Originale durchsuchen
Dokumenttexte
Vorlage als Text anzeigen
Seite 1 von 8
Beschlussvorlage
Betrifft:
Ausbau des Städtischen Humboldt-Gymnasiums zu einem Gymnasium mit musischem
Schwerpunkt
Beschlussdarstellung:
1. Rat der Stadt beschließt, das Städtische Humboldt-Gymnasium ab Schuljahr
2004/05 zu einem Gymnasium mit musikalischem Schwerpunkt auszubauen und
beauftragt die Verwaltung mit der Planung und Umsetzung.
2. Der Kämmerer wird ermächtigt, die erforderlichen Finanzmittel bereit zu stellen.
Sachdarstellung:
1. Ausgangslage
Auf Antrag der Ratsfraktionen von CDU und FDP hat der Rat in seiner Sitzung am
27.09.2001 die Verwaltung beauftragt „...zu prüfen, unter welchen Bedingungen
und mit welchen Kosten sich ein Düsseldorfer Gymnasium in Zusammenarbeit mit
der Robert-Schumann-Musikhochschule, der Clara-Schumann-Musikschule und
der Kunstakademie zu einem Gymnasium mit Musischem Zweig ausbauen lässt".
Zur Sitzung des Rates am 25.04.2002 (Ö Vorlagen-Nr. 01/95/2002) hat die FDP-
Ratsfraktion u.a. angefragt: „Wie weit sind die Gespräche zur Einrichtung eines
Gymnasiums mit Musischem Zweig gediehen, bzw. wann kann damit gerechnet
werden, dass ein solcher Zweig eingerichtet wird?"
Die Verwaltung hat in der Sitzung des Schulausschusses am 08.05.2002 berichtet
(Ö Vorlagen-Nr. 40/49/2002). Im Ergebnis ist festzuhalten, dass nach einer
entsprechenden Umfrage bei den Schulleitungen der städtischen Gymnasien und
einer Reihe von Gesprächen mit der Robert-Schumann-Musikhochschule (RSM),
der Städtischen Clara-Schumann-Musikschule (CSM) und der Schulaufsicht der
Bezirksregierung Düsseldorf der Standort des Städtischen Humboldt-Gymnasiums
zum Ausbau eines Musischen Zweiges besonders geeignet ist.
2. Konzeption
Das Humboldt-Gymnasium hat im Zusammenwirken mit der RSM und der CSM
eine Konzeption zur Erweiterung des Humboldt-Gymnasiums um einen
musikalischen Schwerpunkt erarbeitet. Sie ist als Anlage beigefügt und Bestandteil
dieser Beschlussvorlage.
3. Finanzielle Auswirkungen
RSD AllVorlg.WPT
Seite 2 von 8
Der Ausbau des Humboldt-Gymnasium zu einem Gymnasium mit musikalischen
Schwerpunkt ist ohne Investitionen sowie zusätzliche personelle Ausstattung nicht
zu haben. Für die am MusikPlus-Projekt teilnehmenden SchülerInnen entstehen
Unterrichts- und ggf. Instrumentengebühren. Die in diesem Kontext zu erzielenden
Einnahmen bzw. entstehenden Ausgaben sind in der Tabelle (Ziffer 3.5)
dargestellt.
3.1 Unterrichtsgebühren
Der Unterricht im Rahmen des MusikPlus-Konzeptes wird von Lehrkräften der CSM
erteilt. Dafür werden Unterrichtsgebühren nach Maßgabe der Gebührensatzung
erhoben. Ausgenommen ist der Klassenunterricht mit Blasinstrumenten in den
Schuljahren 5 und 6. Dieser wird von Studierenden der Robert-Schumann-
Hochschule im Rahmen des Musikpädagogikstudiums erteilt.
3.2 Instrumentenfundus
Die Anschaffung, Verwaltung, Wartung und Vermietung der Instrumente erfolgt
durch die CSM. Dies ist sinnvoll, weil die hierzu erforderliche Kompetenz eindeutig
bei der CSM liegt.
Für die Erstbeschaffung von zwei Klassensätzen Streichinstrumente wurden aus
dem Haushalt der CSM in 2004 ca. 13.500 EUR ausgegeben. Ebenso hat der
Förderverein des Humboldt-Gymnasiums Instrumente im Wert von ca. 10.000 EUR
angeschafft. Die letzteren Instrumente bleiben in der Obhut der Schule.
