Beschlussvorlage als Text anzeigen
APS/003/2026
X öffentlich nicht öffentlich
Beschlussvorlage
Betrifft:
Kooperatives Werkstattverfahren Nr. 08/003 - Dillenburger Weg/Waagenstraße -
Durchführung des Werkstattverfahrens
Fachbereich :
61 - Stadtplanungsamt
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordnete Cornelia Zuschke
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Bezirksvertretung 8 05.03.2026 Anhörung
Ausschuss für
Wohnungswesen und
Modernisierung
20.04.2026 Vorberatung
Ausschuss für Planung und
Stadtentwicklung
22.04.2026 Entscheidung
Seite 2
Sitzung des APS am 22.04.2026 Vorlage Nr. APS/003/2026
Kooperatives Werkstattverfahren Nr. 08/003 Durchführung des
- Dillenburger Weg/Waagenstraße - Werkstattverfahrens
Seite 3
Vorlage Nr. APS/003/2026
Kooperatives Werkstattverfahren Nr. 08/003
- Dillenburger Weg/Waagenstraße -
- Durchführung des Werkstattverfahrens
Beschlussentwurf:
BV 8 Die Bezirksvertretung 8 wird hiermit gemäß § 3 Abs. 10 Nr. 3 der
Bezirkssatzung zur Durchführung eines kooperatives
Werkstattverfahren Nr. 08/003 - Dillenburger Weg/Waagenstraße -
angehört und empfiehlt dem Ausschuss für Planung und
Stadtentwicklung eine vorlagegemäße Beschlussfassung.
AWM Der Ausschuss für Wohnungswesen und Modernisierung empfiehlt dem
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung eine vorlagegemäße
Beschlussfassung.
APS Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung beschließt die
Durchführung des in der Sachdarstellung beschriebenen kooperativen
Werkstattverfahrens Nr. 08/003 und beauftragt die Verwaltung, das
beschriebene Verfahren durchzuführen.
Seite 4
Sachdarstellung:
Ausloberin
Die Investorin DBW 50 GmbH & Co. KG lobt das Werkstattverfahren in Abstimmung
mit der Landeshauptstadt Düsseldorf aus.
Anlass
Die Investorin ist mit dem Wunsch an die Stadt Düsseldorf herangetreten, einige der
derzeit gewerblich genutzten Grundstücke im Gebiet zwischen Waagenstraße,
Sturmstraße, Dillenburger Weg und Mannheimer Weg für Wohnungsbau zu
entwickeln. Andere gewerbliche Nutzer wollen im Gebiet verbleiben. Ein Grobkonzept
für die Nutzungsverteilung innerhalb des Plangebiets wurde im Jahr 2021 in einem
Perspektivenworkshop erarbeitet und anschließend politisch beschlossen (s.
Abbildung 1). Auf Basis dieses Beschlusses wurde nun in Abstimmung mit den
Fachämtern der Landeshauptstadt Düsseldorf eine Aufgabenstellung für ein
qualitätssicherndes Verfahren in Form eines kooperativen Werkstattverfahrens mit
Öffentlichkeitsbeteiligung erarbeitet.
Abbildung 1 : Nutzungskonzeption als Ergebnis des Perspektivenworkshops
Gebiet
Das ca. 3,9 ha große Plangebiet liegt im Stadtteil Düsseldorf-Eller im Stadtbezirk 8.
Das Gebiet befindet sich zwischen Waagenstraße, Sturmstraße, Dillenburger Weg
und Mannheimer Weg und liegt unmittelbar südlich der Bahntrasse. Im Plangebiet
befindet sich heute ein Gewerbegebiet mit unterschiedlichen gewerblichen
Nutzungen auf mehreren Grundstücken. Der Großteil der Fläche ist versiegelt mit
vereinzeltem Baumbestand und kleineren Grünstreifen entlang der
Grundstücksgrenzen. Ein Teilbereich im Nord-Osten des Plangebietes ist Bestandteil
des Kernzonenkonzeptes Gewerbe und Industrie (C-Gebiet: Kleinteiliges
Gewerbeareal). Nördlich des Plangebiets befinden sich die Firmen Dillenberg GmbH &
Seite 5
Co. KG ( Gießereien und Bearbeitung im Buntmetallbereich) und Elektro Kai Hofmann
GmbH. Beide wollen ihren Betrieb auch künftig am heutigen Standort fortführen.
