Verwaltungsvorlage Aktenzeichen 19/ 4/2005

Hartz IV- Schaffung von Arbeitsgelegenheiten

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Kasernenstraße 6 · Stadtbezirk 1 (Altstadt, Stadtmitte)örtlicher Bezug 1Dokument 29. Dezember 2004veröffentlicht

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Title: S:\RSD\Test_Konvertierung\Prod Archiv\Vorlagen\2004\19_ 4_2005_21332.wpd URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00074070.pdf Published Time: Fri, 05 Jul 2019 13:14:15 GMT Number of Pages: 5 Markdown Content: Ö Vorlagen - Nr. 19/ 4/2005 Seite 1 von 5 Informationsvorlage Betrifft: Schaffung von Arbeitsgelegenheiten für erwerbsfähige BezieherInnen von Arbeitslosengeld II beim Umweltamt In der Sitzung der Verwaltungskonferenz am 07.12.2004 wurde das nachfolgende Konzept zur Schaffung von Arbeitsgelegenheiten für erwerbsfähige Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) beim Umweltamt beschlossen. Der Ausschuss für Umweltschutz und der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen erhalten das Konzept zur Kenntnisnahme. Konzept zur Schaffung von Arbeitsgelegenheiten für erwerbsfähige Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) beim Umweltamt I. Originäre Ziele Im Aufgabenbereich des Umweltamtes sollen für erwerbsfähige Bezieher/innen von Arbeitslosengeld II Arbeitsgelegenheiten geschaffen werden. Diese Arbeitsgelegenheiten sollen insbesondere C der Herstellung und Erhaltung der Beschäftigungsfähigkeit dienen, C zu einer Integration in den Ersten Arbeitsmarkt führen, C wirtschaftlich sein, C positive Auswirkungen für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt; insbesondere in den Bereichen der Stadtsauberkeit, der Umwelt und des Umweltschutzes (Umweltvorsorge, Umweltplanung, Bodenschutz und Flächenrecycling) haben. Es sollen drei Zielgruppen erfasst werden: 1. Über-50-jährige (aufgrund des Alters schwer vermittelbar) 2. Junge Erwachsene, 18 bis 25 Jahre (als Einstieg ins Berufsleben) 3. Erwerbsfähige jeden Alters (mit technischer Ausbildung oder Vorkenntnissen) Durch die nachfolgend dargestellten Einsatzmöglichkeiten sollen sowohl Angebote für verschiedene Altersgruppen geschaffen als auch Motivation und Arbeitsmarktnähe für variierende Zielgruppen ermöglicht werden. Vor diesem Hintergrund ist bewusst beabsichtigt, unterschiedlichen Zielgruppen adäquate Beschäftigungsmöglichkeiten anzubieten. Diese Vorgehensweise wird dem Förderansatz von Hartz IV gerecht. II. Projekte Derzeit laufen bereits zwei Projekte: 1. Das Umweltamt hat bereits drei Kräfte aus dem Düsseldorfer Beschäftigungsprogramm Arbeit statt Sozialhilfe (AsS) eingesetzt. Der Aufgabenbereich umfasst Sauberkeitskon-trollen im gesamten Stadtgebiet. 2. Als Maßnahme 51 Z im Projekt Stadtsauberkeit des Amtes 19 werden in Kooperation mit RSD AllVorlg.WPT Ö Vorlagen - Nr. 19/ 4/2005 Seite 2 von 5 “Arbeit Direkt” und der Jugendberufshilfe gGmbH ( JBH ) - Sauberkeitskontrollen durch arbeitslose Jugendliche im Stadtgebiet durchgeführt. Das gut laufende Gemeinschafts-projekt der Ämter 50, 19 und der JBH hat viele Jugendliche bereits auf das Berufsleben vorbereitet, sinnvolle Beschäftigung und Gelegenheit gegeben, das Potential der Teil-nehmerinnen und Teilnehmer zu testen. Durch die Kontrollen hat sich der Sauberkeits-zustand der begangenen Reviere deutlich verbessert. Beide Projekte haben sich bewährt. Die Zusammenarbeit mit der JBH soll fortgesetzt werden. Nach Ablauf des AsS-Programms sollen die vorhandenen Stellen in Absprache zwischen Amt 19 und der ARGE - wenn möglich - im Rahmen der Beschäftigungsmöglich-keiten des Sozialgesetzbuches § 16,Absatz 1 und 3 “ nachbesetzt” werden. Zukünftige Beschäftigungsmöglichkeiten im Rahmen Hartz IV (1-Euro-Kräfte )1. Die erste Zielgruppe - in der Regel aufgrund ihres Alters nur als sehr schwer vermittelba-re Erwerbsfähige über 50 Jahre -Beim geplanten Einsatz dieser Personen soll nicht primär die Eingliederung in den Ersten Arbeitsmarkt im Vordergrund stehen, sondern die soziale Komponente der betroffenen