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Title: 00508324.pdf
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00508324.pdf
Published Time: Fri, 01 Mar 2024 07:31:45 GMT
Number of Pages: 4
Markdown Content:
OVA/019/2024
X öffentlich nicht öffentlich
# Informationsvorlage
Betrifft:
Umgestaltung Mitte Süd – Friedrichstraße inkl Querstraßen Bachstraße,
Kirchfeldstraße und Herzogstraße sowie Graf -Adolf -Platz
Fachbereich:
66 - Amt für Verkehrsmanagement
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordneter Jochen Kral
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Ordnungs - und
Verkehrsausschuss 28.02.2024 Kenntnisnahme
Bezirksvertretung 3 05.03.2024 Kenntnisnahme
Sachdarstellung:
Am 09.11.2023 wurde der Umbau des ersten Bauabschnitts Umgestaltung Mitte Süd
/ Friedrichstraße mit Gesamtkosten i.H.v. 37.397.000, - € durch den Rat der Stadt
beschlossen.
Die BV 3 wurde im Vorfeld angehört und empfahl dem OVA sowie dem Rat eine
vorlagegemäße Beschlussfassung mit der Maßgabe, sich vor dem Hintergrund der
angespannten wirtschaftlichen Lage der ortsansässigen Betriebe und der seit Jahren
andauernden Belastungen für die Anwohnerinnen und Anwohne r auf der Friedrich -
straße einzusetzen. In diesem Zusammenhang wurde die Verwaltung aufgefordert,
die organisatorischen Abläufe der Baumaßnahmen mit dem Ziel der zeitlichen
Straffung zu überprüfen.
Die Bauzeiten der verschiedenen Gewerke lassen sich wie f olgt zusammenfassen:
Der Stadtentwässerungsbetrieb Düsseldorf hat die Kanalerneuerung (Eiprofil
800/1200) zwischen Fürstenwall und Luisenstraße im Juli 2021 begonnen. Um die
Belastung für die Anlieger und den Verkehr möglichst gering zu halten, wurden die
Arbeiten im Stollenvortrieb durchgeführt. Die gesamten Kanalbaumaßnahmen
konnten bereits im Juli 2023 abgeschlossen werden.
Parallel hierzu hat die Netzgesellschaft Düsseldorf im März 2022 die Arbeiten zur
Verlegung der Versorgungsleitungen aufgenommen. Die im Baufeld des Kanalbaus
zeitgleich durchgeführten Arbeiten wurden durch die Beauftragung derselben
Tiefbaufirma möglich. Die Fertigstellung der Um - und Neuverlegungen sämtlicher
Versorgungsleitungen im Bereich der Friedrichstraße wird nach Aussage der
Netzgesellschaft Düsseldorf für September 2025 avisiert. Seite 2
Die Arbeiten der Telekommunikationsgesellschaften nehmen weitere 6 Monate in
Anspruch. Mit einer Fertigstellung dieser Leitungsverlegungen ist frühestens im März
2026 zu rechnen.
Die Neugestaltung der Friedrichstraße durch das Amt für Verkehrsmanagement
beginnt Mitte 2024. Die Fertigstellung des 1. Teilabschnitts bis zum Fürstenwall ist
bis Mitte 2026 geplant. Der 2. Teilabschnitt von Fürstenwall bis Graf -Adolf -Straße
kann frühestens im März 2025 be ginnen und benötigt incl. der Herzogstraße 22
Monate. Unter der Voraussetzung, dass die Beschleunigungsmaßnahmen greifen und
die aktuell kommunizierten Zeiträume für die Leitungsum - und Neuverlegungen
eingehalten werden, wird die Fertigstellung der Straßen bauarbeiten im Bereich der
Friedrichstraße für Ende 2026 terminiert. Im Anschluss daran werden die Arbeiten
zur Umgestaltung des Graf -Adolf -Platzes mit einer Dauer von ca. 9 Monaten bis
September 2027 durchgeführt.
