Informationsvorlage Aktenzeichen SCHUA/086/2024

Konzept für eine Multisportanlage „Sport für alle“ an der Redinghovenstraße

Ein Sachstandsbericht der Verwaltung zur Kenntnisnahme.

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
1Dokument 11. November 2024veröffentlicht

Worum es geht

Der Auszug beschreibt den Stand der Vorlage zum angegebenen Datum, nicht notwendigerweise den heutigen Stand.

Aus „Sachdarstellung“

Mit dem Antrag der Ratsfraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU „Mehr Flächen für den Sport" (SPOA/015/2022) in der Sportausschusssitzung vom 04.05.2022 wurde die Verwaltung unter anderem beauftragt einen Vorschlag potenzieller Flächen für den Sport insbes ondere unter Berücksichtigung der Handlungsempfehlungen der Sportwirksamkeitsstudien bezogen auf das Stadtgebiet insgesamt und den einzelnen Stadtbezirken auszuarbeiten.

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 11. November 2024. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

Themen

Örtlicher Bezug

Wo passiert das?

Redinghovenstraße – Straßenverlauf zur Orientierung

Hervorgehoben ist die im amtlichen Titel genannte Straße. Die Karte zeigt nicht, dass die gesamte Straße betroffen ist; einzelne Gebäude oder Einrichtungen werden damit nicht genau verortet.

  • Genannte Straße zur Orientierung – keine genaue Maßnahmenfläche

Straßenverlauf: © OpenStreetMap-Mitwirkende · ODbL 1.0. Kartendaten vom . Automatisch dem amtlichen Titel zugeordnet. Auch bei älteren Vorgängen zeigt die Karte den Straßenverlauf dieses Datenstands, nicht den historischen Zustand.

