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Informationsvorlage
Betrifft:
Zielvereinbarungen zur Frauenförderung zwischen dem Frauenbüro und der Kämmerei
Gemäß Ziffer 3.2 Frauenförderplan werden zwischen den Fachbereichen und dem
Frauenbüro für jeweils drei Jahre fachbereichsspezifische Ziele zur Frauenförderung
vereinbart, um die Voraussetzungen zu schaffen, durch die der Anteil der weiblichen
Beschäftigten insgesamt und speziell in Führungspositionen gesteigert werden kann,
solange Frauen in diesem zahlenmäßig unterrepräsentiert sind.
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Ergebnis
Frauenausschuss 29.04.2004 -/-
2
1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant.
2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.
Anlagen:
Nr. Ort Anlage
1 beigefügt Zielvereinbarungen Amt 20
Amt:
Frauenbüro
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordneter Leonhardt
RSD AllVorlg.WPT RSD AllVorlg.WPT
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Zielvereinbarung zur Frauenförderung
zwischen der
Kämmerei und dem Frauenbüro
Beschäftigtenstruktur:
Derzeit sind rd. 44 % Frauen und 56 % Männer in der Kämmerei beschäftigt.
Die Struktur in den Laufbahnen stellt sich wie folgt dar:
höherer Dienst (h.D.): 38 % Frauen und 62 % Männer,
gehobener Dienst (g.D.): 41 % Frauen und 59 % Männer,
mittlerer Dienst (m.D.): 80 % Frauen und 20 %Männer,
Führungsfunktionen: 33 % Frauen und 59 % Männer, 2 Stellen sind z.Z.
nicht besetzt (8 %)
Einführung:
Die Kämmerei hat sich seit Jahren kontinuierlich zu einem nahezu paritätisch besetzten
Amt entwickelt. Der Gedanke, dass alle Frauen und Männer unabhängig von ihrem
Geschlecht den gleichen Zugang zu allen Fortbildungsmaßnahmen und
ausgeschriebenen Stellen haben, ist in der Kämmerei Amtsphilosophie und daher
selbstverständlich.
In den Förder- und Beratungsgesprächen, die seit 2001 flächendeckend im Amt
durchgeführt werden, wird auf die fachlichen und persönlichen Belange der Beschäftigten
eingegangen. Vor dem Hintergrund eines kunden- und nachfrageorientierten
Dienstleistungsunternehmens hat die Kämmerei bereits geeignete Instrumente und
Maßnahmen der Personalentwicklung, deren Bestandteil die Frauenförderung ist,
eingesetzt, um den Bedürfnissen der hier beschäftigten Frauen und Männer gerecht zu
werden.
Es wurden zwei Telearbeitsplätze eingerichtet. Den dort beschäftigten Frauen kann so zu
einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf verholfen werden. Aufgrund der nach
wie vor häufig nicht ausreichenden Kindergarten- und Hortsituation, Mangel an Plätzen für
die Nachmittagsbetreuung in Schulen, langen Wegestrecken von und zur Arbeitsstätte
sind sie auf flexible Arbeitszeiten, die ein Telearbeitsplatz bieten kann, angewiesen.
Auch der im Landesgleichstellungsgesetz NRW und dem städtischen Frauenförderplan
festgelegte Grundsatz der Teilbarkeit aller Stellen wird in der Kämmerei umgesetzt. So
konnten beispielsweise bisher alle Teilzeitwünsche der Beschäftigten erfüllt werden.
Der gleiche Zugang von Frauen und Männern zu allen Qualifizierungsmaßnahmen ist
selbstverständlich. Die Übertragung von Projektleitungen und Sonderaufgaben als
Qualifizierungsmaßnahme für zukünftige Führungsfunktionen hat sich bewährt.
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Gemäß Ziffer 3.2 des Frauenförderplanes werden zwischen dem Frauenbüro und der
Kämmerei für jeweils drei Jahre fachbereichsspezifische Ziele zur Frauenförderung
vereinbart, um Voraussetzungen zu schaffen, durch die der Anteil der weiblichen
Beschäftigten insgesamt gehalten werden kann. Da viele Maßnahmen und Instrumente
bereits seit langem selbstverständlich sind, soll der Schwerpunkt der Zielvereinbarung auf
der Thematik Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen und Männer liegen. Hier
liegt es dem Amt besonders am Herzen, auch den Vätern die Möglichkeit zu geben, aktiv
am Familienleben teilzunehmen und in der Erziehungsarbeit mitzuwirken.
Ziel
Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein zentraler Aspekt der Frauenförderung. Die
Gesellschaft schreibt nach wie vor den Frauen die Verantwortung für die Familienarbeit
neben der Erwerbstätigkeit zu. Der Trend zeigt jedoch, dass zunehmend Väter Interesse
an der Familienarbeit zeigen. Den Vätern soll daher ebenfalls in gleichem Umfang die
Familienarbeit ermöglicht werden. Es ist notwendig, den Aspekt der Vereinbarkeit von
Familie und Beruf im Arbeitsalltag zu institutionalisieren, um Verständnis und Akzeptanz
für die Familiensituation und -arbeit der Beschäftigten zu schaffen.