I. Erläuterung des Bauablaufes gemäß Ratsb eschluss
Es ist geplant, die Umgestaltung der Friedrichstraße zwischen den Querstraßen
abschnittsweise auszuschreiben und umzubauen. Begonnen wird mit dem
1. Teilabschnitt südlich der Bachstraße bis einschließlich der Kreuzung Fürstenwall
sowie der Bach - und Kirchfeldstraße. Anschließend wird die nördliche Friedrichstraße
inklusive der Herzogstraße bis zur Graf -Adolf -Straße ausgebaut. Der Graf -Adolf -Platz
bilde t den 3. und letzten Teilabschnitt.
Die Umbauarbeiten in den einzelnen Abschnitten wurden in üblicher Reihenfolge
unter Berücksichtigung aller Verkehre in den Bauphasenplänen vorgeplant. Dies
bedeutet, dass nach Rückbau der Gleise – unter Vollsperrung – hintereinander die
Gehwegseiten gestaltet und anschließend die Fahrbahnen halbseitig erneuert
werden. Zum Abschluss wird dann – nochmals unter Vollsperrung – die Fahrbahn -
verschleißschicht eingebaut.
Um den geplanten Ablauf umsetzen zu können, gab es im V orlauf zum Beschluss
Abstimmungsgespräche mit der Feuerwehr, der Polizei sowie der Netzgesellschaft
Düsseldorf (NGD) und den Telekommunikationsgesellschaften (TK -Gesellschaften).
Das Ergebnis dieser Abstimmungen wurde in die Bauphasenpläne eingearbeitet, d ie
den Bieterfirmen für eine auskömmliche Kalkulation zur Verfügung gestellt werden.
Insgesamt sind ca. 32.000 m² Straßenfläche im Vollausbau neu zu gestalten.
Kalkuliert wurden die Straßenbaukosten mit brutto 28.000.000, - € und eine Bauzeit
von 4 Jahren u nd 3 Monaten (06/24 bis 9/28). Dies entspricht einem Umsatz von
550.000, - € pro Monat und liegt somit rd. 80% über den üblichen Umsätzen einer
innerstädtischen Straßenbaustelle. Um diese Zielsetzung zu verwirklichen, bedarf es
bereits einer straffen Bauste llenkoordination sowie eines leistungsfähigen
Bauunternehmens.
II. Prüfung auf mögliche Potentiale zur Zeiteinsparung
Anlässlich der Empfehlung der BV3, die organisatorischen Abläufe der Baumaß -
nahmen mit dem Ziel der zeitlichen Straffung zu überprüfen, erfolgte ein
Abstimmungsgespräch zwischen der Verwaltung und der Netzgesellschaft Düsseldorf
mit folgendem Ergebnis:
1. Die NGD stellt die ursprünglich geplanten Bauabschnitte um. Die angedachte
Neu - und Umverlegung auf der Ostseite der Friedrich straße zwischen
Fürstenwall und Graf -Adolf -Straße wird in Höhe Herzogstraße gesplittet und
die Westseite zwischen Fürstenwall und Herzogstraße vorgezogen. Dies
ermöglicht dem Straßenbau in diesem Bereich bereits früher beginnen zu Seite 3
können.
2. Die NGD hat ihre Bieter in den Vergabeverhandlungen aufgefordert, konkrete
Bauabläufe mit fixen Bauzeiten einzureichen. Die zwischen der NGD und den
beauftragten Baufirmen vereinbarten Ausführungszeiten für die weiteren
Leitungsverlegungen sind in der Anlage 1 aufgeführt . (siehe Anlage 1 – neuer
Bauphasenplan der NGD - Stand 09.02.2024)
Darüber hinaus plant die Verwaltung der LHD für den 1. Teilabschnitt (Bachstraße bis
Fürstenwall inkl. Kirchfeldstraße), die im folgenden aufgezählten Optimierungs -
maßnahmen umzusetzen. Nach Ausführung dieses ersten Abschnittes wird die
Wirksamkeit der einzelnen Maßnahmen evaluiert und hinsichtlich der weiteren
Beauftragung ausgewertet.
