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Rat
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Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 22. Juni 2006
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung verband konkrete Bau- und Finanzierungsentscheidungen mit Weichenstellungen, deren Umsetzung noch von Fördermitteln abhing. Politisch umstritten waren vor allem die Verteilung der Kita-Beiträge und die Entwicklung an den Bilk Arcaden; mehrere kleinere Infrastrukturvorhaben fanden dagegen einhellige Zustimmung.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Bilk Arcaden a) Einwohnerantrag "Für den Erhalt unserer lebendigen Einkaufs- straßen - Gegen überdimensionierte Bilk Arcaden"
Der Rat stellte den Einwohnerantrag gegen überdimensionierte Bilk Arcaden als unzulässig fest. Außerdem nahm er die Planung eines Komplexes mit Hallenschwimmbad, Bürgerzentrum und Bürgersaal zustimmend zur Kenntnis und beauftragte die Verwaltung, mit der Firma mfi einen Herstellungsvertrag über höchstens 9,5 Millionen Euro plus Mehrwertsteuer abzuschließen; der Kämmerer durfte dafür die Haushaltsvoraussetzungen im Jahr 2006 schaffen.
Der Einwohnerantrag wurde ohne Gegenstimme bei Enthaltungen der Ratsmitglieder Lemmer, Kahl, Laubenburg und Krüger zurückgewiesen. Der Vertragsschluss erhielt eine Mehrheit aus CDU, SPD, Oberbürgermeister, den Ratsmitgliedern Krüger und Reichert sowie Teilen der FDP; Bündnis 90/Die Grünen und die Ratsmitglieder Lemmer, Kahl und Laubenburg stimmten dagegen, zwei FDP-Mitglieder enthielten sich. In der Debatte standen die Dimensionierung des Vorhabens, die vertraglichen Sicherungen und die Bindung an den Investor im Mittelpunkt.
Die Entscheidung verband das Arcaden-Projekt mit öffentlichen Freizeit- und Begegnungseinrichtungen. Zugleich eröffnete sie einen Vertrag mit der höchsten in den ausgewählten Beschlüssen genannten finanziellen Obergrenze.
Vorlage 01/152/06 · Nachweis: TOP 29, PDF-Seite 39
Satzung der Stadt Düsseldorf über die Erhebung von Elternbeiträgen in Tageseinrichtungen für Kinder
Der Rat beschloss eine neue Satzung für die Elternbeiträge in Kindertageseinrichtungen, die ab dem 1. August 2006 galt. Für Jahreseinkommen über 73.626 Euro wurden je nach Betreuungsform Monatsbeiträge von 180 bis 400 Euro festgesetzt; Geschwisterkinder kosteten in den Einkommensstufen 3 bis 7 monatlich 20 Euro, während in den Stufen 1 und 2 kein Geschwisterbeitrag erhoben wurde.
Die CDU- und FDP-Fraktionen begründeten ihren Änderungsantrag mit einer stärkeren Ausrichtung an der Leistungsfähigkeit und dem Schutz niedriger Einkommensgruppen. CDU, FDP und Ratsherr Reichert setzten ihn gegen SPD, Bündnis 90/Die Grünen sowie die Ratsmitglieder Kahl, Laubenburg, Lemmer und Krüger durch. Die Debatte drehte sich um die Folgen der veränderten Landesfinanzierung und die Verteilung der Belastungen auf Familien.
Die Satzung bestimmte unmittelbar, wie stark Familien je nach Einkommen, Betreuungsform und Zahl der Kinder an den Betreuungskosten beteiligt wurden.
Vorlage 51/096/06 · Nachweis: TOP 10, PDF-Seite 27
Bebauungsplan Nr. 5078/25 - nördlich Willstätter Straße - Anregungen; Änderung; Satzung
Der Rat beschloss einstimmig den Bebauungsplan für das Gebiet nördlich der Willstätter Straße. Damit wurde noch kein Bau beschlossen: Die Verwaltung bezifferte den Umbau der Böhlerstraße auf 2,247 Millionen Euro, dessen Finanzierung wegen einer ausstehenden Landesförderung nicht gesichert war.
In der Debatte standen sich Abwarten bis zur gesicherten Finanzierung und ein sofortiger Satzungsbeschluss gegenüber. Ratsherr Keil sprach sich dafür aus, die Planung abzuschließen, damit bei einer späteren Finanzierung begonnen werden konnte; anschließend stimmte der Rat ohne Gegenstimme und Enthaltung zu.
Der Rat hielt das Straßenprojekt planerisch bereit, übernahm aber noch keine gesicherte Finanzierung. Damit blieb der Zeitpunkt einer möglichen Umsetzung offen.
Vorlage 61/083/06 · Nachweis: TOP 38, PDF-Seite 67
Klemensplatz-West - Bau- und Finanzierungsbeschluss -
Der Rat beschloss einstimmig die Neugestaltung des Bereichs von Niederrheinstraße und Arnheimer Straße bis zur Friedrich-von-Spee-Straße einschließlich der Sankt-Göres-Straße. Die Baukosten wurden mit 1,397 Millionen Euro, die Planungskosten mit rund 70.000 Euro und der städtische Eigenanteil mit 909.500 Euro angegeben; der Beschluss stand unter dem Vorbehalt einer zeitnah gesicherten Landesmitfinanzierung.
Der Beschluss fiel ohne dokumentierte Debatte einstimmig.
Die Entscheidung betraf einen zusammenhängenden öffentlichen Raum in Kaiserswerth. Ihre Umsetzung blieb jedoch ausdrücklich an die Mitfinanzierung des Landes gebunden.
Vorlage 66/061/06 · Nachweis: TOP 21, PDF-Seite 37
Grünzug Harffstraße/Nixenstraße - Bau- und Finanzierungsbeschluss -
Der Rat beschloss den Neubau der Grünverbindung zwischen Harffstraße und Nixenstraße mit Gesamtkosten von 525.000 Euro. Das Land hatte eine Zuweisung von 262.000 Euro bewilligt; die Verwaltung wurde mit der Durchführung beauftragt.
Der Beschluss fiel ohne dokumentierte Debatte und ohne Gegenstimme oder Enthaltung.
Anders als bei mehreren planerischen Entscheidungen erhielt die Verwaltung hier einen unmittelbaren Auftrag zur Umsetzung einer neuen Grünverbindung.
Vorlage 70/022/06 · Nachweis: TOP 22, PDF-Seite 38
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Die Karte zeigt den Sitzungsort. Weitere konkrete Adressen wurden nicht zuverlässig extrahiert.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.