Verwaltungsvorlage Aktenzeichen 02/ 2/2004

Controlling ZV Amt 63

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Charlottenstraße · Stadtbezirk 1 (Altstadt, Stadtmitte)örtlicher Bezug 1Dokument 6. Januar 2004veröffentlicht

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Seite 1 von 4 Informationsvorlage Betrifft: Controllingbericht über die Zielvereinbarungen zur Frauenförderung zwischen dem Frauenbüro und dem Bauaufsichtsamt Zwischen dem Frauenbüro und dem B auaufsichtsamt wurden im Jahr 2001 Zielvereinbarungen zur Frauenförderung abgeschlossen. Gemäß Ziffer 3.3 Frauenförderplan kommt im Rahmen dezentraler Ressourcenverantwortung der Berichtspflicht der einzelnen Fachbereiche eine besondere Bedeutung zu. Die Fachbereiche dokumentieren auf der Grundlage der Zielvereinbarung in einem jährlichen Bericht die Umsetzung des Frauenförderplanes in ihrem Verantwortungsbereich. In der Anlage ist der Controllingbericht des Bauaufsichtsamtes beigefügt. Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Ergebnis Frauenausschuss 29.01.2004 -/- 2 1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant. 2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst. Anlagen: Nr. Ort Anlage 1 beigefügt Controlling ZV Amt 63 Amt: Frauenbüro Dezernentin / Dezernent: Oberbürgermeister Erwin RSD AllVorlg.WPT RSD AllVorlg.WPT Seite 2 von 4 20.11.2003 Controllingbericht über die Zielvereinbarungen zwischen dem Frauenbüro und dem Amt 63 - Bauaufsichtsamt im Jahr 2001 Im Juni 2001 wurden Zielvereinbarungen zwischen dem Bauaufsichtsamt und dem Frauenbüro getroffen, die den Prozess der Gleichstellung im Amt 63 unterstützen sollten. Die Zielvereinbarungen haben sich auf unterschiedliche Themenfelder gerichtet, die kurz- bis mittelfristig umgesetzt werden sollten. Die Entwicklung der aufgeführten Ziele wurde im Rahmen des Controlling beobachtet. Der nachfolgende Bericht soll darstellen, in wie weit die vereinbarten Ziele erreicht werden konnten. Ziel 1 - Erhöhung des Frauenanteils bei höherbewerteten Stellen Ein vereinbartes Ziel war es, dass das Bauaufsichtsamt Anstrengungen unternimmt, zu einem ausgeglicheneren Frauenanteil in Führungs- und Steuerungsfunktionen zu gelangen. Angestrebt wurde, dass der Frauenanteil in Führungspositionen sowie in Fachkarrierestellen sich weiter erhöht und langfristig nach Möglichkeit die Frauenquote des Amtes erreicht. Der gesamte Frauenanteil des Amtes ist von 44,3 % auf 50,4 % gestiegen. Der Frauenanteil in Führungspositionen im Bauaufsichtsamt lag 2001 bei 16,7 %. Er ist relativ auf 14, 3 % gesunken, da im Jahr 2001 eine unbesetzte Führungsposition intern mit einem männlichen Bewerber besetzt wurde. Die Frauenquote in Besoldungs- bzw. Vergütungsgruppen des höheren Dienstes betrug 11,1 % und ist bislang unverändert. Da die Führungskräfte im Bauaufsichtsamt zum großen Teil noch relativ jung sind, gab es in diesem Bereich in den letzten Jahren praktisch keine Fluktuation. Aus diesem Grunde wird das Ziel langfristig weiter verfolgt, es ist jedoch kurz- bis mittelfristig keine Erhöhung zu erwarten. Fachkarrierestellen im Sinne des geplanten Qualifizierungskonzeptes für technische Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter wur den bislang nicht neu geschaffen, da das Qualifizierungskonzept noch nicht in Kraft treten konnte. Es soll zunächst die Entwicklung eines gesamtstädtischen Fachkarrierekonzeptes abgewartet werden. Als Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln und auch um sie auf evtl. zukünftige höherwertige Tätigkeiten vorzubereiten, wurden zwischenzeitlich Qualifizierungsgespräche eingeführt. Hierbei werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf das Qualifizierungsangebot hingewiesen und Vereinbarungen zur Qualifizierung getroffen, die anschließend in die Qualifizierungsplanung eingehen. Ziel 2 - Erhöhung des Frauenanteils unter den Baukontrolleurinnen / Baukontrolleuren Um sie zu ermutigen, sich auf Stellen von Baukontrolleurinnen / Baukontrolleuren zu bewerben, sollten Frauen bei Stellenausschreibungen gezielt angesprochen werden. In den relevanten Berufen des Baugewerbes sind zur Zeit unter 1 % der tätigen Handwerker weiblich. Auch unter den Meistern eines solchen Bauhandwerkes liegt der Anteil der Frauen bei unter 1 %. D.h. es besteht kaum Potential, den Frauenanteil unter den Baukontrolleurinnen / Baukontrolleuren zu erhöhen. Da seit Juni 2001 auch kein Bedarf bestand, wurden seit Vereinbarung der Ziele zur Frauenförderung keine Baukontrolleure eingestellt. Aus diesem Grund konnten auch keine Maßnahmen unternommen Seite 3 von 4 werden, Frauen zu ermutigen, sich auf Stellen von Baukontrolleurinnen / Baukontrolleuren zu bewerben. Ziel 