Personen Berücksichtigung finden. Insbesondere das Selbstwertgefühl und das Gefühl “ich werde gebraucht” soll gestärkt werden. Das Umweltamt beabsichtigt für diesen Personenkreis folgende Einsatzmöglichkeiten ab dem 01.01.2005 zu schaffen: S Hausmeister - und Poststellenhilfe (1 Person) Der Aufgabenbereich dieser 1-Euro-Kraft umfasst das Sauberhalten der Grün-anlagen um das Verwaltungsgebäude Brinckmannstraße 7, selbstständige Kon-trollgänge durch das Haus, Hausmängel aufnehmen und weitermelden. Des weiteren soll diese Kraft für eine Grobreinigung der vorhandenen Tiefgarage zuständig sein, die Dienst-KFZ säubern sowie die Dienstfahrräder des Umwelt-amtes warten. Es ist weiterhin eine Mithilfe bei internen Transporten und auch in der Poststelle (Botengänge, Kuvertier- und Versandaktionen) vorgesehen. Durch die Präsenz einer solchen Kraft wird das äußere Erscheinungsbild der Verwaltung deutlich verbessert. S Servicekraft für das Hausaktenarchiv bei 19/1.2 (1 Person) Diese 1-Euro-Kraft soll die 80.000 Hausakten pflegen ( Erneuerung alter Aktende-ckel, einheitliche Beschriftung) und sowohl die Aktenausgabe als auch Aktenrück-nahme vornehmen, bzw. angeforderte Akten im Hause verteilen und wiederum einsammeln. 2. Die zweite Zielgruppe - Junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 25 Jahren -Bei den hier angesprochenen arbeitslosen Jugendlichen übernimmt die JBH die sozial-pädagogische Betreuung und Vermittlung in den Arbeitsmarkt. Hierfür sind folgende Maßnahmen vorgesehen: S Unterstützung der Abteilungsassistenz ( 4 Personen) Diese Kräfte sollen insbesondere für leichte Bürohilfstätigkeiten (u.a. Unterstüt-zung bei der Vorbereitung von Besprechungen, Botengänge, Kopieraufträge) eingesetzt werden. S Servicekräfte im Bereich der Stadtsauberkeit (8 Personen) Aufbauend auf die zu der laufenden Maßnahme 51 Z Stadtsauberkeit sollen Kooperationsmaßnahmen für Einsatzmöglichkeiten mit 1-Euro-Kräften angeboten werden. Die Aufgaben sind Sauberkeitskontrollen im Stadtgebiet, Sachverhalte bei Ö Vorlagen - Nr. 19/ 4/2005 Seite 3 von 5 Beschwerden zu erfassen sowie Fotos/Vermerke zu fertigen. Durch den Einsatz dieser zusätzlichen Kräfte im Bereich der Stadtsauberkeit wird das Erscheinungsbild der Stadt Düsseldorf nach außen hin verbessert. S Servicekraft zur Unterstützung in Bereichen der Umweltvorsorge (1 Person) Diese 1-Euro-Kraft soll im Bereich der Umweltvorsorge Akten umheften, Orts-begehungen und ggf. Fotodokumentationen machen. Weitere Aufgaben sind Dateneingaben im Bereich Lärm und Mithilfe bei der Vorbereitung und Durch-führung von Veranstaltungen, wie z.B. Öko-Audit an Schulen. 3. Zielgruppe alle Altersgruppen (mit Ausbildung technischer Bereich oder Vorkenntnissen) Folgende Beschäftigungsmöglichkeiten sollen angeboten werden: S Servicekraft zur Dokumentation von Sanierungsmaßnahmen und Flächenre-cycling (1 Person) Es sollen schwerpunktmäßig Fotodokumentationen von laufenden Baumaßnah-men und Entwässerungsanlagen sowie Dokumentationen abgeschlossener Maß-nahmen anhand der Akten ( u.a. Scannen von Fotos) erstellt werden. - Servicekraft für die Zusammenführung von Akten im Bereich wasserrecht-licher Vorgänge und Kleingartenanlagen (1 Person) Diese 1-Euro-Kraft soll neben der Zusammenführung von Bauanträgen und Akten vorhandene Daten nach verschiedenen Kriterien (Art der Entwässerungsein-richtung, Abfall, Grundstücksnutzung und Abwasser-/Schlammentsorgung) zu-sammentragen. S Servicekräfte im Bereich der Altdatenaufarbeitung für das Kataster der Alt-ablagerungen und Altstandorte (2 Personen) Die Servicekräfte sollen schwerpunktmäßig die Daten und den Aktenbestand der “Altlasten” sowohl sortieren als auch registrieren und ggf. weitere Daten z.B. über ehemalige Grundstücksnutzungen sowie Messdaten über den Boden abgleichen. S Servicekraft im Bereich der Oberflächengewässerbewirtschaftung (1 Person) Diese 1-Euro-Kraft soll zusätzliche Ortskontrollen an Gewässern vornehmen und eine Fotodokumentation der Fließgewässer erstellen. Außerdem soll diese Servi-cekraft anfallende Botengänge übernehmen. S Servicekraft für Brunnenzustandskontrollen (1 Person) Das Aufgabengebiet dieser Servicekraft umfasst die Brunnensuche und die Sicht-kontrolle/Fotodokumentation als Vorarbeit für ein Brunnenzustandskataster. Ö Vorlagen - Nr. 19/ 4/2005 Seite 4 von 5 Gesamtübersicht aller beim Umweltamt bereits bestehenden und geplanten Maßnahmen Maßnahmen bestehende Arbeitsgele-genheiten, die nach § 16(1)u.