Verwaltungsvorlage Aktenzeichen 70/ 3/2005

Einsatz von Hartz IV-Kräften

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Stadtbezirk 1 (Altstadt, Stadtmitte) · 40213örtlicher Bezug 1Dokument 22. Dezember 2004veröffentlicht

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Seite 1 von 5 S:\RSD\Test_Konvertierung\Prod Archiv\Vorlagen\2004\70_ 3_2005_21279.wpd 1 -- Informationsvorlage Betrifft: Schaffung von Arbeitsgelegenheiten für erwerbsfähige Bezieher/innen von Arbeitslosengeld II beim Garten-, Friedhofs- und Forstamt I. Zielsetzung Im Aufgabenbereich des Garten-, Friedhofs- und Forstamt werden beginnend mit dem 03.01.2005 für insgesamt 169 erwerbsfähige Bezieher/innen von Arbeitslosengeld II Arbeitsgelegenheiten zur Verfügung gestellt. Für die Auswahl der Tätigkeitsfelder und die Ausgestaltung begleitender Maßnahmen lagen folgende Prämissen zugrunde: Die Arbeitsgelegenheiten sollen: Swirtschaftlich sein, Seine spürbare positive Auswirkung für die Bürgerinnen und Bürger entfalten (ins- besondere mehr Sauberkeit und Sicherheit im öffentlichen Grün, auf Kinderspiel- plätzen und auf den Friedhöfen), Sdem Erhalt bzw. der Wiederherstellung der Beschäftigungsfähigkeit der eingesetzten Arbeitslosen dienen, Sdort wo Integrationsmöglichkeiten bestehen, einen Übergang auf den ersten Arbeits- markt vorbereiten bzw., Sdort wo keine Integrationsmöglichkeit vorhanden sind, eine Weiterbeschäftigung auf freiwilliger Basis fördern. Bei Amt 68 laufen seit vielen Jahren Maßnahmen zur Beschäftigungsförderung unter den unterschiedlichsten Förderbedingungen (Kommunale Mittel, Mittel des Arbeitsamtes, Landesmittel). Auch die Beschäftigung von Sozialhilfeempfängern im Rahmen gemeinnützi- ger Arbeiten ist seit Jahren gängige Praxis. Bei diesen unterschiedlichen Maßnahmen hat sich gezeigt, dass eine Anleitung und Begleitung der Beschäftigten durch dafür qualifizier- tes Personal, zum Beispiel bei Beschäftigungsträgern, unabdingbare Voraussetzung ist, um die oben genannten Ziele zu erreichen. Die Anleitung und Begleitung muss in Art und Umfang in Abhängigkeit von Sder Arbeitsmarktnähe der Zielgruppe, Sder Zielsetzung der Maßnahme (Integration in den ersten Arbeitsmarkt oder Motivation zur Weiterbeschäftigung auf freiwilliger Basis) und der SSchwierigkeit der Tätigkeit passgenau definiert werden und kann von wenigen Arbeitsstunden bis zur intensiven Betreuung variieren. II. Maßnahmen RSD AllVorlg.WPT Seite 2 von 5 S:\RSD\Test_Konvertierung\Prod Archiv\Vorlagen\2004\70_ 3_2005_21279.wpd 2 In Zusammenarbeit mit der ARGE Düsseldorf wurden vier Typen von Maßnahmen entwi- ckelt, wobei ein Typ drei Tätigkeitsfelder beinhaltet. 1. Maßnahmen mit geringem Anleitungs- und Betreuungsaufwand durch Beschäftigungs- träger a) Servicekräfte Friedhöfe / Pförtner (26 Personen) Die hier beschäftigten 1,-Euro-Kräfte sollen zum einen Rundgänge auf den Friedhöfen machen und zum anderen an den Friedhofseingängen präsent sein, die eine Zufahrt mit PKW ermöglichen. Zu ihren Aufgaben gehört die Information von Friedhofsbesucherinnen und -besuchern, die Benachrichtigung der Friedhofsleitung über entdeckte Störungen und Verschmutzungen auf dem Friedhof. Durch ihre Präsenz sollen sie das subjektive Si- cherheitsempfinden von Friedhofsbesuchern erhöhen. b) Servicekräfte Parks und Spielplätze (20 Personen) Diese 1,-Euro-Kräfte sollen Rundgänge durch Parkanlagen und