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Ö Vorlagen - Nr. 170 27/2004
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Informationsvorlage
Betrifft:
Situation S-Bahn-Linie S6
- Stellungnahme des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr vom 05.02.2004 -
In der Sitzung der Bezirksvertretung 10 am 25.11.2003 haben Sie beschlossen, einen Vertreter
des VRR in die nächste Sitzung einzuladen, um zu Fragen im Zusammenhang mit Verspätungen
der S-Bahn Linie 6 Stellung zu nehmen.
Der Zweckverband VRR besteht aus 16 Städten und 5 Kreisen und in vielen politischen Gremien
besteht der Wunsch, dass der VRR direkt bei Fragestellungen im Zusammenhang mit dem SPNV
angehört und befragt wird.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir deshalb Ihrem Wunsch in Anbetracht der Vielzahl
diesbezüglicher Anfragen und Gremien nicht nachkommen können. Gerne sind wir aber bereit,
Ihre Fragen schriftlich wie folgt zu beantworten:
Nach Auskunft der Deutschen Bundesbahn war die Hauptursache für die häufigen
Unpünktlichkeiten seit Mitte Oktober die massive Schmierfilmbildung auf den Schienen. Die
Baumaßnahmen und Verkehrseinschränkungen entlang der linken Rheinstrecken strahlten
zusätzlich auf den VRR-Raum aus.
Als Folge daraus kam es verstärkt zu Zugausfällen und gravierenden Unpünktlichkeiten. Da bis
zu 25 Fahrzeuge pro Tag infolge von Flachstellenbildung nicht einsatzfähig waren und bei
Nutzung aller intern und extern verfügbaren Werkstattkapazitäten nicht schnell genug wieder zur
Verfügung gestellt werden konnten, bestand ein akuter Fahrzeugmangel.
Die DG Regionalbahn Rhein-Ruhr GmbH hat Ersatzkonzepte erarbeitet und versucht zusätzliche,
auch ältere Fahrzeuge einzusetzen, um die negativen Auswirkungen auf die Fahrgäste so gering
wie möglich zu halten.
Zur Information bei Verspätungen ist Folgendes zu erwähnen:
Die Fahrdienstleiter vor Ort hatten alle Hände voll damit zu tun, diese betriebliche Situation
halbwegs in den Griff zu bekommen. Da sie gleichzeitig für die Lautsprecherdurchsagen an den
meisten Bahnhöfen zuständig sind, ließ hier die Fahrgastinformation einiges zu wünschen übrig.
Was die Lautsprecherdurchsagen in den Züge betrifft, hat die DG Regionalbahn Rhein-Ruhr
GmbH in den letzten Monaten umfangreiche Schulungsmaßnahmen für die Zugbegleiter und
Triebfahrzeugführer durchgeführt. Auch die Mitarbeiter, die an den Bahnhöfen für die Durchsagen
zuständgig sind wurden auf eine kundenorientierte Information verpflichtet. Diese Maßnahmen
haben nach eindruck der Kunden in den letzten Wochen zu einer Verbesserung geführt.
Die Aktualisierung der Anzeigen/Ansagen in den S-Bahnen im VRR wurde im Oktober bei der
Herstellerfirma bestellt. Eine Auslieferung der Daten wurde zum 14.12.2003 in Aussicht gestellt.
Dies wurde nicht eingehalten. Auf wiederholtes Drängen der Deutschen Bundesbahn wurden die
Daten für die KW 4 zugesagt. Wenn diese dann vorliegen können sie sofort auf die Fahrzeuge
aufgespielt werden.
Bezüglich der von Ihnen angesprochenen Gewährleistungsanspräche auf Grund der
zahlreichen Verspätungen müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass gemäß § 16 der
Beförderungsbedingungen eine Erstattung nicht vorgenommen werden kann, da Abweichungen
von Fahrplänen keinen Ersatzanspruch begründen.
Auf Grund der von Ihnen geschilderten Häufung von Verspätungen und Qualitätseinbußen
empfehlen wir den Kunden, sich an die
RSD AllVorlg.WPT
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Deutschen Bundesbahn Regionalbahn Rhein-Ruhr GmbH
Hollestraße 3
45127 Essen
zu wenden, um evtl. über den Kulanzweg eine Entschädigung zu erreichen.
Darüber hinaus haben VRR-Kunden die Möglichkeit, ihre Ersatzansprüche im Rahmen der
Mobilitätsgarantie gelten zu machen. Das bedeutet, wenn der Bus oder die Bahn an der
Abfahrtshaltestelle mehr als 20 Minuten Verspätung hat (ausgenommen sind Fälle "höherer
Gewalt") und es keine alternative Verkehrslinie gibt, kann der Kunde sich ein Taxi nehmen oder
auf einen Fernverkehrszug (ICE, IC oder EC) umsteigen. Die Fahrkarte dazu kann man auch
noch im Zug lösen. Die dabei entstehenden Kosten werden bis zu den Höchstgrenzen erstattet:
30 € für Bären Ticket- und Ticekt2000-Nutzer, alle anderen Ticket-Inhaber bekommen maximal 15
€ zurück. Die 20-Minuten-Regel bezieht sich auf das einzelne benutzte Verkehrsmittel.
Nun zu den verschlossenen Fenstern in den S-Bahnen. Das Eisenbahnbundesamt hat aus
Sicherheitsgründen der Deutschen Bundesbahn die Auflage erteilt, die Fenster gegen
herausfallen mit zusätzlichen Schrauben zu sichern. Nach Aussage der Deutschen Bundesbahn
hat es einen Zwischenfall in einem anderen Budesland gegeben, bei dem ein Reisender durch
ein Ausstellfenster verletzt wurde.
Die Deutschen Bundesbahn teilte uns mit, dass alle Fenster bzgl. Ihrer Sicherheit gegen
Herausfallen untersucht wurden. Bei allen Fenstern ohne Schaden wurden die
Sicherungsschrauben wieder entfernt.
Die derzeit noch gesicherten Fenster werden im Rahmen der Fristarbeiten erneuert, soweit
seitens des Herstellers neue Fenster geliefert werden. Eine kurzfristige Lieferung der benötigten
Stückzahl ist nicht möglich.
Wir hoffen Ihnen mit dieser umfangreichen Antwort hilfreich zu sein.
Mit freundlichen Grüßen
i.A. i. A.
Ludger Drabiniok T homas Pawlaczyk
Beratungsfolge:
Gremium
Sitzungsdatu
m
Ergebnis
Bezirksvertretung 10 09.03.2004 -/-
2
1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant.
2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht
erfasst.
Amt:
Dezernentin / Dezernent:
RSD AllVorlg.WPT