3 - Personalplanung Die natürliche Fluktuation durch Elternzeit und Teilzeittätigkeit von Kolleginnen und Kollegen sollte bei der Personalplanung berücksichtigt werden. Obwohl bislang im Bauaufsichtsamt grundsätzlich noch keine mittelfristige Personalplanung durchgeführt wird, wird der Aspekt der Kindererziehung nach Möglichkeit frühzeitig bei der Planung und Organisation von Stellenbesetzungen und des Arbeitsaufkommens berücksichtigt. Um die Belastung der betroffenen Kolleginnen und Kollegen sowie der Dienststelle durch Personalvakanzen möglichst gering zu halten, werden inzwischen wie vereinbart Stellen nach Rücksprache mit den werdenden Eltern unmittelbar nach Bekanntwerden der Schwangerschaft ausgeschrieben. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten durch das Sachgebiet 63/11 (Allgemeine Verwaltungs- angelegenheiten und Zentrale Dienste), regelmäßig über Fortbildungsangebote informiert werden. Dadurch sollte ihnen Gelegenheit gegeben werden, sowohl fachlich als auch persönlich in Kontakt mit der Arbeitswelt zu bleiben. Die Mütter und Väter in Elternzeit wurden im Rahmen der Qualifizierungsplanung, die für die Jahre 2003 und 2004 erstellt wurden, auf das Seminarangebot hingewiesen und für Fortbildungen angemeldet. Um das Ziel zu erreichen, Eltern Gelegenheit zu geben, sowohl fachlich als auch persönlich in Kontakt mit der Arbeitswelt zu bleiben, wurde darüber hinaus angestrebt, Müttern und Vätern in der Elternzeit oder Beurlaubung kurzfristige Tätigkeiten als Urlaubsvertretungen anzubieten. Die Möglichkeiten hierzu wurden geprüft. Wegen problematischer rechtlicher Rahmenbedingungen wurden den Müttern in Elternzeit keine Urlaubsvertretungen angeboten. Aber es wurde zwischenzeitlich mehreren Eltern (3 Mütter, 1 Vater) die Möglichkeit eingeräumt, eine Teilzeittätigkeit im Rahmen der Elternzeit auszuüben. Ziel 4 - Teilzeit Um die Teilzeitbeschäftigung insbesondere von Eltern zu erleichtern, sollte eine Projektgruppe eingerichtet werden. Diese sollte unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte mögliche dienstlich verträgliche Arbeitszeitmodelle erarbeiten. Die geplante Projektgruppe wurde ausgesetzt, da zwischenzeitlich eine gesamtstädtische Arbeitsgruppe mit gleicher Zielsetzung eingerichtet wurde. Die Veröffentlichung der Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe wird abgewartet. Die Anzahl der im Bauaufsichtsamt teilzeitbeschäftigten Personen ist trotzdem von 9 im Jahr 2001 (alle weiblich) auf 14 (13 weiblich, 1 männlich) gestiegen. Mit der Ermöglichung von Teilzeittätigkeiten in allen Bereichen, sowohl Verwaltung, als auch Technische Sachbearbeitung und Baukontrolle wurde somit dem Ziel Rechnung getragen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter zu erleichtern. Ziel 5 - Telearbeit Im Amt 63 gab es im Rahmen der gesamtstädtischen Erprobungsphase einen Telearbeitsplatz. Es war geplant, durch eine Fragebogenaktion das Interesse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an zusätzlichen Telearbeitsplätzen zu sondieren. Diese sollte Aufschluss darüber geben, in welchen Bereichen und bei wie vielen Kolleginnen und Kollegen Interesse an Telearbeit besteht. Seite 4 von 4 Ein Fragebogen wurde bis März 2002 entwickelt. Zwischenzeitlich wurde jedoch von Amt 10 ein Fragebogen zur Telearbeit entwickelt, der seit April 2002 im Intranet zur Verfügung steht. Aus diesem Grunde wurde auf die Durchführung einer Fragebogenaktion im Amt 63 verzichtet. Zwischenzeitlich ist auf Antrag ein weiterer Telearbeitsplatz eingerichtet worden. Zusammengefasst kann festgestellt werden, das mit einem Frauenanteil von ca. 50 % insgesamt in Bezug auf das Geschlecht eine ausgeglichene Personalstruktur erreicht wurde. Es wird weiter angestrebt, einen höheren Frauenanteil zu erreichen in den Bereichen, in denen die Frauen nach wie vor unterrepräsentiert sind, insbesondere im Bereich der Führung. Hierbei handelt es sich aber um ein langfristiges Ziel, da die Möglichkeiten z.Zt. begrenzt sind. Es wird voraussichtlich mittelfristig keine Vakanzen unter den Führungskräften geben und auf dem Arbeitsmarkt gibt es nur wenige weibliche Arbeitskräfte, die für eine Tätigkeit als Baukontrolleurin in Betracht kämen. Erfreulich ist, dass durch erfolgreiche Maßnahmen u.a. der Personalplanung, Personalentwicklung und Arbeitszeitgestaltung die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter verbessert wurde. Insbesondere wurde den Müttern und Vätern in Elternzeit erleichtert, den Kontakt mit dem Beruf beizubehalten. Schoenitz Leiter des Bauaufsichtsamtes

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Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen 02/ 2/2004