1. Eine Vollsperrung der Friedrichstraße (Hauptverkehrsstraße mit hohem
Gewerbe - und Wohnanteil) wurde ge prüft und ist auf Grund der generell
erforderlichen Andienbarkeit zu den Grundstücken und Geschäften, sowie von
Rettungseinheiten, Polizei und der Awista nicht zu realisieren.
Durch ein Verbot des Durchgangsverkehrs (Individualverkehr und Busverkehr)
könnt e allerdings das Verkehrsaufkommen soweit reduziert werden, dass
größere Baufelder eingerichtet werden können, was ein effizienteres Arbeiten
ermöglicht. Die Lage der provisorischen Fahrspuren kann mit weniger
Aufwand verschoben werden. Die Herstellung von provisorischen Bushalte -
stellen kann entfallen. Der Individualverkehr muss bei einem Verbot des
Durchgangsverkehrs von Süden kommend bereits am Südring großräumig
umgeleitet werden. Die Leistungsfähigkeit der Umleitungsstrecken inkl. der
signalisierten Kn otenpunkte muss gegeben sein, damit es durch das erhöhte
Verkehrsaufkommen auf den Alternativrouten zu keiner verstärkten
Staubildung kommt. Auf den erforderlichen Ausweich - bzw. Umleitungs -
strecken, sowie auf der Talstraße dürfen während der Bauzeit keine weiteren
Baustellen genehmigt werden. Gegebenenfalls sind Lichtsignalanlagen zu
optimieren.
Ergänzend zu diesen Maßnahmen hat die Verwaltung zusammen mit der
Rheinbahn zunächst überschlägig geprüft, ob und wenn ja, welche der auf der
Friedrichstraße verke hrenden Buslinien 732, 835, 836, M3 sowie einige
Sonderverkehre (Nachtbuslinien) verlegt werden kann. Im Ergebnis sind mit
einer Verlegung des Busverkehrs erhebliche Einschränkungen auf der Achse
der Buslinien 835, 836 und M3 zu erwarten, so dass der gleic hzeitige Betrieb
der drei Linien sich nicht ohne erhebliche Mehraufwände aufrechterhalten
lässt. Diese sind nicht darstellbar, so dass aus wirtschaftlichen Gründen der
Verzicht auf Bedienqualität erforderlich wird. So könnte z.B. die Buslinie M3
zwischen B ilk -S und dem Seestern aus dem Netz genommen werden.
Die Verwaltung hält daher eine Sperrung des Durchgangsverkehrs bzw.
Umorganisation des Busverkehrs nur für vertretbar, wenn dadurch mit dem
Bauunternehmen eine Beschleunigung um mehrere Monate erreicht werden
kann.
2. Ergänzend zu der Verlagerung des Durchgangsverkehrs wird der Radverkehr
auf die Achse Talstraße verlagert. Hierdurch stehen den ausführenden
Baufirmen im Querschnitt 1,5 m mehr Platz zur Verfügung.
3. Die Bauarbeiten werden auch in den Zeiträum en der Vorweihnachtszeit sowie
der Rheinkirmes fortgeführt. Zudem werden während der gesamten Bauzeit
Betriebsurlaube ausgeschlossen. Seite 4
4. Innerhalb des Bauvertrages wird die Forderung aufgenommen, das
Baustellenpersonal (Anzahl der Kolonnen) entsprechend den zur Verfügung
stehenden Baufeldern anzupassen und einzusetzen, um die Bauzeit auf ein
Minimum zu beschränken. Bieter müssen das entsprechende Leistungs -
vermögen nachweisen.
