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BV9/182/2024
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 28.10.2024
Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen
in der Bezirksvertretung 9
An den
Bezirksbürgermeister
des Stadtbezirkes 9
Herrn Dr. Graf
Anfrage
zur Sitzung der Bezirksvertretung 9 am 08.11.2024
Betrifft:
Sachstand barrierefreier Ausbau der Hochbahnsteige in Wersten und Holthausen
- Anfrage von Frau Majewski; Bündnis 90/ Die Grünen
Anfrage:
1. Wie ist der aktuelle Stand des barrierefreien Ausbaus der Bahnsteige in
Wersten und Holthausen (Opladener Straße U, Ickerswarder Straße U,
Elbruchstraße U, Holthausen U)?
2. Sind nach wie vor Hochbahnsteige vorgesehen oder lediglich
Niederflurhaltestellen wie in der Vorlage OVA/133/2023 angegeben?
3. Wie ist die zeitliche Schiene?
Wir bitten um eine Einzelbetrachtung je Haltestelle.
Begründung:
Zuletzt wurde die BV9 mit der Vorlage OVA/133/2023 am 22.09.23 zu den
Niederflurhaltestellen informiert, in der es heißt, der Ausbau würde mit hoher
Priorität voranschreiten. Interessierte Bürger und Bürgerinnen fragen nach, ob
die vor der oben genannten Vorlage mal bekannt gegebene Umbauphase
2025-2029 noch zutrifft und falls nein, wann denn mit dem Ausbau gerechnet
werden kann.
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TOP 6.1 BV9/182/2024
Sitzung der BV 9 am 24.01.2025
Anfrage von Frau Majewski; Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen
Sachstand barrierefreier Ausbau der Hochbahnsteige in Wersten und
Holthausen
Frage 1:
Wie ist der aktuelle Stand des barrierefreien Ausbaus der Bahnsteige in Wersten und
Holthausen (Opladener Straße U, Ickerswarder Straße U, Elbruchstraße U,
Holthausen U)?
Antwort zur Frage 1:
Für die Haltestellen Opladener Straße, Ickerswarder Straße und Elbruchstraße wurde
von der Rheinbahn gemeinsam mit der Verwaltung in vergangenem Jahr eine
Variantenbetrachtung durchgeführt. Die daraufhin abgestimmten Vorzugsvarianten
wurden anschließend auf Vorplanungsniveau ausgearbeitet und sind aktuell in der
amtsinternen Diskussion.
Vor einer Beauftragung der weiteren Planungsleistungen ist die Beteiligung der
politischen Gremien vorgesehen.
Die Planung der Haltestelle Holthausen befindet sich aktuell in der Entwurfsplanung
(Leistungsphase 3).
Aufgrund der inhaltlichen Verknüpfung mit dem angrenzenden Regenrückhaltebecken
unter dem „Kamper Acker", bei dem aktuell umfängliche statische Prüfungen
erfolgen, ist die weitere Vorgehensweise mit dem Stadtentwässerungsbetrieb
abzustimmen.
Frage 2:
Sind nach wie vor Hochbahnsteige vorgesehen oder lediglich Niederflurhaltestellen
wie in der Vorlage OVA/133/2023 angegeben?
Antwort zur Frage 2:
Gemäß Nahverkehrsplan soll der Streckenabschnitt voraussichtlich auch zukünftig
mit Fahrzeugen beider Systeme (Hochflur und Niederflur) bedient werden.
Die Vorlage OVA/133/2023 bezieht sich ausschließlich auf das Niederflurnetz, das
sich hier heute mit dem Hochflurnetz überlappt, welches in der Vorlage nur nicht
dargestellt ist.
Die gleichzeitige Anlage von Hoch- und Niederflurbahnsteigen ist mit besonderen
städtebaulichen und verkehrlichen Herausforderungen verbunden. So könnte auf
dem Abschnitt Werstener Dorfstraße - Holthausen aufgrund des engen
Straßenquerschnitts lediglich an der Haltestelle Holthausen eine parallele Anordnung
der Hochflur- und Niederflurbahnsteige vorgenommen werden. Die restlichen
Haltestellen erforderten eine hintereinander folgende Anordnung der unterschiedlich
hohen Bahnsteige, in einem Fall auch vor und hinter einer Kreuzung liegend. Dies
führt zu ungewöhnlich langen Bahnsteigbauten im Zuge der Kölner Landstraße und
dazu, dass die Fahrgäste sich an verschiedenen Haltestellen (Bahnsteigen) aufstellen
müssten, die eine gewisse Entfernung zueinander haben, je nachdem ob sie mit der
Linie U 72 oder U 76 fahren möchten.
Das führt gegenüber der heute praktizierten Abwicklung zu Nachteilen für Fahrgäste,
die beide Linien nutzen möchten. Daher wird derzeit noch geprüft, ob es möglich ist,
ausschließlich für Niederflurzüge barrierefreie Bahnsteige zu errichten, an denen
dann auch die Hochflurfahrzeuge halten können.
Frage 3:
Wie ist die zeitliche Schiene?
Antwort zur Frage 3:
Die Weiterführung der Haltestellenplanung Holthausen ist von den Ergebnissen der
weiteren Prüfung des Regenrückhaltebeckens abhängig.
Sollte es hier zu einer schnellen Fortsetzung kommen, ist mit einem Umbau ab dem
Jahr 2028 zu rechnen. Die Fortführung der Planung und die bauliche Umsetzung des
barrierefreien Umbaus der Haltestellen Opladener Straße bis Elbruchstraße hängt von
den Ergebnissen der weiteren Prüfung ab. Durch den Umfang der erforderlichen
Umbauten ist dabei je Haltestelle mit einem Umbauzeitraum von ca. 1 ½ Jahren zu
rechnen.
Ob mehrere Haltestellen parallel ausgebaut werden können, ist nach Konkretisierung
der Planung zu entscheiden.