ein Podcast die Kampagne,
um etwa ältere Menschen mit digitalen Kompetenzen bzw. An - und Zugehörige zu
erreichen.
Info -Postkarten we rden an Arztpraxen, Apotheken, Stad tbüchereien und weitere
Einrichtungen verteilt.
Die Präventionskampagne gegen Einsamkeit stellt eine von mehreren Maßnahmen
des Aktionsplans „Älter werden in Düsseldorf“ dar. Diese umfassende Strategie für
ein lebenswertes und selbstbestimmtes Leben im A lter stellt eine wesentliche
Ergänzung der bereits bestehenden Angebots - und Beratungsstrukturen dar.
Zudem ist die Kampagne in die Düsseldorfer Präventionskette eingebettet, der
integrierten kommunalen Handlungsstrategie, welche die kommunale Bedarfs - und
Bedürfnislage beachtet und gleichberechtigte Teilhabechancen fördert .