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RAT/460/2024
X öffentlich nicht öffentlich
Bericht
Betrifft:
Bericht aus der Kleinen Kommission Radverkehr
Fachbereich:
05/0 - Dezernat für Mobilität und Umwelt
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordneter Jochen Kral
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Rat 12.12.2024 Kenntnisnahme
Sachdarstellung:
Bericht aus der Kleinen Kommission Radverkehr für die Ratssitzung am
12.12.2024
Die Kleine Kommission Radverkehr wurde gemäß Ratsbeschluss vom 10.12.2020
eingerichtet und trat am 05.12.2024 zu ihrer 27. Sitzung zusammen. Der stellv.
Vorsitzende Herr Czerwinski eröffnete die Sitzung um 17.00 Uhr. Die Mitglieder
trafen sich in Präsenz im Rathaus zu einer hybriden Sitzung.
Evaluation Velo-Gleis
Das Velo-Gleis, ein Pilotprojekt zwischen der Stadt Düsseldorf und der Rheinbahn
AG, wurde auf der Nordstraße auf einer Strecke von jeweils 10 Metern installiert,
um Radfahrenden ein sicheres Übe rqueren der Schienen zu ermöglichen und
gleichzeitig den Bahnbetrieb aufrechtzuerhalten. Hierbei wurde in der Spurrille der
Bahn ein elastisches Material eingefügt, sodass ein sicheres Überqueren der Gleise
durch den Radverkehr möglich ist und Unfälle verm ieden werden. Gleichzeitig ist
der Betrieb des Stadtbahnverkehres weiterhin möglich, weil das elastische Material
durch das schwere Gewicht einer Bahn nachgibt. Die Evaluation bestand aus einer
Vor-Ort- und einer Onlinebefragung. Die meisten Aspekte des Ve lo-Gleises, wie
Lage, Länge und Überfahrbarkeit oder Griffigkeit, wurden relativ gut bewertet,
jedoch wurde die Erkennbarkeit als negativ wahrgenommen. Generell wurde durch
die VeloGleise ein gesteigertes Sicherheitsempfinden wahrgenommen. Am
häufigsten wurde der Wunsch nach einem längeren VeloGleis -Abschnitt genannt,
gefolgt von einer häufigeren Verteilung im Stadtgebiet, im Idealfall
flächendeckend.
2.2023
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Die Planungskosten des VeloGleis -Projekts betrugen ca. 6.000 EUR, die
Beschaffungskosten lagen bei etwa 4.000 EUR pro Meter, was Mehrkosten von
3.000 EUR im Vergleich zu normalen Gleisen bedeutet. Die
Gesamtanschaffungskosten für zwei 10 Meter lange Abschnitte beliefen sich auf
ca. 80.000 EUR.
Die Instandhaltungskosten waren höher als erwartet, da das Velo -Gleis nach
einem Jahr ersetzt werden musste, anstatt der geplanten zwei Jahre. Trotz
erfolgreicher Funktion im Verkehr (keine Unfälle oder Entgleisungen) wurde ein
höherer Verschleiß festgestellt, sodass festgehalten werden kann, dass das
VeloGleis keine Regellösung darstellen kann. Andere Verkehrsbetriebe, die das
VeloGleis bereits getestet haben, kamen zu den gleichen Ergebnissen. Daher
sollen in Düsseldorf alternativen Lösungen wie den Radkap der Vorzug gegeben
werden, die in den kommenden Jahren an neu en Haltestellen wie Suitbertusstraße
oder Flingern S getestet werden sollen.
Konrad-Adenauer-Platz
Aktueller Sachstand zur unterirdischen Fahrradgarage
Aktuell bietet sich alternativ zu der unterirdischen Fahrradgarage im Bunker ein
weiteres großflächiges Parkangebot im sogenannten Hansahaus / KAP 13. Hier
müssten zunächst Fragen zum Zugang einer zukünftigen Fahrradgarage, zur
Anzahl der zur Verfügung stehenden Flächen und die damit erreichbare Anzahl an
Stellplätzen beantwortet werden. Erst m it Klärung dieser Fragen wird eine
verbindliche Aussage möglich sein, ob das Hansahaus eine tatsächliche Alternative
zum Bunker darstellt. Insofern wird die Planung für die unterirdische
Fahrradgarage im Bunker nicht angehalten, sondern fortgeführt. Parall el soll für
das Hansahaus eine Machbarkeitsstudie mit Variantenprüfung in Auftrag gegeben
werden. Mit dem dann vorliegenden Pro -Kontra-Vergleich Hansahaus /
unterirdische Fahrradgarage im Bunker werden beide Kleinen Kommissionen (Kö -
Bogen&KAP und Radverkeh r) beteiligt. Ziel ist eine abgeschlossene
Variantenbewertung mit einer Empfehlung, welcher Standort als zukünftige
Fahrradgarage weiterverfolgt werden soll, als Bedarfsbeschluss Ende 2025.
