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Digitalisierung in Düsseldorf: Strategie, Onlinedienste und tatsächliche Nutzung

Digitale Verwaltung, Open Data, Smart City und die technische Infrastruktur der Stadt.

Inhaltlich geprüft:

Datenlage

Digitalisierung zeigt sich nicht an Projektzahlen, sondern im nutzbaren Alltag

Düsseldorf hat eine breite Strategie und hunderte Vorhaben. Die konkreten Nutzungsdaten zeigen zugleich, wie verschieden weit einzelne Dienste sind – vom etablierten Online-Antrag bis zum weiterhin stark präsenzgebundenen Prozess.

>330

erfasste Digitalprojekte

Projektbestand der Strategie, keine Abschlusszahl

6,5 %

digitale Wohnsitzanmeldungen

von der Stadt ausgewiesener Anteil 2025

383

Datensätze im Open-Data-Katalog

Katalogstand 12. August 2026, ohne Qualitätswertung

Online-Nutzung unterscheidet sich stark nach Dienst

Anteil der 2024 online erledigten Vorgänge. Wohnsitzanmeldung und Bewohnerparkausweis haben unterschiedliche Abläufe und Grundgesamtheiten; die Grafik misst Nutzung, nicht Servicequalität.

Einheit: % der jeweiligen Vorgänge

Datengrundlage der Grafik: Amt für Einwohnerwesen: Bilanz 2024

Daten als Tabelle anzeigen
Zeitraum / Kategorieonlinenicht online
Bewohnerparkausweis60,70 % der jeweiligen Vorgänge39,30 % der jeweiligen Vorgänge
Wohnsitzanmeldung1,65 % der jeweiligen Vorgänge98,35 % der jeweiligen Vorgänge

Digitalisierung ist dann relevant, wenn sie im Alltag funktioniert: wenn ein Antrag vollständig online erledigt werden kann, eine Information auffindbar ist oder Verwaltungsdaten verständlich zugänglich werden. Die Zahl von Projekten oder Portalen allein beantwortet diese Frage noch nicht.

Düsseldorf hat für seine Digitalstrategie mehr als 330 Vorhaben erfasst und in vier Programme gegliedert. Gleichzeitig zeigen die verfügbaren Nutzungszahlen große Unterschiede. 2024 wurden rund 61 Prozent der Bewohnerparkausweise online beantragt, aber nur ein kleiner Anteil der Wohnsitzanmeldungen vollständig digital erledigt. 2025 stieg die Nutzung der elektronischen Wohnsitzanmeldung, blieb jedoch im einstelligen Prozentbereich.

Dieses Dossier verbindet deshalb drei Perspektiven: Was plant die Stadt? Welche Dienste stehen bereit? Und wie stark werden sie tatsächlich genutzt? Glasfaser und andere Festnetztechnologien werden im eigenständigen Dossier zur Glasfaserversorgung ausführlich erklärt.

Überblick: Eine breite Strategie trifft auf sehr unterschiedliche Nutzung

Kerninfo: Mehr als 330 erfasste Digitalisierungsprojekte zeigen die Größe des Arbeitsprogramms. Ob Digitalisierung bei Bürgerinnen und Bürgern ankommt, lässt sich aber erst an einzelnen Verfahren messen. Der Online-Anteil reicht bei den veröffentlichten Beispielen von rund 61 Prozent beim Bewohnerparkausweis 2024 bis zu 6,5 Prozent bei der Wohnsitzanmeldung 2025.

Indikator Wert Einordnung
erfasste Digitalisierungsprojekte mehr als 330 Portfolio der Strategie, keine Zahl abgeschlossener Vorhaben
Programme 4 Infrastruktur, modernes Arbeiten, digitales Amt, Smartes Düsseldorf
Zieldimensionen 17 strategische Struktur
direkte Anliegen beim Einwohnerwesen mehr als 600.000 Jahresbilanz 2025, keine eindeutigen Personen
digitale Wohnsitzanmeldung 6,5 % von der Stadt ausgewiesener Nutzungsanteil 2025
Open-Data-Katalog 383 Datensätze Katalogstand 12. August 2026, keine Qualitätsquote

Was die große Grafik zeigt

Die Hero-Grafik vergleicht zwei Verwaltungsleistungen im Jahr 2024. Beim Bewohnerparkausweis wurden 17.821 von 29.362 Anträgen online gestellt – rund 60,7 Prozent. Bei Meldevorgängen waren es 2.020 von 122.401, rechnerisch rund 1,65 Prozent.

