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BV5/178/2025
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
der Bezirksvertretung 5
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 12.11.2025
An den
Bezirksbürgermeister
des Stadtbezirks 5
Anfrage zur Sitzung der Bezirksvertretung 5 am 25. November 2025
Betrifft:
Gefährden die Immobilienverkäufe des Flughafens das Gewerbe in Lohausen?
(Anfrage Herr Fröhlich, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, vom 12. November
2025)
Die Zahl der innerdeutschen Flüge geht weiter zurück, so auch am Düsseldorfer
Flughafen, und erreicht kaum ein Fünftel der Menge vor der Pandemie (sehe u.a.
Rheinische Post, 31.10.2025, Inlandsflüge schwächeln weiter - nicht nur wegen
der Kosten).
Diese Entwicklung ist zwar nicht g ut für das wirtschaftliche Ergebnis des
Flughafens, aber gut für das Klima, weil nunmehr die Bahn häufiger das
Zubringertransportmittel zu den internationalen Drehscheiben in Frankfurt und
München genutzt wird.
Auch Lohausen ist von dieser Entwicklung getroffen, denn offenbar forciert der
Flughafen Düsseldorf seinen Immobilienverkauf, um zusätzliche Einnahmen zu
generieren.
Der Verkauf betrifft nicht nur einzelne Immobilien, sondern auch größere
zusammenhängende Bereiche, aktuell wohl die westliche Straße nseite der
Niederrheinstraße im Abschnitt zwischen dem evangelischen Kindergarten und
dem Edeka-Markt.
Dort sind zehn Unternehmen ansässig, darunter die örtliche Tierärztin, eine KFZ-
Werkstatt und die Jugendberufshilfe. Der Flächennutzungsplan der
Landeshauptstadt Düsseldorf stellt dieses Gebiet als Gewerbegebiet dar, zum
einen wegen der direkten Lärmimmissionen durch die Start - und Landebahn des
Flughafens und zum anderen auch wegen der Lärmimmissionen der
Hauptverkehrsstraße Niederrheinstraße (ca. 12.000 KFZ täglich laut
maps.duesseldorf.de).
Die Grundstückspreise in einem Gewerbegebiet sind niedriger als in einem
Wohngebiet, so dass ein Verkauf zu Wohnzwecken - mit Zustimmung der Stadt
- zur Verdrängung der Betriebe führen würde. Nicht von ungefähr hat in der
Wahlperiode des ehemaligen Oberbürgermeisters Erwin die Stadt Düsseldorf die
Entwicklung des Gewerbegebiets beiderseits der Niederrheinstraße aktiv forciert
und so Arbeitsplätze und Infrastruktur für Düsseldorf und Lohausen ermöglicht.
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Vor diesem Hintergrund bitte ich um die Beantwortung folgender Fragen:
1. Wie viele gewerblich genutzte Immobilien, die der Flughafen veräußern
möchte oder in 2025 bereits veräußert hat, sind der Stadt Düsseldorf
bekannt?
2. Was unternimmt die Stadt Düsseldorf, um die Gewerbebetriebe in diesen
Immobilien dahingehend zu unterstützen, dass sie - trotz Verkauf der
Grundstücke - ihren Betriebssitz behalten können?
3. Hat die Stadt Düsseldorf ihre Haltung zum Gewerbe beiderseits der
Niederrheinstraße in Lohausen geändert und nimmt sie eine Verdrängung
der gewerblichen Nutzung durch weitere Genehmigungen von Wohnraum
stillschweigend in Kauf?
gez. Waldemar M. Fröhlich