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Title: Vorlage 01/ 216/2019
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00346422.pdf
Published Time: Mon, 12 Aug 2019 15:40:32 GMT
Number of Pages: 3
Markdown Content:
Vorlage 01/ 216/2019
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> RSD Vorlage
> Xöffentlich nicht öffentlich
> FDP -Ratsfraktion Düsseldorf
> SPD -Ratsfraktion Düsseldorf
> Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Düsseldorf, 24.06.2019
> An Oberbürgermeister
> Thomas Geisel
Antrag
> Antrag der Ratsfraktionen von SPD, BÜ90/GRÜ und FDP: Optimierung der Düsseldorfer gesundheitlichen Notfallversorgung durch Digitalisierung
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Geisel,
im Namen der Fraktionen von FDP, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bitten wir Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Ratssitzung am 04. Juli 2019 zu setzen und zur Abstimmung zu bringen:
Antrag:
Die Verwaltung wird gebeten, ein organisationsübergreifendes Expertenteam aus den Dezernaten 04 und 08 zur Koordinierung der Digitalisierungsprozesse im Düsseldorfer System der gesundheitlichen Notfallversorgung ins Leben zu rufen.
Dabei soll neben der organisatorischen Optimierung der gesundheitlichen Notfallversorgung auch Ziel sein, die Zusammenarbeit zwischen allen Trägern und Akteuren der Notfallversorgung, des ehrenamtlichen Katastrophenschutzes, des Gesundheitsamtes sowie der Feuerwehr zukunftsfähig zu gestalten.
Diesem Team sollen neben den städtischen Fachstellen Vertreterinnen und Vertreter der Politik und von ausgewählten externen Fachfirmen, Beratungsunternehmen, Krankenkassen, und der Notfall-Hilfeorganisationen beratend angehören.
Begründung:
Der demographische Wandel, das Bevölkerungswachstum und der Fachkräftemangel stellen auch das Gesundheits- und Rettungswesen in der Landeshauptstadt Düsseldorf vor besondere Herausforderungen. Wir setzen uns für eine bestmögliche gesundheitliche Notfallversorgung der Düsseldorferinnen und Düsseldorfer ein und wollen den Herausforderungen frühzeitig und proaktiv begegnen. Hierzu wollen wir die Chancen der Digitalisierung nutzen, damit alle Beteiligten an der gesundheitlichen Notfallversorgung sich auf ihre Kernaufgaben, den Dienst am Patienten, konzentrieren können. Vorlage 01/ 216/2019
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Dabei sehen wir unter anderem folgende Möglichkeiten, über die mit Hilfe der Digitalisierung von Prozessen für mehr Sicherheit und eine bessere gesundheitliche Versorgung für die Bürgerinnen und Bürger gesorgt werden kann:
1. Ausbau von IVENA eHealth, einem webbasierten interdisziplinären Versorgungsnachweis, mit dem Rettungsdienst und Krankenhäuser digital vernetzt werden. Über dieses System können Krankenhäuser ihre Kapazitäten in den Notaufnahmen angeben und Notärzte und Notärztinnen oder Notfallsanitäter und Notfallsanitäterinnen können den Krankenhäusern aus dem Rettungswagen bereits Angaben über die zu erwartenden Patientinnen und Patienten machen. Diese Portale werden in Frankfurt und Berlin bereits mit großem Erfolg genutzt. Durch Ivena wird es eine effizientere Nutzung bestehender Krankenhausressourcen geben.
2. Erweiterung der Prozessmodellierung der mobilen Datenerfassung für den Rettungsdienst (Mobidat): hier soll geprüft werden, inwiefern das bereits existierende System optimiert werden kann, um die elektronische Ausstattung in den Rettungswagen, der Leitstelle und den Krankenhäusern sinnvoll miteinander zu vernetzen. Ein reibungsloses Schnittstellenmanagement gewährleistet mehr Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Hierzu existiert beispielsweise im Ruhrgebiet das erfolgreiche Referenzprojekt Falko, das eine Kommunikation bei unterschiedlichen IT Schnittstellen ermöglicht.
3. Ausbau der digitalen Fort- und Weiterbildung medizinischen Fachpersonals. Mit der Schaffung des Berufsbildes der Notfallsanitäter*innen hat der Gesetzgeber einen wegweisenden Schritt in Richtung interprofessionelle Kooperation getan. Allerdings muss das Zusammenwirken der mit neuen Kompetenzen ausgestatteten Notfallsanitäter*innen und den Notärztinnen und Notärzten vertieft und geübt werden. Auch hierbei bietet sich digitale Unterstützung an. Der Aufbau eines solchen Simultationszentrums hätte zudem Vorzeigecharakter für das gesamte Bundesland Nordrhein-Westfalen. Verbunden mit dem Vorteil, dass auch das Land in Planung und Finanzierung einbezogen werden kann. Auch die von allen Seiten geforderte Implementierung des Telenotarztes bedingt eine neue Form der Kooperation zwischen den involvierten Partnern.
4. Implementierung der Telemedizin als zukunftsweisende Kommunikationsform in der gesundheitlichen Notfallversorgung. Die zunehmende Digitalisierung von Gesundheitsdaten zielt derzeit insbesondere auf die allgemeine gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung ab. Dies muss auch für die notfallmedizinische Gesundheitsversorgung gelten. Die Einführung einer Gesundheitsapp und Gesundheitskarte muss hier auch eine entsprechende organisatorische Optimierung beinhalten.
Hierbei hilft zum Beispiel der Telenotarzt als Instrument, die Kooperation zwischen Notärztinnen und Notärzte, der Notfallsanitäter*innen, der ambulanten Notfallpraxis sowie den Krankenhausambulanzen neu zu gestalten. Vorlage 01/ 216/2019
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Insgesamt sehen wir die Digitalisierung als eine große Chance, das gesundheitliche Notfallversorgungssystem erfolgreich für das nächste Jahrzehnt vorzubereiten.
Mit freundlichen Grüßen
Manfred Neuenhaus Markus Raub
Angela Hebeler Norbert Czerwinski
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Ergebnis
Rat -/-¹ -/-²
> 1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant.
> 2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.
Anlagen: beigefügt x nicht vorhanden
X öffentlich nicht öffentlich