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Rat
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Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 18. Oktober 2007
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung reichte von unmittelbar haushaltswirksamen Investitionen über soziale Förderregeln bis zu langfristiger Stadtentwicklungsplanung. Politische Konflikte zeigten sich vor allem beim Kinderbildungsgesetz und bei der angekündigten Schließung der Zentralen Ausländerbehörde; mehrere andere Beschlüsse fielen ohne Aussprache oder mit nur wenigen abweichenden Stimmen.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Zweckverband Erholungsgebiet Unterbacher See
Der Rat beschloss, dem Zweckverband für die Modernisierung des Strandbads Süd bis zu 3 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Weitere höchstens 2 Millionen Euro wurden für 2008 mit einem Sperrvermerk eingeplant; über ihre Freigabe sollte der Sportausschuss entscheiden. Für weitere Maßnahmen sollte die Verwaltung konkrete Planungen und Kosten vorlegen sowie eine öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltung durchführen.
Der interfraktionelle Antrag wurde ohne Aussprache bei zwei Gegenstimmen der Ratsmitglieder Kahl und Laubenburg sowie einer Enthaltung von Bürgermeisterin Hock beschlossen. Für das Strandbad sollte zudem eine angemessene finanzielle Beteiligung der Verbandsmitglieder Erkrath und Hilden erreicht werden.
Der Beschluss verband eine konkrete Badmodernisierung mit weiteren, noch nicht freigegebenen Investitionen. Zugleich machte der Rat die nächsten Ausgaben von genauer Planung, Kostenberechnung und einer weiteren politischen Entscheidung abhängig.
Vorlage 01/265/07 · Nachweis: TOP 9, PDF-Seite 19
Antrag der Ratsfraktionen Bündnis 90/Die Grünen und SPD Kinder sind unsere Zukunft - KiBiz so nicht verabschieden!
Der Rat lehnte das Kinderbildungsgesetz in der damals vorliegenden Fassung ab und forderte die Düsseldorfer Landtagsabgeordneten auf, dem Entwurf nicht zuzustimmen. Verlangt wurden höhere statt abgesenkter Betreuungsstandards sowie eine Berücksichtigung unterschiedlicher örtlicher Bedingungen, etwa beim Ausbau der Ganztagsbetreuung und bei Mietkosten.
Grüne und SPD warnten vor Folgen für die Düsseldorfer Kinderbetreuung. CDU und FDP unterstützten Nachbesserungen am Gesetzentwurf, traten dem Antrag jedoch nicht bei und enthielten sich; Gegenstimmen gab es nicht.
Der Rat bezog damit geschlossen gegen eine Absenkung kommunaler Betreuungsstandards Stellung, war aber über die vollständige Ablehnung des Landesgesetzes politisch geteilt.
Vorlage 01/275/07 · Nachweis: TOP 7, PDF-Seite 23
Richtlinien für die Förderung von Wohnraumanpassungen und Umzügen (WohnberatungsR)
Der Rat beschloss neue Richtlinien für die Förderung von Wohnraumanpassungen und Umzügen. Damit wurden die Bedingungen dieser städtischen Förderung verbindlich geregelt.
Der Beschluss fiel ohne Wortmeldungen und einstimmig.
Die Richtlinien bestimmten, nach welchen Regeln die Stadt Anpassungen von Wohnraum und Umzüge fördern konnte. Damit betraf die Entscheidung eine konkrete soziale Unterstützungsleistung.
Vorlage 64/008/07 · Nachweis: TOP 15, PDF-Seite 22
Rahmenplan Einzelhandel - Beschluss
Der Rat nahm die Abstimmungsergebnisse mit den Bezirksvertretungen, den Kammern und dem Einzelhandelsverband zur Kenntnis. Anschließend beschloss er den Rahmenplan Einzelhandel.
Die Grünen stimmten zu, verlangten für eine spätere Fortschreibung aber zusätzliche Kriterien zur Barrierefreiheit sowie zur Mobilität zu Fuß und mit dem Fahrrad. Die Ratsmitglieder Kahl und Laubenburg enthielten sich; Gegenstimmen gab es nicht.
Der Rahmenplan bündelte die städtischen Vorgaben für die weitere Einzelhandelsplanung. Die Debatte zeigte zugleich, welche Anforderungen bei einer späteren Überarbeitung ergänzt werden sollten.
Vorlage 61/079/07 · Nachweis: TOP 17, PDF-Seite 28
Beschlusskontrolle für den Rat Städtebauliche Planungsmaßnahmen
Der Rat nahm seine Beschlusskontrolle zur Kenntnis. Dabei berichtete die Verwaltung, das Land habe trotz des früheren Ratsbeschlusses entschieden, die Zentrale Ausländerbehörde Düsseldorf zum 31. Dezember 2007 zu schließen und die Erstaufnahme von Asylbewerbern nach Dortmund zu verlagern. Über die weitere Verwendung des Schiffs „Siesta“ war nach Verwaltungsangaben noch nicht entschieden.
SPD und Grüne fragten kritisch nach den Verhandlungen mit dem Land, den finanziellen Folgen, den Unterstützungsstrukturen für Betroffene und der Zukunft des Schiffs. Die Verwaltung verwies auf die Entscheidung des Landes und eine erhebliche finanzielle Deckungslücke; eine Abstimmung über neue Maßnahmen erfolgte nicht.
Die Beschlusskontrolle machte deutlich, dass der frühere politische Wille des Rates die Schließungsentscheidung des Landes nicht verhindert hatte. Betroffen waren eine dauerhafte Einrichtung, ihre Beschäftigten und die örtlichen Aufnahme- und Hilfsstrukturen.
Vorlage 01/266/07 · Nachweis: TOP 16, PDF-Seite 26
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Die Karte zeigt den Sitzungsort. Weitere konkrete Adressen wurden nicht zuverlässig extrahiert.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.