5. Nebenangebote, die eine messbare Beschleunigung der Fertigstellung
beinhalten, wer den zugelassen. Alternativ wird die Bauzeit neben dem
Angebots preis als zusätzliches Wertungskriterium in die Ausschreibung
aufgenommen und bei der Vergabe berücksichtigt. Die Bieter werden durch
diese Vergabekriterien angeregt, bereits in der Kalkulation sphase mögliche
Beschleunigungspotentiale - passend zu Ihrer Leistungsfähigkeit - zu suchen
und anzubieten.
Bei beiden Möglichkeiten ist eine Steigerung der Baukosten nicht
auszuschließen. Deshalb wird dieses Vergabemodell für den 1. Bauabschnitt
erprobt , evaluiert und bei Erfolg auf die weiteren Bauabschnitte übertragen.
Die gewertete Zeiteinsparung könnte sich auf Grund von unvorhersehbaren
Behinderungen und Stillständen jedoch nicht in vollem Umfang auswirken. Ein
Anspruch auf die Kostenerstattung blie be weiterhin bestehen.
6. Die Umgestaltung der öffentlichen Verkehrsflächen wird in drei
Teilbauabschnitten durchgeführt:
1. TBA südliche Friedrichstraße von Bachstraße bis Fürstenwall
2. TBA nördliche Friedrichstraße von Fürstenwall bis Graf -Adolf -Straße
3. TBA Graf -Adolf -Platz
Für den Fall, das die Netzgesellschaft Düsseldorf gemeinsam mit den
Telekommunikationsgesellschaften die Verlegung der Versorgungsleitungen im
2. TBA schnelle r als ursprünglich geplant abschließt, kann durch eine
vorgezogene Vergabe der Straßenbaubauarbeiten in diesem Abschnitt bereits
parallel zum 1. Teilbauabschnitt begonnen werden. Das gleiche gilt für den
Bereich des Graf -Adolf -Platzes.
III. Fazit:
Die Fertigstellung der Leitungsverlegearbeiten der Netzgesellschaft Düsseldorf und
der Telekommunikationsgesellschaften im Bereich der Friedrichstraße inklusive Graf -
Adolf -Platz sind bis Ende 2026 geplant. Maßgeblich für eine zeitliche Straffung des
Bauabl aufes ist die Beschleunigung der Leitungsverlegungen der Netzgesellschaft
Düsseldorf und der Telekommunikationsgesellschaften. Nur wenn die Verlegungen
aller Medien abgeschlossen ist, können auch die Straßenbauarbeiten in den einzelnen
Bauabschnitten eher beginnen und somit auch schneller abgeschlossen werden.
Anlagen:
Anlage 1 - neuer Bauphasenplan der NGD - Stand 09.02.2024
Anlage 1 - neuer Bauphasenplan der NGD - Stand 09.02.2024 als Text anzeigen
Title: PowerPoint-Präsentation
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00513561.pdf
Published Time: Tue, 27 Feb 2024 08:11:58 GMT
Number of Pages: 1
Markdown Content:
Start 2. TA ab ca. März 2024
Start ab ca. März 2025
Gepl. Fertigstellung frühestens Sept. 2025
Arbeiten der Netzgesellschaft Düsseldorf
im Bereich Mitte Süd - Friedrichstraße
Start 1. TA ab März 2022
Gepl. Fertigstellung Mai 2024
> Kirchfeldstr.
> Fürstenwall
> Herzogstr.
> Luisenstr.
> Bilker Alle
> Elisabethstr.
Stand 09.02.2024
Start: 06/2023
Ende: 02/2024 Start: 09/2023
Ende: 02/2024
Start: 03/2024
Ende: min. 12/2024 bzw. 01/2025
Ende: ca. 02/2025
Start: ca. 03/2025
Ende: 09/2025
> Aderstr.
Abschluss
Ende 04/2024 bzw. Anfang 05/2024