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Stadtbezirk 2 (Flingern, Düsseltal)örtlicher Bezug2Dokumente12. Januar 2026veröffentlicht
Worum es geht
Die folgenden Fragen stammen aus der Anfrage. Sie sind keine Feststellungen der Verwaltung; Antworten und Beratungsstand stehen gesondert im Verlauf.
Aus „Sachdarstellung“
Starkregen im Jahr 2021 hatten nicht nur die Extremflut im Ahrtal zur Folge, sondern auch Hochwasserschäden in Düsseldorf. Auch im Stadtbezirk 2 kam es zu Überschwemmungen, die die Sicherheit, die Gesundheit, die Wohnungen und das Eigentum von Bewohnerinnen und Bewohnern gefährdet und geschädigt haben. Der eigentlich reizvolle Umstand, dass wir in unserem Stadtbezirk oder in seiner unmittelbaren Nachbarschaft viele Gewässer haben (z. B. nördliche Düssel, Kittelbach, Teiche im Ostpark, Zoopark, Buscher Mühlen Park) kann sich unter extremen Bedingungen zu einer besonderen Herausforderung entwickeln. Zudem ist in Folge des Klimawandels mit zunehmend häufiger und intensiver auftretenden Regenfällen zu rechnen, die in kürzester Zeit sowohl Menschen in Gefahr bringen als auch städtische Infrastruktur (Zuwegungen, Straßen, Stromversorgung) beschädigen können. Insofern scheint es geboten, strukturell präventive Maßnahmen zu treffen.
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Sitzung: 10.03.2026
Vorlagennummer BV2/014/2026
Anfrage von Frau Weishaupt vom 11.01.2026
hier: Hochwasserschutz
Frage 1:
Welche Wohngebiete im Stadtbezirk 2 wurden in den letzten Jahren - insbesondere
in 2021 - von Hochwasservorkommen und Überschwemmungen betroffen?
Antwort:
Die Überschwemmungen in großen Teilen Düsseldorfs im Jahr 2021 ergaben sich aus
gleichzeitig auftretendem Hochwasser der Düssel und lokalem Starkregen. Das
Ereignis 2021 wird als Extremereignis eingestuft und übersteigt das
Bemessungsszenario, auf welches die Hochwasserschutzanalgen sowie die örtliche
Kanalisation ausgelegt sind, deutlich.
Infolge dessen waren große Teile des Stadtgebiets betroffen, darunter auch der
Stadtbezirk 2 - durch die Überlagerung von Hochwasser und Starkregen ist eine
gesicherte Einschätzung zur letztendlichen Überflutungsursache erschwert. Im
Stadtbezirk 2 waren laut Anwohnerumfragen besonders die Gebiete hinter der
Altenbergstraße sowie an der Walter-Eucken-Straße entlang der Bahnlinie betroffen.
Laut Starkregengefahrenkarte liegen, wie auch in allen anderen Stadtteilen
Düsseldorfs, niederschlagsabhängige Überflutungsschwerpunkte im Stadtbezirk 2
vor. Insbesondere in tiefergelegenen Siedlungsbereichen kann es bei intensiven
Starkregenereignissen zu Überflutungen kommen, wenn sich dort
Niederschlagswasser sammelt. Die Starkregengefahrenkarte wird fortlaufend
aktualisiert. Die identifizierten Überflutungsflächen werden im Rahmen des
stadtweiten Starkregenrisikomanagements systematisch berücksichtigt.
Frage 2:
Welche präventiven Maßnahmen wurden in der Folge für die jeweiligen
Schadensbereiche entwickelt und für einen möglichen Bedarfsfall zur Anwendung
bereitgestellt?
Antwort:
Das Ereignis 2021 lieferte wichtige Erkenntnisse für den weiteren Ausbau des
innerstädtischen Hochwasserschutzes - es wurden bereits entsprechende
Maßnahmen umgesetzt, andere befinden sich zurzeit in Umsetzung. So wurde
beispielsweise der Hochwasserschutz im Stadtbezirk 2 an der Nördlichen Düssel
verstärkt; die Hochwasserschutzmauer entlang der Altenbergstraße wurde im Jahr
2025 fertiggestellt.
Darüber hinaus sieht das Hochwasserschutzkonzept der Stadt Düsseldorf vor, bei
Hochwasser die Innere Nördliche Düssel durch Schütztafeln abzutrennen, um die
Hochwasserbelastung in der Innenstadt zu reduzieren. Demnach ist die Innere
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Nördliche Düssel sowie die angrenzenden Teiche (z. B. Zooteich) weitgehend
unbeeinflusst von Hochwasser.
Ergänzend zum baulichen Hochwasserschutz hat die Stadt Düsseldorf nach dem
Ereignis 2021 einen „Einsatzplan Hochwasser Düsselsystem und Nebengewässer"
erarbeitet. Dieser regelt die Zusammenarbeit der beteiligten Stellen (darunter die
Feuerwehr, das Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz und der
Stadtentwässerungsbetrieb), sowie Alarmierungs- und Warnabläufe. Zudem
beschreibt er konkrete Maßnahmen zur Gefahrenabwehr, etwa den Einsatz mobiler
Hochwasserschutzelemente, das Bereitstellen von Sandsäcken, das Entf ernen von
Treibgut oder die Sperrung betroffener Bereiche. Der Einsatzplan wird regelmäßig
überprüft und fortgeschrieben.
Eine weitere Maßnahme ist die Überarbeitung des hydraulischen Modells der
Nördlichen Düssel, welche derzeit erfolgt. Dieses ermöglicht eine genauere Planung
von Maßnahmen, die Berücksichtigung veränderte Abflussverhältnisse infolge des
Klimawandels und unterstützt die Identifikation potenzieller Retentionsflächen.
Zusätzlich sind im Rahmen des Objektschutzes starkregenabhängige Schäden in
privater Risikovorsorge abzuwenden. Der Stadtentwässerungsbetrieb Düsseldorf
bietet dazu eine Starkregenberatung an.
Frage 3:
Wie wird das Potential einzelner Gewässer im Stadtbezirk eingeschätzt, durch
wasserbauliche Maßnahmen Retentionsflächen zu gewinnen oder zu ertüchtigen?
Antwort:
Die Stadt prüft fortlaufend Flächen entlang der innerstädtischen Gewässer auf ihre
Eignung als Retentionsraum. Wie in vielen Stadtteilen grenzen jedoch auch im
Stadtbezirk 2 Bebauung und Infrastruktur häufig unmittelbar an die Gewässer an,
was die Umsetzung entsprechender Maßnahmen einschränkt. Dennoch wird weiterhin
geprüft, wo zusätzliche Retentionsflächen geschaffen werden können, um den
natürlichen Hochwasserschutz zu stärken.
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Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.