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Informationsvorlage
Betrifft:
Mentoringprojekte in Kommunalverwaltungen
Mit einem Beschluss des Frauenausschusses in der Sitzung vom 18.03.2004 wurde die
Verwaltung beauftragt, Erfahrungsberichte über Mentoring-Projekte vergleichbarer
Großstädte wie Düsseldorf einzuholen und diese dem Frauenausschuss in einer der
nächsten Sitzungen vorzulegen.
Nach einer einleitenden Erläuterung zum Thema Mentoring (Anlage 1) sind Informationen
über durchgeführte Mentoring-Projekte in der als Anlage 2 beigefügten Übersicht
zusammengestellt.
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Ergebnis
Frauenausschuss 08.07.2004 -/-
2
1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant.
2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.
Anlagen:
Nr. Ort Anlage
1 beigefügt Einleitung zum Thema Mentoring und
Fundstellen
2 beigefügt Übersicht über die Projekte
Amt:
Frauenbüro
Dezernentin / Dezernent:
Oberbürgermeister Erwin
RSD AllVorlg.WPT RSD AllVorlg.WPT
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Frauenbüro
Was ist Mentoring? Der Begriff des "Mentoring" entstammt ursprünglich der griechischen Mythologie. Odysseus legte für die Zeit seiner Abwesenheit die Erziehung seines Sohnes in die Hände seines Freundes Mentor. Der Name wurde so zu einem Synonym für einen väterlichen Freund und Berater.
Mentoring ist
S ein Personalentwicklungsinstrument, das in den USA seit den Siebziger Jahren als
berufsbezogenes Beratungsverfahren für Führungsnachwuchskräfte gilt
S "ein Prozess, in dem eine Person, nämlich der Mentor oder die Mentorin, die
Karriere und Entwicklung einer anderen Person, der Mentee, außerhalb der
normalen Vorgesetzten-Untergebenen-Beziehung unterstützt. Bei Mentoring
handelt es sich um eine geschützte Beziehung, in der Lernen und Experimentieren
stattfinden kann, potentielle Fähigkeiten und neue Kompetenzen entwickelt werden
können." (Aus: Mentoring für Frauen in Europa, Deutsches Jugendinstitut)
S "eine Strategie zur Entschlüsselung der Unternehmens- bzw. Branchenkultur: Der
Mentor oder die Mentorin, eine erfahrene Führungskraft, steht der oder dem
Mentee ratend und unterstützend zur Seite, gibt Orientierung...."
1
S ein "gezielter Aufbau einer Beratungs- und Unterstützungsbeziehung zwischen
einer (betriebs-) erfahrenen Führungskraft und einer Nachwuchskraft, der
Führungs- und Entwicklungspotenzial zugeschrieben wird"
1
(
1
Aus: Mentoring: Internationale Erfahrungen und aktuelle Ansätze in der Praxis,
Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes Nordhein-
Westfalen, Vorwort, 03/2002)
S Eine direkte Beziehung auf Zeit, im Rahmen derer nicht nur die vorhandenen
Kompetenzen und Selbstentwicklungspotenziale der Mentees gefördert werden,
sondern auch Strategien zur Karriereplanung entwickelt und Kontakte und
Einführung in Netzwerke vermittelt werden. (Vgl. "Lust auf Erfolg! Mentoring für
Frauen in Kommunalverwaltungen", Dokumentation des Studieninstitutes
Niederrhein, 03/2003)
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Es existieren verschiedene Arten von Mentoring-Programmen:
S Mentoring-Programme für Frauen (nur Frauen als Mentees zugelassen,
Mentorfunktionen können meist von Frauen und Männern übernommen werden)
S Mentoring-Programme für Frauen und Männer
S interne Mentoring-Programme (Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus
demselben Unternehmen)
S externe Mentoring-Programme / Cross-Mentoring-Programme (Mentees und
Mentorinnen bzw. Mentoren kommen aus verschiedenen Unternehmen)