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SCHUA/086/2024 X öffentlich nicht öffentlich Informationsvorlage Betrifft: Konzept für eine Multisportanlage „Sport für alle„ an der Redinghovenstraße Fachbereich: 40 - Amt für Schule und Bildung 52 - Sportamt Dezernentin / Dezernent: Stadtdirektor Burkhard Hintzsche Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität Schulausschuss 19.11.2024 Kenntnisnahme Sportausschuss 27.11.2024 Kenntnisnahme Sachdarstellung: Mit dem Antrag der Ratsfraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU „Mehr Flächen für den Sport" (SPOA/015/2022) in der Sportausschusssitzung vom 04.05.2022 wurde die Verwaltung unter anderem beauftragt einen Vorschlag potenzieller Flächen für den Sport insbes ondere unter Berücksichtigung der Handlungsempfehlungen der Sportwirksamkeitsstudien bezogen auf das Stadtgebiet insgesamt und den einzelnen Stadtbezirken auszuarbeiten. Zusätzlich wurde die Verwaltung mit dem Antrag der Ratsfraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU „Sportplatz zwischen Hulda -Pankok-Gesamtschule und Geschwister-Scholl-Gymnasium" (SCHUA/121/2022) in der Schulausschusssitzung vom 10.01.2023 um die Entwicklung eines Sportplatzes auf dem Gelände des ehemaligen und aktuell gesperrten Tennenplatzes zwischen den beiden anliegenden Schulen gebeten. Im Rahmen des Entwicklungsprozesses sollte eine Beteiligung der beiden Schulen erfolgen. Zudem sollte geprüft werden, ob die Sportanlage als Bezirkssportanlage entwickelt werden kann und ob Bundes - oder Landeszuschüsse beantragt werden können. Die benannte Fläche am Standort Redinghovenstraße hat eine Größe von ca. 13.000 m² und liegt zentral im Stadtgebiet angrenzend an die Hulda-Pankok-Gesamtschule und das Geschwister-Scholl-Gymnasium. In einem ersten Schritt wurde eine intensive Abstimmung mit den beiden anliegenden Schulen geführt und die Wünsche beider Schulen aufgenommen. Die Wünsche beider Schulen orientieren sich stark an der bisherigen Konzeption der Seite 2 Fläche als klassische Leichtathletikanlage. Als gewünschte Elemente wurden eine 400m Rundlaufbahn mit vier Bahnen, eine 110m -Sprintstrecke, eine Kugelstoß-, eine Hochsprung- und eine Weitsprunganlage, drei Kleinspielfelder inklusive Toren und Basketballkörben, ein Beachvolleyballfeld sowie ein Materialcontainer genannt. Zwar sind diese Wünsche aufgrund der auskömmlichen Abdeckung des curricularen Leichtathletikunterrichtes von 14 Stunden je Lerngruppe im Schuljahr auf bestehenden Leichtathletikanlagen in der Umgebung nicht zwingend auf dieser Fläche zu decken, jedoch grundsätzlich nachvollziehbar. Daneben wurde der sportfachliche Bedarf ermittelt. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zu einer bereits bestehenden Bezirkssportanlage (Bezirkssportanlage Feuerbachstraße/Bilk) wird kein Bedarf für eine weitere Bezirkssportanlage in dieser Lage gesehen. Es besteht jedoch ein dringender Bedarf an weiteren Sportflächen sowohl für den Vereinssport, als auch für den informellen Sport bei Berücksichtigung des Schulsports. Die Analysen der Mitglieder- und Mannschaftsentwicklungen in den relevantesten Außensportarten sowie die Beobachtung von Trends im Bereich des informellen Sports wurden als sportfachliche Bedarfe im Rahmen einer Neukonzeptionierung eingeplant. An erster Stelle steht hier der Bedarf an zusätzlicher Spielfläche für Fußball, dem in Form eines Jugendspielfelds (mindestens D-Jugendspielfeld) mit Kunstrasen Rechnung getragen werden sollte. Dieses Spielfeld könnte gleichfalls für die sich gerade neu entwickelnde Sportart Flag - Football eingesetzt werden. Ein kleines Funktionsgebäude mit Umkleidemöglichkeiten wäre für eine Vereinsnutzung dieses Feldes einzuplanen. Weiterer sportfachlicher Bedarf besteht nach Analyse der Vereinsdaten für die Sportart Tennis. Bedarfsdeckende rollstuhlgeeignete Tennis-Hartplätze könnten durch einen Platz für die neue Trendsportart Padel-Tennis sinnvoll ergänzt werden. Für die Sportart Leichtathletik wird am geprüften Standort keine normierte Wettkampfanlage benötigt, jedoch wäre für den Schulsport eine Ergänzung der Anlage um eine Sprintmöglichkeit, eine Kugelstoß- und eine Weitsprunganlage mit Kleinspielfeldern für diverse Sportarten auch für den behinderten Sport sinnvoll. Die Umrandung der Anlage könnte eine nicht normierte Lauf- und Rollbahn sein. Eine normierte 400m Rundlaufbahn ist bereits aus Platzgründen nicht realisierbar. Eine monofunktionale Fokussierung auf Para -Sportarten wird in Abstimmung mit dem Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW e.V. auf dieser Anlage nicht als sinnvoll erachtet. Vielmehr sollte unter dem Leitgedanken „Sport für alle" eine barrierefreie Multifunktionsfläche geplant werden, die den inklusiven Gedanken des Sports unterstreicht. Die Überplanung der aktuell gesperrten Freifläche sollte somit multifunktional die Bedarfe des informellen Sports und Vereinssports aufnehmen, möglichst barrierefrei und im laufenden Schulbetrieb auch für die angrenzenden Schulen zugänglich sein. Diese multifunktionale Gestaltung sollte gleichzeitig ein Beitrag zur Biodiversität und Klimaneutralität im Stadtbezirk leisten. Anstelle einer Vollversiegelung sollten sowohl niedrig wachsende Grünbereiche, als auch verschattende Bäume in einer Planung mit vorgesehen werden. Dadurch könnte sowohl eine relevante CO2 -Bindung und Umgebungskühlung erzielt werden, die dem Ziel der Klimaneutralität zuträgt, als auch die Aufenthaltsqualität auf der Fläche relevant gesteigert werden. Die Anlage soll ein Gewinn und Aufwertung für den wachsenden Stadtbezirk sein und könnte somit ein Vorbild für andere Stadtbezirke werden. Für die Herrichtung der brachliegenden Fläche nach vorgenanntem Konzept wurde ein grober Kostenrahmen von 5 Mio. Euro sowie notwendige Planungsmittel in Höhe von 500.000 Euro ermittelt. Förderungsperspektiven durch Landes- und Bundeszuschüsse bestehen aktuell nicht. Es besteht allein für beteiligte Vereine die Möglichkeit, eine Förderung durch die „Aktion Mensch" zu beantragen. Klimaschutz- und Biodiversitätsmaßnahmen auf der Seite 3 Fläche könnten anteilig aus dem Klimaschutzetat der Landeshauptstadt Düsseldorf refinanziert werden. Eine Umsetzbarkeit dieser oder weiterer Fördermaßnahmen wäre in einem Planungsprozess weiter zu verfolgen. Um bei einer konkretisierenden Planung eine möglichst große Vereinbarkeit der vorrangigen sportfachlichen Bedarfe mit den schulischen Wüns chen zu generieren sollte der weitere Planungsprozess partizipativ gestaltet werden und sowohl potentielle Vereine, als auch die beiden angrenzenden Schulen weiter einbinden. Darüber hinaus sollten die Bürger*innen für den informellen Sportbereich in einer Beteiligung eingebunden werden, insbesondere die Jugendlichen. Zusammengefasst bietet die aktuell gesperrte Sportfläche an der Redinghovenstraße im ansonsten dicht besiedelten Stadtbezirk 3 enormes Potential für den inklusiven Breiten- und Freizeitsport qualifiziert zu werden. Eine wirtschaftliche Planung mit einer multifunktionalen Ausrichtung, einem großen Portfolio an verschiedenen, möglichst inklusiven Nutzungen, einer hohen Aufenthaltsqualität und einem Beitrag zur Biodiversität und Klimaneutralität, kann dabei jedoch mehr erreichen, als die Aneinanderreihung einzelner Sportfelder.

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen SCHUA/086/2024