Die Umgebung des Plangebiets am Dillenburger Weg ist ansonsten überwiegend
durch kleinteilige Wohnbebauung geprägt.
Abbildung 2 : Plangebiet im Luftbild
Ziele
Das Plangebiet am Dillenburger Weg soll eine umfassende städtebauliche
Neuordnung erfahren. Dabei sollen einige der derzeit gewerblich genutzten
Grundstücke im Gebiet für Wohnungsbau genutzt werden. Die Flächen entlang der
Bahnlinie, die Bestandteil des Kernzonenkonzeptes Gewerbe und Industrie sind,
sollen weiterhin gewerblich genutzt werden, und in ihren Entwicklungsmöglichkeiten
nicht durch heranrückende Wohnbebauung eingeschränkt werden. Im Osten des
Plangebiets ist die Entwicklung eines Handwerkerhofes vorgesehen.
Ziel des Werkstattverfahrens ist die Entwicklung eines gemischten Quartiers am
Dillenburger Weg, das Wohnen und Gewerbe miteinander verbindet und eine
verträgliche Nachbarschaft der unterschiedlichen Nutzungen sicherstellt.
Aufgabe
Gegenstand des Werkstattverfahrens ist die Erarbeitung städtebaulicher,
Seite 6
architektonischer und freiraumplanerischer Entwürfe mit einer klaren Gliederung der
Nutzungsbereiche, einer hohen Freiraumqualität sowie einer qualitätsvollen baulichen
Dichte für die Entwicklung des Plangebiets am Dillenburger Weg.
Zwischen den gewerblichen Nutzungen und den Flächen für neue Wohnnutzung sieht
das Entwicklungskonzept eine Pufferzone vor, in denen Maßnahmen vorgeschlagen
werden sollen, um den Übergang zwischen Gewerbe und Wohnen zu gestalten sowie
gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse sicherzustellen. Bei der Planung von
Wohnnutzungen ist die Quotierungsregelung des Düsseldorfer Baulandmodells
anzuwenden.
Werkstattverfahren
Das Verfahren wird als zweistufiges, kooperatives Werkstattverfahren mit drei
Terminen zur Beteiligung der Öffentlichkeit durchgeführt (Ideenschmiede,
Zwischenpräsentation, Abschlusspräsentation).
Im Rahmen der Ideenschmiede werden der Öffentlichkeit die Aufgabenstellung, die
Rahmenbedingungen des Verfahrens und die Möglichkeiten der Beteiligung im
Verfahren erläutert. Zudem sollen in Form von kleineren durchmischten
Workshopgruppen konzeptionelle Ideen entstehen, die im Anschluss an die
Kleingruppenarbeit im Plenum präsentiert werden.
Für die Zwischenpräsentation sollen durch die drei teilnehmenden Planungsbüros
erste skizzenhafte Entwurfsideen erstellt werden, die dann in Anwesenheit des
Empfehlungsgremiums, der Öffentlichkeit sowie der teilnehmenden Büros kooperativ
weiterentwickelt werden.
Im Rahmen der Abschlusspräsentation präsentieren die Büros ihre städtebaulichen
Entwürfe in Anwesenheit der Öffentlichkeit und des Empfehlungsgremiums. Die
Prozessbeteiligten haben die Möglichkeit, Rückmeldung zu den einzelnen Entwürfen
zu geben. Im Anschluss berät das Gremium, welcher Entwurf für den weiteren
Planungsprozess empfohlen wird.
Ausblick
Im Anschluss an das Werkstattverfahren ist - vorbehaltlich des Beschlusses durch die
politischen Gremien der Landeshauptstadt Düsseldorf - vorgesehen, ein
Bauleitplanverfahren zur planungsrechtlichen Umsetzung des Siegerentwurfs
einzuleiten.