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Fundstellen und Kontakte
S Berlin
Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin e.V.,
Schumannstr. 5, 10117 Berlin
www.eaf-berlin.de
S Dortmund
Frauenbüro Dortmund, Südwall 2-4, 44122 Dortmund
S Essen
Hochschuldidaktisches Zentrum der Universität Essen, Universitätsstr. 12, 45117
Essen
Jugendamt Stadt Essen, Kennedyplatz 3, 45127 Essen
S Göttingen, Landkreis Goslar, Hannover
"StepUpNOW": Petra-Johanna Regner, Dokumentation der Bundesfachtagung
"Mentoring für Chancengleichheit" www.rubicon-online.de
Bezugsadresse: Heimvolkshochschule Stephansstift, Kirchröder Str. 44, 30625
Hannover
S Karlsruhe
Regierungspräsidium Karlsruhe, Schlossplatz 1- 3, 76133 Karlsruhe
Stadt Karlsruhe, Rathaus am Marktplatz, 76124 Karlsruhe
S Mönchengladbach, Krefeld, Kreise Viersen, Kleve, Wesel
StudienInstitut Niederrhein (S.I.N.N.), Theaterplatz 1, 47798 Krefeld
im Internet unter www.krefeld.de: aktuelle Infos - SINN-Fortbildung
S Offenbach
Stadt Offenbach, Frauenbüro, Berliner Straße 100, 63065 Offenbach am Main
S Werl, Soest, Lippstadt
Stadt Lippstadt, Gleichstellungsstelle, Ostwall 1, 59553 Lippstadt
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Frauenbüro
Mentoring in Kommunalverwaltungen
Berlin
"Mit Mentoring in Führung gehen", Cross-
Mentoring-Projekt der Senats- und
Bezirksverwaltungen, Bundesbehörden
und der Wirtschaft,
Pilotprojekt der Europäischen Akademie
für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin
e.V. in Kooperation mit dem Institut für
Verwaltungsmanagement an der
Verwaltungsakademie Berlin, Förderung
durch den Europäischen Sozialfonds
(ESF) hochrangige Mentorinnen und
Mentoren,
gerichtet an Frauen in den Endstufen des
gehobenen bzw. zu Beginn einer
Laufbahn des höheren Dienstes
Abschlussveran-
staltung am
19.11.2003
17 (ausschl.
weibl.
Mentees,
Mentorinnen
und
Mentoren)
voraussichtlich Fortführung
des Projektes
(Vorbereitung in 2004,
mögliche Durchführung in
2005)
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Dortmund
Pilotprojekt Mentoring für Frauen,
Ziel: Förderung von Frauen bei ihrer
indivi-duellen Karriereplanung
wissenschaftliche Begleitung / Evaluation
durch Universität Paderborn
(Mentees w,
Mentoren w +
m)
Pilotprojekt wurde als
erfolgreich beschrieben
Mentoring wird mit
Schwerpunkt "Führung" in
den Regelbetrieb der
Personalentwicklung für
Frauen und Männer
übernommen (Beschluss
des
Verwaltungsvorstandes)
Essen
Kooperationsprojekt der Universität Essen
und der Stadt Essen, "innerstädtisches
Cross-Mentoring", Erprobungsphase im
Jugendamt "Mentoring für weibliche und
männliche Führungskräfte in der
Stadtverwaltung Essen"
Ziel: Mentoring unter Einbeziehung beider
Geschlechter als Förderinstrument in das
Personalentwicklungskonzept der Stadt
zu implementieren
(Durchführungs-
phase)
14
(darunter 3
männl.
Mentees, 10
Mentorinnen,
2 Mentoren)
KGSt-Info 07/2004:
Mentoring wird von der
Stadt Essen seit einigen
Jahren als Baustein der
Personalentwicklung
eingesetzt.
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Göttingen
Teil des Programmes StepUpNOW, Ziele:
individuelle Förderung von Frauen,
Entwicklung von Instrumenten für
Führungsnachwuchs und
Führungskräften mit dem Genderblick;
Begleitung und Evaluation durch die
Firma RubiCon GmbH, Hannover
(Gesellschaft für Organisations- und
Personalentwicklung)
Förderung durch den Europäischen
Sozialfonds (ESF)
12/1998 - 12/1999 16 Mentees
(w),
4
Mentorinnen,
12 Mentoren
lt. Dokumentation
StepUpNOW: u.a.
