Ö Vorlagen - Nr.01/ 126/2005
Düsseldorf, den 25. April 2005
Bündnis 90/DIE GRÜNEN ° Marktplatz 3 ° 40213 Düsseldorf
E-Mail:
[email protected]
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Herrn Oberbürgermeister
Joachim Erwin
Anfrage
Anfrage aus aktuellem Anlass der Ratsfraktion von Bü90/Grü: Gutachten zur Situation
des Düsseldorfer Einzelhandels
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen bittet Sie, folgende Anfrage aus aktuellem Anlass
auf die Tagesordnung der Ratssitzung am 28. April 2005 zu nehmen und durch die
Verwaltung beantworten zu lassen:
1. Liegt das Gutachten zur Situation des Einzelhandels des Instituts für Handelsfor-
schung an der Universität Köln der Verwaltung vor und ist nach Ansicht der Ver-
waltung der Rat der Stadt Düsseldorf berechtigt, die von ihm beauftragten externen -
wissenschaftlichen - Ausarbeitungen im Orginal zur Kenntnis zu nehmen oder gibt es
Sachverhaltsdarstellungen, wissenschaftliche Schlussfolgerungen oder Interpreta-
tionen, die ihm unzuträglich sind?
2. Treffen die Zeitungsmeldungen zu, dass die Verwaltung bedeutende Aussagen des
genannten Gutachtens ändert und in wie weit ist bei den verwaltungsseitig vorge-
nommenen Änderungen Einvernehmen mit den Gutachtern des Instituts für Handels-
forschung an der Universität Köln hergestellt worden?
3. Erhalten die Ratsmitglieder spätestens mit den Sitzungsunterlagen für die nächste
Ratssitzung das Gutachten zur Situation des Einzelhandels des Instituts für Handels-
forschung an der Universität Köln als von den Gutachtern zertifizierte Kopie der
Orginalfassung, die die Gutachter der Stadt ausgehändigt haben?
Begründung:
Die Westdeutsche Zeitung hat in ihrer Ausgabe vom 22. April 2005 berichtet, dass das
Gutachten zur Situation des Einzelhandels des Instituts für Handelsforschung an der
Universität Köln der Verwaltung vorliegen würde und von ihr umgeschrieben würde. Wenn
dies zutrifft, würden die Informationsrechte des Auftraggebers missachtet. Die Verwaltung
hat keine Zensur bezüglich der vom Rat beauftragten Ausarbeitungen vorzunehmen.
Am 15. Juli 2004 ist mit den Stimmen von CDU und FDP die Verwaltung beauftragt wor-
den ein Forschungsprojekt "Zukunft des Klein- und Mittleren Einzelhandels" gemeinsam
mit der IHK Düsseldorf und dem Einzelhandelsverband aufzulegen. Darin sollten für den
Einzelhandel wesentliche Einflussfaktoren heraus gearbeitet werden, wie (neu geplante)
Verkaufsflächen, Leerstände sowie Kaufkraftbindung und Identifikation der Einwohnenden
mit ihrem Stadtteil als Einkaufszentrum im Stadtbezirk. Die demographische Entwicklung
RSD AllVorlg.WPT
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Düsseldorf, den 25. April 2005
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sollte auch berücksichtigt werden.
Dieser Antrag ist die beschlossene Alternative zu der Forderung von Bündnis 90/Die
Grünen die Planungen für die so genannten "Düsseldorf Arcaden" ruhen zu lassen und
einen Masterplan Einzelhandel zu erarbeiten. Der Masterplan Einzelhandel sollte
darlegen, wie der bestehende Einzelhandel in der Innenstadt und den Stadtteilen nach-
haltig gestärkt, die Vielfalt des Angebotes verbessert und Investorenwünsche durch die
städtische Planungshoheit gesteuert werden können. Die jeweiligen Einzelhandelslagen
sollten hinsichtlich ihres - branchenspezifischen - Kaufkraftpotenzials; ihrer städtebau-
lichen Qualität und Lage sowie ihrer nahräumlichen Erreichbarkeit dargestellt werden.
Mit freundlichen Grüßen
Iris Bellstedt Norbert Czerwinski