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RAT/367/2024
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 11.11.2024
An den Oberbürgermeister
Herrn Dr. Stephan Keller
Anfrage des Ratsmitglieds Helmut Born zur Sitzung des Rates am
21.11.2024
Betrifft:
Anfrage des Ratsherrn Born: Auswirkungen der geplanten Mittelstreichungen der
NRW-Landesregierung auf Düsseldorf
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
zur Sitzung des Rates am 21. November 2024 stelle ich folgende Anfrage:
Die Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege des
Landes Nordrhein-Westfalen schlägt Alarm: Der Entwurf des Haushaltes 2025
der CDU/Grünen-Landesregierung von Nordrhein-Westfalen enthält Kürzungen
allein im Sozialbereich von fast 83 Millionen Euro
1
.
Weiter heißt es von der Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien
Wohlfahrtspflege, dass der Haushaltsplanentwurf so viele Kürzungen im sozialen
Bereich wie noch nie zuvor enthält. Auch in Bereichen in denen nicht
ausdrücklich gekürzt wird, kommt es faktisch zu Kürzungen, da es keine
Mittelzuwächse gibt, um die steigenden Kosten aufzufangen.
Die Arbeitsgemeinschaft hat die Kürzungen aufgeschlüsselt:
Freie Wohlfahrtspflege Verbände -2.100.000 EUR
Soziale Unterstützungsstruktur -26.761.009 EUR
Alter und Pflege -12.703.500 EUR
Migration, Flucht und Integration -22.701.300 EUR
Familienbildung und Familienhilfen -9.367.300 EUR
Hilfen für Menschen mit Behinderung -6.720.100 EUR
Armutsbekämpfung -2.590.300 EUR
GESAMT -82.943.509 EUR
Die Folgen einer Umsetzung dieser Kürzungspläne der NRW -Landesregierung
werden auch in Düsseldorf zu spüren sein. Wenn die Stadt Düsseldorf die
geplanten Kürzungen nicht auffängt, müssen Angebote und Beratungen
erheblich gekürzt bzw. ganz gestrichen werden.
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So warnte bereits die Düsseldorfer AIDS-Hilfe, dass neben anderen ihre Projekte
Youthwork und PRADI in Gefahr sind.
1
https://www.freiewohlfahrtspflege-
nrw.de/fileadmin/user_data/2024/Initiativen/Kuerzungen_die_man_sieht/LAG_F
W_Auswirkungen_HHP2025.pdf
Ich frage an:
1. Welche Angebote der freien Wohlfahrtspflege, deren Förderung
durch die Stadt Düsseldorf und/oder das Land NRW läuft oder
beantragt ist, wären voraussichtlich von den geplanten
Kürzungen betroffen? (Bitte eine Auflistung der Förderanträge
bzw. Förderungen und betroffener Stellen.)
2. Bei welchen Angeboten bzw. bei welchen Projekten erwägt die
Stadt, mögliche Kürzungen der Landesförderung durch eine
Erhöhung der städtischen Förderung ganz oder teilweise
auszugleichen? (Wenn möglich, nach Prioritäten und nach
Umfang des Ausgleichs aufgliedern.)
3. Wie gedenkt die Stadtverwaltung, infolge von Kürzungen
entstehende Versorgungslücken bei den Beratungs -,
Unterstützungs- und anderen Angeboten zu schließen?
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Born
f.d.R. Sönke Voigt