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Informationsvorlage
Betrifft:
Controllingbericht über die Zielvereinbarungen zur Frauenförderung zwischen dem
Frauenbüro und dem Bauaufsichtsamt
Zwischen dem Frauenbüro und dem B auaufsichtsamt wurden im Jahr 2001
Zielvereinbarungen zur Frauenförderung abgeschlossen.
Gemäß Ziffer 3.3 Frauenförderplan kommt im Rahmen dezentraler
Ressourcenverantwortung der Berichtspflicht der einzelnen Fachbereiche eine besondere
Bedeutung zu.
Die Fachbereiche dokumentieren auf der Grundlage der Zielvereinbarung in einem
jährlichen Bericht die Umsetzung des Frauenförderplanes in ihrem
Verantwortungsbereich.
In der Anlage ist der Controllingbericht des Bauaufsichtsamtes beigefügt.
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Ergebnis
Frauenausschuss 29.01.2004 -/-
2
1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant.
2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.
Anlagen:
Nr. Ort Anlage
1 beigefügt Controlling ZV Amt 63
Amt:
Frauenbüro
Dezernentin / Dezernent:
Oberbürgermeister Erwin
RSD AllVorlg.WPT RSD AllVorlg.WPT
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20.11.2003
Controllingbericht über die Zielvereinbarungen zwischen dem Frauenbüro und dem Amt 63 -
Bauaufsichtsamt im Jahr 2001
Im Juni 2001 wurden Zielvereinbarungen zwischen dem Bauaufsichtsamt und dem Frauenbüro
getroffen, die den Prozess der Gleichstellung im Amt 63 unterstützen sollten. Die Zielvereinbarungen
haben sich auf unterschiedliche Themenfelder gerichtet, die kurz- bis mittelfristig umgesetzt werden
sollten.
Die Entwicklung der aufgeführten Ziele wurde im Rahmen des Controlling beobachtet. Der
nachfolgende Bericht soll darstellen, in wie weit die vereinbarten Ziele erreicht werden konnten.
Ziel 1 - Erhöhung des Frauenanteils bei höherbewerteten Stellen
Ein vereinbartes Ziel war es, dass das Bauaufsichtsamt Anstrengungen unternimmt, zu einem
ausgeglicheneren Frauenanteil in Führungs- und Steuerungsfunktionen zu gelangen. Angestrebt
wurde, dass der Frauenanteil in Führungspositionen sowie in Fachkarrierestellen sich weiter erhöht
und langfristig nach Möglichkeit die Frauenquote des Amtes erreicht.
Der gesamte Frauenanteil des Amtes ist von 44,3 % auf 50,4 % gestiegen. Der Frauenanteil in
Führungspositionen im Bauaufsichtsamt lag 2001 bei 16,7 %. Er ist relativ auf 14, 3 % gesunken, da
im Jahr 2001 eine unbesetzte Führungsposition intern mit einem männlichen Bewerber besetzt
wurde. Die Frauenquote in Besoldungs- bzw. Vergütungsgruppen des höheren Dienstes betrug 11,1
% und ist bislang unverändert. Da die Führungskräfte im Bauaufsichtsamt zum großen Teil noch
relativ jung sind, gab es in diesem Bereich in den letzten Jahren praktisch keine Fluktuation. Aus
diesem Grunde wird das Ziel langfristig weiter verfolgt, es ist jedoch kurz- bis mittelfristig keine
Erhöhung zu erwarten.
Fachkarrierestellen im Sinne des geplanten Qualifizierungskonzeptes für technische
Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter wur den bislang nicht neu geschaffen, da das
Qualifizierungskonzept noch nicht in Kraft treten konnte. Es soll zunächst die Entwicklung eines
gesamtstädtischen Fachkarrierekonzeptes abgewartet werden.
Als Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln und
auch um sie auf evtl. zukünftige höherwertige Tätigkeiten vorzubereiten, wurden zwischenzeitlich
Qualifizierungsgespräche eingeführt. Hierbei werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf das
Qualifizierungsangebot hingewiesen und Vereinbarungen zur Qualifizierung getroffen, die
anschließend in die Qualifizierungsplanung eingehen.
Ziel 2 - Erhöhung des Frauenanteils unter den Baukontrolleurinnen / Baukontrolleuren
Um sie zu ermutigen, sich auf Stellen von Baukontrolleurinnen / Baukontrolleuren zu bewerben,
sollten Frauen bei Stellenausschreibungen gezielt angesprochen werden.
In den relevanten Berufen des Baugewerbes sind zur Zeit unter 1 % der tätigen Handwerker weiblich.
Auch unter den Meistern eines solchen Bauhandwerkes liegt der Anteil der Frauen bei unter 1 %. D.h.
es besteht kaum Potential, den Frauenanteil unter den Baukontrolleurinnen / Baukontrolleuren zu
erhöhen.
Da seit Juni 2001 auch kein Bedarf bestand, wurden seit Vereinbarung der Ziele zur Frauenförderung
keine Baukontrolleure eingestellt. Aus diesem Grund konnten auch keine Maßnahmen unternommen
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werden, Frauen zu ermutigen, sich auf Stellen von Baukontrolleurinnen / Baukontrolleuren zu
bewerben.
