Informationsvorlage Aktenzeichen KUA/159/2024

Preisträgerinnen des Bernd-und-Hilla-Becher-Preises 2025

Ein Sachstandsbericht der Verwaltung zur Kenntnisnahme.

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
3Dokumente 5. November 2024veröffentlicht

Worum es geht

Der Auszug beschreibt den Stand der Vorlage zum angegebenen Datum, nicht notwendigerweise den heutigen Stand.

Aus „Sachdarstellung“

1. Kurzdarstellung Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf nimmt die Entscheidung des Preisgerichtes hinsichtlich der Verleihung des Bernd-und-Hilla-Becher-Preises 2025 gem. § 4 der „Bestimmungen über die Verleihung des Bernd-und-Hilla-Becher-Preises der Landeshauptstadt Düsseldorf ab dem Jahr 2022" zur Kenntnis.

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 5. November 2024. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

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KUA/159/2024 X öffentlich nicht öffentlich Informationsvorlage Betrifft: Preisträgerinnen des Bernd-und-Hilla-Becher-Preises 2025 Fachbereich: 41 - Kulturamt Dezernentin / Dezernent: Beigeordnete Miriam Koch Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität Kulturausschuss 28.11.2024 Kenntnisnahme Rat 12.12.2024 Kenntnisnahme Sachdarstellung: 1. Kurzdarstellung Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf nimmt die Entscheidung des Preisgerichtes hinsichtlich der Verleihung des Bernd-und-Hilla-Becher-Preises 2025 gem. § 4 der „Bestimmungen über die Verleihung des Bernd-und-Hilla-Becher-Preises der Landeshauptstadt Düsseldorf ab dem Jahr 2022" zur Kenntnis. Der mit 15.000 EUR dotierte Hauptpreis geht an Ursula Schulz -Dornburg. Der mit 5.000 EUR dotierte Förderpreis geht an Farah Al Qasimi. 2. Ausgangslage In Andenken an das international renommierte Düsseldorfer Künstler*innen und Fotograf*innen-Ehepaar Bernd und Hilla Becher sollen Persönlichkeiten, die sich um die Fotografie verdient gemacht haben, ein Fotokunstpreis der Landeshauptstadt Düsseldorf verliehen werden. Haupt- und Förderpreis werden alle zwei Jahre von der Landeshauptstadt Düsseldorf auf Vorschlag eines unabhängigen international besetzten Preisgerichtes durch den Oberbürgermeister verliehen. Der Hauptpreis ist mit 15.000 Euro dotiert und richtet sich an Künstler*innen, Theoretiker*innen, Kurator*innen sowie an Persönlichkeiten, die sich um die Fotografie sowie angrenzende Bereiche wie Film, Video und andere bildgenerierende Medien im Bereich der Kunst verdient gemacht haben. Der Förderpreis ist dotiert mit 5.000 Euro und richtet sich an Künstlerinnen und Künstler, die sich in ihrem Schaffen schwerpunktmäßig mit Fotografie, Bildmedien und Medienkunst auseinandersetzen. Der Jury 2022-2025 gehören neben Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, der Beigeordneten für Kultur und Integration Miriam Koch und Vertreter*innen der Politik Seite 2 und Verwaltung folgende Fachjuror*innen an: Max Becher, Künstler und Sohn von Bernd und Hilla Becher, Dr. Felix Krämer, Generaldirektor des Kunstpalastes, Alona Pardo, Head of Programmes der Arts Council Collection, UK in London, Florian Ebner, Leiter der fotografischen Abteilung des Centre Georges Pompidou in Paris, und Ute Mahler, Fotografin und Begründerin der Ostkreuzschule in Berlin. 3. Geplante Maßnahmen Die Preisverleihung ist für Mai 2025 geplant und wird durch das Begleitprogramm der „Bernd-und-Hilla-Becher-Preis-Woche" mit Ausstellungen, Filmvorführungen, Sammlungsbesuchen und Talks ergänzt. Anlagen: Anlage1_KUA-159-2024_Vorstellung_BHB-Preistraegerinnen2025 Anlage2_KUA-159-2024_Bestimmungen_Bernd -und-Hilla-Becher-Preis_2022_DE
Anlage1_KUA-159-2024_Vorstellung_BHB-Preistraegerinnen2025 als Text anzeigen