Dieser Abstand kann viele Gründe haben. Ein Bewohnerparkausweis ist ein relativ klar umrissener Antrag. Eine Wohnsitzanmeldung berührt dagegen Identitätsprüfung, Melderegister, Dokumente und weitere Folgeprozesse. Aus der Grafik lässt sich daher nicht ableiten, ein Amt arbeite besser als ein anderes. Sie zeigt vielmehr, dass der Begriff „digitaler Bürgerdienst“ sehr unterschiedliche Prozesse umfasst.

Die Digitalstrategie ordnet mehr als 330 Vorhaben

Die städtische Digitalisierungsoffensive begann 2023. Nach Angaben der Stadt wirkten mehr als 120 Beteiligte in 15 Workshops an der Strategie mit. Das Ergebnis gliedert die Arbeit in vier Programme:

  1. Digitale Infrastruktur umfasst die technischen Grundlagen, auf denen Verwaltung und Stadtgesellschaft digitale Angebote nutzen können.
  2. Modernes Arbeiten betrifft interne Abläufe, Zusammenarbeit, Personal und technische Arbeitsplätze. Die Strategie nennt 15 Maßnahmenpläne und drei eigenständige Projekte.
  3. Services im digitalen Amt richtet den Blick auf Verfahren für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen. Hier nennt die Strategie sieben Maßnahmenpläne und vier Projekte.
  4. Smartes Düsseldorf bündelt datenbasierte und vernetzte Anwendungen für die Stadt. Ausgewiesen werden sieben Maßnahmenpläne und fünf eigenständige Projekte.

Die vier Programme werden durch 17 Zieldimensionen ergänzt. Sie reichen von Nutzerorientierung und digitaler Souveränität bis zu Daten, Sicherheit und nachhaltiger Infrastruktur. Diese Struktur ist nützlich, weil sie Digitalisierung nicht auf neue Webseiten reduziert.

Warum die Projektzahl trotzdem keine Erfolgskennzahl ist

Ein Projekt kann sich in einer frühen Ideenphase befinden, technisch bereits umgesetzt sein oder aus mehreren Teilvorhaben bestehen. Manche Projekte verbessern interne Prozesse und sind nach außen kaum sichtbar. Andere betreffen einen einzelnen häufig genutzten Dienst. Die Zahl 330 sagt deshalb vor allem: Das Portfolio ist groß und muss priorisiert, finanziert und gepflegt werden.

Für eine belastbare Fortschrittsmessung wären zusätzlich nötig:

  • ein öffentlich nachvollziehbarer Status je Projekt,
  • ein benanntes Ziel und ein geplanter Termin,
  • Angaben zu Kosten und dauerhaftem Betrieb,
  • Nutzungszahlen nach Einführung,
  • Hinweise auf verbleibende Medienbrüche,
  • messbare Servicequalität wie Bearbeitungszeit oder Abbruchquote.

Nicht alle diese Angaben liegen öffentlich in einer gemeinsamen Form vor. Düsseldorf Radar stellt die Projektzahl deshalb nicht als Digitalisierungsquote dar.

Die elektronische Wohnsitzanmeldung wächst – von niedrigem Niveau

Die elektronische Wohnsitzanmeldung wird häufiger genutzt

Von der Stadt ausgewiesener Nutzungsanteil. Die gerundete Angabe „knapp 5.000“ für 2025 lässt sich nicht exakt mit allen genannten Gesamtvorgängen verrechnen; maßgeblich bleibt deshalb die veröffentlichte Quote.

