Verwaltungsvorlage Aktenzeichen 40/ 45/2004

Bericht der Projektgruppe eSchool

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Gräulinger Straße 15 · Stadtbezirk 7 (Gerresheim)örtlicher Bezug 1Dokument 17. Juni 2004veröffentlicht

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Seite 1 von 12 Informationsvorlage Betrifft: Bericht der Projektgruppe eSchool Zielvorgabe Durch Ratsbeschluss vom 27.01.2002 (Bildungsoffensive 2000 - 2004) ist unter Nummer 5 beschlossen worden, dass das bisherige Programm "Schulen ans Netz" in Zusammenarbeit mit Land und Wirtschaft zu intensivieren sei. Dieser Teil des Ratsbeschlusses wurde durch den Ratsbeschluss vom 30.03.2000 (eCity Düsseldorf) mit einer Säule "eSchool" konkretisiert. Damit hatte die Verwaltung u.a. die Vorgabe erhalten, alle Düsseldorfer Schulen auf zeitgemäßem Niveau derart mit Hard- und Software auszustatten, dass jedem Klassenraum ein Internet-PC steht und die weiterführenden und berufsbildenden Schulen über ein bis zwei Informatik-Räume mit Internetanschluss sowie über Laptop und Beamer verfügen. Alle Geräte sollten jeweils nach spätestens vier Jahren gegen neue ausgetauscht werden. Zusätzlich sollte sich die Verwaltung um die entsprechende Qualifizierung von Lehrkräften und Schülerinnen und Schüler kümmern. Konsequenz dieser Zielvorgabe war, dass bis zum Jahre 2004 u.a. · knapp 170 Schulen an 155 Standorten entsprechend ausgestattet und rd. 40 % der Fälle mit zusätzlicher bzw. neuer Stromversorgung versehen, · ca. 4400 Klassen- und Fachräume unter Beachtung baurechtlicher und brandschutztechnischer Vorschriften vernetzt, · zu den Anfang des Jahres 2000 vorhandenen rd. 2000 PC's - unterschiedlicher Qualität - noch rd. 4000 weitere PC-Ausstattungen bzw. Laptops samt dem den Sicherheitsvorschriften entsprechenden Mobiliar ausgeschrieben und beschafft, · veraltete Geräte durch neue Geräte ersetzt, · ein Service- und Wartungskonzept für rd. 6.000 PC's bzw. Laptops entwickelt und umgesetzt sowie · Qualifizierungsangebote gemacht und finanziert werden müssen. Projektgruppe eSchool, Arbeitskreis eSchool Zur Umsetzung dieser Arbeit war im Jahre 2000 durch die Schulverwaltung eine zunächst aus zwei, dann drei Personen bestehende Projektgruppe eSchool gebildet worden. Da durch diese Gruppe die anfallenden Arbeiten nicht bewältigt werden konnten, wurde durch die Verwaltungskonferenz und den Schulausschuss (30.05.2001) die Schaffung weiterer RSD AllVorlg.WPT Seite 2 von 12 personeller Kapazitäten beschlossen, dies auch bei den Ämter 10 und 23. Die damals bewilligten 12 zusätzlichen Stellen sind inzwischen besetzt. Zur Koordinierung der Arbeiten wurde Ende 2001 unter Vorsitz von Herrn Stadtdirektor Grosse-Brockhoff eine Lenkungsgruppe eingerichtet, der auch die Leiter der Ämter 10, 23 und 40 angehören. Nach dem Ratsbeschluss vom 30.03.2000 ha tte sich der seit mehreren Jahren bestehende Arbeitskreis "Düsseldorfer Schulen ans Netz" neu konstituiert. Er führt seitdem den Namen "Arbeitskreis eSchool Düsseldorf" und ist neben Mitgliedern der Ratsfraktionen nunmehr auch mit Vertreterinnen und Vertretern der einzelnen Schulformen dieser Stadt besetzt. In diesem Arbeitskreis wurden gemäß Ratsbeschluss die Vorgehensweise, die Prioritäten, die Mittelverwendung, die Standardisierungsgrundsätze der Hardware und Sonderprojekte etc. besprochen und festgelegt. Dazu gehört z.B. auch, dass die Projektgruppe zusammen mit der VICTORIA-Versicherungs AG ein "eSchool Mobil" mit PC, Laptops und Beamer entwickelt und in einer kleineren PC-Version insbesondere Grundschulen zur Verfügung gestellt hat. Dies ermöglicht einen flexibleren Einsatz in jedem Unterricht. Der Schulausschuss ist in der Vergangenheit mehrfach über den Sachstand und die einzelnen Projekte unterrichtet worden. Realisierte, bzw. begonnene Maßnahmen Der Ratsbeschluss vom 30.03.2000 enthält