Empfehlungen zur Zusammenführung Bausteine Vorplanung, hier vier
Aufgaben aus dem Beschluss OVA/146/2023/1
Erklärtes Ziel ist weiterhin die Zusammenführung der Bausteine aus der
Vorplanung und den vier Aufgaben aus dem Beschluss OVA/146/2023/1. In der
Sitzung der Kleinen Kommission Kö -Bogen&KAP am 29.10.2024 wurde für d ie
Erschließung der unterirdischen Fahrradgarage eine Empfehlung dahingehend
ausgesprochen, dass die zwei bzw. drei Fahrsteige in Mittellage geplant werden
sollen. Die KK Rad hatte in der Sitzung vom 25.06.2024 mehrheitlich für eine
Rampenlösung votiert; in der Sitzung vom 22.10.2024 hielten die Mitglieder
mehrheitlich an dem Votum fest, wobei ADFC sein Votum dahingehend präzisierte,
dass eine Fahrsteiglösung akzeptabel sei und der Vorsitzende der Kommission die
Fahrsteiglösung als einen guten Kompromiss zw ischen Treppen- und
Rampenlösung bewertete. Die Frage, ob zwei oder drei Fahrsteige möglich sind,
kann nur in Abhängigkeit der noch zu klärenden brandschutztechnischen Fragen
mit der Feuerwehr erfolgen. Hierbei bedarf es einer detaillierten Betrachtung der
zur Verfügung stehenden Aufstellflächen und Rettungswege der Feuerwehr auf
dem Platz sowie der Rettungswege aus den betroffenen Häusern heraus.
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Radführung auf dem Konrad -Adenauer -Platz / Vertiefende Darstellung
der Varianten R 1.1 und R 4.1 ausgeh end von den letzten Sitzungen der
Kleinen Kommissionen
Die Verwaltung stellt diesen Themenpunkt anhand einer Präsentation dar. Für eine
differenziertere Betrachtung der Radführung über den Konrad -Adenauer-Platz
(KAP) wurde der vorliegende Verkehrsplan mit den farbigen linearen
Verkehrsflächen in einen Gestaltungsplan transferiert. Dieser stellt die Vorplanung
basierend auf dem Wettbewerbsergebnis inklusive aller Öffnungen im Platz und in
der Bismarckstraße dar. Des Weiteren wurden für alle Varianten die ein zelnen
Anschlüsse an das Radhauptnetz integriert. Diese sind am südlichen KAP der
Anschluss an die Harkortstraße, die Anschlüsse in die Graf-Adolf-Straße und in die
Bismarckstraße sowie der denkbare Radstreifen vor dem KAP 13. Am nördlichen
KAP gibt es die Anschlüsse in die Immermannstraße vor KAP 1 sowie in die
Worringer Straße. Hierbei wurden die Varianten R 1, Führung des
Zweirichtungsradweges über den KAP unterhalb der Gleise, und R 4, Führung des
Radverkehrs zusammen mit dem Busverkehr über die Straße mit Anschlüssen an
das Radhauptnetz im Süden und im Norden des Platzes, aus der Matrix vom
10.09.2024 als die Varianten 1.1 und 4.1 hinsichtlich der oben angeführten
Anschlussmöglichkeiten vertiefend betrachtet. Für diese Varianten gab es bislang
noch keine Empfehlung von KK Kö-Bogen&KAP und der KK Rad, die in der Sitzung
vom 22.10.2024 mehrheitlich für die Variante 1, hilfsweise die Variante 3 votiert
hatte. Die Empfehlung durch die KK Kö-Bogen&KAP zu den aktuellen Varianten soll
in einer Sondersitzung am 22.01.2025 erfolgen. Die Mitglieder der Kleinen
Kommission Radverkehr bitten um ihre Teilnahme am genannten Termin und
damit um eine gemeinsame Sondersitzung oder um eine Beteiligung vor der
Sitzung der KK Kö-Bogen&KAP.
