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AUS/005/2025
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Beschlussvorlage
Betrifft:
Förderprogramm "Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf":
Haushaltsneutrale Aufstockung der Finanzmittel
Fachbereich:
19 - Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordneter Jochen Kral
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Ausschuss für Umwelt-, Klima-
und Verbraucherschutz
08.05.2025 Vorberatung
Haupt- und Finanzausschuss 19.05.2025 Vorberatung
Rat 28.05.2025 Entscheidung
Beschlussdarstellung:
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beschließt die haushaltsneutrale
Aufstockung der Finanzmittel zum Förderprogramm „Klimafreundliches Wohnen und
Arbeiten in Düsseldorf" von rund 6,5 Millionen Euro auf 10 Millionen Euro. Die
Finanzmittel werden aus dem 60 Millionen Euro Klimaschutzetat (Produkt 5656102)
jährlich bereitgestellt.
Sachdarstellung:
Private Haushalte tragen zu rund einem Drittel zu den Emissionen im Düsseldorfer
Stadtgebiet bei. Hier kann die Landeshauptstadt Düsseldorf nur begrenzt Einfl uss
nehmen. Ein wirkungsvoller Beitrag zum Klimaschutz ist jedoch die Reduzierung des
Energieverbrauchs durch eine energetische Gebäudesanierung sowie die Versorgung
der Haushalte mit klimafreundlichem Strom und Wärme. In diesem Zusammenhang
kommt dem dire kt auf die privaten Haushalte wirkenden kommunalen
Förderprogramm „Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf" eine
besondere Bedeutung zu, da mit den bezuschussten Maßnahmen die Sanierungsrate
im Düsseldorfer Gebäudebestand sowie der Anteil erneu erbarer Energien wirksam
gesteigert werden.
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Bereits im Jahr 2024 wurden mehr als 10 Millionen Euro Fördermittel im Rahmen des
Programms „Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf" ausgeschüttet
(siehe Anlage Seite 1 von 2). Der höhere Finanzbedarf wurde aus gebundenen und
übertragenen Fördermittel der zurückliegenden Jahre gedeckt. Auf Basis des
erhöhten Antragsaufkommens sowie zunehmender Komplexität der Förderanträge
wird dieser Weg allerdings nicht auf Dauer mit den zur Verfügung stehenden
Finanzmitteln fortgeführt werden können.
In 2023 wurden insgesamt 2.554 Anträge auf Erteilung einer Fördernummer
eingereicht. In 2024 waren es bereits 3.724 Anträge; es ergibt sich eine Steigerung
um rund 46 %. Durchschnittlich wurden in 2024 mehr als 300 A nträge im Monat
eingereicht. Allein im Dezember 2024 wurden 451 neue Förderanträge registriert
(siehe Anlage Seite 2 von 2).
In 2025 wird ein neues Fachverfahren (Datenbank) zur Bearbeitung von
Förderanträgen eingeführt und dadurch eine digitale End -to-End-Anwendung
implementiert. Diese Anwendung bietet die Grundlage, bestehenden Prozesse zu
automatisieren, Medienbrüche drastisch zu reduzieren und Automatisierungen
umzusetzen. Ein Beispiel hierfür ist die automatisierte Erstellung der Fördernummer
in einem Großteil der Förderfälle. Freiwerdende Kapazitäten sollen für die Steigerung
der aufsuchenden Förderberatung und eine nochmals verstärkte Öffentlichkeitsarbeit
mit klarem Fokus auf die Stimulierung von Investitionen mit hoher Wirksamkeit für
die Reduzierung von Treibhausgasen genutzt werden. Aus diesen Maßnahmen
resultiert ein gesteigertes Antragsaufkommen.
Zudem wird durch die Finalisierung der Kommunalen Wärmeplanung eine
Sensibilisierung der Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger für klimafreundliche
Wärmeversorgung stattfinden, wodurch eine erhöhte Nachfrage der entsprechenden
im Rahmen „Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf" bezuschussten
Maßnahmen generiert wird.
Darüber hinaus wurde festgestellt, dass vermehrt Anträge zu umfassenden
Sanierungsmaßnahmen wie Effizienzhäuser oder energetische Ertüchtigung der
Gebäudehülle eingehen. Aufgrund deren Komplexität ist eine Erhöhung des
durchschnittlichen Zuschussvolumens pro Antrag zu erwarten.
Unter Berücksichtigung der genannten Gesichtspunkte ist eine weitere Steigerung
bzw. Stabilisierung der Antragszahlen auf hohem Niveau und der ausgezahlten
Fördermittel in 2025 anzunehmen.
Überträgt man die für dieses Jahr festgestellte prozentuale Steig erung der
Antragszahlen um rund 46 % auf den bisherigen Haushaltsansatz von rund 6,5
Millionen Euro, ergibt sich bereits ein Ansatz von rund 9,5 Millionen Euro. Um die
höhere Fördermittelnachfrage langfristig bedienen zu können, wird daher eine
haushaltsneutrale Mittelaufstockung für das Förderprogramm „Klimafreundliches
Wohnen und Arbeiten" von 6,5 Millionen Euro auf 10 Millionen Euro beantragt.
Der im Ratsbeschluss vom 19.12.2019 beschlossene Änderungsantrag der
Ratsfraktionen von SPD, BÜ90/GRÜ und FDP zum Haushaltsplanentwurf 2020 behält
seine Gültigkeit.
Der Beschluss „Klimaneutral 2035 (RAT/222/2019)" hält fest, dass für das
Förderprogramm „Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf" in den
Haushaltsjahren 2020 ff. jeweils 1 Millionen Euro mit Sperrvermerk zusätzlich
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bereitgestellt werden. Dieser Sperrvermerk wird durch den Ausschuss für Umwelt -,
Klima- und Verbraucherschutz aufgehoben, wenn die etatmäßig bereitgestellten
Mittel verplant sind und behält seine Gültigkeit.
Anlagen:
Auswertung Förderprogramm "Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf"
Auswertung Förderprogramm "Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf" als Text anzeigen
123456789101112
SAP 2024 286.298405.082633.725456.891665.2701.595.81.179.11.609.11.031.11.082.01.134.6582.309
Laufende Summe 24286.298691.3811.325.11.781.92.447.24.043.15.222.26.831.47.862.68.944.610.079.10.661.
Laufende Summe 23260.265395.492559.457638.856792.830910.482987.5551.256.91.583.61.684.01.880.52.098.4
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-€
Monat
Mittelabfluss Förderprogramm
SAP (linke Achse) Lfd. Summe (rechte Achse)
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Feb.
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Mrz.
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Anzahl Anträge
Entwicklung der Antragszahlen im Förderprogramm Klimafreundliches Wohnen und
Arbeiten (Jahre 2023 und 2024)
Förderantrag
(Vergabe Fördernummer)
Auszahlung
(Abschluss Maßnahme)
Bewilligung
(Angewiesene Zahlung)
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