mehrere Teilbeschlüsse, die hier nochmals aufgeführt werden: Teilbeschluss 1.1 In den Grundschulen soll in jedem Klassenraum eine Medienecke mit Internet-PC eingerichtet werden. Teilbeschluss 1.2 Jede weiterführende allgemein bildende Schule und jedes Berufskolleg sollen mindestens einen, bei größeren Schulen zwei Informatikräume mit Computern der aktuellen Generation und Internetanschluss erhalten. Teilbeschluss 2 Alle weiterführenden Schulen und Berufskollegs sollen mindestens 2 Laptops mit Beamer erhalten Teilbeschluss 3 Mittelfristig soll in allen weiterführenden allgemeinbildenden Schulen und Berufskollegs in jedem Klassenraum ein Internet-PC verfügbar sein. Teilbeschluss 4 Mittel- bis langfristig sollen jede Schülerin und jeder Schüler einen eigenen internetfähigen Laptop erhalten. Kurzfristig soll dies in zwei ausgewählten Berufskollegs (Heinrich-Hertz- und Walter-Eucken-BK) mit einem Leasingmodell unter Eigenbeteiligung der Schülerinnen und Schüler mit ca. 400 Geräten realisiert werden. Teilbeschluss 5 Seite 3 von 12 Das Stufenkonzept soll keine einmalige Investition sein, sondern dauerhaft auf einem adäquaten Niveau gesichert werden. Der Austausch der Geräte soll nach spätestens 4 Jahren erfolgen. Teilbeschluss 6 Der Rat beschließt - entgegen der Aufgabenschneidung nach Schulfinanzgesetz - eigene Aktivitäten im Bereich der Lehrerqualifizierung zu entwickeln und hierfür Mittel bereitzustellen. Status zur Umsetzung der Teilbeschlüsse Nach einer Erhebung des Schulverwaltungsamtes im Schuljahr 1999/2000 befanden sich ca. 2000 Computer unterschiedlicher Leistungsklassen (486er - P II) in den städtischen Düsseldorfer Schulen. Diese Geräte waren zu diesem Zeitpunkt vorwiegend nicht vernetzt. Ab August 2000 stattete die Projektgruppe eSchool die Schulen mit IT-Hardware der oberen Leistungsklasse aus. Bei der Ausstattung der Klassenräume wurden - abweichend von der Formulierung „Medienecken" im Ratsbeschluss - nach Abstimmung im Arbeitskreis eSchool bei der Ausstattung mobile Medieneinheiten (Eigenentwicklungen der Projektgruppe eSchool und der VICTORIA-Versicherung) eingesetzt, bei denen vorbereitende bauliche Maßnahmen weitgehend entfallen. Status Teilbeschluss 1.1 Bei der Ausstattung der Grundschulen und der adäquaten Klassen der Sonderschulen werden mobile Medieneinheiten eingesetzt. Hierbei sollen Ende 2004 alle Klassenräume der o.a. Schulen mit mobilen Einheiten versorgt werden können. Aktuell sind 526 Einheiten ausgeliefert, bzw. auslieferbereit. Der weitere Ausstattungsbedarf muss wegen der Mobilität der Medieneinheiten nicht in gleicher Größenordnung mit der Anzahl der Klassenräume (ca. 1000) liegen. Auf der Basis der Erfahrungen mit Overhead-Projektoren kann von einem Verhältnis 2:3 ausgegangen werden, d.h., es sind insgesamt 700 Einheiten bereit zu stellen. Ausstattungsstand der mobilen Medieneinheiten in Grund- und Sonderschulen Status Teilbeschluss 1.2 Alle 10 Berufskollegs verfügen über wesentlich mehr als die im Ratsbeschluss geforderten zwei Computer-Fachräume, so dass schon in 2002 dieses Ziel erreicht war. Ausstattungsstand der Computer-Fachräume in Berufskollegs Bei den 65 allgemein bildenden Schulen (Sek. I/II) existieren an allen Standorten Computer-Fachräume, jedoch entspricht die technische Einrichtung noch nicht dem nach Ratsbeschluss geforderten aktuellen Standard. (Ziel 2 Fachräume je Schule) Erreicht sind ca. 70 %. Seite 4 von 12 Ausstattungsstand der Computer-Fachräume in weiterführenden Schulen Status Teilbeschluss 2 Alle Berufskollegs verfügten schon in 2002 über mehr als die im Ratsbeschluss geforderten 2 Laptop-Beamer-Bundle. Ausstattungsstand mit Laptop-Beamer-Bundle in Berufskollegs Bei den 65 allgemein bildenden Schulen (Sek. I/II) existieren gegenwärtig 275 Laptops und 208 Beamer (eingerechnet sind Geräte auf den eSchool-Mobilen). Bei Gewichtung