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Ö Vorlagen - Nr. 52/ 71/2004
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Betrifft:
Multifunktionale Eishalle in Düsseldorf-Rath, Theodorstraße
(Neufassung der Vorlage 52/45/2004)
Beschlussdarstellung:
Der Rat der Stadt beauftragt die Verwaltung, eine multifunktionale Eishalle an der
Theodorstraße auf der Basis eines Investorenmodells zu realisieren.
Die Stadt leistet dazu einen Baukostenzuschuss in Höhe von maximal 21,0 Mio. Euro (=
1/3 der Bausumme - ohne Parkpalette).
Das zur Realisierung notwendige Grundstück ist von der Stadt zu erwerben und in
Erbpacht als Sportgelände zur Verfügung zu stellen.
Sachdarstellung:
An der Theodorstraße in Düsseldorf - Rath ist beabsichtigt, eine multifunktionale Eishalle
zu errichten.
Das Konzept der Halle soll Veranstaltungen in den sportlichen Bereichen Eishockey,
Tennis, Tanzen, Handball, Basketball und Reiten ermöglichen. Daneben sollen weitere
Nutzungen mit bestuhlten und unbestuhlten Themenveranstaltungen stattfinden können.
Im Bereich des Spitzensports sollen nationale und internationale Eishockeyspiele in der
Halle stattfinden können. Bei Sportveranstaltungen wie z.B. Tanzen wird die Eisfläche
durch Schutz- und Abdeckböden gesichert und sportspezifisch für die entsprechende
Sportart abgedeckt.
Insgesamt sollen für den Veranstaltungsbetrieb ohne Innenraum 11.500 Zuschauerplätze
geschaffen werden.
Bei Konzerten mit einer Kopfbühne entfallen auf den Rängen Sitz- bzw. Stehplätze, die
durch eine Innenraumbestuhlung von ca. 2000 Sitzplätzen wieder kompensiert werden
sollen.
Auf ca. 1.000 m² sollen ca. 20 bis 30 Logen mit einer variablen Aufteilung entstehen, die
neben einem Businessclub von ca. 600 bis 800 m² jeweils mit Bewirtung den VIP-Bereich
bilden. Die VIP- Parkplätze sollen im Untergeschoss untergebracht werden.
Weiterhin sollen ein Themenrestaurant, Kioske und Fanshops entstehen.
Die mediengerechte Ausstattung für Rundfunk und Fernsehen soll mit einem Presseclub
von ca. 200 m² abgerundet werden.
Ein Konzept für die erforderlichen Außenparkplätze ist im Rahmen der Planung zu
entwickeln.
RSD AllVorlg.WPT
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Die architektonische Außengestaltung soll in der Fassade das Merkmal der Halle weithin
sichtbar darstellen.
Die Fertigstellung soll zum Beginn der DEL-Saison August 2006 erreicht werden.
Nach bislang a ngestellten kalkulatorischen Überlegungen und
Machbarkeitsberechnungen durch Herrn Guckert (CCD) werden jährliche Besucherzahlen
je nach zugrunde gelegtem Szenario von 540.000 bis 850.000 Zuschauern zu erwarten
sein.
Außer den sportlichen Veranstaltungen (60 - 70) wurden in dieser Kalkulation 20 - 25
Konzerte und Firmen-Events sowie 200 bis 220 Tagungen kalkuliert.
Diese - realistischen - Annahmen lassen in ihrer angegebenen Schwankungsbreite
folgende Erlöse erwarten:
In der ungünstigeren Variante - bezogen auf die geringere Besucherzahl und die
geringere Anzahl der Veranstaltungen - ist mit durchschnittlichen jährlichen Erlösen von
ca. 8,4 Mio. Euro zu rechnen.
Nach Abzug des kalkulierten Aufwandes für Personal, Sachkosten, Wartung, Instand-
haltung sowie dem veranstaltungsbezogenen Aufwand verbleibt ein durchschnittlich
positives Jahresergebnis in Höhe von ca. 1,2 Mio. Euro zu erwarten.
Bei realisierter optimistischer Einschätzung - bezogen auf die höheren Besucherzahlen
und die höhere Anzahl der Veranstaltungen - ergibt sich ein noch positiveres Bild:
Den erwarteten durchschnittlichen Erlösen von dann ca. 10,5 Mio. Euro stehen bei Abzug
der vorgenannten Kostenkategorien durchschnittlich jährlich positive Ergebnisse in Höhe
von ca. 3,2 Mio. Euro gegenüber.
Unter Voraussetzung dieser Nutzung sind überschläglich reine Baukosten von ca. 40,0
Mio. Euro für die Halle anzusetzen. Zu den reinen Baukosten sind weitere Kosten für das
Herrichten des Grundstücks ca. 0,5 Mio. Euro; eine Tiefgarage (ca. 400 Stellplätze), ca.
5,6 Mio. Euro; eine Parkpalette (ca.1500 Stellplätze) ca. 8,6 Mio. Euro; Außenanlagen, ca.
2,5 Mio. Euro, Ausstattung ca. 3,5 Mio. Euro und Baunebenkosten von ca. 10,9 Mio. Euro
hinzuzurechnen.
Insgesamt sind Gesamtbaukosten von ca. 72 Mio. Euro (ohne Parkpalette: ca. 63 Mio.
Euro) zu veranschlagen.
Die Parkpalette kann separat bewirtschaftet und dadurch refinanziert werden.
Entsprechend der dargestellten Kalkulation wäre ein einmaliger maximaler Baukosten-
zuschuss ohne Berücksichtigung der Parkpalette in Höhe von 21,0 Mio. Euro möglich und
als städtische Beteiligung von 1/3 der Baukosten sinnvoll.
Das erworbene Grundstück ist seitens der Stadt als Sportgelände auf Grundlage eines
Erbbaurechtsvertrages an den Investor zu verpachten.
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Mit diesen Grundlagen sind Gespräche mit möglichen Investoren zu führen. Aktuell
werden vorbereitende Gespräche mit der IDR geführt.
Das Eisstadion an der Brehmstraße hat weiterhin Bestand. Auf Grund der örtlichen
baulichen, baurechtlichen und städtebaulichen Rahmenbedingungen ist jedoch eine
zukunftsorientierte Entwicklung der Sportstätte Eisstadion nicht mehr gegeben. Die
Anforderungen an eine moderne sport- und marketinggerechte Austragungsstätte für den
Spitzensport können an diesem Standort nicht erfüllt werden.
Eine verstärkte und optimierte Nachwuchs- und Talentförderung könnte jedoch, zukunfts-
orientiert für alle Disziplinen des Eissports, im Eisstadion durchgeführt werden. Die
Trainings- und Wettkampfbedingungen würden sich für den Jugendbereich dadurch
erheblich verbessern.
Die Bevölkerung könnte das Eisstadion in einem größeren Rahmen als bisher für den
Eissport nutzen. Das Angebot für den Breitensport in Düsseldorf würde dadurch erheblich
verbessert.
Alternative:
Keine
Amt:
Sportamt
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordneter Kruse
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