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Rat
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Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 7. Februar 2008
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung verband Investitionen in städtische Gebäude mit Entscheidungen über Bürgerbeteiligung und kommunale Repräsentation. Der deutlichste Konflikt betraf den Jan-Wellem-Platz; bei den beiden Bauvorhaben gab es dagegen keine Aussprache und breite beziehungsweise einstimmige Zustimmung.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Entscheidung über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens "Der Jan- Wellem-Platz gehört uns allen"
Der Rat stellte zunächst einstimmig fest, dass das Bürgerbegehren „Der Jan-Wellem-Platz gehört uns allen“ zulässig war. Anschließend beschloss er mit 39 zu 35 Stimmen, dem Begehren nicht zu entsprechen; ein Ratsmitglied enthielt sich.
CDU, FDP und der Oberbürgermeister unterstützten die Verwaltungsvorlage. SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Düsseldorfer Bündnis und Linke Liste stimmten dafür, dem Bürgerbegehren zu entsprechen; in der Debatte wurde auch über die Abgrenzung seines Gegenstands gestritten.
Die Entscheidung betraf unmittelbar die Forderung, den Jan-Wellem-Platz im unbeschränkten Eigentum und unmittelbaren Besitz der Stadt zu halten. Zugleich zeigte die Abstimmung einen engen politischen Gegensatz im Umgang mit einem zulässigen Bürgerbegehren.
Vorlage 01/007/08 · Nachweis: TOP 5, PDF-Seite 21
Sanierung der Tonhalle, 2. Bauabschnitt - Bau-und Finanzierungsbeschluss -
Der Rat beschloss den zweiten Bauabschnitt der Tonhallensanierung mit Gesamtkosten von 2.407.500 Euro. Damit lag für diesen Abschnitt ein Bau- und Finanzierungsbeschluss vor.
Eine Aussprache fand nicht statt. Die Gruppe Linke Liste stimmte mit zwei Stimmen dagegen; die übrige große Mehrheit stimmte zu.
Unter den vorgelegten Entscheidungen war dies das größte bezifferte Bauvorhaben. Der Beschluss band erhebliche städtische Mittel an die Sanierung des Kulturgebäudes.
Vorlage 60/002/08 · Nachweis: TOP 8, PDF-Seite 37
Kaiserswerther Straße 380/ Aquazoo Dachsanierung und Erneuerung des Gewächshauses - Grundsatzbeschluss -
Der Rat beschloss die Dachsanierung und die Erneuerung des Gewächshauses an der Kaiserswerther Straße 380. Für das Vorhaben am Aquazoo waren Kosten von 729.400 Euro vorgesehen.
Der Grundsatzbeschluss fiel ohne Wortmeldungen und einstimmig.
Die Entscheidung betraf zwei konkrete Gebäudeteile einer städtischen Einrichtung und gab dafür einen klar bezifferten Kostenrahmen vor.
Vorlage 60/016/08 · Nachweis: TOP 10, PDF-Seite 39
Genehmigung einer gemäß ' 60 GO NRW getroffenen dringlichen Entscheidung: Benennung der Planstraße 3550 nach Professor Schwippert
Der Rat genehmigte nachträglich die bereits am 19. Dezember 2007 getroffene dringliche Entscheidung, die Planstraße 3550 in Prof.-Schwippert-Straße umzubenennen. Betroffen war die Stichstraße an der Siegburger Straße auf dem Gelände des ehemaligen Rheinbahndepots.
Bündnis 90/Die Grünen und die Linke Liste stimmten dagegen. In der Debatte kritisierten die Grünen das Dringlichkeitsverfahren und sahen die Bezirksvertretung übergangen; Ratsherr Abels von der SPD begründete die Eile mit bereits eingezogenen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie der noch ausstehenden Prüfung eines alternativen Namens.
Der Streit ging über den Straßennamen hinaus: Zur Debatte stand, ob die dringliche Entscheidung die Zuständigkeit der Bezirksvertretung angemessen berücksichtigte.
Vorlage 01/012/08 · Nachweis: TOP 11, PDF-Seite 72
Diversity als Chance - die Charta der Vielfalt
Der Rat beschloss, dass die Landeshauptstadt Düsseldorf die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnen sollte. Weitere konkrete Maßnahmen oder Ausgaben waren in dem Beschluss nicht genannt.
Der Beschluss fiel ohne Aussprache und ohne Gegenstimmen. Bündnis 90/Die Grünen, Ratsherr Lemmer und die Gruppe Linke Liste enthielten sich; weitere Ratsmitglieder nahmen nicht an der Abstimmung teil.
Die Entscheidung legte eine institutionelle Selbstverpflichtung der Stadt fest. Ihre praktische Ausgestaltung war nicht Teil des dokumentierten Beschlusses.
Vorlage 01/008/08 · Nachweis: TOP 15, PDF-Seite 75
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Die Karte zeigt den Sitzungsort. Weitere konkrete Adressen wurden nicht zuverlässig extrahiert.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.