Anlage 1 - KUA 159/2024 Bernd-und-Hilla-Becherpreis 2025 Die Preisträgerinnen Hauptpreis Ursula Schulz-Dornburg Den mit 15.000 Euro dotierten internationalen Bernd -und Hilla-Becher-Preis 2025 erhält die 1938 geborene Ursula Schulz-Dornburg. Schulz-Dornburg zählt zu einer Generation von Fotografinnen, deren Werk vornehmlich erst in den vergangenen Jahren im deutschsprachigen Raum (wieder-)entdeckt worden ist. Sie lebt und arbeitet seit 1969 in Düsseldorf. Schulz- Dornburg verfolgt mit ihrer Arbeit ein kulturhistorisches anthropologisches Interesse, das sie mit der "Vertikalität der Zeit" beschreibt: gefundenem und ehemals Belebtem eine konzeptionelle und heutige Form zu geben wie auch ein anhaltendes Bewusstsein für Ressourcen gegenwärtig zu halten in menschlicher wie auch naturbezogener Weise. Die Jury war überzeugt von Ursula Schulz -Dornburgs langjährigem Werk und ihrer künstlerischen Artikulation in ihren dokumentarischen, politischen und poetischen Fotoarbeiten. Schulz- Dornburg studierte von 1959 bis 1960 Fotografie und Journalismus in München und entwickelte daraufhin autodidaktisch eine eigenständige Bildsprache, die in den formalen Aspekten der Isolierung von Bildelementen, der Reduktion, der Typologisierung und Beobachtung zahlreiche Parallelen zu den Arbeiten von Bernd und Hilla Becher aufweist. Wiederholt bereiste sie Länder wie Armenien, Kasachstan, Jemen, Syrien, Indonesien, den Irak, aber auch China, Nepal, Russland und die Türkei und dokumentierte dort landschaftliche Veränderungen und den Verfall eines politischen Systems. Schulz- Dornburg hatte in den letzten Jahren internationale Ausstellungen, unter anderem im Maison européenne de la photographie in Paris (2019/2020), im British Museum (2018), im Städel Museum in Frankfurt (2018) und im Tate Modern Museum in London (2013 und 2014). Förderpreis Farah Al Qasimi Den mit 5.000 Euro dotierten internationalen Bernd-und Hilla-Becher-Preis 2025 erhält die 1991 in Abu Dhabi geborene Künstlerin Farah Al Qasimi. Al Qasimi arbeitet hauptsächlich mit Fotografie, Video und Performance und untersucht postkoloniale Strukturen von Macht, Geschlecht und Geschmack in den arabischen Golfstaaten. Al Qasimi studierte 2012 Fotografie und Musik an der Yale University und erhielt 2017 ihren MFA an der Yale School of Art. Da sie ihre Zeit zwischen Dubai und New York aufteilt, sind Sozialkritik und die Beobachtung der vielschichtigen Aspekte jedes Ortes in ihrer künstlerischen Praxis indirekt integriert. Durch ihre kühnen und lebendigen Fotografien erforscht sie die unausgesprochenen sozialen Normen und Werte, die in einem Ort, einem Moment oder einem Objekt eingebettet sind. Farah Al Qasimi beeindruckte die Jury mit ihrer Fähigkeit, Welten zu erschaffen, welche Grenzen und Identitäten überschreiten, und Geschlecht und Globalisierung in unserem Post - Internet-Zeitalter zu hinterfragen. Ihr atemberaubendes, visuell fesselndes Werk denkt neu, was wert ist, fotografiert zu werden; Al Qasimi richtet ihren Blick auf das Banale im Leben und durchdringt es mit einer zeitgenössischen Ästhetik." Weitere Informationen: www.duesseldorf.de/fotografie/bernd-und-hilla-becher-preis
Anlage2_KUA-159-2024_Bestimmungen_Bernd-und-Hilla-Becher-Preis_2022_DE als Text anzeigen
Seite 1 von 2 Bestimmungen über die Verleihung des Bernd-und-Hilla-Becher-Preises der Landeshauptstadt Düsseldorf ab dem Jahr 2022 §1 Der Preis Zu Ehren von Bernd und Hilla Becher, die an der Kunstakademie Düsseldorf die Düsseldorfer Photoschule begründeten und in mehr als 58 Jahren ein einzigartiges künstlerisch-fotografisches Werk entwickelten, soll an Persönlichkeiten, die richtungsweisend die Fotografie befördert haben, ein Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf verliehen werden. Der international ausgerichtete Fotokunstpreis besteht aus einem Haupt- und einem Förderpreis. Der Hauptpreis richtet sich an