der Verteilung der Geräte auf die Schulstandorte ergibt sich ein Ausstattungsstand von ca. 160 %. Ausstattungsstand mit Laptop-Beamer-Bundle in weiterführenden allgemeinbildenden Schulen Status Teilbeschluss 3 Die Umsetzung dieses Beschlusses ist mittelfristig zu betrachten. Bei einer Gesamtzahl von ca. 4400 Klassen- und Fachräumen entfällt auf diesen Bereich der größte Aufwand. Da die Computer in den o.a. Räumen Internetzugang haben sollen, setzt dieses Vorhaben eine - wie auch immer geartete - Vollvernetzung der Schulgebäude voraus. Vernetzung der Berufskollegs: 9 Hauptstandorte der Berufskollegs haben in 2003 eine Daten-Vollvernetzung erhalten. Am Standort - Franz-Jürgens-Berufskolleg - erfolgt die Vernetzung nach Sanierungsfortschritt. 1 10 Ausstattungsstand der Vollvernetzungen der Hauptstandorte der 10 Berufskollegs Ausstattung der Unterrichtsräume der Berufskollegs: In den Berufskollegs wird wegen der engen Bindung der Curricula an die Situation in der Arbeitswelt die Informationstechnologie intensiv angewendet. Auf Wunsch der Berufskollegs und in Abstimmung mit dem Arbeitskreis eSchool wurde auf eine Seite 5 von 12 Ausstattung mit Computern in allen Klassenräumen verzichtet. Stattdessen werden in einigen Berufskollegs mobile Medieneinheiten und an vielen Standorten erstmals in 2004 mobile Klassenzimmer eingesetzt. Die Laptop-Wagen stellen eine Eigenkonstruktion der Projektgruppe eSchool dar. 12 Laptops werden über Wireless-LAN mit dem Wagen verbunden. Dieser ist mit einem Netzwerkdrucker ausgestattet. Der Wagen wird über ein Kabel mit dem Datennetz der Schule verbunden. Vernetzung allgemein bildender weiterführender Schulen sowie Grundschulen: Nach Abstimmung im Arbeitskreis eSchool werden diese Schulen auf Basis der so genannten PowerLine-Technologie vernetzt. Hierbei entstehen keine gesonderten Datennetze, sondern die Übertragung der Datensignale (Internetzugang sowie Zugriff auf Server und Drucker) geschieht über die schon vorhandenen Stromleitungen. Die Finanzierung und praktische Ausführung dieser Maßnahme erfolgen aus Sondermitteln der Energie-Baden-Württemberg (EnBW), die im Zuge der anteiligen Verkäufe der Stadtwerke Düsseldorf vereinbart wurden. Gegenwärtig sind ca. 130 von 160 Schulstandorten (z.T. auch Dependancen) mit PowerLine vernetzt, alle verfügen über eine Grundausstattung mit mobilen Medieneinheiten (Grund- und Sonderschulen). Die Auswahl der Schulen erfolgt dabei in Abstimmung mit den von Amt 23 vorgesehenen Arbeiten zur Elektrosanierung nach Masterplan Schulen. 1 160 Ausstattungsstand der Vernetzungen der anteiligen allgemeinbildenen Schulen in 2002 Der Abschluss der gesamten Gebäudevernetzungen soll während der Sommerferien 2004 erfolgen. Ausstattung der Unterrichtsräume der Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie Gymnasien: Für ca. 50 Schulstandorte ist eine Mindestausstattung mit mobilen Medieneinheiten zu realisieren. Hierbei wird in Anlehnung an die Ausstattung der Schulen im Sponsorenprojekt der VICTORIA-Versicherung von 4 bis 6 Einheiten pro Standort ausgegangen. Insgesamt sind dies 300 Einheiten. Bis Stand heute wurden 321 Wagen ausgeliefert. Die Grundversorgung der o.a. Schulformen ist damit sichergestellt. Die für eine Vollausstattung benötigten ca. 1000 mobilen Medieneinheiten können unter Beibehaltung der Produktionsstätte Jugendberufshilfe nicht bis Ende 2004 bereitgestellt werden. Der Ratsbeschluss macht bzgl. des Realisierungszeitraumes nur die Aussage „mittelfristig", d.h. , eine Verlängerung des Ausstattungszeitraumes über 2004 hinaus wird hiermit nicht ausgeschlossen. Vor einer Vollausstattung der Unterrichtsräume dieser Schulformen mit Computern ist - ähnlich wie bei den Berufskollegs - der Ansatz neu zu überdenken. Ferner sollte unter Seite 6 von 12 dem Aspekt „Personalisierung der Endgeräte-Nutzung" sowie der Service- und