Informationsvorlage als Text anzeigen
AGS/021/2024
X öffentlich nicht öffentlich
Informationsvorlage
Betrifft:
Sachstand „Konzept für einen Gesundheits-Campus an der Kölner Straße 180„
Fachbereich:
53 - Gesundheitsamt
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordneter Christian Zaum
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Ausschuss für Gesundheit und
Soziales
23.04.2024 Kenntnisnahme
Sachdarstellung:
Am 01.07.2021 beschloss der Rat (RAT/445/2021), das Ziel zu unterstützen, am
Standort Kölner Straße 180 einen Gesundheits-Campus zu schaffen. Planung und
Umsetzung sollten mit dem Neubau des Technischen Verwaltungsgebäudes
abgestimmt werden.
Der AGS nimmt zur Kenntnis, dass der geplante Neubau des Gesundheitsamtes in
das Gesamtprojekt des Neubaus des Technischen Verwaltungsgebäudes (TVG)
einrückt. Mit der baulichen Planung und Umsetzung soll analog zum Neubau des TVG
die IPM beauftragt werden, die bereits in die Vorsondierung involviert wurde.
Der Rat hat beschlossen, dass in einem ersten Schritt eine grobe Machbarkeitsstudie
zur baurechtlich darstellbaren Kubatur und den möglichen Dichten und Flächen
erstellt werden solle. Eine, durch das Amt für Gebäudemanagement beauftragte
Studie, ermittelt für einen Neubau am Standort Kölner Straße 180 eine maximal zu
erbauende Gesamtfläche von ca. 19.000 m², die in fünf Vollgeschossen zuzüglich
eines Vollgeschosses in Form eines Dachgeschosses erschlossen werden kann.
Die im Rahmen der Studie vorgestellten Nutzungsmöglichkeiten berücksichtigen
Flächenbedarfe des Gesundheitsamtes sowie Flächen für eine vorgesehene
Wohnraumnutzung. Darüber hinaus inkludiert das Bauvorhaben eine
Betriebskindertagesstätte, deren Einrichtung in Zusammenhang mit dem Neubau des
TVG durch das Amt für Gebäudemanagement geplant wird.
Seite 2
Für die Nutzung der verbleibenden Fläche sollen gemäß Ratsbeschluss verschiedene
Aspekte berücksichtigt und mit Kooperationspartnern geprüft werden.
Einer der im Ratsvorlage genannten möglichen Kooperationspartner des
Gesundheitsamtes ist der Landschaftsverband Rheinland (LVR). Das vom LVR
geförderte/finanzierte Sozialpsychiatrische Zentrum des Gesundheitsamtes soll zu
einem zentrumsnahen Community Mental Health Cent er (CMHC) in Kooperation mit
den Mitgliedern der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft weiterentwickelt und in den
Neubau integriert werden. Bestehende Kooperationen mit der LVR Klinik Düsseldorf
und der Kaiserswerther Diakonie sollen ausgebaut werden.
Eine weitere potenzielle Kooperationspartnerin des Gesundheitsamtes ist die
Akademie für öffentliches Gesundheitswesen (AÖGW). Eine Interessensbekundung
seitens der AÖGW, Flächen im Neubau für Seminare, Schulungen und Büros
anzumieten, liegt vor. Weitere Verhandlungen stehen an. Die Synergieeffekte durch
gemeinsame Räumlichkeiten und dadurch deutlich verbesserte
Kooperationsmöglichkeiten wären sehr hoch. Durch die Kooperation wird ein
thematischer Fokus auf die Öffentliche Gesundheit sichtbar und Aspekte der
Prävention, Beratung und Gesundheitskompetenz in besonderem Maße ermöglicht
und hervorgehoben.
Die Erhebung der Flächenbedarfe von Gesundheitsamt, Betriebskindertagesstätte,
Wohnraum, AÖGW und CMHC macht sichtbar, dass Restflächen in lediglich geringem
Umfang verbleiben. Die Einbeziehung weiterer Nutzer erscheint unrealistisch. Die im
Ratsbeschluss formulierten Wünsche können nach den aktuellen Planungen nicht in
Gänze verwirklicht werden. Die Ansiedlung privater Anbieter aus dem
Gesundheitswesen wird aus diesem Grund nicht weiterverfolgt.
Das Projekt wird unter dem Titel „Neubau Gesundheitsamt/Zentrum für öffentliche
Gesundheit" im Rahmen des Neubaus des Technischen Verwaltungsgebäudes (TVG)
weitergeführt.