Mit der Erweiterung des Gymnasiums um einen musikalischem Schwerpunkt muss
die instrumentale Erstausstattung erweitert werden. Der Ausbau wird sich über
einen Zeitraum von 2004 bis 2008 erstrecken. Die voraussichtlichen
Investitionskosten betragen 2004 13.500 EUR, 2005 20.000 EUR, in den Jahren
2006 bis 2008 jeweils 8.000 EUR. Danach werden noch Kosten für die
Ergänzungs- und Ersatzbeschaffungen sowie für Reparaturen anfallen.
3.3 Personalkosten
An der CSM fallen die Personalkosten für die Erteilung des Streicher- und des
Bläserunterrichtes sowie für einen Mentor an, der im Umfang von 6
Wochenstunden tätig wird, die Koordination übernimmt und Ansprechpartner für
die SchülerInnen und Studentinnen und Studenten ist. Die Kosten für
MusiklehrerInnen und Mentor betragen 2004 rd. 37.000 EUR und steigen mit
Fortdauer des Projektes (es nehmen mehr SchülerInnen teil) im Jahre 2008 auf
voraussichtlich rd. 96.000 EUR an.
Die Schüler sollen zusätzlich zum Gruppenunterricht ab Sommersemester 2004
eine wöchentliche Ensemblestunde mit gemischter Besetzung erhalten, möglichst
unter der Leitung des Mentors. Für diese Aufgaben sind 6 Stunden pro Woche
nötig.
3.4 MitarbeiterIn für Verwaltungstätigkeiten im Humboldt-Gymnasium
Die mit diesem Projekt entstehenden zusätzlichen Verwaltungsaufgaben können
mit den im Humboldt-Gymnasium vorhandenen Sekretariatsressourcen nicht
bewältigt werden. Die Verwaltung beabsichtigt nicht, die Sekretariatsstunden
Seite 3 von 8
aufzustocken. Es soll eine Kraft auf 400 EUR-Basis eingestellt werden.
3.5 Zusammenfassung der Einnahmen und Ausgaben
Unterrichts-
gebühr 7080 EUR 13.704 EUR 20328 EUR 26.952 EUR 33.576 EUR
Instrumenten-
gebühr 5980 EUR 8.220 EUR 9.072 EUR 9.072 EUR 9.072 EUR
Summe
Einnahmen 13.060 EUR 21.924 EUR 29.400 EUR 36.024 42.648 EUR
Personalkosten
-38.954 EUR -60.679 EUR -76.055 EUR -91.431 EUR -100.893
EUR
Sachkosten
VwHh+VmHh -13.500 EUR -21.350 EUR -11.350 EUR -12.150 EUR -12.150 EUR
Summe
Ausgaben -52.454 EUR -82.029 EUR -87.405 EUR -103.581
EUR
-113.043
EUR
Zuschuss -39.394 EUR -60.105 EUR -58.005 EUR -67.557 EUR -70.395
EUR
Mit Fortdauer des Projektes ist zu prüfen, ob die Beleuchtungs- und
Beschallungstechnik in der Aula den steigenden Anforderungen gerecht wird.
4. Zusammenfassung
Das Humboldt-Gymnasium bietet sich sowohl von der Lage im Stadtgebiet, wie
auch von der innerschulischen Struktur zum Ausbau eines Gymnasiums mit
musikalischem Schwerpunkt an.
Die CSM und die RSM sind bereit, sich im Rahmen einer Kooperation in dieses
Projekt einzubringen. Ein entsprechender Kooperationsvertrag ist noch zu fertigen.
Die Schulkonferenz hat einen zustimmenden Beschluss gefasst.
Die Schwerpunktbildung bedarf der Zustimmung der Bezirksregierung Düsseldorf.
Nach Mitteilung der Schulleitung gibt es positive Signale seitens der
Bezirksregierung, die erforderlichen Lehrerstunden bereit zu stellen.
Die in der obigen Tabelle ausgewiesenen Einnahmen und Ausgaben sind im
Haushalt 2004 überplanmäßig einzunehmen bzw. bereit zu stellen und in
Folgejahren zu etatisieren.
Die Verwaltung empfiehlt, das Städtische Humboldt-Gymnasium zu einem Gymnasium mit
musikalischem Schwerpunkt auszubauen.
RSD AllVorlg.WPT
Seite 4 von 8
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Ergebnis
Schulausschuss 31.03.2004 Einstimmig beschlossen
Haupt- und Finanzausschuss 26.04.2004
2)
Rat 06.05.2004
2)
2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.
Anlagen:
Nr. Ort Anlage
1 beigefügt Konzeption
Alternative:
Keine
Amt:
Schulverwaltungsamt
Dezernentin / Dezernent:
Stadtdirektor Grosse-Brockhoff
Seite 5 von 8
Seite 6 von 8
Seite 7 von 8
Seite 8 von 8