Wartungsproblematik die Möglichkeit von bezuschussten oder vollfinanzierten Lehrer- Laptops ins Kalkül gezogen werden. Status Teilbeschluss 4 Es sind zwei Teilprojekte „Schüler-Laptops" aufgelegt worden, und zwar mit IT- Fachklassen des Heinrich-Hertz- und Walter-Eucken-Berufskollegs. In aufwändigen Abstimmungsgesprächen mit Anbieterfirmen, Leasinggebern sowie Lehrkräften und Auszubildenden der beiden Pilotschulen wurden in 2001 durch Mitarbeiter des Schulverwaltungsamtes und 2002 durch einen Mitarbeiter des Amtes für Informationstechnik und Organisationsentwicklung Projekte zu diesem Teilbeschluss gestartet. In 2001 hatten bei einer vorab mündlich erfolgten Schülerbefragung über 200 Auszubildende pro Schulstandort Interesse an einem mit 460 Euro (900 DM) bezuschussten Laptop geäußert, den Leasingvertrag unterzeichnet haben nur 28 Auszubildende. Der Versuch, zwischen Auszubildenden, Ausbildungsfirmen und Schulträger eine Kostenaufteilung zu initiieren, muss ebenso als gescheitert betrachtet werden. Mit Ausnahme der Stadt Sparkasse Düsseldorf in 2001 hat sich keine Ausbildungsfirma an dem Konzept beteiligt. Eine Neuauflage des Teilprojektes „Schüler-Laptops" durch die Schulverwaltung ist gegenwärtig nicht vorgesehen, weitere Haushaltsmittel werden nicht eingeplant. Status Teilbeschluss 5 Die in den Schulen installierten Geräte sollen gemäß Ratsbeschluss nach 48 Monaten ausgetauscht werden. Um diese Forderung erfüllen zu können, ist eine genaue Erfassung der installierten Geräte nach Anschaffungsdatum, Leistungsdaten und Standort notwendig. Gegenwärtig arbeitet die Projektgruppe eSchool daran, diese Geräte mit einer Assetmanagement-Software zu inventarisieren. Bei der Produktauswahl wurde auf die bei Amt 10 eingeführte Software QualiParc zurückgegriffen. Mitarbeiter der Projektgruppe wurden von Amt 10 geschult und sollen bei der Realisierung der Inventarisierung unterstützt werden. Die Erfassung des Gerätebestandes ist gegenwärtig mit den vorhandenen Personalressourcen nicht zu realisieren. Ein Versuch mit studentischen Hilfskräften soll im Herbst 2004 neu gestartet werden. Seite 7 von 12 Der Gerätetausch wird in 2005 beginnen. Bei der Zahl der zu tauschenden Geräte ist vom jeweiligen Budgetansatz für die jeweilige Schule auszugehen. (Budget wird anteilig aus den eSchool-Mittel nach Lehrerstellen berechnet) Status Teilbeschluss 6 Gemäß Ratsbeschluss hat die Stadt Düsseldorf es mit übernommen, sich bei der Qualifizierung der Lehrkräfte im Bereich der unterrichtlichen Nutzung der neuen IT- Medien zu engagieren. Es wurden von 2000 bis 2002 neben den Landeszuweisungen aus der „enitiative.nrw" erhebliche städtische Mittel für diese Aufgabe bereitgestellt. Die Verteilung der Landes- sowie der städtischen Mittel verbunden mit Vorschlägen zu Fortbildungsangeboten der Bildungsträger (Volkshochschule und freie Träger) erfolgte durch die Projektgruppe eSchool. Zusammen mit den Fachhochschule Düsseldorf und Niederrhein und der Firma CISCO- Systems wurde den Düsseldorfer Schulen mit der sog. „CISCO Networking Academy" ein hochqualifizierendes Schulungsprogramm zur IT-Netzwerktechnik und anderen IT- Themen angeboten. Im Fall der beiden Berufskollegs Heinrich-Hertz und Max-Weber konkretisieren sich in 2004 die Wünsche zur Errichtung eigener schulinterner Labors (lokale Akademie), die sowohl für Qualifizierung der Lehrkräfte als auch bei der Ausbildung der neuen IT-Berufe genutzt werden können. Die Schulverwaltung befindet sich gegenwärtig in der Entscheidungsphase, in welchem Umfang die Maßnahmen finanziell unterstützt werden und ob ggf. weitere Berufskollegs mit einzubeziehen sind. Hierbei sind neben der Schülerzahl, die das Curriculums im pflichtschulischen Bereich einse

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Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen 40/ 45/2004