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Rat
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Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 15. Juli 2004
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung reichte von unmittelbar finanzierten Großprojekten bis zu organisatorischen Vorbereitungen für neue Sozialleistungen. Während die Opernsanierung breite Zustimmung erhielt, verliefen die Entscheidungen zur Eishalle und zur L 404 n entlang klarer politischer Mehrheiten; bei der Familienkarte stritt der Rat vor allem über Umfang und Ausgestaltung.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Überplanmäßige Ausgabe für den Kioskabriss am Kamper Acker (Neufassung der Drucksache 01/142/04)
Der Rat beschloss die Sanierung der Deutschen Oper am Rhein nach Variante 2 mit Sanierungskosten von 25,346 Millionen Euro. Einschließlich der bereits durchgeführten Bühnenbeleuchtung beliefen sich die beschlossenen Gesamtprojektkosten auf 29,629 Millionen Euro.
Der Beschluss fiel bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung mit großer Mehrheit. Ein Ergänzungsantrag der FDP zur Bestuhlung wurde gegen die Stimmen von CDU, SPD, Grünen und mehreren Einzelmitgliedern abgelehnt.
Der Rat legte damit den Umfang und den Kostenrahmen eines der größten Kulturprojekte der Sitzung fest.
Vorlage 01/142/04 · Nachweis: TOP 10, PDF-Seite 81
Multifunktionale Eishalle in Düsseldorf-Rath, Theodorstraße - Grundsatzbeschluss - (Neufassung der Drucksache 52/045/04)
Die Verwaltung wurde beauftragt, an der Theodorstraße eine multifunktionale Eishalle über ein Investorenmodell zu realisieren. Die Stadt sollte höchstens 21 Millionen Euro beziehungsweise ein Drittel der Bausumme ohne Parkpalette zuschießen, das Grundstück erwerben und als Sportgelände in Erbpacht bereitstellen.
CDU, FDP, Oberbürgermeister und Ratsherr Krüger beschlossen die Vorlage gegen SPD, Grüne sowie die Ratsmitglieder Laubenburg und Lohse. Die Grünen bemängelten fehlende Konkretisierung, verwiesen auf weitere Hallenprojekte und wollten bestehende Sportanlagen stärker berücksichtigen; die Änderungsanträge von SPD und Grünen scheiterten.
Neben dem hohen Zuschuss brachte der Auftrag weitere städtische Verpflichtungen durch Grundstückskauf und Erbpacht mit sich.
Vorlage 52/045/04 · Nachweis: TOP 5, PDF-Seite 27
Umsetzung der Sozialgesetzbücher II und XII ("Hartz IV") in Düsseldorf
Die Verwaltung wurde beauftragt, für den 01.01.2005 einen Vertrag über eine Arbeitsgemeinschaft nach SGB II mit der Arbeitsagentur vorzubereiten. Zugleich sollte sie die finanzielle Versorgung der Betroffenen sichern; dafür durfte der Kämmerer 1,6 Millionen Euro überplanmäßig bereitstellen.
Die Vorlage wurde mit breiter Mehrheit gegen drei Stimmen beschlossen. Ein Ergänzungsantrag der Grünen scheiterte: Sie wollten mögliche freie Mittel vorrangig für Arbeitslose verwenden, während die SPD eine Vorabfestlegung ablehnte und unter anderem zusätzliche Kinderbetreuung als mögliche Verwendung nannte.
Der Beschluss regelte die organisatorische und finanzielle Vorbereitung einer grundlegenden Umstellung der Leistungsgewährung für arbeitslose Menschen.
Vorlage 01/171/04 · Nachweis: TOP 6, PDF-Seite 37
Verkehrskonzept Gerresheim/Vennhausen - L 404 n - - Grundsatzbeschluss zur Machbarkeitsstudie -
Der Rat beauftragte die Verwaltung, die L 404 n im Verkehrskonzept Gerresheim/Vennhausen auf Grundlage der Machbarkeitsstudie weiterzuplanen und einen Kostenanschlag zu erstellen. Ein Bau- und Finanzierungsbeschluss war damit noch nicht verbunden.
SPD und Grüne sowie die Ratsmitglieder Lohse und Laubenburg stimmten dagegen; CDU, FDP, Oberbürgermeister und Ratsherr Krüger bildeten die Mehrheit. Die SPD sprach von erwarteten Kosten von 62 Millionen Euro und kritisierte Auswirkungen auf Wohngebiete, Düsselaue, Kleingärten und Gewerbe; diese Zahl war eine Angabe aus der Debatte.
Die Entscheidung führte ein umstrittenes Straßenprojekt in die nächste Planungsstufe und machte eine spätere Kostenermittlung erforderlich.
Vorlage 66/061/04 · Nachweis: TOP 33, PDF-Seite 86
Gewährung von Vergünstigungen für Inhaber der Düsseldorfer Familienkarte
Der Rat beschloss unter anderem 20 Prozent Nachlass auf Familienkarten städtischer Museen und Ausstellungshäuser sowie auf Montagskonzerte der Symphoniker; für die Kinderbetreuung bei Sonntagskonzerten galt ebenfalls ein Nachlass von 20 Prozent. Für Kinder auf der Familienkarte sollten Abonnements städtischer Sportanlagen außer dem Eisstadion kostenlos sein. Zudem sollten die städtischen Vertreter im Aufsichtsrat der Bädergesellschaft einen Ferienrabatt von 25 Prozent herbeiführen, dessen Kosten die Stadt erstatten sollte.
SPD und Grüne kritisierten in der Debatte den begrenzten Umfang und verlangten ein umfassenderes Konzept beziehungsweise eine genauere Definition von Familie. Die Vorlage wurde dennoch mit großer Mehrheit beschlossen; fünf Grüne stimmten dagegen, ein grünes Ratsmitglied enthielt sich.
Die Entscheidung sah konkrete Preisnachlässe für Familien in Kultur, Sport und Bädern vor, unterschied dabei aber zwischen unmittelbar beschlossenen Vergünstigungen und dem erst herbeizuführenden Bäderbeschluss.
Vorlage 01/172/04 · Nachweis: TOP 50, PDF-Seite 96
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
1 zuverlässig zugeordnete Punktpositionen. Sitzungsort und Orte der beratenen Vorlagen sind getrennt bezeichnet.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.
Verknüpfte Anträge, Anfragen und Verwaltungsvorlagen mit eigenständigen Detailseiten.