Ziel 3 - Personalplanung
Die natürliche Fluktuation durch Elternzeit und Teilzeittätigkeit von Kolleginnen und Kollegen sollte
bei der Personalplanung berücksichtigt werden. Obwohl bislang im Bauaufsichtsamt grundsätzlich
noch keine mittelfristige Personalplanung durchgeführt wird, wird der Aspekt der Kindererziehung
nach Möglichkeit frühzeitig bei der Planung und Organisation von Stellenbesetzungen und des
Arbeitsaufkommens berücksichtigt.
Um die Belastung der betroffenen Kolleginnen und Kollegen sowie der Dienststelle durch
Personalvakanzen möglichst gering zu halten, werden inzwischen wie vereinbart Stellen nach
Rücksprache mit den werdenden Eltern unmittelbar nach Bekanntwerden der Schwangerschaft
ausgeschrieben.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten durch das Sachgebiet 63/11 (Allgemeine Verwaltungs-
angelegenheiten und Zentrale Dienste), regelmäßig über Fortbildungsangebote informiert werden.
Dadurch sollte ihnen Gelegenheit gegeben werden, sowohl fachlich als auch persönlich in Kontakt mit
der Arbeitswelt zu bleiben. Die Mütter und Väter in Elternzeit wurden im Rahmen der
Qualifizierungsplanung, die für die Jahre 2003 und 2004 erstellt wurden, auf das Seminarangebot
hingewiesen und für Fortbildungen angemeldet.
Um das Ziel zu erreichen, Eltern Gelegenheit zu geben, sowohl fachlich als auch persönlich in
Kontakt mit der Arbeitswelt zu bleiben, wurde darüber hinaus angestrebt, Müttern und Vätern in der
Elternzeit oder Beurlaubung kurzfristige Tätigkeiten als Urlaubsvertretungen anzubieten. Die
Möglichkeiten hierzu wurden geprüft. Wegen problematischer rechtlicher Rahmenbedingungen
wurden den Müttern in Elternzeit keine Urlaubsvertretungen angeboten. Aber es wurde
zwischenzeitlich mehreren Eltern (3 Mütter, 1 Vater) die Möglichkeit eingeräumt, eine Teilzeittätigkeit
im Rahmen der Elternzeit auszuüben.
Ziel 4 - Teilzeit
Um die Teilzeitbeschäftigung insbesondere von Eltern zu erleichtern, sollte eine Projektgruppe
eingerichtet werden. Diese sollte unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte mögliche dienstlich
verträgliche Arbeitszeitmodelle erarbeiten. Die geplante Projektgruppe wurde ausgesetzt, da
zwischenzeitlich eine gesamtstädtische Arbeitsgruppe mit gleicher Zielsetzung eingerichtet wurde.
Die Veröffentlichung der Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe wird abgewartet.
Die Anzahl der im Bauaufsichtsamt teilzeitbeschäftigten Personen ist trotzdem von 9 im Jahr 2001
(alle weiblich) auf 14 (13 weiblich, 1 männlich) gestiegen. Mit der Ermöglichung von Teilzeittätigkeiten
in allen Bereichen, sowohl Verwaltung, als auch Technische Sachbearbeitung und Baukontrolle wurde
somit dem Ziel Rechnung getragen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter zu erleichtern.
Ziel 5 - Telearbeit
Im Amt 63 gab es im Rahmen der gesamtstädtischen Erprobungsphase einen Telearbeitsplatz.
Es war geplant, durch eine Fragebogenaktion das Interesse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an
zusätzlichen Telearbeitsplätzen zu sondieren. Diese sollte Aufschluss darüber geben, in welchen
Bereichen und bei wie vielen Kolleginnen und Kollegen Interesse an Telearbeit besteht.
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Ein Fragebogen wurde bis März 2002 entwickelt. Zwischenzeitlich wurde jedoch von Amt 10 ein
Fragebogen zur Telearbeit entwickelt, der seit April 2002 im Intranet zur Verfügung steht. Aus diesem
Grunde wurde auf die Durchführung einer Fragebogenaktion im Amt 63 verzichtet.
Zwischenzeitlich ist auf Antrag ein weiterer Telearbeitsplatz eingerichtet worden.
Zusammengefasst kann festgestellt werden, das mit einem Frauenanteil von ca. 50 % insgesamt in
Bezug auf das Geschlecht eine ausgeglichene Personalstruktur erreicht wurde. Es wird weiter
angestrebt, einen höheren Frauenanteil zu erreichen in den Bereichen, in denen die Frauen nach wie
vor unterrepräsentiert sind, insbesondere im Bereich der Führung. Hierbei handelt es sich aber um
ein langfristiges Ziel, da die Möglichkeiten z.Zt. begrenzt sind. Es wird voraussichtlich mittelfristig
keine Vakanzen unter den Führungskräften geben und auf dem Arbeitsmarkt gibt es nur wenige
weibliche Arbeitskräfte, die für eine Tätigkeit als Baukontrolleurin in Betracht kämen.
Erfreulich ist, dass durch erfolgreiche Maßnahmen u.a. der Personalplanung, Personalentwicklung
und Arbeitszeitgestaltung die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter verbessert wurde.
Insbesondere wurde den Müttern und Vätern in Elternzeit erleichtert, den Kontakt mit dem Beruf
beizubehalten.
Schoenitz
Leiter des Bauaufsichtsamtes