Einheit: %

Die elektronische Wohnsitzanmeldung wird häufiger genutzt Von der Stadt ausgewiesener Nutzungsanteil. Die gerundete Angabe „knapp 5.000“ für 2025 lässt sich nicht exakt mit allen genannten Gesamtvorgängen verrechnen; maßgeblich bleibt deshalb die veröffentlichte Quote. 0 1,6 3,3 4,9 6,5 2024 2025 2024: 2,0 % 2025: 6,5 %

Datengrundlage der Grafik: Amt für Einwohnerwesen: Bilanz 2024 · Amt für Einwohnerwesen: Bilanz 2025

Daten als Tabelle anzeigen
Zeitraum / KategorieOnline-Anteil
20242,0 %
20256,5 %

Die Stadt gibt an, dass der Nutzungsanteil der elektronischen Wohnsitzanmeldung von 2 Prozent im Jahr 2024 auf 6,5 Prozent 2025 gestiegen ist. Damit hat sich die Quote deutlich erhöht, die große Mehrheit der Vorgänge wurde aber weiterhin nicht vollständig über diesen digitalen Weg erledigt.

Die Jahresbilanz 2025 nennt 118.429 An- und Ummeldungen sowie „knapp 5.000“ vollständig digitale Vorgänge. Diese gerundete absolute Zahl ergibt mit der genannten Gesamtsumme nicht exakt 6,5 Prozent. Möglicherweise verwendet die Quote eine engere Grundgesamtheit oder einen anderen Beobachtungszeitraum. Die Grafik übernimmt deshalb die ausdrücklich von der Stadt ausgewiesenen Prozentwerte und berechnet daraus keine vermeintlich genauere eigene Quote.

Verfügbarkeit, Berechtigung und Nutzung sind drei verschiedene Stufen

Ein Onlinedienst kann angeboten werden, ohne dass jeder Fall digital erledigt werden kann. Voraussetzungen können etwa ein geeignetes Ausweisdokument, eine Online-Ausweisfunktion, eine bestimmte Wohnsituation oder vollständige digitale Nachweise sein. Auch Bekanntheit und Verständlichkeit beeinflussen die Nutzung.

Eine niedrige Quote kann daher mehrere Fragen aufwerfen:

  • Ist das Verfahren für alle typischen Fälle geöffnet?
  • Sind technische Voraussetzungen verständlich erklärt?
  • Müssen Unterlagen später doch per Post oder persönlich nachgereicht werden?
  • Finden Bürgerinnen und Bürger das Angebot früh genug?
  • Funktioniert der Prozess auf Mobiltelefonen ebenso gut wie am Computer?
  • Wird ein Antrag intern vollständig digital weiterverarbeitet?

Diese Fragen lassen sich nicht aus einer Nutzungsquote allein beantworten. Sie zeigen aber, welche Informationen ein künftiges Verwaltungsmonitoring zusätzlich veröffentlichen könnte.

Digitale Dienste sind 2025 unterschiedlich etabliert

Digitale Angebote sind unterschiedlich etabliert

Online-Anteile ausgewählter Angebote 2025. Die Nenner und Beobachtungszeiträume unterscheiden sich; die Balken zeigen keine Rangliste der Ämter.

Einheit: %

Datengrundlage der Grafik: Amt für Einwohnerwesen: Bilanz 2025

Daten als Tabelle anzeigen
Zeitraum / Kategoriedigitaler Anteil
Personenstandsurkunden45,50 %
Eheschließungsanmeldung15,83 %
Wohnsitzanmeldung6,50 %

45,5 Prozent der Personenstandsurkunden wurden 2025 digital angefordert. Die seit Mai 2025 mögliche digitale Anmeldung zur Eheschließung erreichte laut Stadt einen Anteil von 15,83 Prozent. Für die elektronische Wohnsitzanmeldung weist die Stadt 6,5 Prozent aus.

Die drei Balken dürfen nicht als Rangliste gelesen werden. Eine Urkunde anzufordern ist ein anderer Vorgang als eine Eheschließung oder Wohnsitzänderung. Beobachtungszeitraum, rechtliche Voraussetzungen und Zahl möglicher Fälle unterscheiden sich. Aussagekräftig ist die Grafik dennoch: Digitale Verwaltung entwickelt sich nicht gleichmäßig, sondern Dienst für Dienst.

Was „vollständig digital“ bedeuten sollte

Im Idealfall umfasst ein digitaler Prozess den gesamten Weg: Antrag, Nachweise, Bezahlung, Prüfung, Rückfragen, Bescheid und gegebenenfalls Zustellung. Ein ausfüllbares Formular, das anschließend ausgedruckt oder manuell übertragen wird, ist zwar ein Onlinezugang, aber noch kein durchgängig digitaler Prozess.

