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OVA/120/2025
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Informationsvorlage
Betrifft:
Digitalisierung der P+R-Anlage in Wittlaer
Fachbereich:
66 - Amt für Verkehrsmanagement
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordneter Jochen Kral
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Bezirksvertretung 5 30.09.2025 Kenntnisnahme
Ordnungs- und
19.11.2025 Kenntnisnahme
Verkehrsausschuss
Sachdarstellung:
Die Verwaltung plant die Digitalisierung des Park-and-Ride-Parkplatzes in Wittlaer in
direkter Umgebung der gleichnamigen Stadtbahnhaltestelle (D-Wittlaer). Der
vorhandene P+R-Parkplatz ist zweigeteilt: Ein Teil liegt nördlich der Einbrunger
Straße, der andere südlich. Der nördliche Teil mit 45 Stellplätzen befindet sich im
Besitz der Landeshauptstadt Düsseldorf, der südliche Teil mit 57 Stellplätzen im
Besitz der Rheinbahn AG.
Für die beiden P+R-Flächen liegen Beschwerden vor, dass dort Stellplätze von
Dauer- bzw. Urlaubsparkern blockiert werden. Die originäre Nutzung als P+R-
Parkplatz wird hierdurch eingeschränkt.
Die Verwaltung plant die Auslastung und das Parkverhalten in Wittlaer zu erfassen,
um eine belastbare Datengrundlage zum Nutzungsverhalten zu erhalten. Darüber
hinaus sollen digitale Belegungsinformationen für Nutzerinnen und Nutzer
bereitgestellt werden. Im Zuge der Maßnahme wird eine Parkhöchstdauer von 24
Stunden angeordnet, um die P+R-Nutzung in den Vordergrund zu stellen. Zu diesem
Zweck wird die Beschilderung entsprechend angepasst.
Teilbereich Nord
Im nördlichen Bereich der P+R-Anlage erfolgt die Umsetzung mittels Bodensensorik
zur stellplatzgenauen Erfassung der Auslastung. Die Umsetzung erfolgt in
Zusammenarbeit mit der Connected Mobility Düsseldorf GmbH (CMD) als
technischem Dienstleister. Die Sensoren erfassen, ob ein Stellplatz belegt oder frei
ist und übermitteln die Daten zur zentralen Datenverarbeitung. Der Einsatz dieser
Technik ermöglicht eine stellplatzgenaue Erfassung der Auslastung. Die Umsetzung
ist für den 20. Oktober 2025 geplant. An diesem Tag wird die Fläche ganztägig
gesperrt. Die Anwohnenden werden darüber per Hauswurfsendung informiert.
Teilbereich Süd
In einem zweiten Schritt ist vorgesehen, auch den südlich gelegenen Teil des
Parkplatzes in Kooperation mit der Rheinbahn und der CMD mit Sensorik
auszurüsten. Dieser Bereich soll mit einer kamerabasierten Belegungserfassung
ausgestattet werden. Aktuell laufen hierzu die Planungen, die Auswahl eines
geeigneten Technologieanbieters sowie die datenschutzrechtliche Prüfung. Es ist
vorgesehen Fördermittel zu akquirieren. Die Umsetzung ist für Anfang 2026 geplant.
Insgesamt soll das P+R Angebot am Standort Wittlaer somit kundenfreundlicher,
zuverlässiger und einfacher nutzbar werden. Dadurch kann ein Beitrag zur
Verlagerung von Verkehr vom motorisierten Individualverkehr auf den
Umweltverbund geleistet werden.
Die Verwaltung schafft außerdem Möglichkeiten zur Analyse des Parkverhaltens und
der Nachfrageentwicklung. Die erfassten Daten werden über Schnittstellen an die
Informationssysteme der Stadt geliefert und sollen über die dynamischen
Verkehrsinformationen der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Durch die
beiden Varianten der Belegungserfassung werden technologische Lösungen für eine
weitergehende Digitalisierung der P+R-Infrastruktur im Stadtgebiet erprobt.
Zusätzlich wird angestrebt eine Schnittstelle zum Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR)
zu schaffen, sodass die Informationen auch in die Auskunftssysteme des VRR
integriert werden können. Dies ermöglicht verbesserte intermodale Reiseplanungen,
die sowohl das ÖPNV-Angebot als auch das real verfügbare P+R-Angebot
berücksichtigen. Bereits heute ist die Anzahl freier Stellplätze der bereits
digitalisierten P+R-Flächen über die VRR-App abrufbar. Zukünftig will der VRR
Echtzeitdaten und Prognosen zur Belegung in die elektronische Fahrplanauskunft
integrieren.
Wittlaer dient somit als Pilotstandort für die zukünftige stadtweite Digitalisierung der
P+R-Anlagen und wird wertvolle Hinweise zum optimalen Kosten-Nutzen-Ansatz und
zur allgemeinen Nutzerakzeptanz liefern. Durch den zweigeteilten Ansatz werden
zwei unterschiedliche Systeme für den Einsatz auf weiteren Anlagen im Stadtgebiet
erprobt.
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