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BV2/180/2025
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 17.11.2025
Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN
der Bezirksvertretung 2
An den
Bezirksbürgermeister
des Stadtbezirks 2
Herrn Philipp Schlee
Betrifft:
Bewertung Stadtwerkepark hinsichtlich seines ökologischen und
klimaregulierenden Nutzens für die Stadt
- Anfrage von Frau Weishaupt
1. Wie ist die natürliche Lebenserwartung und die Klimaresistenz der Bäume
aus dem historischen Bestand des Parks einzuschätzen?
2. In welcher Weise entspricht die Bepflanzung der Parkflächen mit Rasen
und Sträuchern den seit der Eröffnung des Parks im Jahr 2005
gewachsenen Ansprüchen an Artenvielfalt und ökologischem Nutzen
einzelner Pflanzen?
3. Welche Veränderungen hat es seit der Eröffnung des Parks 2005 in Bezug
auf den Baumbestand (z.B. durch Baumfällungen, Verluste durch
Sturmschäden, Nach- oder Hinzupflanzungen) und die mit Rasen und
Sträuchern bepflanzten Flächen gegeben?
gez. Barbara Weishaupt
Beantwortung BV2 180 2025 Bewertung Stadtwerkepark als Text anzeigen
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Sitzung: 10.03.2026
Vorlagennummer BV2/180/2025
Anfrage von Frau Weishaupt vom 17.11.2025
hier: Bewertung Stadtwerkepark hinsichtlich seines ökologischen und
klimaregulierenden Nutzens für die Stadt
Frage 1:
Wie ist die natürliche Lebenserwartung und die Klimaresistenz der Bäume aus dem
historischen Bestand des Parks einzuschätzen?
Frage 2:
In welcher Weise entspricht die Bepflanzung der Parkfläche mit Rasen und
Sträuchern den seit der Eröffnung des Parks im Jahr 2005 gewachsenen Ansprüchen
an Artenvielfalt und ökologischem Nutzen einzelner Pflanzen?
Frage 3:
Welche Veränderungen hat es seit der Eröffnung des Parks 2005 in Bezug auf den
Baumbestand (z.B. durch Baumfällungen, Verluste durch Sturmschäden, Nach - oder
Hinzupflanzungen) und die mit Rasen und Sträuchern bepflanzten Flächen gegeben?
Antwort zu Frage 1 bis 3:
Der Stadtwerkepark ist auf dem ehemaligem Werksgelände der Stadtwerke
Düsseldorf entstanden und wurde im Jahr 2005 eingeweiht. Vom ursprünglichen
Gelände sind noch der wertvolle Altbaumbestand und das ehemalige Pförtnerhaus
erhalten geblieben. Dort, wo früher die Industrie die Landschaft prägte, ist ein neuer,
grüner Platz für Jung und Alt entstanden. Auf 2,1 Hektar Fläche gibt es nun viel Platz
für unterschiedliche Nutzungen. Als Aktiv-Park werden auf der Grünfläche
Spielgelegenheiten für Kinder aller Altersgruppen angeboten. Zu finden sind dort ein
Sandspielplatz und eine Wasser-Matsch-Anlage, ein Spielschiff mit Rutsche und ein
Schaukelfeld. Für Beachvolleyball und zum Skateboarden wurden ebenfalls
Spielfeldflächen eingerichtet. Zudem kann Schach, Tischtennis und Boule gespielt
werden. Hinzu kommen großzügige Rasenflächen. Ein bogenförmiger Weg führt
durch den Park, an dessen Verlauf Bänke aufgestellt wurden. Der Stadtwerkepark ist
einer der am intensivsten von der Bevölkerung genutzten Grünanlagen in Düsseldorf.
Insofern sollte an der grundsätzlichen Konzeption des Aktiv-Parks nichts geändert
werden. Zudem ist das Urheberrecht der planenden Landschaftsarchitekten zu
beachten.
Anzumerken gilt, dass innerstädtische Grünflächen inzwischen „multikodiert" gedacht
werden. Insbesondere durch den Klimawandel ist eine Anpassung, zum Beispiel
durch stärkere Beschattung erforderlich.
Für den Stadtwerkepark plant die Verwaltung aktuell die Lärmschutzwand zur
Kettwiger Straße in Teilen mit Kletterpflanzen zu begrünen. Da die Rasenflächen im
Stadtwerkepark aufgrund der intensiven Nutzung nicht in Blühwiesen umgewandelt
werden können, sind in Rand- und Saumbereichen ergänzende blütenreiche
Staudenpflanzungen vorgesehen. Diese werden auf di e Zielarten des
Biodiversitätskonzeptes abgestimmt.
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Der Park hat mehrere Sturmereignisse (u.a. Sturm Ela 2014) und Trockenperioden
überstehen müssen. Dies hat den Baumbestand in seiner Zusammensetzung
verändert. In den letzten Jahren wurde bereits darauf reagiert. Die aus
Verkehrssicherheitsgründen gefällten Bäume sind durch Bäume der „Düsseldorfer
Zukunftsbaumliste" ersetzt worden. Dem Park stehen im ursprünglichen Zustand
noch ca. 10% an freien Standorten zur Verfügung, auf denen Zukunftsbaumarten
gepflanzt werden können. Wenn diese freien Standorte nachge pflanzt werden,
verjüngt sich der Baumbestand im Schnitt auf knapp unter 20% Bäume in der
Jugendphase.
Die meisten Bäume des Parkes befinden sich in der Reifephase und sind dem Alter
entsprechend sehr vital. Die weiteren Bäume weisen eine gute bis sehr gute Vitalität
auf. Demnach ist der Baumbestand zum jetzigen Zeitpunkt für die Zukunft gut
aufgestellt und wird sich auch vor dem Hintergrund des Klimawandels weiter
nachhaltig entwickeln können.