Für Nutzerinnen und Nutzer ist dieser Unterschied nicht immer sichtbar. Sie erleben zunächst nur die Oberfläche. Für Bearbeitungszeit, Fehleranfälligkeit und Personaleinsatz ist jedoch entscheidend, was nach dem Absenden geschieht.

Ausweise und Reisepässe bleiben große Präsenzprozesse

Auch in einer digitalen Verwaltung bleiben große Vor-Ort-Prozesse

Ausgestellte Ausweisdokumente in den Jahresbilanzen. Identitätsprüfung und Ausgabe sind rechtlich und praktisch nicht mit einer einfachen Onlinebestellung gleichzusetzen.

Einheit: Dokumente

Datengrundlage der Grafik: Amt für Einwohnerwesen: Bilanz 2024 · Amt für Einwohnerwesen: Bilanz 2025

Daten als Tabelle anzeigen
Zeitraum / Kategorie20242025
Personalausweise61.323 Dokumente66.920 Dokumente
Reisepässe57.527 Dokumente50.250 Dokumente

2025 stellte das Einwohnerwesen 66.920 Personalausweise und 50.250 Reisepässe aus. Im Jahr zuvor waren es 61.323 beziehungsweise 57.527. Solche Jahresunterschiede können unter anderem von Reiseverhalten, Ablaufzyklen und gesetzlichen Veränderungen beeinflusst werden.

Ausweisdokumente verdeutlichen zugleich eine Grenze einfacher Digitalisierungsversprechen. Identität, biometrische Merkmale, sichere Produktion und Ausgabe stellen andere Anforderungen als ein Informationsabruf. Digitale Terminbuchung, vorbereitete Unterlagen oder Statusinformationen können den Prozess verbessern, ohne den persönlichen Kontakt vollständig zu ersetzen.

Die sinnvollere Frage lautet daher nicht immer „Kann der Behördengang abgeschafft werden?“, sondern: Welche Schritte müssen persönlich bleiben, und welche lassen sich davor oder danach verlässlich vereinfachen?

Open Data: 383 Datensätze, aber sehr unterschiedliche Aktualität

Am 12. August 2026 listete die offizielle Programmierschnittstelle des Düsseldorfer Open-Data-Portals 383 Datensätze. Das ist ein wichtiger Zugang zu Verwaltungs- und Statistikdaten. Düsseldorf Radar nutzt solche Quellen unter anderem für Schulstandorte, Luftmesswerte, Feuerwehrstandorte und kleinräumige Strukturdaten.

Die Zahl der Datensätze ist jedoch kein Qualitätsmaß. Bei der Recherche für dieses Portal zeigte sich:

  • Einige Dateien enthalten lange, aktuelle Zeitreihen und klare Definitionen.
  • Andere Metadaten wurden 2026 verändert, obwohl die enthaltenen Werte weiterhin aus 2016 oder 2021 stammen.
  • Ein Datensatz kann mehrere Formate oder Versionen enthalten.
  • Standortlisten können vollständig genug für eine Karte sein, aber keine Angaben zu Kapazität oder aktueller Nutzung enthalten.
  • Technische Erreichbarkeit, maschinenlesbare Struktur und fachliche Aktualität sind getrennte Qualitätsmerkmale.

Deshalb prüft der monatliche Import nicht nur das Änderungsdatum. Er kontrolliert Spalten, Wertebereiche, tatsächliches Berichtsjahr und Mindestumfang. Fällt eine Prüfung fehl, bleibt der letzte gültige lokale Stand online.

Was ein besonders nützliches Open-Data-Portal auszeichnet

Für Bürger, Journalisten, Forschung und Zivilgesellschaft sind vor allem stabile Definitionen, dokumentierte Änderungen und dauerhaft erreichbare Ressourcen hilfreich. Zusätzlich sinnvoll wären maschinenlesbare Berichtsstände, eindeutige räumliche Bezüge und eine klare Kennzeichnung eingestellter Reihen.

Open Data ersetzt keine redaktionelle Einordnung. Es schafft aber die Voraussetzung dafür, Aussagen nachzurechnen und Entwicklungen über Jahre zu verfolgen.