Künstler*innen, Theoretiker*innen, Kurator*innen wie an Persönlichkeiten, die sich um die Fotografie, sowie angrenzende Bereiche wie Film, Video und andere bildgenerierende Medien im Bereich der Kunst verdient gemacht haben. Der Förderpreis richtet sich an Künstler*innen, die sich in ihrem Schaffen schwerpunktmäßig mit Fotografie, Bildmedien und Medienkunst auseinandersetzen. §2 Dotierung Der Hauptpreis ist mit 15.000 Euro und der Förderpreis mit 5.000 Euro dotiert. §3 Turnus Der Haupt- und Förderpreis wird alle 2 Jahre von der Landeshauptstadt Düsseldorf verliehen. §4 Verfahren Die Entscheidung über die Verleihung des Bernd-und-Hilla-Becher-Preises erfolgt durch ein vom Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf eingesetztes Preisgericht. Das Preisgericht entscheidet unabhängig und abschließend über die Persönlichkeit, die den Haupt- und den Förderpreis erhält. §5 Zusammensetzung des Preisgerichtes Dem Preisgericht gehören folgende Mitglieder an: 1. Der Oberbürgermeister/ die Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Düsseldorf 2. Je ein Vertreter/eine Vertreterin der im Kulturausschuss stimmberechtigten Fraktionen 3. Der Kulturdezernent/ die Kulturdezernentin 4. Herr Max Becher (Sohn von Bernd und Hilla Becher) 5. Der Generaldirektor/ die Generaldirektorin des Museum Kunstpalast Düsseldorf 6. Drei weitere vom Rat zu wählende Fachjuroren/Fachjurorinnen Scheidet ein Mitglied während der Wahlperiode aus, erfolgt die Nachwahl in gleicher Weise für die Zeit bis zum Ende der laufenden Wahlperiode des Rates der Landeshauptstadt Düsseldorf. § 6 Die Fachjuroren/-innen des Preisgerichtes Die Fachjuroren/-innen werden für die Dauer einer Wahlperiode des Rates der Landeshauptstadt Düsseldorf gewählt, eine einmalige Wiederwahl ist zulässig. Die Fachjuroren/-innen erhalten für ihre Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung. Sie bestimmt sich entsprechend der Entschädigungsverordnung des Landes Nordrhein- Westfalen in der jeweiligen Fassung. Daneben kann ihnen für ihre Tätigkeit eine Vergütung gewährt werden. Seite 2 von 2 §7 Vorschläge Jedes Mitglied des Preisgerichtes kann bis zu zwei Kandidaten/Kandidatinnen für den Hauptpreis und den Förderpreis vorschlagen. § 8 Sitzungen des Preisgerichtes Da Preisgericht tagt zur Beratung und Abstimmung über die Verleihung des Bernd- und-Hilla-Becher-Preises in nichtöffentlicher Sitzung. Den Vorsitz führt der Oberbürgermeister/die Oberbürgermeisterin, in Vertretung der Kulturdezernent/ die Kulturdezernentin. § 9 Entscheidung des Preisgerichtes Das Preisgericht ist beschlussfähig, wenn mindestens 2/3 der Mitglieder, davon mindestens drei der fünf Juroren/Jurorinnen gem. §5 Ziffer 4 bis 6 anwesend sind. Das Preisgericht entscheidet mit 2/3-Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Über die Entscheidung des Preisgerichtes ist eine von allen anwesenden Mitgliedern zu unterzeichnende Niederschrift zu fertigen. In der Niederschrift ist die Wahl zu begründen. Ein eventuell abweichendes Votum ist auf Wunsch des betroffenen Mitglieds in der Niederschrift aufzunehmen. Das Preisgericht trifft seine Entscheidung in den Sitzungen unabhängig und abschließend. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. § 10 Bekanntgabe Die Landeshauptstadt Düsseldorf gibt die Entscheidung über die Verleihung des Bernd-und-Hilla-Becher-Preises in geeigneter Weise öffentlich bekannt. Wird der Bernd-und-Hilla-Becher-Preis nicht verliehen, so ist auch dies der Öffentlichkeit mitzuteilen. § 11 Verleihung des Preises Die Verleihung des Preises wird vom Oberbürgermeister/der Oberbürgermeisterin im Rahmen eines öffentlichen Festaktes vorgenommen. § 12 Inkrafttreten Diese Bestimmungen treten mit dem Tag nach der Beschlussfassung des Rates in Kraft.

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen KUA/159/2024