Verwaltungsvorlage Aktenzeichen 11/ 2/2005

Amtsbezogene Fachkarrieren

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Stadtbezirk 6 (Rath, Mörsenbroich)örtlicher Bezug 1Dokument 22. Dezember 2004veröffentlicht

Beschluss & Empfehlung

  • nach Zustimmung durch die Ämter 10 und 11 ent-
  • Gremium Sitzungsdatum Ergebnis
  • 2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.

Gesamtstädtische Eckpunkte für die Erarbeitung amtsbezogener Fachkarrieren 1. Hintergrund dieses Berichts Die Gewinnung neuer bzw. die Bindung bereits vorhandener qualifizierter Spitzenkräfte, deren hohe Qualifikation in ihrer Fachlichkeit begründet ist, bekommt eine zunehmende Bedeutung für die Weiterentwicklung der Stadtverwaltung. Deshalb sollen zukünftig alternative berufliche Entwicklungsmöglichkeiten vor allem für interne Beschäftigte bei der Stadtverwaltung Düsseldorf eröffnet werden. Fachbereiche sollen nun solche sogenannten Fachkarrieren für ihren Bereich und ihre spezifischen Berufsbilder entwickeln können. Damit dabei verwaltungsweit Chancen- gleichheit herrscht und einheitliche Förder- und Bewertungskriterien gelten, wurden die