Implementierung als Teil
der Nachwuchsförderung
Landkreis
Goslar
Teil des Programmes StepUpNOW (s.o.),
Ziele: individuelle Förderung von Frauen,
Enwicklung von Genderkompetenz auch
im Bereich Führung, Entwicklung eines
Pools; Begleitung und Evaluation durch
die Firma RubiCon GmbH, Hannover
(Gesellschaft für Organisations- und
Personalentwicklung),
Förderung durch den Europäischen
Sozialfonds (ESF)
05/1999 - 06/2000 8 weibl.
Mentees,
7 männl.
Mentees,
1 Mentorin,
14 Mentoren
lt. Dokumentation
StepUpNOW: Integration in
Nachwuchsförderprogram
me, Instrument für
Wiedereinstei-gerinnen und
zukünftige Auszubildende
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Hannover
"Personalentwicklung für den beruflichen
Aufstieg von Frauen bei der
Landeshauptstadt Hannover"; (u.a.
Teilnahme an dem Gesamtprogramm
StepUpNOW sowie zusätzliche weitere
Maßnahmen);
Ziele: Führungsverantwortliche für die
Potenziale und Fähigkeiten von
qualifizierten Frauen in der Organisation
zu sensibilisieren, Unterstützung von
qualifizierten Frauen im Hinblick auf die
Fähigkeit und die Bereitschaft zur
Übernahme von Führungsverantwortung;
Begleitung und Evaluation durch die
Firma RubiCon GmbH, Hannover (s.o.)
Förderung durch den Europäischen
Sozialfonds (ESF)
Durchführungspha
se
16 Mentees
(w),
4
Mentorinnen,
12 Mentoren
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Karlsruhe
Modellprojekt Cross-Mentoring (Beteiligte:
Bundesverfassungsgericht,
Polizeibehörde, Regierungspräsidium
Karlsruhe, Stadt Karlsruhe, Universität
Karlsruhe), Ziele u.a.: Förderung der
beruflichen Entwicklung von Frauen und
mittelbare Erhöhung des Anteils von
Frauen in Führungspositionen,
Veränderung der Organisationskultur,
Netzwerkbildung, Stärkung der
Kooperation am Behördenstandort
Karlsruhe;
Fortbildung für Mentees, Mentoren und
Mentorinnen durch die
Führungsakademie des Landes Baden-
Württemberg
wissenschaftliche Begleitung durch das
Institut "Gender Expertise" aus Freiburg
(Durchführungs-
phase: 1 Jahr)
10 (weibliche
Mentees/ 8
Mentorinnen
und 2
Mentoren)
Derzeit läuft kein
Mentoringprojekt.
Mönchen-
gladbach, Krefeld, Kreise Viersen, Kleve, Wesel
Gemeinschaftprojekt im Studieninstitut
Niederrhein "Mentoring für Frauen in
Kommunalverwaltungen", regionales
Pilot-projekt zur Förderung des
beruflichen Aufstiegs (Cross-Mentoring),
insg. 39 Gebietskörperschaften beteiligt
erste Staffel:
17 (ausschl.
Frauen)
15 "Tandems"
waren es zum
Ende des
Projektes
Derzeit läuft die zweite
Staffel.
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Offenbach
Gemeinschaftsprojekt "Mentoring zum
beruflichen Aufstieg von Frauen" mit
Konzerntöchtern der Stadt (ehem.
Eigenbetriebe, u.a. Verkehrsbetriebe,
Gebäudemanagement, Kita-
Eigenbetrieb), begleitet durch die Firma
RubiCon GmbH, Hannover (Gesellschaft
für Organisations- und
Personalentwicklung, nähere
Informationen zur Gesellschaft siehe
unter "Hannover")
1.)
2.)
Seit Herbst 2003
jeweils
14
(weibliche
Mentees
sowie
Mentorinnen
und
Mentoren)
Derzeit läuft die zweite
Staffel.
Werl, Soest,
Lippstadt
Gemeinschaftsprojekt Cross-Mentoring,
Ziele: Förderung der weiblichen
Nachwuchskräfte, Förderung des
Genderansatzes im Verwaltungshandeln
durch die Mentorenschaft
Kooperationsprojekt der 3 beteiligten
Stadtverwaltungen mit anfänglicher
Beratung durch das Deutsche
Jugendinstitut in München
erste Staffel:
9
(je 3
Mentoren
bzw.
Mentorinnen /
Mentees pro
Kommune)
Derzeit läuft die zweite
Staffel.