(3) SGB II nach-besetzt werden sollen zusätzli-che 1-Euro Arbeits-gelegen-heiten Arbeits-gelegenhei-ten gesamt Erste Zielgruppe: Personen über 50 Jahre 1 Hausmeister- und Poststellenhilfe 1 12 Servicekraft für das Hausaktenarchiv 1 1 Zweite Zielgruppe:Junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 25 Jahren 1 Servicekräfte für die Unterstützung der Abteilungsassistenz 4 42 Servicekräfte für die Stadtsauberkeit 3 AsS 8 11 3 Servicekraft für die Unterstützung in Bereichen der Umweltvorsorge 1 1 Dritte Zielgruppe: Personen aller Altersgruppen mit Ausbildung im technischen Bereich oder Vorkenntnisse 1 Servicekraft zur Dokumentation von Sanierungsmaßnahmen und Flächen-recycling 1 12 Servicekraft für die Zusammenführung von Akten im Bereich wasserrechtli-cher Vorgänge und Kleingartenanla-gen 1 13 Servicekräfte für die Altdatenaufarbei-tung für das Kataster der Altablagerun-gen und Altstandorte 2 24 Servicekraft im Bereich der Oberflä-chengewässerbewirtschaftung 1 15 Servicekraft für Brunnenzustandskon-trollen 1 1Gesamt 3 21 24 Alle aufgeführten Aufgaben für die beantragten Servicekräfte für das Umweltamt sind gemeinnüt-zig und zusätzlich. Es handelt sich weiterhin um Aufgaben ohne zwingende rechtliche Ver-pflichtung, die sonst nicht oder nicht in diesem Umfang wahrgenommen würden. Eine ausreichende Anleitung, Beaufsichtigung und Betreuung der Kräfte wird in der jeweiligen Ö Vorlagen - Nr. 19/ 4/2005 Seite 5 von 5 Einsatzstelle im Umweltamt sichergestellt. Durch die verschiedenen Projekte und Maßnahmen werden beim Umweltamt weitere Beschäfti-gungsmöglichkeiten für insgesamt 21 Personen geschaffen. Die z.Zt. vorhandenen 3 “AsS -Stellen” ( Auslauf der Maßnahmen im September und Oktober 2005) sollen im Rahmen der dann noch bestehenden rechtlichen Möglichkeiten “nachbesetzt “ werden. III. Finanzierung Die direkten Personalkosten (AGL II plus 1- Euro pro Stunde Arbeitseinsatz) werden von der Agentur für Arbeit/ARGE getragen. Aus dem städischen Haushalt sind die notwendi-gen Investitionen für die erforderlichen Arbeitsmittel (Büroausstattungen, PCs, Digitalka-meras, Gartengeräte) zu tragen. Hierbei soll vorrangig auf den vorhandenen Fundus der Stadt zurückgegriffen werden. Die finanziellen Auswirkungen für die Stadt sind zwischen den Ämtern 20, 50 und 19 noch genau zu definieren. Nach einer ersten Schätzung des Umweltamtes betragen die Gesamtkosten ca. 53.700,- Euro. IV. Weitere Vorgehensweise Das Umweltamt intensiviert zur Zeit die Kontakte mit der ARGE, dem Sozialamt und der Jugendberufshilfe Düsseldorf gGmbH zur Umsetzung der vorgenannten Maßnahmen und der schnellen Ermittlung geeigneter Personen für die angebotenen 1-Euro-Arbeits-gelegenheiten. Nach Ablauf ca. eines Jahres ( Ende 2005 ) sollen von Amt 19 gemeinsam mit der ARGE zur weiteren Gestaltung von Integrationsmöglichkeiten nach den Rege-lungen des Sozialgesetzbuch II , § 16, Absatz 1 ( von betrieblichen Trainingsmaßnahmen bis zur Einzelumschulung) und § 16, Absatz 3 ( Zusatzjobs mit unterschiedlichen Anforderungen und inhaltlicher Ge-staltung) konzeptionelle Überlegungen angestellt und in Folge umgesetzt werden. Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Ergebnis Ausschuss für Umweltschutz 13.01.2005 -/- 2Ausschuss für öffentliche Einrichtungen 10.01.2005 -/-21) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant. 2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst. Amt: Umweltamt Dezernentin / Dezernent: Beigeordnete Nieß-Mache

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Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen 19/ 4/2005