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Seite 1 von 4 Informationsvorlage Betrifft: Gesamtstädtische Eckpunkte für die Erarbeitung amtsbezogener Fachkarrieren 1. Hintergrund dieses Berichts Die Gewinnung neuer bzw. die Bindung bereits vorhandener qualifizierter Spitzenkräfte, deren hohe Qualifikation in ihrer Fachlichkeit begründet ist, bekommt eine zunehmende Bedeutung für die Weiterentwicklung der Stadtverwaltung. Deshalb sollen zukünftig alternative berufliche Entwicklungsmöglichkeiten vor allem für interne Beschäftigte bei der Stadtverwaltung Düsseldorf eröffnet werden. Fachbereiche sollen nun solche sogenannten Fachkarrieren für ihren Bereich und ihre spezifischen Berufsbilder entwickeln können. Damit dabei verwaltungsweit Chancen- gleichheit herrscht und einheitliche Förder- und Bewertungskriterien gelten, wurden die folgenden Eckpunkte zum 01.12.2004 in Kraft gesetzt: 2. Gesamtstädtische Eckpunkte für die Erarbeitung amtsbezogener Fachkarrieren Die Verwaltung steht vor wachsenden Herausforderungen, die teilweise hochspezialisier- tes Wissen erfordern (z.B. Controlling, Betriebswirtschaft/Bilanz, IT). Gleichzeitig herrscht aufgrund des Fachkräftemangels auf dem Arbeitsmarkt jedoch ein sich verschärfender Wettbewerb um die besten Kräfte. Damit kommt der Gewinnung neuer bzw. der Bindung bereits vorhandener qualifizierter Spitzenkräfte, deren hohe Qualifikation in ihrer Fachlich- keit begründet ist, eine zunehmende Bedeutung für die Weiterentwicklung der Stadtver- waltung zu. Für diesen Personenkreis sind attraktive, herausgehoben bewertete Stellen derzeit überwiegend mit Führungsaufgaben verknüpft. Fachkarrieren sollen zukünftig alternative berufliche Entwicklungsmöglichkeiten vor allem für interne Beschäftigte bei der Stadtverwaltung Düsseldorf eröffnen. Mit der Entwicklung von Fachkarrieren ist folgender Nutzen verbunden: #aus Sicht der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: SEntfaltung der Potenziale und Fähigkeiten, SLeistungsanreiz, SAnerkennung der Leistung, SEntwicklungsperspektiven, SSpezialisten können sich vollständig auf ihre Spezialaufgaben konzentrieren. #aus Verwaltungssicht: SMotivationsfaktor für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, SPersonalgewinnung insbesondere durch interne Qualifizierung und Förderung des Spezialistenpotenzials, SSpezialisten werden an die Stadtverwaltung gebunden: bspw. im Bereich Con- RSD AllVorlg.WPT RSD AllVorlg.WPT Seite 2 von 4 trolling, NKF/KLR oder IT, Sdient auch der externen Personalgewinnung wenn es nicht gelingt, Stellen durch gezielte Förderung intern zu besetzen: Stadtverwaltung als attraktiver Arbeit- geber. Verschiedene Ämter haben bereits damit begonnen, amtsspezifische Fachkarrieren zu entwickeln. Damit diese Pilotprojekte weitergeführt und neue Projekte gestartet werden können, wurden gesamtstädtische Eckpunkte definiert, die bei der Entwicklung von entsprechenden Konzepten in den Fachbereichen zu berücksichtigen sind. Diese gesamtstädtischen Eckpunkte sollen einen verwaltungsweit einheitlichen Rahmen, gleiche Bedingungen und einen Mindeststandard gewährleisten. Nach dem Inkrafttreten dieser Eckpunkte ist auch daran gedacht, das Thema Fach- karrieren für Zielgruppen mit gesamtstädtischer Relevanz zu bearbeiten und im dann beginnenden Prozess den Begriff der Fachkarrieren weiter zu präzisieren. Folgende gesamtstädtischen Eckpunkte sind von den Fachbereichen vor und bei der Entwicklung amtsbezogener Fachkarrieren als Voraussetzungen zu erfüllen: Gesamtstädtische Eckpunkte für die Erarbei- tung amtsbezogener Facharrieren Erläuterungen 1. Anerkennung als Reformamt 2. Führungskarriere bleibt der Regel-Karrie- repfad (Fachkarriere ist die Ausnahme) Die Fachkarriere ist die Ausnahme und wird in die Linienorganisation eingebunden. Beide Karrierewege stehen gleichberechtigt ne- beneinander. 3. Entwicklung ausschließlich für nur im ei- genen Amt vorhandene Berufs- und Funk- tionsgruppen Sind Berufs- und Funktionsgruppen in mehreren Ämtern vorhanden, können Fachkarrieren erst nach Zustimmung durch die Ämter 10 und 11 ent- wickelt werden (siehe Punkt 11, gesamtstädtische Belange). 4. Die vertretungsweise Übernahme von Füh- rungsaufgaben ist möglich Die persönliche Qualifikation bzw. die Erfüllung des Anforderungsprofils wird bei der Übernahme der Vertretungsfunktion selbstverständlich vor- ausgesetzt. 5. Funktionswechsel (von der Fach- zur Füh- rungskarriere bzw. umgekehrt) ist nur in begründeten Einzelfällen möglich Der Funktionswechsel ist aufgrund der bewusst auf die Wahrnehmung spezieller fachlicher - und damit gerade nicht führungsbezogener - Funktio- nen fokussierten Ausrichtung von Fachkarrieren nur in begründeten Einzelfällen möglich. Dement- sprechend wird die persönliche Qualifikation bzw. die Erfüllung des Anforderungsprofils für einen solchen Funktionswechsel selbstverständlich vor- ausgesetzt. 6. Führungsaufgaben sind im Rahmen der Doppelspitze auf Amtsleitungsebene mög- lich s.o. Eckpunkt 4 Gesamtstädtische Eckpunkte für die Erarbei- tung amtsbezogener Facharrieren Erläuterungen Seite 3 von 4 7. Erstellung von Anforderungsprofilen für Fachkarriere-Stellen 8. Aus dem Anforderungsprofil leitet sich der Qualifizierungsbedarf bzw. ein obligatori- sches, hauptsächlich fachliches Qualifizie- rungsprogramm ab 9. Fachkarriere wird im amtsinternen Perso- nalentwicklungskonzept (PEK) verankert 10. Finanzierung erfolgt durch den Fachbe- reich Die Finanzierung von aus amtsbezogenen Fach- karrieren resultierender Qualifizierungsmaßnah- men (siehe auch Ziff. 9.1 der aktuellen gesamt- städtischen Qualifizierungsrichtlinien) erfolgt Saus den hierfür vorgesehenen Budgets der Fachämter, sofern diese Maßnahmen fach- licher Natur sind, und Sgesamtstädtisch, wenn sie auf gesamtstädti- schen Konzeptionen beruhen - bspw. zur Er- weiterung persönlicher oder sozialer Kompe- tenzen. Aufgrund der gezielt fachlichen Ausrichtung von Fachkarrieren dürften die hieraus resultierenden Qualifizierungsbedarfe jedoch überwiegend fach- licher Art sein. Ergeben sich aus der Entwicklung amtsbezogener Fachkarrieren stellenplanmäßige Auswirkungen, so erfolgt die Finanzierung durch den Fachbe- reich im Rahmen seines jeweiligen Personalkos- tenbudgets. 11. Die Einführung einer Fachkarriere in ei- nem Fachbereich wird mit den Ämtern 10 und 11 abgestimmt; der Personalrat wird gemäß LPVG beteiligt. Erfolgt die Erar- beitung im Amt durch eine Projektgruppe geschieht dies gemäß "Leitfaden zum Projektmanagement" und folgenden Er- gänzungen: SÄmter 10 und 11 sind Mitglieder in der Lenkungsgruppe des Amtes. SProjektleitung und -verantwortung liegen beim Fachamt. SWird im Verlauf eines Projektes deut- lich, dass gesamtstädtische Belange zu berücksichtigen sind, besteht ein Rückholrecht für die Ämter 10 und 11. Es ist davon auszugehen, dass vor einer Beteili- gung nach dem LPVG NW sowohl eine Einbezie- hung in die Entwicklung als auch in die Lenkungs- gruppe erfolgt. Die sich aus Ziff. 3 und 8 der Geschäftsordnung für das Frauenbüro ergebenden Beteiligungsrech- te des Frauenbüros bleiben unberührt. Seite 4 von 4 Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Ergebnis Personal- und Organisationsausschuss 13.01.2005 -/- 2 1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant. 2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst. Amt: Amt für Personalservice und zentrale Dienste Dezernentin / Dezernent: Beigeordnete Ulrike Löhr RSD AllVorlg.WPT

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Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen 11/ 2/2005