Ferner wurde die Radverkehrsanbindu ng Graf-Adolf-Straße / Stresemannstraße
vom KAP aus geprüft und für möglich befunden, bedarf aber einer gesonderten
Betrachtung und Planung in einem vom KAP getrennten Verfahren. Hingegen
wurde eine weitergehende Radwegeführung zum KAP 1 auf der Immermanns traße
von der Karlstraße kommend geprüft. Eine Umsetzung sei aus Sicht der beteiligten
Planer aber nicht möglich. Radfahrende müssten hier, wie auch die Fußgänger,
den Zebrastreifen zur Überquerung der Straße nutzen. Hierzu wurde erläutert,
dass dieses Prüfergebnis den Stand der aktuellen Planungstiefe darstelle. Aus der
KK Rad wurde angeregt, im weiteren Planungsprozess erneut die Möglichkeit einer
besseren Anbindung des KAP1 von der Fahrgasse bzw. einer Radverkehrsanlage
im Bereich des Konrad-Adenauer-Platzes sowie von der Karlstraße kommend zu
prüfen.
Duisburger Straße
Mit einer Präsentation wurde die Planung Duisburger Straße vorgestellt, die
aufgrund einer höheren Priorisierung schneller umgesetzt werden konnte. Die
Lagepläne, der Steckbrief und der Erläuterungsbericht wurden den Mitgliedern der
Kleinen Kommission Radverkehr vorab zur Verfügung gestellt. Die Planung von
Radfahrstreifen auf der Duisburger Straße beginnt beidseitig ab dem Knotenpunkt
Duisburger Straße/Nordstraße/Venloer Straße und fü hrt einseitig stadtauswärts
auf der Vagedesstraße bis zum Knotenpunkt Vagedesstraße/Prinz -Georg-Straße.
Neben dem Radfahrstreifen sind Sicherheitstrennstreifen vorgesehen. Aufgrund
der schmalen Längsparkstände ist eine Parkstreifenbegrenzung vorgesehen, di e
die Parkstände auf ein Maß verbreitert, bei der die Parkstände als Ladezonen
genutzt werden können. Aufgrund eines hohen Geschäftsbesatzes und des
erlaubten Haltens in zweiter Reihe im Bestand ist die Einrichtung von Ladezonen
notwendig. Die Ladezonen we rden durch einen grünen Schmalstrich neben der
Parkstreifenbegrenzung markiert. An der Rosenstraße wird zugunsten einer
durchgehenden Radverkehrsanlage keine Leipziger Kombispur favorisiert. Den
Mitgliedern der KK Radverkehr wird zugesagt, die Anregung der Roteinfärbung der
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Furt zu prüfen. Eine Protected Bike Lane auf der Vagedesstraße ist aufgrund der
Längsparkstände neben dem Radfahrstreifen nicht möglich. Zu der Planung sind
einige schriftliche Hinweise eingegangen.
Radverkehrsführung Kö -Bogen
Der Tagesordnungspunkt wird in die nächste Sitzung der KK Rad verschoben.
Allerdings wird zugesagt, bezogen auf den bereits geäußerten Wunsch der Kleinen
Kommission, dass die sogenannte Baustraße nach Rückbau auch für den
Radverkehr weiterhin nutzbar ist, kurzfristig zu beantworten, da befürchtet wird,
dass eine erneute Befassung in der Sitzung im Februar 2025 zu spät sein könnte.
Grundsätzliches
Sachstand Maßnahmenliste 2024/2025
Die Verwaltung stellte in der Sitzung eine aktualisierte Maßnahmenliste fü r die
Jahre 2024/2025 zur Verfügung. Zukünftig wird diese Liste regelmäßig aktualisiert
und den Mitgliedern der Kommission zwei Wochen vor jeder Sitzung zur Verfügung
gestellt. Ziel ist es, Änderungen und Fortschritte transparent darzustellen.
Die Diskussion zeigte, dass neben der Aktualisierung auch der Informationsbedarf
zu Maßnahmen besteht, die nicht mehr in der Liste auftauchen oder neu
hinzugekommen sind. Beispiele wie die Benrather Schlossallee oder die
Fahrradlichtzeichenanlage auf der Kronenstraß e verdeutlichten die Nachfrage,
warum Maßnahmen verschoben, angepasst oder unerwartet umgesetzt werden.
Die Verwaltung betonte, dass sich die Liste auf priorisierte und umsetzbare
Projekte konzentriert, Änderungen jedoch zukünftig dokumentiert werden solle n,
um Transparenz zu gewährleisten. Zu Offene Fragen aus früheren Sitzungen, wie
zur Fahrradanlage auf der Kronenstraße, hat die Verwaltung zugesagt, diese
Fragen zu klären und die Antworten über das Protokoll nachzureichen.
Die Mitglieder der KK Radverkehr begrüßen das Vorgehen zukünftig regelmäßig
über den Sachstand der Maßnahmen informiert zu werden.