über Kinderspielplätze machen. Zu ihren Aufgaben gehört die Information von Bürgerinnen und Bürgern, die Benachrichtigung des/der Bezirksmeisters/Bezirksmeisterin über entdeckte Störungen, Beschädigungen und Verschmutzungen in den Anlagen. Durch ihre Präsenz sollen sie dazu beitragen, dass Störungen, Beschädigungen und Verschmutzungen verringert bzw. schneller erkannt und beseitigt werden können und sich das subjektive Sicherheitsempfin- den von Park- und Kinderspielplatzbesuchern erhöht. c) Servicekräfte Mülltrennung auf Friedhöfen (18 Personen) Diese 1,-Euro-Kräfte sollen auf den Abfallsammelplätzen der Friedhöfe die Gewerbetrei- benden sowie die Friedhofsbenutzerinnen und -benutzer über die Mülltrennung informieren und sie bei der richtigen Entsorgung der Abfälle unterstützen. 2. Maßnahmen mit etwas umfangreicherem Anleitungs- und Betreuungsaufwand durch Beschäftigungsträgern Das bereits mit GzA-Kräften arbeitende Projekt Grünmobile wird von z.Zt. sieben auf zehn Kolonnen aufgestockt. Dadurch können zusätzlich 18 Beschäftigungsmöglichkeiten für 1,- Euro-Kräfte geschaffen werden. Die bereits existierenden GzA-Stellen werden in 1,-Euro- Jobs umgewandelt. 3. Maßnahmen mit starkem Anleitungs-, Betreuungs- und Qualifizierungsaufwand durch Beschäftigungsträgern In Anlehnung an das vom Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte und beim Garten-, Friedhofs- und Forstamt seit August 2004 installierte Projekt zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt (zur Zeit bis zu 15 Sozialhilfeempfänger) soll eine zweite Maßnahme aufgelegt werden. Hier erfolgt neben Anleitung und Betreuung auch eine fachliche Qualifizierung der Personen für Tätigkeiten im Bereiche des Garten- und Landschaftsbau. Diese Maßnahmen wenden sich an Personen die hinreichend motiviert sind und bei denen nach Abschluss der Qualifizierung eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt wahrscheinlich ist. 4. Maßnahmen mit Anleitungs- und Betreuungsaufwand beim Garten-, Friedhof- und Forstamt Seite 3 von 5 S:\RSD\Test_Konvertierung\Prod Archiv\Vorlagen\2004\70_ 3_2005_21279.wpd 3 Die z.Zt existierenden zwölf Arbeit-statt-Sozialhilfe-Stellen im Garten-, Friedhofs- und Forstamt werden in befristete Stellen (bis zu 12 Monate) umgewandelt. Die hierauf be- schäftigten Personen werden von Vorarbeitern des Amtes angeleitet und im Bereich der einfachen manuellen Tätigkeiten in den öffentlichen Grünflächen und auf den Friedhöfen eingesetzt. Seite 4 von 5 S:\RSD\Test_Konvertierung\Prod Archiv\Vorlagen\2004\70_ 3_2005_21279.wpd 4 Gesamtübersicht aller Maßnahmen beim Garten-, Friedhofs- und Gartenamt Maßnahme Stellen 1. Maßnahmen mit geringem Anleitungs- und Betreuungsaufwand durch Beschäftigungsträgern a Servicekräfte Friedhöfe / Pförtner 26 b Servicekräfte Parks und Kinderspielplätze 20 c Servicekräfte Aufsicht Mülltrennung 18 2. Maßnahmen mit etwas umfangreicherem Anleitungs- und Betreuungsaufwand durch Beschäfti- gungsträgern Grünmobile 63 3. Maßnahmen mit starkem Anleitungs-, Betreuungs- und Qualifizierungsaufwand durch Beschäfti- gungsträgern Qualifizierung Garten- und Landschaftsbau 30 4. Maßnahmen mit Anleitungs- und Betreuungsaufwand beim Garten-, Friedhof- und Forstamt Sozialversichungspflichtige Stellen, bis zu 12 Monate befristet bei Amt 68 12 Gesamt 169 Dieses Maßnahmenbündel ermöglicht es, Angebote für nach Alter, Motivation