Originale durchsuchen
Dokumenttexte
Anfrage als Text anzeigen
GLA/007/2025
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 18.03.2025
An die Vorsitzende
des Gleichstellungsausschusses
Frau Angela Hebeler
Anfrage der Ratsfraktion DIE LINKE. Düsseldorf zur Sitzung des GLA am
01.04.2025
Betrifft:
Anfrage der Ratsfraktion DIE LINKE: Gewaltprävention durch Täterarbeit
Sehr geehrte Frau Vorsitzende,
zur Sitzung des Gleichstellungsausschusses am 01. April 2025 stellt DIE LINKE.
Ratsfraktion Düsseldorf folgende Anfrage:
Im November 2024 wurde das Lagebild von BKA -Vizepräsident Michael
Kretschmer gemeinsam mit der Bundesinnenministerin Nancy Faeser sowie der
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Lisa Paus, in Berlin
vorgestellt. Laut Bericht des Bundeskriminalamtes (BKA) von 2023 wurden
256.000 Opfer von häuslicher Gewalt erfasst. Das waren 6,5 Prozent mehr als im
Vorjahr.
1
Diese Datenbasis wird jährlich erhoben und soll zur Kriminalitätsbekämpfung und
zur Prävention beitragen sowie in der kriminologischen Forschung genutzt
werden. Das Lagebild kommt damit den Forderungen der sogenannten Istanbul -
Konvention nach.
Nach dem Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von
Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt vom 11.05.2011 ist unter Kapitel III
- Prävention, Artikel 12 - Allgemeine Verpflichtungen festgehalten, dass
erforderliche Maßnahmen getroffen werden sollen, die Veränderungen von
sozialen und kulturellen Verhaltensmustern von Frauen und Männern zum Zie l
haben, die auf Vorstellungen der Unterlegenheit der Frau oder auf
Rollenzuweisungen für Frauen und Männer beruhen.
2
Zu der Präventionsarbeit
zählen auch Bewusstseinsbildung (Artikel 13), Bildung (Artikel 14), Aus- und
Fortbildungen von Angehörigen bestimmter Berufsgruppen (Artikel 15) sowie
Vorbeugende Interventions- und Behandlungsprogramme (Artikel 16).
1
https://www.bka.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/Kurzmeldungen/241119_BLBSt
raftatengegenFrauen2023.html
2
https://rm.coe.int/1680462535
Seite 2
Das Land Nordrhein-Westfalen hat ein Förderprogramm „Täterarbeit" von 2021
bis 2024 mit 3,9 Millionen Euro zur Schaffung eines flächendeckenden und
vernetzten Angebotes von Maßnahmen zur Verfügung gestellt.
3
Auf dem
Opferschutzportal Nordrhein-Westfalen wird für Düsseldorf die Diakonie
Düsseldorf lediglich erwähnt.
4
DIE LINKE. Ratsfraktion Düsseldorf fragt an:
1. Welche Programme, Maßnahmen der Präventi on,
Bewusstseinsbildung, Bildung, Aus - und Fortbildungen von
Angehörigen bestimmter Berufsgruppen nach Artikel 12 bis 16 der
Istanbul- Konvention werden in Düsseldorf zur präventiven
Täterarbeit seit 2020 inklusiv der Teilnahmegebühren, die sich für
sie ergeben, bis heute angeboten?
2. Wie haben sich die Teilnehmendenzahlen in den letzten fünf
Jahren entwickelt; aufgegliedert in Jugendliche unter 18 (m, w, d)
und Erwachsene (m, w, d)?
3. Konnten Zuschüsse vom Land NRW akquiriert werden, wenn ja
welche, wenn nein warum nicht?
Mit freundlichen Grüßen
Inge Heuschen Petra Müller-Gehl
F.d.R. Sönke Voigt
3
https://www.mkjfgfi.nrw/menue/gleichstellung/gewaltschutz -und-
gewaltpraevention/foerderung-von-taeterarbeit-faellen
4
https://www.opferschutzportal.nrw/sites/default/files/2022-10/taeterarbeits-
beratungsstellen_2022_barrierefrei_1.pdf