Weiterentwicklung Radhauptnetz
Die Verwaltung berichtete über den aktuellen Stand und die zukünftige
Weiterentwicklung des Radhauptnetzes. Dabei wurde erläutert, dass das
Radhauptnetz, wie es 2014 beschlossen wurde, als ein langfristiges Arbeitspapier
dient. Es umfasst über 700 Einzelmaßnahmen, die sukzessive umgesetzt werden
müssen, bevor sie als Teil des offiziellen Radnetzes der Stadt Düsseldorf gelten.
Das bestehende Fahrradnetz, wie auf „Düsseldorf Maps" dargestellt, zeigt die
derzeit verfügbaren Radverkehrsverbindungen, unterscheidet sich jedoch von der
Zielstruktur des Radhauptnetzes.
Die Weiterentwicklung des Radhauptnetzes wird von der Verwaltun g als eine
umfangreiche Aufgabe betrachtet, die sich über mehrere Stufen erstreckt. Derzeit
liegt der Fokus auf der Umsetzung des Radschnellweges und der Radleitrouten,
deren Realisierung neue Bedarfe im Radhauptnetz schaffen. Die Verwaltung
verfolgt dabei den Ansatz, der von den übergeordneten Verbindungen hin zu
lokalen Netzergänzungen reicht. Perspektivisch soll im Rahmen einer „Netzstufe
2.0" ein klarer Arbeitsplan entwickelt werden, der Prioritäten definiert.
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Die Mitglieder der Kleinen Kommission begrüßten diesen strategischen Ansatz und
betonten die Wichtigkeit, die Weiterentwicklung des Radhauptnetzes als Prozess zu
kommunizieren. Sie regten an, den Fortschritt und die Priorisierungen regelmäßig
darzustellen, um Missverständnisse zu vermeiden und d en Bedarf der
Radfahrenden stärker in den Fokus zu rücken. Die Verwaltung sagte zu, die
Priorisierung im Rahmen der weiteren Netzentwicklung zu berücksichtigen und
darüber zu informieren, wie neue Maßnahmen in die bestehende Netzstruktur
integriert werden.
Informationen zu Maßnahmen
Rückmeldebogen Barrierefreies Friedrichstadt
Hinsichtlich einer möglich Fahrradgarage im Hansahaus wird die Errichtung einer
Radverkehrsanlage auf der Harkortstraße als erforderlich angesehen.
Bei dem Vorplatz vor den Hotels, die Zwischenstrecke Harkortstraße/Konrad -
Adenauer-Platz, ist bis heute eine Fußgängerzone und sollte für Radfahrende frei
von beiden Seiten ausgeschildert werden.
Die nicht im Rückmeldebogen erfassten schriftlich eingereichten Hinweise werden
im weiteren Planungsprozess geprüft.
Rückmeldebogen Knotenpunkt Neusser Straße/Düsselstraße
Der Rückmeldebogen wird von der Kommission zur Kenntnis genommen. Der
stellvertretende Vorsitzende bittet um Überprüfung hinsichtlich der Anregung, die
eine Führung für Linksabbieger von der Neusser Straße in die Düsselstraße betrifft
(Ziff. 26 des Rückmeldebogen), da insoweit eine Stellungnahme fehlt. Zudem regt
er an, auch die konfliktfrei signalisierten Furten rot einzufärben.
Beteiligungsverfahren des Radvorrangroutennetzes des Landes
Nordrhein- Westfalen und Gesamtkonzept Radleitrouten (RLR 3 - 6) -
weiteres Vorgehen
Die beiden Tagesordnungspunkte werden gemeinsam behandelt.
Das Gesamtkonzept Radleitrouten wurde im OVA beschlossen. Unter
Berücksichtigung der Ergänzungen, die von der Kleinen Kommission innerhalb des
Workshops gemacht wurden, werde n die Planungen im Rahmen des
Beteiligungsverfahrens des Radvorrangroutennetzes an das Ministerium geschickt.
Im ersten Halbjahr 2025 soll die Beauftragung der Machbarkeitsstudien 3 und 4
vorgenommen werden. Es ist geplant, für jede Radleitroute gesondert einen
Workshop zur Routenführung mit der KK Rad zu machen. Für die Radleitroute 3
soll dieser Workshop im dritten Quartal 2025 stattfinden. Für die Radleitroute 4
besteht noch keine Zeitplanung.
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Aktueller Stand Radleitrouten
(Information zu Sonderbauvorhaben gemäß 1.2 GABau)
Radleitroute Nord-Süd (RLR1)
Freiligrathplatz
Planunterlagen waren den Mitgliedern der Kommission im Vorfeld der Sitzung zur
Verfügu
Auszug – das vollständige Dokument ist über den Original-Link verfügbar.