Externer Städtevergleich: ein hilfreicher, aber begrenzter Blick

Ein externer Vergleich sieht Düsseldorf weit vorn

GISMA bewertete im Juli 2026 elf ausgewählte Bürgerdienste in 20 Großstädten. Das Ergebnis bildet diese Methode und Auswahl ab, nicht die vollständige digitale Verwaltung einer Stadt.

Einheit: von 100 Punkten

Datengrundlage der Grafik: GISMA: Untersuchung digitaler Bürgerdienste

Daten als Tabelle anzeigen
Zeitraum / KategoriePunktwert
Düsseldorf86,4 von 100 Punkten
München84,8 von 100 Punkten
Frankfurt am Main84,8 von 100 Punkten

Eine im Juli 2026 veröffentlichte GISMA-Untersuchung betrachtete elf ausgewählte Bürgerdienste in 20 deutschen Großstädten. Nach der publizierten Methode erreichte Düsseldorf 86,4 von 100 Punkten; München und Frankfurt am Main kamen auf jeweils 84,8.

Der Vergleich ist interessant, weil dieselbe Auswahl und Bewertungslogik auf mehrere Städte angewendet wurde. Er beweist jedoch nicht, dass sämtliche Verwaltungsleistungen in Düsseldorf digitaler oder einfacher sind. Andere Dienste, die tatsächliche Nutzung, Barrierefreiheit, interne Medienbrüche und Bearbeitungszeiten können außerhalb der Untersuchung liegen.

Das Ergebnis ist daher eine externe Stichprobe. Es ergänzt die lokalen Nutzungszahlen, ersetzt sie aber nicht.

Künstliche Intelligenz im Bürgerkontakt: nützlich mit sichtbaren Grenzen

Seit Januar 2026 erprobt Düsseldorf einen Chatbot für Fragen zur Stadtverwaltung. Nach Angaben der Stadt wird er anonym und ohne personenbezogene Daten genutzt. Zugleich weist die Projektseite darauf hin, dass Antworten unvollständig oder fehlerhaft sein können und nicht verbindlich sind.

Diese Einschränkung ist wesentlich. Ein Chatbot kann beim Auffinden von Informationen helfen, darf aber keine falsche Sicherheit über Fristen, Ansprüche oder notwendige Unterlagen erzeugen. Professionell wird ein solches Angebot, wenn es:

  • amtliche Quellen nennt oder direkt verlinkt,
  • seinen Wissensstand sichtbar macht,
  • Unsicherheit kenntlich macht,
  • bei persönlichen Fällen an zuständige Stellen weiterleitet,
  • keine sensiblen Angaben unnötig abfragt,
  • systematisch auf Fehler und nicht beantwortete Fragen geprüft wird.

Die relevante Erfolgsgröße wäre deshalb nicht allein die Zahl der Chats. Wichtiger wären gelöste Anliegen, korrekte Verweise, Abbruchquoten und Rückmeldungen der Nutzerinnen und Nutzer.

Was die Stadt selbst steuern kann

Digitalisierung verteilt sich auf Bund, Land, kommunale IT-Dienstleister und die Stadtverwaltung. Bundesgesetze und Register bestimmen viele Voraussetzungen. Düsseldorf entscheidet dennoch über wichtige Teile der Umsetzung:

  • Priorisierung und Finanzierung eigener Projekte,
  • verständliche Gestaltung städtischer Portale,
  • interne Prozessorganisation,
  • Veröffentlichung kommunaler Daten,
  • Schulung und Ausstattung der Beschäftigten,
  • Beschaffung und IT-Sicherheit,
  • barrierefreie und analoge Alternativen,
  • öffentliche Erfolgskontrolle.

Unterhalb dieses Dossiers erscheinen aktuelle Vorlagen, Beschlüsse und Sitzungen. Bei einzelnen Projekten ist entscheidend, ob der Rat nur einen Auftrag oder bereits Finanzierung, Betrieb und messbare Ziele beschlossen hat.

Quellen und Datenbasis

Redaktionell geprüft am 12. August 2026. Projektbestand, Verfügbarkeit eines Dienstes und tatsächliche Nutzung werden getrennt ausgewiesen.

Aktuelle Vorlagen

Zeigt die 20 neuesten von 292 Vorlagen.

Aktuelle Nachrichten

Diese Hintergründe helfen, Entscheidungen in einen größeren Zusammenhang einzuordnen.

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