1. Schaffung individueller familienfreundlicher Arbeitszeiten im Einzelfall unter
Ausschöpfung aller stadtinternen Möglichkeiten.
2. Einrichtung eines Arbeitszeitkontos für teilzeitbeschäftigte Mütter und Väter, die zu
arbeitsintensiven Zeiten Stunden über den üblichen Gleitzeitrahmen hinaus
ansammeln können, um damit die l ängeren Schließungszeiten von
Kindertagesstätten und Schulen während der Ferien abzudecken, sofern der
Dienstbetrieb dies zuläßt.
3. Unterstützung von Vätern, die sich an der Familienarbeit beteiligen wollen.
4. Umsetzung der Teilzeitwünsche von Müttern und Vätern, sofern dienstlich möglich.
5. Sensibilisierung aller Beschäftigten für die Fam ilienarbeit, z.B. in
Dienstbesprechungen, u.ä.
Ziel
Wiedereinstiegshilfen für Beschäftigte, die aus der Elternzeit oder
Beurlaubung ihren Dienst aufnehmen
Hier sind insbesondere Frauen angesprochen, die aufgrund ihrer tradierten Rolle
überwiegend Familienarbeit leisten. Sie haben oftmals aufgrund längerer Familienzeiten
Schwierigkeiten, wieder zurück in den Beruf zu finden. Um den Wiedereinstieg zu
erleichtern, wird der Kontakt zu den Beurlaubten gefördert. Den Beschäftigten wird
ermöglicht, auf dem Laufenden zu bleiben und das Amt kann mehr Planungssicherheit
erreichen. Hier können Maßnahmen ergriffen werden, von denen beide Seiten profitieren.
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1. Kontakt zu den Beurlaubten halten, indem sie zu allen formellen Veranstaltungen
eingeladen werden
S Übersendung von amtsspezifischen Unterl agen, z.B. über
Strukturveränderungen oder Einführung neuer Software usw.
S Kontaktaufnahme mit den Frauen 1 Jahr bevor sie regulär aus der
Beurlaubung zurückkehren, um mit i hnen notwendige
Qualifizierungsmaßnahmen abzustimmen
S Einladung zum FuB - Gespräch während der Elternzeit und der Beurlaubung
2. Teilzeitbeschäftigung während der Eltern- und Familienzeit (ggf. für längerfristige
Urlaubs- und Krankenvertretungen) zwischen 15 und 30 Wochenstunden, sofern
die Stelle nicht vertretungsweise wiederbesetzt wurde.
Ziel
Paritätische Besetzung in Führungspositionen
Alle Beschäftigten der Kämmerei erhalten die gleichen Chancen, sich auf
Führungsfunktionen zu bewerben.
1. Im Rahmen des Förder- und Bera tungsgespräches werden Frauen gezielt
angesprochen und motiviert, sich auf Führungsfunktionen zu bewerben.
2. Unterstützung bei der Erstellung eines persönlichen Qualifizierungskonzeptes, das
auf eine mögliche Bewerbung um eine Führungsfunktion abgestimmt ist
3. Übertragung von Projektleitungen und Sonderaufgaben, um Führungsaufgaben zu
üben oder besondere Fähigkeiten und K enntnisse zu erlangen, die für
Führungspositionen von Bedeutung sind.
Ziel Qualifizierung der Beschäftigten
Alle Beschäftigten der Kämmerei erhalten den gleichen Zugang zu allen Aus- und
Fortbildungsmaßnahmen. Im Rahmen eines amtsweiten Qualifizierungskonzeptes wird
der zeitliche Rahmen pro Jahr festgelegt. In den Förder- und Beratungsgesprächen wird
die Teilnahme an den speziellen fachlichen und persönlichkeitsbildenden Seminare
festgelegt. Dabei sind nicht nur in- und externe Seminare Schwerpunkt, sondern auch
andere weiterbildende Maßnahmen.
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1. ggf. Einführung von Fachkarrieren (weg von der Einheitssachbearbeitung und hin
zu einer Besoldungs-/Vergütungsstruktur, die eine Fachkarriere ermöglicht)
2. Verbesserung der Kommunikation und des Informationsflusses im Amt
3. Hospitation in anderen Abteilungen des Amtes oder in externen Institutionen mit
dem Ziel, den Blick über den Tellerrand zu ermöglichen
4. Coaching, Mentoring und Unterstützung anbieten
5. Unterstützung der Lebensplanung
Die Zielvereinbarungen werden für den Zeitraum 01.06.2004 bis 31.05.2007
abgeschlossen.
Die Kämmerei wird dem Frauenbüro in einem jährlichen Controlling zur Umsetzung der
Zielvereinbarungen berichten.
Düsseldorf, den
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Frank-Ronald Jahnke Dagmar Wandt
Leiter der Kämmerei Gleichstellungsbeauftragte