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AÖE/064/2025
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 11.11.2025
An den Vorsitzenden
des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen,
Stadtökologie, Abfallmanagement
und Bevölkerungsschutz
Herrn Christian Rütz
Anfrage der Ratsfraktion Die Linke Düsseldorf zur Sitzung des
Ausschusses für öffentliche Einrichtungen, Stadt ökologie,
Abfallmanagement und Bevölkerungsschutz am 24.11.2025
Betrifft:
Anfrage der Ratsfraktion DIE LINKE zum Thema "Müllfalle für den Rhein in
Düsseldorf"
Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
zur Sitzung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen, Stadtökologie,
Abfallmanagement und Bevölkerungsschutz am 24. November 2025 stellt Die
Linke Ratsfraktion Düsseldorf folgende Anfrage:
Geschätzte 380 Tonnen Kunststoff schwemmt der Rhein jedes Jahr in die
Nordsee. Daneben spielen regional auch die Einträge aus der Schifffahrt, der
Fischerei und der Offshore-Industrie eine große Rolle. Allein am Grund der
Nordsee liegen vermutlich mehr als 600.000 Kubikmeter Müll, das entspricht 1,5
Mal dem Kölner Dom.
1
Umweltschutzinitiativen kämpfen auch lokal gegen die Vermüllung der Flüsse. So
fand im Jahr 2018 der erste "RhineCleanUp"-Tag statt. Dabei sammeln
Freiwillige und Unterstützer Müll an Ufern und Flüssen. Seitdem finden deutsch-
landweit im September jeden Jahres Reinigungsaktionen statt. Den Initiatoren
zufolge haben sich im Jahr 2024 rund 40.000 Menschen deutschlandweit
beteiligt und 29 Flüsse und ihre Ufer von rund 300 Tonnen Müll befreit.
In Düsseldorf wurden am „RhineCleanUp"- Tag 2025 gemäß Angaben der
AWISTA Kommunal GmbH rund 28 Tonnen Müll von über 7.000 Freiwilligen
1
vgl. https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/muellkippe-
meer/muellkippemeer.html, zuletzt aufgerufen am 10.10.2025).
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zwischen Wittlaer und Urdenbach gesammelt. Diese Zahlen verdeutlichen, dass
weiterer Handlungsbedarf auch auf städtischer Seite besteht.
Mit Blick auf unsere Nachbarstadt Köln ist erwähnenswert, dass dort auf eine in
Deutschland einzigartige Weise Müll aus dem Rhein geholt wird. Der gemeinn-
ützige Kölner Verein K.R.A.K.E. (Kölner Rhein-Aufräum-Kommandoeinheit)
betreibt in Köln seit September 2022 eine selbstinitiierte und -finanzierte
Müllfalle, genannt „Rheinkrake" auf dem Rhein.
Dabei handelt es sich um eine passive Müllfalle. Sie besteht aus einem Fangkorb
und zwei Schwimmkörpern, die gegen den Flussstrom installiert sind. Das
Wasser spült Müll und Treibgut in die Müllfalle. Ein an der Vorderseite installier-
ter Rechen sorgt dafür, dass keine Baumstämme in die Müllfalle geraten. Rund
elfeinhalb Tonnen Abfall wurden auf diese Weise 2023 gesammelt.
Die Linke Ratsfraktion Düsseldorf fragt an:
1. Wie bewertet die Verwaltung eine an die Kölner „Rheinkrake"
angelehnte Müllfalle für den Rhein in Düsseldorf (ggf. in
kommunaler Trägerschaft)?
2. Erwägt die Stadtverwaltung zum Thema „Rheinkrake" bereits eine
Kontaktaufnahme mit der Stadt Köln und dem Verein K.R.A.K.E.
oder bräuchte es dafür einen Auftrag aus der Politik?
3. Welche städtischen Maßnahmen sind aktuell geplant, um der
Vermüllung des Rheins und der Rheinufer entgegenzuwirke n?
Mit freundlichen Grüßen
Sigrid Lehmann Olaf Nordsieck Frank Cours
f.d.R. Christian Jäger