und Arbeits- marktnähe variierende Zielgruppen zu machen. Dabei wird bewusst ein stufenweiser Aufstieg für Personen angeboten, die sich in einer Stufe bewährt und qualifiziert haben. Die Durchlässigkeit des Systems soll reale Chancen eröffnen und damit dem Förderansatz von Hartz IV gerecht werden. Das Konzept bietet die Möglichkeit von niederschwelligen Arbeitsgelegenheiten bis zur Einmündung in dauerhafte Beschäftigung über mehrere Beschäftigungsformen mit wachsender Qualifizierung und Begleitung für eine große Gruppe von Arbeitslosen. Ein wesentliches Ziel der Maßnahmen insgesamt sollte es sein, die darin Beschäftigten an den ersten Arbeitsmarkt heran zu führen. Dies geschieht über die Wiedereingewöhnung in feste Arbeitsstrukturen, über persönliche und fachliche Qualifizierung sowie über Hilfestellung bei der Suche nach einem Arbeitsplatz. Die Arbeits- plätze müssen in erster Linie im privatwirtschaftlichen Bereich gefunden werden. Ergän- zend dazu wird angestrebt, jährlich 5 Personen, die erfolgreich Beschäftigungsfödermaß- nahmen durchlaufen haben in freie, unbefristete Stellen beim Gartenamt zu übernehmen. Bei jeder Maßnahme sind auch Quereinstiege möglich. Personen, bei denen eine In- tegration in den ersten Arbeitsmarkt nicht möglich ist, sollen über die Maßnahmen motiviert werden, dort auf freiwilliger Basis tätig zu bleiben. III. Finanzierung Die Kosten für die AGL II Empfänger (ALG II plus 1 Euro pro Stunde Arbeitseinsatz) werden von der Agentur für Arbeit/ ARGE getragen. Gleiches gilt für die als notwendig anerkannten Trägerkosten. Aus dem städtischen Haushalt sind die notwendigen Investitio- nen für Fahrzeuge (Grünmobile), Maschinen und Geräte zu tragen. Die Kosten für Arbeits- kleidung sowie die Kosten für die Unterbringung der Grünmobile, die nicht auf Betriebs- höfen des Gartenamtes stationiert werden können, werden aus städtischen Mitteln fi- Seite 5 von 5 S:\RSD\Test_Konvertierung\Prod Archiv\Vorlagen\2004\70_ 3_2005_21279.wpd 5 nanziert. IV. Abwicklung der Maßnahmen Die Maßnahme Grünmobile wird mit dem aus Caritas, Renatec und ZWD gebildeten Trägerverbund organisiert. Das Gartenamt beauftragt die verschiedenen Träger mit einfachen manuellen Tätigkeiten (vor allem Reinigung) im öffentlichen Grün. Die Auf- stockung von 7 auf 10 Mobile erfolgt zum 01.04.2005. Bei den Maßnahmen Servicekräfte Friedhöfe / Pförtner, Servicekräfte Parks und Kinder- spielplätze und Servicekräfte Aufsicht Mülltrennung findet die fachliche Anleitung und Aufsicht im Gartenamt statt. Die ZWD übernimmt die Einführung, Betreuung, Qualifizierung und Weitervermittlung (1. Arbeitsmarkt) der Arbeitskräfte. Die Maßnahme zur Qualifizierung im Garten- und Landschaftsbau wird von einem Be- schäftigungsträger organisiert. Das Gartenamt übernimmt einen Teil der Qualifizierung, stellt Möglichkeiten zu Praktika zur Verfügung und beauftragt den Maßnahmeträger mit Pflege- und Instandsetzungsarbeiten. Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Ergebnis Ausschuss für öffentliche Einrichtungen -/- 1 -/- 2 1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant. 2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst. Amt: Garten-, Friedhofs- und Forstamt Dezernentin / Dezernent: Beigeordnete Nieß-Mache RSD AllVorlg.WPT

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Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen 70/ 3/2005