Ö Vorlagen - Nr.01/ 177/2004
Düsseldorf, den 13. Juli 2004
Bündnis 90/DIE GRÜNEN ° Marktplatz 3 ° 40213 Düsseldorf
E-Mail:
[email protected]
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Herrn Oberbürgermeister
Joachim Erwin
Antrag
Änderungsantrag der Ratsfraktion von Bü90/Grü: Bekämpfung des Unterrichtsausfalls an
den Düsseldorfer Schulen mit Hilfe städtischer Haushaltsmittel
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen bittet Sie, folgenden Änderungsantrag auf die
Tagesordnung der Ratssitzung am 15. Juli 2004 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:
Der Rat der Stadt beauftragt die Verwaltung, ein Konzept zu entwickeln, wie mit Hilfe städtischer
Haushaltsmittel der Unterrichtsausfall an Düsseldorfer Schulen drastisch reduziert werden kann
(entweder durch einen eigenen Lehrerpool oder durch ein eigenes Programm "Geld statt
Stellen"). Zusätzlich soll die Verwaltung sich bei der Landesregierung dafür einsetzen, dass die
Düsseldorfer Schulen möglichst schnell über ihr Personalkostenbudget selbst bestimmen können
(möglicherweise im Rahmen eines Modellversuchs). Die Stadt stellt für die Realisierung ihres
erarbeiteten Programms jährlich 1 Mio € - zunächst befristet bis zum Jahr 2009 - zur Verfügung.
Sachdarstellung:
Das Land hat in seinem Haushalt im Jahr 2004 ca. 95 Mio € für das Programm "Geld statt Stellen"
zur Verfügung gestellt. Im Jahr 2005 wird dieser Haushaltstitel mit 110 Mio € ausgestattet,
nachdem festgestellt worden ist, dass 95 Mio € nicht ausreichend waren. Der Antrag von CDU
und FDP lässt erkennen, dass die Stadt offenbar über genügend Mittel verfügt, um einen
eigenen Beitrag zur Problematik des Unterrichtsausfalls zu leisten. Das begrüßen wir.
Es ist allerdings wenig damit getan, wenn die Mittel nur für ein Jahr zur Verfügung gestellt
werden, deshalb sollte das Programm für die kommenden Jahre aufgelegt werden, bis erkennbar
ist, welche Wirkung es hat.
Ein großes Problem und einer der vielen Gründe für Unterrichtsausfall ist die zentrale Steuerung
der Lehrerstellenzuweisung durch das Land, wie in anderen Bundesländern auch. Der Landtag
hat das Bildungsministerium aufgefordert, bis zum Jahr 2006 ein Konzept vorzulegen, wie den
Schulen das Personalkostenbudget übertragen werden kann. Durch die
Personalkostenbudgetierung werden die einzelnen Schulen in die Lage versetzt, Lehrerstunden
auf die eigenen Bedürfnisse zuzuschneiden. Eine Reduzierung des Unterrichts-ausfalls wäre eine
der positiven Folgen.
Mit freundlichen Grüßen
Marion Enke Georg Blanchard
RSD AllVorlg.WPT
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Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Ergebnis
Rat -/-
1
-/-
2
1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant.
2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.
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